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30.05.2007, 22:31 von prinzregentProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|In 12 Jahren gibts Berlin nicht mehr
... in 12 Jahren gibts Berlin nicht mehr, weil in 12 Jahren circa 3 Millionen Deutsche das Land verlassen haben werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,423009,00.html

Vielleicht lachen jetzt einige von Euch, aber wem wollt ihr dann Eure Wohnungen vermieten ? Was sind dann Eure Immobilien noch wert ?

Alle 12 Antworten
04.06.2007, 15:18 von Augenroll
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@rrutz,
Zitat:
Zm Glück habe ich in Berlin keine Immobilien...

Schon klar, Sie verfahren nach dem Motto: Was kratzt es mich...

Aber so denke ich dann mal auch, denn des einen Leid ist des anderen Freud. Das eröffnet wiederum anderen Leuten Möglichkeiten und Chancen, während sich ja so Mancher schon in den 90'ern die Taschen vollgehauen hat.

Die Marktentspannung sei aber den Mietern und Neueigentumsbildnern gegönnt:Denn man muss auch jönne könne.

Die unaufhaltsame demografische Entwicklung wird auch im Westen ankommen. Das ist sicher.

Und wer meint, Deutschland ist ein Einwanderungsland, sollte sich mal fragen, wer denn kommen soll??

Arme Menschen, die dann wahrscheinlich keine Arbeit hier finden und die Mieten auch nicht bezahlen können.

Die fetten Jahre sind vorbei!!! Und außerdem verweise ich nochmal auf meine Signatur:

PS: Bin zurück aus meinem wunderschönen Urlaub.
03.06.2007, 22:18 von prinzregent
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Besonders hoch - mehr als acht Prozent - sei der Leerstand von Altbauten in Oberschöneweide, Wedding, Mitte, Neukölln-Nord und am Ostkreuz, sagt Thomas Brand, Referatsleiter "Wohnungspolitik" in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Auch er nennt als Hauptgrund die vielen unsanierten Gebäude. In den Neubaugebieten Marzahn-Hellersdorf und Buch, die nach 1970 entstanden, liege der Leerstand über 12 Prozent. Häufig handele es sich um unsanierten DDR-Plattenbau, der jedoch - sobald er saniert ist - gut vermietbar sei.

Schwer vermietbar sind laut Brand meist wegen der Miethöhe auch große Wohnungen ab vier Zimmer im Neubau. In diesem Bereich stünden 12.000 Wohnungen leer, die ab 1991 entstanden sind. Betroffen seien davon vor allem große Siedlungen wie Altglienicke, Karow und die Wasserstadt Spandau. Ebenfalls schwer vermietbar seien Wohnungen an Hauptverkehrsstraßen speziell im Erdgeschoss.

"Die Vermieter sind gefordert, den Wohnraum entsprechend der Nachfrage anzupassen - ihn instand zu setzen oder mit der Miete herunterzugehen", so der Referatsleiter.

In beliebten Altbau-Gegenden wie in Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Friedenau und Prenzlauer Berg sei es indes nach wie vor relativ schwer, an eine der gefragten Altbau-Wohnungen zu kommen.

Nichtsdestotrotz geht die Senatsverwaltung davon aus, dass der Leerstand auf dem Wohnungsmarkt in den kommenden fünf Jahren kleiner wird. Denn die Haushalte in Berlin würden immer kleiner, was bedeute, dass zunehmend Einzelpersonen Wohnungen nachfragen. Schon jetzt betrage der Anteil der Single-Haushalte 50,2 Prozent. Hinzu kommt, dass nach jetzigen Prognosen die Bevölkerungszahl von derzeit 3,4 Millionen Einwohnern leicht ansteigen soll. "Berlin ist eine wachsende Stadt. Die Zahl der Haushalte wird zudem stärker ansteigen als die Bevölkerung. Deshalb rechen wir bis 2015 mit 1.970.000 Haushalten. Jetzt haben wir 1.900.000", sagt Referatsleiter Brand. Diese 70.000 zusätzlichen Haushalte würden in den nächsten Jahren Wohnungen suchen. Und das vor dem Hintergrund, dass sich die Neubauaktivitäten in Berlin auf niedrigem Niveau befänden; im Jahre 2005 gab es rund 3500 Neubau-Genehmigungen, 2006 etwa 5000.

Auch die Expertin für Wohnimmobilien der Makleragentur Engel & Völkers, Anne Riney, glaubt, dass der Leerstand auf seinem höchsten Punkt angekommen und wieder rückläufig ist. Dafür werde nicht zuletzt der weitere Abriss von Plattenbauten sorgen. "Die Wirtschaft boomt und auch der Immobilienmarkt", sagt die Expertin. Das sei zwar noch nicht in Gegenden wie Wedding und Neukölln zu spüren. Aber in Innenstadtbereichen wie Mitte, Schöneberg, Friedrichshain und Prenzlauer Berg sei es heute schon schwierig, eine gute Wohnung zu finden und auch zu bekommen. "Zu Besichtigungsterminen stehen die Leute dort Schlange", sagt Anne Riney. Daher geht sie davon aus, dass sich der Leerstand nicht auf die Preise auswirken wird.

http://www.morgenpost.de/desk/917696.html

01.06.2007, 22:28 von prinzregent
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Zitat:
im nächsten Jahr werden aus vier Gymnasien per Fusion zwei. Unterm Strich werden dann von ehemals 100 Schulen 54 übrig sein, rechnet Schulstadtrat Stefan Komoß (SPD) vor.


... ohne Kinder keine Zukunft.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/02.06.2007/3303496.asp

aber für die positiven Vermieter, hier kommt unsere Klientel der Zukunft: 8.05.2007: Mitten in Kreuzberg entsteht seit 2004 ein großes islamisches Zentrum mit Moschee

Was Melanie betrifft, es handelt sich um ein Video aus dem Saarland. Es zeigt künftige leere Immobilien ... und sagt, wo alles niemand mehr wohnen wird ... Wir sollen das positiv sehen, wenn aus zwei oder drei Dörfern eines wird, so lernen wir uns näher kennen und brauchen nur noch einen Fussballplatz

01.06.2007, 18:18 von Cora
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Und, Melanie, was hast du gesehen

Gruß
01.06.2007, 15:58 von Melanie
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Zitat:
ich wundere mich tatsächlich schon einige Zeit, dass du dieses „melanie“ -Filmchen ständig in deiner Signatur mit dir rum schleppst


Jetzt geh ich aber mal schnell gucken was da gemeint ist...
01.06.2007, 15:14 von robertst
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Wer in Deutschland durch grosse Städte geht, findet in manchen Bezirken keine Deutschen mehr. Im Osten stehen grosse Stadtteile schon heute leer.

Aber kein Mensch will diesen Tatsachen ins Auge sehen.

In Berlin stehen an vielen Häusern Metallschilder mit der Aufschrift: Wohnungen zu vermieten. Niemand will das sehen.

Auch in Rheinland-Pfalz werden ganze Dörfer zeitnah verschwinden. Klar, Saarbrücken ist ne tolle Stadt. Die Saarländer hängen am Tropf der anderen Länder und erwirtschaften sich selbst genausowenig wie die Ostländer.

Deutschland ist überaltert und wer klug und jung ist, der geht.

Gebt es doch zu, ihr kennt auch diverse Leute, die darüber nachdenken.

Auch in Stuttgart gibt es inzwischen genug Leerstand.

Es wird einen massenhaften Leerstand geben. Zeitnah. Und dieser Schrumpfungsprozess wird nicht durch "Einwanderer" ausgeglichen werden (können).
31.05.2007, 21:44 von Fixfeier
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@prinzregent,

ich wundere mich tatsächlich schon einige Zeit, dass du dieses „melanie“ -Filmchen ständig in deiner Signatur mit dir rum schleppst. Schließlich zeigt es nur, dass man sich andernorts Gedanken um seine Zukunft macht. Und zwar vor einem regionalen und geschichtlich bestimmten Hintergrund.

Um zu verstehen sollte man auch wissen worum es in der beschriebenen Region tatsächlich geht. Wenigstens so viel: Film bezieht sich auf einen seit Jahrhunderten stark ländlich geprägten Teil des Landes, diente der politischen Werbung für ein Fördermittelprogramm und ist außer bei Google schon ewig nirgendwo mehr zu finden. Die Politik, die diesen Streifen fabrizieren ließ, wird wissen warum.

Entschuldige, doch das alles hat mit der von dir schon des öfteren beklagten Berliner Situation nichts, aber auch rein gar nichts am Hut. Den Film dann auch noch als Muster für die Geschichte des Spiegels anzuführen ist für mich schlicht nicht nachvollziehbar.

Ich empfehle dir aber gerne einmal das kleine Ländchen an der südwestlichen Grenze Deutschlands zu Frankreich und BeNeLux zu besuchen und die Anfänge der Verödung, am Besten bei schönen Wetter in einigen Biergärten, der Saarbrücker Altstadt oder den unendlichen Wäldern, selbst in Augenschein zu nehmen und zu prüfen. Wahrscheinlich verstehst du es dann besser, das Saarvoir vivre ... (übrigens nicht zu verwechseln mit savoir vivre)

Zitat:
Jetzt muss Mann selbst Hand anlegen

Hahaha, das wag ich hier sehr stark zu bezweifeln...

http://www.saarland.de/tourismus.htm

Gruß

Übrigens: Man spricht Deutsch, auch in den grenznahen Bereichen Frankreichs. Brauchst höchstens Wörterbuch Berlinerisch – Deutsch und zurück
Hallo,

ich finde prinzregent ist zu pessimistisch.

Der Immobilienmarkt und auch die Bevölkerungsentwicklung wird sicherlich nicht boomen, aber regional sich stark unterschiedlich entwickeln.

Wirtschaftsstarke Räume werden sich weiterentwickeln, auch im Immobereich, andere Gegenden werden eine heftige Bereinigung erfahren, wie zum Teil schon im Osten.

Also nicht alles in einen Topf werfen, Grund zur Euphorie gibt es allerdings, bis auf regionale Ausnahmen, auch nicht !!!

MFG
31.05.2007, 07:27 von peter98
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Hallo prinzregent,

ganz so schlimm ist es in Berlin zum Glück noch nicht

Ein weiterer Artikel bei Spiegel-online bescheinigt gerade in Berlin junge kreative Zuwanderer.
Allzu rosig kommt Berlin bei diesem Artikel aber trotzdem nicht weg.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,,00.html
... in 12 Jahren gibts Berlin nicht mehr, weil in 12 Jahren circa 3 Million en Deutsche das Land verlassen haben werden.

Was ist denn mit denen, die in den 12 Jahren nach Deutschland einwandern? Wir sind ja de facto ein Einwanderungsland. Ich würde die Frage eher anders stellen.
Damit aber kein falscher Eindruck entsteht, vorweg ein Satz: Einige meiner besten Freunde sind Türken, bzw. Ausländer!

Ich würde die Frage also so stellen wollen: Ist Berlin in 12 Jahren größtenteils muslimisch/türkisch? Ist ja jetzt schon die weltweit größte türkische Gemeinde außerhalb der Türkei.

Fakt ist leider auch, daß letztes Jahr erstmalig mehr Deutsche ausgewandert sind (und leider fast ausschließlich die Hochqualifizierten), als Menschen aus anderen Ländern eingewandert sind. Und (leider) wandern i.d.R. nicht die hochqualifizierten und gut ausgebildeten Leute nach Deutschland ein. Daß das auf Dauer zu immer größeren Problemen führen wird, liegt ja auf der Hand.

Gruß,
Dernie
31.05.2007, 03:35 von prinzregent
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Die starke Abwanderung junger Frauen hat in Ostdeutschland zu einem erheblichen Männerüberschuss geführt. Vor allem die schlecht gebildeten jungen Männer bleiben zurück
Jetzt muss Mann selbst Hand anlegen !

In Berlin findet sich für eine große Anzahl von Wohnungen kein Mieter mehr. http://www.berlinonline.de

Schuld ist der Vermieter, der nicht saniert hat oder weil den Mietern das Umfeld nicht mehr gefällt. "Lagenachteile" .

Und noch ein extra für rrutz: Leerstand in Wessi Land

http://video.google.de/videoplay?docid=-1191510703364381833&q=melanie

Zm Glück habe ich in Berlin keine Immobilien...
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