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26.08.2006, 13:25 von Maik_ratlosProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Heizkostenabrechnung
Hallo liebe Forum-Mitglieder,

habe einige Fragen zur Heizkostenabrechnung:

1. Ich habe ein 2-Familienhaus neu vermietet und der Heizölpreis ist bekanntlich sehr gestiegen - kann ich einen Durchschnittspreis für das im Heizöltank vorhandene Heilöl bilden oder muss ich das "ältere" und damit auch günstige Heizöl zuerst in der Verbrauchsabrechnung ansetzen ?

2. In der vermieteten Garage im Haus befindet sich ein Heizkörper - der logischerweise bei enstprechenden Minustemperaturen auch anspringt - ist die Fläche der Garage als beheizbare Fläche im Flächenverhältnis der Wohnungen zu berücksichtigen, obwohl es ja nicht zur Wohnfläche zählt ?

3. Ein Balkon wird grundsätzlich mit der Hälfte der qm zur Wohnfläche gerechnet, die dann Maßsatb ist für die Umlage bestimmter Nebenkosten - wie verhält es sich mit dem Balkon bei der Heizkostenabrechnung ? Muss ich ihn da unberücksichtigt lassen, da er ja auch nicht beheizt wird ?

4. Der Verbrauch wird mittels Wärmemengezähler erfasst - müssen die Wärmemengezähler gemietet werden, damit die Kosten verlangt werden können oder können diese auch gekauft und dann entsprechend auf die Nutzungsdauer umgelegt werden. Wobei nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot die Kaufvariante doch günstiger ist. Was mache ich, wenn ich sie nicht mieten kann?

Vielen Dank für eure Auskunft !!
Alle 4 Antworten
28.08.2006, 10:38 von Rita
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Habe zu 1) gerade den Link gefunden, der die Sache sehr anschaulich erläutert:
http://www.bfw-gohl.de/faq/oelrestbewertung.htm

Es ist übrigens sinnvoll mal die Seiten von bfw-gohl.de durchzuarbeiten
28.08.2006, 09:54 von Rita
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zu 4)
Wenn die WMZ gekauft wurde und es wurde keine Vereinbarung mit dem Mieter getroffen, dann sind die Kosten der WMZ-Anschaffung nicht umlagefähig.
Üblich bei solchen Vereinbarungen ist z.B. "Gekaufte Meßgeräte werden mit 11% der Anschaffungskosten als Betriebskosten umgelegt".

Nach 5 (KW-Zähler 6) Jahren ist allerdings auch bei gekauften Geräten ein Eichaustausch fällig. Beim Eichaustausch werden die alten gekauften Zähler gegen neu-geeichte Zähler ausgetauscht > quasi wieder ein "Neukauf", der sogar mehr als der ursprüngliche Kauf kostet (zzgl. Ausbau/Einbau-Kosten zzgl. Preissteigerung). Die Kosten des Eichaustausches sind allerdings gem. BetrKV umlegbar.

Also ggfs. darauf achten, was auf der Rechnung steht, damit du dir keine Probleme mit dem Pfennigfuchser einhandelst ...

Auch wir wurden beim Neubau falsch beraten (Heizungsbauer: Kauft die Dinger, dann ist damit ein für allemal Ruhe - kein Wort von Eichfrist/Eichaustausch)

Inzwischen sind alle Mietverträge umgestellt, sodass die Kosten der Anmietung umlagefähig sind - nach nunmehr 10 Jahren werden wir die Dinger anmieten. Auf die Umlage der Anschaffungskosten hatten wir teilweise verzichtet bzw. wo diese Kosten umgelegt werden, entfällt diese Position ab dem "Eichaustausch"/der Anmietung.

Warum kannst du nicht mieten?

zu 3) Nach § 556a sind die Betriebskosten nach der Wohnfläche umzulegen (gemeint ist damit die anrechenbare Wohnfläche = mit evtl. Balkonansatz).
Du kannst auch nur nach der Heizfläche umlegen, musst es aber nicht.

zu 1)
Gilt hier nicht das first-in/first-out Prinzip?
(Marie: du hast hier JA auf die oder-Frage geantwortet, kannst du evtl. nochmal präzisieren?)

http://dejure.org/gesetze/BGB/556a.html
27.08.2006, 13:16 von Maik_ratlos
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zu Frage 4:

Bisher wurden die WMZ gekauft und entsprechend der Nutzungdauer entsprechend dem Ablauf der Eichfrist umgelegt.

Früher gab es damit keine Probleme - der jetztige Mieter ist allerdings mehr als ein Pfennig bzw. Cent-Fuchs...

27.08.2006, 00:02 von MarieP
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Hallo

Zitat:
Ich habe ein 2-Familienhaus neu vermietet und der Heizölpreis ist bekanntlich sehr gestiegen - kann ich einen Durchschnittspreis für das im Heizöltank vorhandene Heilöl bilden oder muss ich das "ältere" und damit auch günstige Heizöl zuerst in der Verbrauchsabrechnung ansetzen ?



Ja -

Zitat:
In der vermieteten Garage im Haus befindet sich ein Heizkörper - der logischerweise bei enstprechenden Minustemperaturen auch anspringt - ist die Fläche der Garage als beheizbare Fläche im Flächenverhältnis der Wohnungen zu berücksichtigen, obwohl es ja nicht zur Wohnfläche zählt ?



Ja - beheizte Fläche

Zitat:
Ein Balkon wird grundsätzlich mit der Hälfte der qm zur Wohnfläche gerechnet, die dann Maßsatb ist für die Umlage bestimmter Nebenkosten - wie verhält es sich mit dem Balkon bei der Heizkostenabrechnung ? Muss ich ihn da unberücksichtigt lassen, da er ja auch nicht beheizt wird ?



Wird oft gemacht... ich würd davon abraten.

Zitat:
Der Verbrauch wird mittels Wärmemengezähler erfasst - müssen die Wärmemengezähler gemietet werden, damit die Kosten verlangt werden können oder können diese auch gekauft und dann entsprechend auf die Nutzungsdauer umgelegt werden. Wobei nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot die Kaufvariante doch günstiger ist. Was mache ich, wenn ich sie nicht mieten kann?



Müssen nicht - sie können gemietet werden.
Wie wurde dies bisher gehändelt?
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