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03.09.2007, 22:27 von Moni25Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Hund innerhalb der Kündigungsfrist
Hallo,
vielleicht kann mir jemand helfen.

Auf Grund einer unangenehmen Erkrankung hat mir mein Arzt geraten mir evtl. einen Hund zu kaufen, um so meine Genesung positiv beeinflußen zu können.
Im Mietvertrag steht: "Tierhaltung nach Vereinbarung mit dem Vermieter". Also habe ich direkt beim Vermieter angefragt. Ich schilderte diesen meine Motivation zum Kauf eines Hundes und gab ihm auch zu verstehen, dass es nicht nur eine Laune ist, sondern mir wirklich sehr wichtig ist. Aber dieser sagte schließlich, ich solle mir eine Katze anschaffen. Das kann ich jedoch nicht, weil mein Freund eine Katzenallergie hat.
Also haben wir jetzt gekündigt, d.h. ich muss noch 3 Monate "auf dem trockenen" sitzen und warten, bis wir endlich einen Hund haben. Die Aussicht auf einen Nachmieter ist aus diversen Gründen (Immobilienstandort, Zustand ect.) schwierig. Also gehen wir davon aus, dass wir die 3 Monate Kündigungsfrist hier bleiben werden.
Jetzt zu meiner Frage:
Wenn wir uns jetzt in der Kündigungsfrist trotz des Verbotes einen Hund anschaffen, müssen wir dann außer mit einer fristlosen Kündigung seitens des Vermiters, noch mit anderen unangenehmen Aktionen des Vermieters rechnen? Gekündigt haben wir ja schon, wir wollen raus.
Kennt sich da jemand mit aus und kann uns da jemand helfen?! Es geht ja, um die Anschaffung eines Hundes aus gesundheitlichen Gründen.

Vielen Dank im Voraus.

lg, Moni25
Alle 14 Antworten
04.09.2007, 09:19 von Mortinghale
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Dreck nicht, Krach schon (wenn man sich wie Derek Flint den ganzen Tag mit ihnen unterhält).

04.09.2007, 09:09 von Sledge_Hammer
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Zitat:
Oder auch Delphine, was schließen wir daraus ?


Au weia, jetzt habe ich die Delfinhaltung nicht im MV ausgeschlossen.

Machen die viel Krach und Dreck ?

Gruß S. Hammer
04.09.2007, 08:58 von Mortinghale
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Liebe Susanne,

Zitat:
Daraus will er wohl auch das REcht auf einen "Behindertenhund" ableiten?


Eher umgekehrt. Ein Mieter, der einfach nur so einen Hund haben will, kann nicht wirksam auf einen bereits im Haus befindlichen Behindertenhund verweisen. Wie Du ja schon ausgeführt hast, hat ein Behinderter zur Linderung seiner Behinderung ganz andere Notwendigkeiten, und dem nachfolgend eben auch Möglichkeiten, als ein Nichtbehinderter.


04.09.2007, 08:10 von JollyJumper
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Also ich finde man muss hier nochmal etwas diffrezieren.
Unstrittig ist ja wohl, dass ein Hund einen Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann (z.B. bei depressiven Menschen).
Wenn es diesbzgl. nicht ohnehin schon Urteile von Gerichten gibt, wäre die Hundehaltung auch ohne die Zustimmung des Vermieters sicher bei Gerichte durchsetzbar!
Aber auf die bloße aussage des Arztes
Zitat:
...mein Arzt geraten mir evtl. einen Hund zu kaufen, um so meine Genesung positiv beeinflußen zu können.

War es der Hausarzt oder ein Facharzt was für eine Erkrankung etc.
Warum wird hier nicht von vorhnherein eine nachvollziehbare Begründung geliefert.
Das heiß ja nicht das dem Vermieter die Krankheit komplett zu offenbaren ist.
Aber ein Atest eines Facharztes ist ja wohl nicht zuviel verlangt.
Die Haltung eines Hundes ist ja für viele Menschen ja eine Frage der Lebengestaltung und viele Mieter halten eine Hund, mit ausdrücklicher Zustimmung des Vermieters.
Wird ein diesbzgl. Ansinnen vernünftig und nach vollziehbar dargestellt, dann wird sich ein vernünftiger Vermieter dem kaum verschließen!
Was ist denn wenn der Arzt nächste Woche meint der Hund hat eventuell doch icht die therapeutische Wirkung!
Wird er dann bei Nacht und Nebel vorm Tierheim entsorgt!

Gruß JJ
04.09.2007, 07:22 von Susanne
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Morti verwechselt da wohl was.
Lt. BGB darf der Mieter seine Wohnung barrierefrei umbauen. Daraus will er wohl auch das REcht auf einen "Behindertenhund" ableiten?
03.09.2007, 23:57 von Gipsy
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@morti
Und wo fängt
Zitat:
behindertengerechtes Wohnen.

an?

Ich versteh dich nicht.

Gipsy
03.09.2007, 23:45 von Mortinghale
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Oder auch Delphine, was schließen wir daraus ?

Behindertenhunde fallen m.E. nicht unter Tierhaltung, sondern unter behindertengerechtes Wohnen.

03.09.2007, 23:33 von Gipsy
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Schonmal überlegt? Behindertenhunde, Blindenhunde? Ja ne is klar, Attest und schon gehts. Hunde werden aber auch sehr oft eingesetzt bei depressiven Menschen.....

Gipsy
03.09.2007, 23:25 von Mortinghale
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Zitat:
steh ich aber zu meiner blockadehaltung entgegen dem vermieter


Das ist Ansichtssache.

Wenn sich aus einer Genehmigung zwangsweise ein Persilschein für das ganze Haus ergeben würde, wäre die Folge, daß überhaupt kein Mieter mehr eine Genehmigung bekommen würde.

03.09.2007, 23:17 von Coba
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Zitat:
morti: Liebe Coba,

damit liegst Du leider falsch.

Der Vermieter ist nicht gezwungen, die Hundehaltung zu gestatten, nur weil er sie in einem anderen Fall bereits gestattet hat.



sorry, hab letztens noch (ich glaub 123 war es) etwas dazu gelesen, daher der hinweis / trugschluss.

ansonsten steh ich aber zu meiner blockadehaltung entgegen dem vermieter und pro hund *fg*
03.09.2007, 23:13 von Gipsy
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@Mortinhale
Das steht doch nicht drin, oder? Wenn ja, wäre es doch erwähnt worden....

Zitat:
habt Ihr denn schon eine neue Wohnung ?


@Moni
Was jetzt kommt ist menschlich gesehen!!!!!

Zitat:
Wenn wir uns jetzt in der Kündigungsfrist trotz des Verbotes einen Hund anschaffen, müssen wir dann außer mit einer fristlosen Kündigung seitens des Vermiters, noch mit anderen unangenehmen Aktionen des Vermieters rechnen?


Ja, damit könnt ihr rechnen. ABER Gerichte arbeiten lange, ganz lange. Und ich glaube fristlos geht in dem Fall nicht.

Zitat:
hat mir mein Arzt geraten mir evtl. einen Hund zu kaufen, um so meine Genesung positiv beeinflußen zu können.


Frag mal deinen Arzt ob er dir hierüber ein Attest gibt. Das wäre ganz wichtig.

Ich kenne auf jedenfall den Unterschied zwischen Katze und Hund.

Gipsy
03.09.2007, 23:04 von Mortinghale
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Liebe Coba,

damit liegst Du leider falsch.

Der Vermieter ist nicht gezwungen, die Hundehaltung zu gestatten, nur weil er sie in einem anderen Fall bereits gestattet hat.

03.09.2007, 22:59 von Coba
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mal weg vom mietrechtlichen bin selber hundehalter und wenn ich schon gekündigt und andere wohnung habe würde ich mein tier auch durchziehen ...

das war aber nicht der vermietr der jetzt was sagt sondern der hundefreund

gibt es im haus noch andere hunde ?
soviel ich weiss (auch wenn es im mietvertrag anders steht) darf ein vermieter keine hunde verbieten, wenn andere mieter bereits hunde halten.
03.09.2007, 22:39 von Mortinghale
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Liebe Moni,

habt Ihr denn schon eine neue Wohnung ?

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