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06.02.2008, 15:49 von CoraProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Heute Gerichtsverhandlung-Foggingmieterin
Hallo

wollte mal kurz berichten:

Mieterin mindert ja seit 22 Monaten wegen Fogging, mittlerweile 50%, sind jetzt 4100 €. Heute nun Verhandlung u. muss sagen, endlich mal ein "normaler" Richter.
Mieterin war nicht persönlich anwesend, weilt z.Zt. in Kur.

Richter hat folgendes beschlossen:

ich beseitige die Foggingschäden, d.h.entferne und streiche, ebenso Schimmelschäden. Miete kann max. um 15% gemindert werden, auch rückwirkend und bis zur Beseitigung der Schäden, d.h. sie muss an mich ca. 2.700 € zurückzahlen.

Sollte sie damit nicht einverstanden sein und widerrufen, muss ein Gutachter her.

Richter fragte dann, ob sie nicht lieber ausziehen wolle, wurde von ihrem Anwalt verneint, sie fühle sich wohl in der Wohnung aber ich könne ja mal ein Angebot machen.

Haben wir dann nach Verhandlungsende: sie kann die 4100 € behalten und soll ausziehen.

Von Schimmel war bis jetzt noch nicht die Rede, habe aber Fotos gesehen. Nun habe ich im Dezember 2006 eine 14-tägige Messung vornehmen lassen mit dem Ergebnis, dass z.B. im Schlafzimmer (wo auch Schimmel ist) über Nacht eine Luftfeuchte bis 80% entsteht. Dieses Messprotokoll hatte ich ihr damals über den Mieterbund zukommen lassen, wird jetzt natürlich angezweifelt

Desweiteren bemängelt sie, 2 HK wären mit falschem Lack gestrichen und würden riechen, außerdem laute Geräusche von sich geben.

Dieses habe ich mit einem Heizungsfachmann schon 2 x in Augenschein nehmen lassen, es riecht nix und Geräusche haben wir auch nicht gehört (wobei sie mir sagte: ist ja klar, dass sie nichts hören). Habe HK auch 2 x entlüften lassen.

Jetzt bin ich gespannt ob sie gegen den Beschluss Widerruf einlegt, oder mein Angebot zum ausziehen annimmt. Obwohl, eine 92 qm Wohnung mit großem Balkon, Garage findet sie in dieser Lage für 360 € warm (Minderung eingerechnet) nicht, aber vielleicht einen neuen doofen VM.
Alle 9 Antworten
08.02.2008, 15:41 von Cora
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Zitat:
Klar, wenn man vor Gericht gezerrt wird von irgendwelchen durchgeknallten Mietern, muss man sich damit rumschlagen!!!


man muss j a nicht vor Gericht, man könnte dem Mieter ja die Wohnung neu renovieren und ihm die entgangene Miete schenken und natürlich kann der Mieter die Minderung weiter betreiben, denn irgendwann könnte ja mal wieder ein Schaden auftreten.

08.02.2008, 10:32 von stefan_nuernberg
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@AR

Klar, wenn man vor Gericht gezerrt wird von irgendwelchen durchgeknallten Mietern, muss man sich damit rumschlagen!!!

08.02.2008, 08:28 von Augenroll
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Zitat:
Nicht zu fassen, womit man sich als Vermieter alles rumschlagen muss !


Müssen Sie wirklich????????
07.02.2008, 17:29 von spiderti
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Nicht zu fassen, womit man sich als Vermieter alles rumschlagen muss !

Bin immer wieder entstetzt - auch von meinen eigenen Mietern

Grüße aus Berlin
06.02.2008, 18:27 von Cora
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Hallo

ehrlich gesagt habe ich diesem richterlichen Beschluss nur zugestimmt, weil ich keine Lust habe einen teuren Gutachter zu zahlen, der dann im Endeffekt bescheinigt, dass die Weichmacher in den von den Mieterin eingebrachten Materialien + irgendwelche Kältebrücken von VM-Seite das Fogging begünstigen.
Dann habe ich nämlich die entsprechenden Gutachterkosten am Backen + ggf. die nötige Renoviererei, also so wie ohne Gutachter auch, außerdem weitere Anwalts- und Gerichtskosten.

Aber: die gute Dame muss ja erst mal zustimmen, ihr RA wird sie in ihrer Kur stören und informieren. Und wenn sie so ist wie ich denke, wird sie den Teufel tun und zustimmen, denn dann müsste sie mir ja 2700 € zurück zahlen.

Lasse mich überraschen.
06.02.2008, 17:29 von Lilibeth
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Hi Cora

Du bist einer von den großherzigen Vermietern. Leider werden diese oft schamlos ausgenutzt.

Diese Dame beklagt Fogging und üblen Geruch durch einen Heizkörper .

Also wenn sie Dein Angebot ablehnt , dann würde ich ihr unterschreiben lassen, das sie für alle Zeit schweigt und sich verpflichtet die Miete im vollen Umfang bis sie sich mal verabschiedet, gleich in welcher Form , zahlt.

Bin gespannt wie die Entscheidung ist

06.02.2008, 16:41 von Augenroll
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Der Vergleich oder Urteil ist doch ein ganz guter Kompromiss. Weiß gar nicht, was es da zu meckern gibt.

Außerdem, wenn cora der Vergleich oder das Urteil nicht gefällt, kann sie ja den Vergleich ablehnen oder vor dem LG in Berufung gehen.
06.02.2008, 16:38 von johanni
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Hallo Cora,

Zitat:
ich beseitige die Foggingschäden, d.h.entferne und streiche, ebenso Schimmelschäden. Miete kann max. um 15% gemindert werden, auch rückwirkend und bis zur Beseitigung der Schäden, d.h. sie muss an mich ca. 2.700 € zurückzahlen.


Wie konnte denn der Richter ohne Gutachten erkennen, dass Ihr für Foggigschäden verantwortlich seid?

Bitte nehme es mir nicht übel, aber das urteil ist für mich nicht nachvollziehbar bzw. ein annehmbarer Kompromiß!

Johanni
06.02.2008, 16:34 von Sommer
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Spannend - laß hören wie das weiter geht.

Ihr seid ga großzügig - ich hätte ihr gesagt, sie könne sofort ausziehen und könne dann 700 € behalten...nach DEM Streß???

Außer Ihr wißt daß die so gut wie insolvent ist...oder eine Dauerkundenkarte des JobCenters hat...dann ist es Gold wert, die raus zu haben!

S.
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