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11.03.2008, 08:22 von tommytulpeProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Ich bin mal neugierig?
Wer von den Nutzern dieses Forums betreibt auf seinen Dächen eine Solaranlge zur Stromerzeugung? Welche Leistung hat die Anlage? Wie ist die Dachneigung? Wie ist die Ausrichtung?

Meine Anlage: 29,7 KW; Neigung 40°; Ausrichtung 170°
Alle 20 Antworten
12.03.2008, 13:51 von stefan_nuernberg
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Seit Jahrzehnten lösen sie dieses Problem auf die gleiche Art und Weise, ohne mal vernünftig nach einer Speichermöglichkeit zu forschen, weil der Forschung bisher auch nichts anderes als die herkömmliche Batterie eingefallen ist. Dabei kennt die Physik auch andere Speicher (da lebt unter anderem die Raumfahrt mit).

Stimmt nicht, es gibt seit langen ein funktionierendes Speichersystem, haben wir hier in der Nähe von Nürnberg, nämlich Sommers "Wasserturm", nur in Großformat.

Nennt sich Pumpspeicherkraftwerk. Unten im Tal ein Stausee, oben am Berg auch ein Speicherbecken. Nachts wird mit der überschüssigen Energie Wasser auf den Berg gepumpt und in Spitzenlastzeiten über eine Turbine abgelassen.

Vorteil:
Das Kraftwerk ist sofort am Netz, Schieber auf und Sekunden später läuft die Turbine - im Gegensatz zu konventionellen Kraftwerken, die erst stundenlang hochgefahren werden müssen, um den nötigen Druck zu erreichen.

Nachteil:
Das ganze ist energiemäßig Schwachsinn, die Pumpen verbrauchen die doppelte Menge Strom zum hochpumpen, als beim Ablaufenlassen wieder gewonnen wird. Rechnen tut sich das ganze nur,wenn nachts mit überschüssigen Strom gepumpt wird.

http://de.wikipedia.org/wiki/Pumpspeicherkraftwerk_Happurg
Gruß

Stefan
Hallo,

nun ja, die Problematik haben auch die Stromversorger.
Die gewinnen Strom ohne Ende und müssen den sofort in den Verbrauch geben.
Problem: Sie produzieren mehr, als tatsächlich verbraucht wird (weil ja nie genau kalkuliert werden kann, wann wieviel Strom tatsächlich benötigt wird).

Überkapazitäten werden dann zum Schleuderpreis ins Ausland verkauft oder an die Industrie abgegeben.

Und da muss man den Stromversorgern wirklich einen Vorwurf machen. Seit Jahrzehnten lösen sie dieses Problem auf die gleiche Art und Weise, ohne mal vernünftig nach einer Speichermöglichkeit zu forschen, weil der Forschung bisher auch nichts anderes als die herkömmliche Batterie eingefallen ist. Dabei kennt die Physik auch andere Speicher (da lebt unter anderem die Raumfahrt mit).

Aber wirtschaftlich ist dies ja gar nicht gefordert. Der Strom lässt sich verkaufen, und da Strom ja abgenommen werden muss, kann man eben den Abnehmer solange melken, bis die Gewinne hinten wieder stimmen.

Das ist unter anderem auch ein wesentlicher Grund, warum in Deutschland die Strompreise so hoch sind.

12.03.2008, 13:38 von Musti1000
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Aber bis dahin haben wir eine Anlage, die mit wirklich miesen Wirkungsgraden bei Sonne Strom liefert, den ich gleich verwenden muß.

... und das ist der Denkfehler bei der Betrachtung.

Den Strom darfst Du 20 Jahre überhaupt nicht selbsnutzen!

Im Moment kostet die KW/h Stunde Strom so um 20 Cent - für den eingespeisten Strom aus der Photo.-Anlage bekommst Du aber 49,5 Cent (bzw. wenn sie dieses Jahr ans netz geht ca. 45 Cent).

Also 20 Jahre den höheren Preis kassieren und billiger den Strom aus dem Netz kaufen - und was in zwanzig Jahren ist...
12.03.2008, 13:28 von Sommer
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Schließlich erwirbt der Käufer ja auch ein halbwegs autarkes Versorgungssystem, welches gegebenenfalls auch noch Erträge einfährt.

Wenn ich natürlich noch einen Wasserturm anbaue, dessen Pumpe beständig bei Sonne Wasser hochfördert und das mir dann auch bei Regenwetter über einen Generator Strom zurückgibt, dann haben wir was halbwegs autarkes.

Aber bis dahin haben wir eine Anlage, die mit wirklich miesen Wirkungsgraden bei Sonne Strom liefert, den ich gleich verwenden muß.

S.
12.03.2008, 10:48 von zaunkoenig
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Hallo,

@Dernie

In der Hektik.........

Bezüglich des Wechselrichters hast Du recht.
Im Gesamtzusammenhang der Steigerung der Leistungsfähigkeit der Module und der Effektivität des Wechselrichters, passt meine Aussage.

.........mir ist noch ein weiterer Punkt eingefallen, der für eine Photovoltaikanlage spricht.

Eine Photovoltaikanlage steigert den Wert eines Gebäudes im Falle einer Veräußerung. Schließlich erwirbt der Käufer ja auch ein halbwegs autarkes Versorgungssystem, welches gegebenenfalls auch noch Erträge einfährt.
Angesichts steigendem ökologischem und ökonomischem Bewusstsein in der Bevölkerung, ist dies durchaus auch ein Verkaufsargument.

12.03.2008, 07:39 von Dernie
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Wobei eine Steigerung von 50% dann exakt das 1,5-fache sein dürfte.
12.03.2008, 07:36 von tommytulpe
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Wobei eine Steigerung von 50% dann ungefähr das 1,5-fache sein dürfte. Eine Verdoppelung ist meistens das Doppelte also 100% mehr. Aber bei 12% zu 18% war ja von nahezu Verdoppelung die Rede.
12.03.2008, 07:32 von Dernie
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@Zaunkönig:

THX für die Infos!

Als mathematisch vorbelastet hätte ich da aber einen kleinen Einwand.

Die heutigen Wechselrichter haben eine Effektivität von 12%. Neue Wechselrichter, die wohl noch Ende diesen Jahres auf den markt kommen, haben eine Efektivität von 18% - also nahezu eine Verdoppelung.

Verdoppelung? Bei mir ist das eine Steigerung von exakt 50%.... .

Gruß,
Dernie
12.03.2008, 07:08 von tommytulpe
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Die Versicherung der Anlage inklusive Ausfallentschädigung von 75,00 €/Tag bis zu drei Monaten kostet 325,00 €/Jahr.
11.03.2008, 21:55 von Musti1000
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Gegen einen relativ geringen Mehrbetrag (25.- Euro / Jahr) ist die Anlage in der Wohngebäudeversicherung mitversichert.
11.03.2008, 20:39 von Apfelkuchen
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Habt Ihr den Eure Anlage irgendwie versichert?

Gegen Hagel oder Sturm? Oder ist das automatisch in der bestehenden Wohngebäudeversicherung mit drin?
11.03.2008, 17:33 von Sommer
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Also muß ich mal darauf hoffen, daß die Akkutechnik in 10 oder 20 Jahren soviel weiter ist daß ich den Strom dann auch schön speichern kann...und nicht mehr 88 oder 82% Verlust am Wechselrichter mache. Na und die Module müssen eben auch 20 Jahre halten.

Naja und wenn nicht, dann eben doch einen Springbrunnen zulegen...

S.
11.03.2008, 15:43 von tommytulpe
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@ Musti 1000,

Stall und Scheune, gesamt 29,7 KW. Bis 30 KW darfst Du einspeisen ohne den Netzbetreiber um eine Genehmigung fragen zu müssen. Also im Kurztext: So eine Anlage bezahlt sich in der Regel in 10 Jahren selbst. Etwaige Reparaturen dazu vielleicht 11 Jahre. Der Preis, nicht 0,495 € sondern 0,4921 € ist für 20 Jahre garantiert. Man sollte auch nicht vergessen, nach heutigem Schrottwert habe ich für 30.000,00 € Aluminium- und Edelstahlschrott auf dem Dach. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Schrottpreis bleibt oder gar fällt.
11.03.2008, 14:59 von Musti1000
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Also Photovoltaik interessiert mich nicht so sehr nachdem ich mich da etwas reingelesen habe - was soll ich mit einer Anlage, die nach Abbezahlen der Investitionen durch die Stromeinspeisung so 10 bis 15 Jahre alt ist und deren Strom ich selber in der Regel nicht speichern, sondern allenfalls zum Betrieb meines Gartenzierspringbrunnens verwenden kan

Naja, ganz so ist es ja nicht...

Habe seit Mitte September eine 7 KWp Anlage auf dem Dach in direkter Südausrichtung. Diese Anlage hat bis heute 2100 KW/h ins öffentliche Netz eingespeist - macht mal eben 2100 x 49,5 cent /KW/h eine Einnahme von über 1000 Euro ohne Mehrwertsteuer.

Gekostet hat die Anlage 37.000.- Euro - nach rund 10 Jahren ist sie bezahlt und weitere 10 Jahre wird der oben genannte KW/h Stunden Preis garantiert gezahlt.

Danach kann der Strom zum aktuellen dann geltenden Tarif eingespeist werden - oder man baut einige Akkus auf den Dachboden und nutzt den Strom selber...

@tommytulpe
Meine Anlage: 29,7 KW - Schreibfehler oder Stall bzw Scheune?
Mit meinen 7 KWp ist mein Dach schon ganz schön voll...

11.03.2008, 14:39 von Sommer
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@Tommytulpe

Ah, sorry, mein Fehler - glatt überlesen.

Also Photovoltaik interessiert mich nicht so sehr nachdem ich mich da etwas reingelesen habe - was soll ich mit einer Anlage, die nach Abbezahlen der Investitionen durch die Stromeinspeisung so 10 bis 15 Jahre alt ist und deren Strom ich selber in der Regel nicht speichern, sondern allenfalls zum Betrieb meines Gartenzierspringbrunnens verwenden kann?

Habe ich ehrlich gesagt nie ganz verstanden...

Solarthermie leuchtet mir dahingegen (auch angesichts der besseren Wirkungsgrade und des erheblichen Ressourcenverbrauches beim Herstellen der Solarzellen) schon eher ein wenngleich ich auch hier das grundsätzliche Problem sehen: Verdient die Anlage innerhalb ihrer Lebenszeit wirklich zumindest die Investitionskosten plus entgangenem Zins wieder raus?

Schwierig, schwierig aber angesichts des Ölpreises momentan zunehmend wahrscheinlich...

Aber das ist ne Grundsatzdebatte bei diesem Thema...

S.
11.03.2008, 11:21 von tommytulpe
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Meine Anlage läuft seit dem, 19.07.2007 bis heute störungsfrei. In den Wintermonaten habe ich eine leichte Verschatung. Dies schmälert die Leistung in geringem Umfang. Habe ich aber vorher gewusst, also kein Problem.
11.03.2008, 11:01 von Apfelkuchen
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Hallo Tommy,

ich habe keine Anlage, bin aber dabei mir eine zu kaufen. Das Dach ist komplett nach Süden ausgerichtet und wird nicht beschattet.

Ich habe in den nächsten Tagen div. gespräche mit Handwerkern.
Laüft Deine Anlage einwandfrei oder gibt es auch mal Probleme?
@ Sommer,

ich schrieb Solaranlage zur Stromerzeugung. Hat mit Heizungsunterstützung und Warmwasser nichts zu tun.
11.03.2008, 08:26 von Sommer
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Also ich habe keine, interessiere mich aber sehr für sowas.

Was genau hast Du (Solvis, BUSO oder was auch immer), wieviel qm Fläche, welche Kollektoren, wieiviel Puffer und nutzt Du sie auch zur Heizungsunterstützung?

Ich finde das ganz spannend; bin mir aber wirklich unsicher ob sich der Mehrpreis zu einem neuen Kessel rechnet - lese da eigentlich eher kritische Stimmen (also mal von der Öko-Schiene abgesehen).

S.

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