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16.10.2006, 13:05 von MontyProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Heizkostenabrechnung
wie kann man die heizkostenabrechnung rechtmäßig durchführen, wenn es baulich nicht bzw. nur mit unverhältnismäßigen kosten möglich ist, die nötigen zähler einzubauen.
Alle 7 Antworten
17.10.2006, 11:44 von ChristophL
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Meiner Meinung nach dürften die Kosten auch nicht allzuhoch sein, die Geräte nachzurüsten.

Gruß Christoph
17.10.2006, 10:20 von RMHV
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Zitat:
Monty » 16.10.06 13:05 «

wie kann man die heizkostenabrechnung rechtmäßig durchführen, wenn es baulich nicht bzw. nur mit unverhältnismäßigen kosten möglich ist, die nötigen zähler einzubauen.


Sollte der Einbau von Einrichtungen zur Verbrauchserfassung tatsächlich nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten möglich sein, wäre die nach § 11 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe a) einer der Ausnahmetatbestände der HeizKV. Die Kostenverteilung wäre mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit nach Wohnfläche vorzunehmen. Das Kürzungsrecht nach § 12 HeizkV würde nicht greifen.

Dass der Ausnahmetatbestand tatsächlich vorliegt, scheint zumindest sehr zweifelhaft. Die Heizkosten wären dann nach HeizKV zu verteilen. Damit wären wegen fehlender Verbrauchserfassung die Heizkosten nach § 9a Abs. 2 der Verbrauchskostenanteil nach dem gleichen Schlüssel zu verteilen, der für den Grundkostenanteil verwendet wird. Der abgerechnete Verbrauchskostenanteil könnte durch die Nutzer nach § 12 HeizkV um 15% gekürzt werden.

Davon unabhängig hätten die Nutzer einen einklagbaren Anspruch auf Einbau von Geräten zur Verbrauchserfassung. Fehlende Verbrauchserfassung ist allerdings kein Grund für eine Zahlungsverweigerung der Nutzer.
17.10.2006, 09:29 von Rita
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Als Vermieter musst du halt mal die Heizkostenverordnung/HeizkVO einhalten.

Zur vorgeschriebenen Verbrauchserfassung/Abrechnung nach Verbrauch ist es bei einer Zentralheizungsanlage z.B. zwingend erforderlich, an jedem Heizkörper ein Verbrauchserfassungsgerät/Heizkostenverteiler anzubringen oder an jedem Abzweig je Abnahmestelle/Nutzungseinheit einen Wärmezähler im Rohrstrang.
Die dafür üblicherweise anfallenden Kosten werden nicht als "unverhältnismäßig hoch" i.S. der HeizkVO § 11 (Ausnahmen) angesehen.

Und warum machst DU dir über die Kosten 'nen Kopf?
Entweder wirst du (hoffentlich) in deinen Mietverträgen die Umlage/Abrechnung der Betriebskosten vereinbart haben - die Kosten der Verbrauchserfassung gehören zu den umlagefähigen Betriebskosten.
Bzw. die "Ausstattung mit Verbrauchserfassungsgeräten" fällt auch unter Modernisierung i.S. § 559 BGB = Mieterhöhungsmöglichkeit
16.10.2006, 22:22 von ChristophL
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Meiner Meinung nach musst Du wohl ein bisschen Auffwand betreieben um Messgeräte zu installieren.

Gruß Christoph
16.10.2006, 14:56 von MarieP
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Hallo

Gib mal mehr Info zu der Heizanlage samt Heizkörpern.

Zitat:
wenn es baulich nicht bzw. nur mit unverhältnismäßigen kosten möglich ist, die nötigen zähler einzubauen.



denn so ist deine Aussage schwer nachvollziehbar.
16.10.2006, 14:33 von Monty
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es geht um gas.
es handelt sich um ein gebäude, mit mehreren wohneinheiten, die vermietet werden und einem kindergaretn. beide bereiche teilen sich die rohrleitungen.
16.10.2006, 14:28 von Cora
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Sprechen wir hier von Ölheizung?

Ohne Zähler kann man m.E. nur nach qm umlegen, was du aber brauchst ist der Ölverbrauch in Liter und Euro.
Die Abrechnung der Heizkosten über Messröhrchen an den Heizkörpern ist ja nun kein Akt, kann man sich von den entsprechenden Abrechnungsfirmen mieten oder kaufen und auch die Ablesung und Berechnung durchführen lassen.
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