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22.03.2007, 21:22 von Shadow1977Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Heizungseinbau
Hallo!

Mal wieder eine Frage - hatte dies schonmal angesprochen, aber denke, dies ist es nochmals wert:

Eine Heizungsbaufirma wird damit beauftragt, eine neue Heizung in ein Objekt einzubauen. Der Schornsteinfeger sieht dies nach einer Weile auf der regelmäßigen, jährlichen Prüfungstour, und stellt fest, dass der Aufbau der Heizung diverse Mängel aufweist. Dies bemängelt er folgerichtig und teilt dies der Heizungsbaufirma, sowie dem Eigentümer der Heizung mit.

Wer ist nun für die Kosten dieser Behebung zuständig, die Heizungsbaufirma, oder der Eigentümer? Das Angebot selbst liegt nicht mehr vor, nur die Rechnung selbst.
Alle 21 Antworten
25.03.2007, 15:18 von Shadow1977
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Hi!
Ja, hast schon Recht, aber sie hat ja noch Kontakte und vor allem eine Person, die sie in allem bevollmächtigt hat. Außerdem kenne ich sie auch gut, so dass sie mir gewiss auch eine Volmacht erteilt, Ihre Interessen zu vertreten.
Aber stimmt schon, wenn man sich selbst um alles kümmern kann und darf, weiss man, wo man dran ist und kann entsprechend handeln .
25.03.2007, 12:52 von Fixfeier
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Hallo,

Shadow1977 schrieb:
Zitat:
aber sicherlich gibt es kein Problem, dass sie das vom Heizungsbauer verlangt, dass er dies so hinbekommt, wie es die gesetzlichen Vorschriften verlangen


Überleg dir das nochmal. Wenn es durch die Ex-Eigentümerin von Kanada aus verfolgt wird hast du es wahrscheinlich nicht unter Kontrolle. Deine Fristen laufen dir davon.

Ich schrieb nicht umsonst "Abtretung". Du könntest vorab klären ob Ex-Eigt. dazu bereit ist, dich anschließend von den Eigentümern durch Beschluss bevollmächtigen lassen, dann einen Anwalt nehmen der dir einen vernünftigen Abtretungstext zurechtmacht und ihn von Ex-Eigt. unterschreiben lassen. Anschließend kann die Eigentümergemeinschaft gegen den Heizungsbauer selbst vorgehen. Das darf nur alles nicht zu lange dauern.

Gruß
25.03.2007, 11:29 von Rita
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Ich würde mir mal den Schornsteinfeger warmhalten > der müsste ja wissen, welche Pflichten die Heizungsfachfirma hat und wie das üblich ist.
Ggfs. auch: über Innungsverband, Handwerkskammer > dort gibt es i.d.R. auch Schiedsstellen.

M.E. muss die Fachfirma den Auftraggeber ggfs. darauf hinweisen, wenn in der Ausschreibung/dem angefragten Angebot oder beauftragten "Werk" (z.B. "Heizungsanlage") Positionen fehlen, die eigentlich zur Ablieferung eines fachgerechten Werkes (>Werkvertragsrecht § 631 ff BGB) erforderlich sind.

Ich kenne es so, dass Fachfirmen sich sogar ausdrücklich bestätigen lassen "entgegen Belehrung hat der Auftraggeber die erforderlichen Positionen .... ausdrücklich und auf eigene Verantwortung nicht beauftragt"

Insoweit wäre m.E. die Fachfirma tatsächlich in der Pflicht, soweit sie nicht beweisen kann, dass das mangelhafte Werk ausdrücklich so beauftragt wurde > siehe auch "Sach-/Rechtsmangel"
http://dejure.org/gesetze/BGB/633.html

Hi!

Danke für die vielen Meinungen!
Klar, der Mängelbericht ist vom Schornsteinfeger gekommen - und das ist ja soweit in Ordnung.
Die Auftraggeberin ist zwar in Kanada, aber sicherlich gibt es kein Problem, dass sie das vom Heizungsbauer verlangt, dass er dies so hinbekommt, wie es die gesetzlichen Vorschriften verlangen.
Meiner Meinung nach ist er in der Pflicht, es kann nicht sein, dass man bei Ausschreibungen Angebote macht, die dann den ges. Vorschriften nicht entsprechen, um Hauptsache günstig zu sein .
24.03.2007, 19:02 von Cora
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Zitat:
... mal was anderes...
kann mir mal einer erklären wie man hier Zitiert ????....



Jau

das, was du zitieren willst, musst du kopieren.
Dann schreibst du deinen Text und an der Stelle, wo du das Zitat hin haben möchtest setzt du den Cursor.

Dann mit links auf Quote (steht oben blau unterlegt)Cursor ist zwischen beiden
Zitat:

click mit rechts auf einfügen und schon ist es da.

Gutes Gelingen.

Gruß
24.03.2007, 18:52 von Stefanus
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... mal was anderes...
kann mir mal einer erklären wie man hier Zitiert ????....

Vielen Dank!
24.03.2007, 18:51 von Stefanus
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Leider kennt man die Mängel nicht und weiß auch nicht ob der Heizungsbauer das hätte wissen müssen. Aber ich würde dazu tendieren, dass die Firma nachbessern muss und zwar ohne Kosten.

Ich bin trotzdem auch Coras Meinung, auch wenn es nicht so einfach ist.
Die Heizungsfirma sollte nicht so einfach davon kommen, schon gar nicht wenn sie sogar Mehrkosten für die Mängelbeseitigung verlangen!
24.03.2007, 18:47 von Cora
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Zitat:
Mängelbericht mit der Heizungsfirma durchgegangen, vor Ort alles festgestellt. Muß gemacht werden - das sagt und meint jeder.


Hallo

gehe mal von aus, dass der Mängelbericht vom Schornsteinfeger stammt. Fakt ist aber doch, dass eine Fachfirma wissen mußwie solche Arbeiten ordnungsgemäß ausgeführt werden.

Hier würde ich zusammen mit dem Schornsteinfeger abklären ob die Firma ein Verschulden trifft, denn der Auftraggeber - egal wer - ist ja Laie und nimmt deshalb eine Fachfirma.

Soll natürlich auch Firmen geben die ihre Angebote erst mal niedrig halten um den Zuschlag zu bekommen...

Leider kennt man die Mängel nicht und weiß auch nicht ob der Heizungsbauer das hätte wissen müssen. Aber ich würde dazu tendieren, dass die Firma nachbessern muss und zwar ohne Kosten.

Gruß
24.03.2007, 18:45 von Stefanus
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O.k. das stimmt schon.
Das die ursprünglichen Vertragspartner jetzt in Kanada sitzen macht die Sache etwas komplizierter.
Verstehe ich es dann richtig, dass die neuen Eigentümer wohl selbst dafür aufkommen müssen ?
24.03.2007, 18:26 von Fixfeier
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Schön schön lieber Stefanus,

nur, bei dir bestand ein Vertrag zwischen dem Heizungsbauer und dir selbst. Das ist im hier beschriebenen Fall etwas anders. Die Anspruchsgrundlage gegen den Heizungsbauer liegt beim Verkäufer und muss erst abgetreten werden. Die Vertragsverhältnisse müssen beachtet werden.

Außerdem sind Landesbauordnungen, wie der Name schon sagt, Länderrecht. Aber es ist schon richtig, normalerweise ist der Heizungsbauer (zumindest nach Abtretung) am Zug.

Gruß
24.03.2007, 17:09 von Stefanus
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Meiner Meinung nach, ist in diesem Falle die Heizungfirma voll Verantwortlich!
Ich hatte gerade in diesen Tagen (siehe Beitrag Schornsteinfeger)
genau das gleiche Problem und es hat sich herausgestellt, dass man sich als Eigentümer genau deswegen eine Fachfirma holt, weil man selber Laie ist und sich daher auf die Firma verlassen können muß.
Die Firma muß sich vorher mit dem Schornsteinfeger absprechen und die Anlage auch abnehmen lassen.
Es ist völlig egal, ob der Heizungsbauer im damaligen Angebot zu wenig Geld kalkuliert hat, denn er hat eine mangelhafte Anlage erstellt, die so hätte nicht bezahlt werden müssen!
Unsere Firma musste uns jedenfalls den kompletten Betrag zurückerstatten und noch dazu die mangelhafte Heizung zurücknehmen!
Ich würde gegen die Firma vorgehen.
23.03.2007, 17:51 von Fixfeier
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Hallo,

die Pflicht nur eine einwandfreie Anlage zu betreiben liegt bei den jetzigen Eigentümern. Sie haben wahrscheinlich gekauft wie gesehen (Kaufvertrag) und ein Mangel wurde ja anscheinend auch nicht wissentlich verschwiegen, zumindest nicht nachweisbar. Die Kaufverträge sind dahingehend zu prüfen.

Es gibt nur den Weg gegen den Verkäufer vorzugehen oder sich mit einer schriftlichen Abtretung der Gewährleistungsansprüche gegen den Heizungsbauer zu wenden.

Der Heizungsbauer ist verpflichtet, die Anlage die er errichten soll, vorher mit dem Schornsteinfeger abzustimmen und sie ansonsten so zu bauen, dass sie den aktuellen Vorschriften entspricht. Ich glaube kaum, dass er sich hier darauf zurückziehen kann, die entsprechenden Teile zuvor nicht angeboten zu haben. Das wäre wohl erst einmal auch nachzuweisen.

Allerdings ist ein solcher Fall nicht ganz unmöglich. Es kommt auch etwas auf die Art der Mängel an und ob geforderte Teile aufgrund von Vorschriften verlangt werden die erst nach Errichtung der Anlage in Kraft traten.

Gruß
23.03.2007, 16:54 von Shadow1977
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Hi Cora.
Wurde ja gemacht. Mängelbericht mit der Heizungsfirma durchgegangen, vor Ort alles festgestellt. Muß gemacht werden - das sagt und meint jeder. Allerdings geht es ja um die Kosten - der Heizungsbauer sagt, er hat das Angebot anhand der getätigten Arbeiten gestellt. Hier müsse nun mehr Material etc. beschafft werden und auch die Arbeit verrichtet werden - und das will er bezahlt haben. Der Kostenvoranschlag von ihm selbst ist in etwa 1.000,- €. Und das will keiner der Eigentümer bezahlen. Aber wer ist denn nun verpflichtet dazu !?! Hat jemand da ne Ahnung !?!
23.03.2007, 15:23 von Cora
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Hallo

man kann sich doch erst mal an die Heizungsfirma wenden, Garantie/Gewährleistung müsste ja noch gegeben sein - Bericht vom Schornsteinfeger beilegen, Frist setzen und auffordern zu handeln.

Gruß
23.03.2007, 00:16 von MarieP
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na ja für die können auch noch Ansprüche gegen die Verkäuferin bestehen - evtl. groß fahrlässig- Aber das ist von hier nicht zu beurteilen. KaufverTräge etc.

------------------------
Wenn so keine Einigung, dann über RA -- aber erstmal Vorkasse.
Ob sich das lohnt??
23.03.2007, 00:11 von Shadow1977
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Interessante Frage. Aber da sie in Kanada hockt, wird es sie nicht weiter interessieren ^^ - Kanada ist sehr weit weg...! Die Frage ist jetzt, wie die neuen Eigentümer der Wohnungen aus dieser Misere hervorgehen können, möglichst, ohne selbst etwas bezahlen zu müssen .
22.03.2007, 23:58 von MarieP
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Hallo

Zitat:
Aber die Rechnungen etc. legt sie gerne vor - auch, dass die Heizungsfirma die Heizung nicht abnehmen lassen hat bestätigt sie gerne


Hier war eigentlich sie gefragt nicht unbedingt der Heizungsbauer außer es war vertraglich geregelt. Ob sie dass denn auch noch so sieht....
22.03.2007, 23:53 von Shadow1977
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Ja klar, aber Kanada, wo sich die ehemalige Eigentümerin inzwischen aufhält, ist leider nicht um die Ecke ^^. Darum ist das schwierig. Aber die Rechnungen etc. legt sie gerne vor - auch, dass die Heizungsfirma die Heizung nicht abnehmen lassen hat bestätigt sie gerne. Durch ihren eigenen Umzug kam sie leider nicht mehr dazu, sich darum zu kümmern und dachte eigentlich auch, dass die Firma dies selbst abnehmen lassen wollte. Was leider nicht so .
22.03.2007, 23:47 von MarieP
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Hallo Shadow

Zitat:
Der Heizungsbauer hat die Anlage im Sommer 2005 eingebaut. Erst jetzt wurde vom Schornsteinfeger festgestellt, dass sie nie abgenommen wurde und entsprechende Mängel aufweist. Der Schornsteinfeger wurde nie unterrichtet, dies kann er auch bezeugen. Die Heizung wurde danach direkt in Betrieb genommen


Die jetzigen Eigentümer sollten mit der ehem. Eigentümerin/Verkäufer (Auftraggeber) Kontakt aufnehmen.
Mit dem Heizugsbauer besteht hier kein Vertragsverhältnis.
22.03.2007, 23:37 von Shadow1977
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Der Heizungsbauer hat die Anlage im Sommer 2005 eingebaut. Erst jetzt wurde vom Schornsteinfeger festgestellt, dass sie nie abgenommen wurde und entsprechende Mängel aufweist. Der Schornsteinfeger wurde nie unterrichtet, dies kann er auch bezeugen. Die Heizung wurde danach direkt in Betrieb genommen (ein ehemaliges Einfamilienhaus wurde kurz nach dem Einbau in eine Dreier-WEG umgewandelt). Die 3 neuen Eigentümer wußten nicht, dass die Heizung nicht konform ist und vor allem nicht, dass sie vom "schwarzen Mann" nicht abgenommen wurde.
Da die Heizung im Sommer 2005 eingebaut wurde, bestehen sicher noch Gewährleistungspflichten.
22.03.2007, 23:24 von MarieP
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Hallo

Alter Beitrag ist mir nicht do in Erinnerung. Der nette Herr in Schwarz hat nach Einbau der Heizanlage keine Prüfung vorgenommen sondern erst 2 Jahre später - richtig?
Dies würde aber auch bedeuten, dass der Schornsteinfeger von dem Neueinbau nicht unterrichtet wurde. Normalerweise od. in der Regel arbeiten die Heizungsbauer mit dem Schornsteinfeger aus bekannten Gründen zusammen. Der Schornsteinfeger führt eine Betriebsabnahme bei Neueinbau durch. Der Schornsteinfeger über den Einbau entweder durch Bekanntgabe des Eigentümers od. der ausführenden Firma zu unterrichten.

Es hat eine Betriebsabnahme durch den Schornsteinfeger od. der zuständigen Stelle zu erfolgen - erst danach darf die Heizanlage in Betrieb genommen werden.

Die Firma hat ein mangelfreies Gewerk zu hinterlassen.
Es gibt Gewährleistungsfristen - sind diese verstrichen?

Wenn die Firma hier nachweislich Mist gebaut hat und die Gewährleistung noch läuft - die Firma umgehend zur Behebung der Mängel auffordern.
Notfalls gerichtlich oder die jetzigen Eigentümer übernehmen die Kosten ohne murren.

Hier fehlt was an Information.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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