> zur Übersicht Forum
27.01.2008, 14:30 von TelejetterProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Heizkosten mit Solaranlage
Hallo,

ich habe eine Frage zur Heiz- und Warmwasserkosten Abrechnung.

Ich bewohne ein 2 Familienhaus, 233 qm Wohnfläche, davon 60 qm im Keller,
den ich seit 1 Jahr vermietet habe.

Ich habe eine Ölbrennwertheizung und eine Solaranlage für Warmwassererwärmung und zur Heizungsunterstützung.

Meine Einliegerwohnung hat 1 Wärmemengenzähler und 1 Warmwasserzähler.

Ich selber habe nur 1 Warmwassserzähler.

Kann ich die kWh auf dem Wärmemengenzähler direkt der Wohnung zuordnen, bzw in Liter Öl umrechnen?

Ebenso die Warmwasserkosten nach der Formel in der Heizkostenverodrung umlegen?

Wie lassen sich die Grundkosten beim Warmwasser und Heizung ermitteln?

Danke für die Infos..
Alle 14 Antworten
30.01.2008, 10:10 von Augenroll
Profil ansehen
Zitat:
Sehr geehrter Herr Augenroll,

ihr Beitrag war nicht informativ.

Gruß H.H.


Sehr geehrter Herr J.J.,

Zweitnicks nerven ohne Ende.

Gruß A.Roll

30.01.2008, 10:04 von HollyHoppel
Profil ansehen
Sehr geehrter Herr Augenroll,

ihr Beitrag war nicht informativ.

Gruß H.H.
30.01.2008, 09:52 von Augenroll
Profil ansehen
@Rita,

bitte was soll dieser arrogante Tonfall???

Des Weitern sind wieder mal Ihre Aussagen unwahr und persönlich gefärbt, sowie Ihre Quellen unzureichend.

Sie sind einfach mal die Oberlehrerin par excellence.

Einfach unerträglich.
30.01.2008, 09:47 von Rita
Profil ansehen
@Telejetter
Was heisst vertragliche Vereinbarung?
Ich dachte nicht, dass wir bei NULL anfangen müssen .... ;-)
Ein Vertrag ist eine von zwei oder mehreren Personen geäußerte Übereinstimmung von Willen über die Herbeiführung eines rechtlichen Erfolges.
http://www.antispam.de/wiki/Vertrag
http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag

Zur Differenzmessung:
Wie kann ich das in meinem Fall lösen?
Nur 1 Wärmemengenzähler für die Einliegerwohnung?
Ölstand notieren, Anfang und Ende des Jahres?

Nochmal: Man kann über einen Wärmemengenzähler nur die anteiligen Kosten von "Wärme" ermitteln. Ein direkter Bezug zu Öl/Gas (= Energieträger zur Herstellung von Wärme) besteht nicht.

Über die Variante "Berechnung der gemessenen, verbrauchten Wärmemenge * xx Euro" brauchen wir hier nicht weiter zu reden.
So kann hier niemals eine Abrechnung erfolgen, da der WMZ auch die kostenlos hergestellte Solarwärme als Verbrauch erfasst.
Es lässt sich nunmal nichts daran ändern, dass eine verbrauchsabhängige "Abrechnung" mit 2 Unbekannten (Anteil Solarwärme, Anteil 2. Whng) nicht zu realisieren ist.
Ohne zweiten WMZ ist eine verbrauchsabhängige Abrechnung unmöglich.

Als einzige Alternative sehe ich hier nur - vertragliche Vereinbarung:
- tatsächliche Kosten der im Abrechnungszeitraum verbrauchten Ölmenge > Aufteilung nach Wohnflächenanteil
- ebenso alle sonstige Betriebskosten, die nicht nach Verbrauch aufgeteilt werden können (Schornsteinfeger, Heizungswartung, Wartung Solaranlage - auch Versicherungen, Grundsteuer etc.)
> siehe Betriebskostenverordnung + § 556 BGB
http://dejure.org/gesetze/BGB/556.html
auch:
- tatsächliche Kosten Betriebsstrom Heizung sowie Allgemeinbeleuchtung > gem. Allgemeinstromzähler, über den alle Gemeinschaftsstrom-Quellen laufen > Aufteilung nach Wohnflächenanteil
ODER pauschal xx Euro bei .. Ct/kWh (damit bei Strompreisteuerung ggf angepasst werden kann)

Der Ertrag der Solaranlage ist nicht zu berechnen da es sich um eine Maßnahme zur Energieeinsparung handelt.
Die Eingesparten Heizkosten die ich durch neue Fenster ergeben kann ich auch nicht berechnen.

Die Abrechnung erfolgt wie zuvor: Verbrauch der tatsächlichen Heizkosten der einzelnen Wohnungen werden umgelegt und der tatsächliche Verrauch für die Warmwassererwärmung wird nach den Zählerständen umgelegt.

Die Investitionskosten für die Solaranlage müssen mit 11% pro Jahr auf die qm umgelegt werden und damit ist die Anlage abgegolten.
Eine Vergütung für den solaren Gewinn darf nicht gefordert werden.
So eine Wohnung mir Solaranlage ist leichter zu vermieten da hier mit niedrigen Nebenkosten zu rechnen ist und das ist doch schon ein Gewinn.
28.01.2008, 23:30 von Telejetter
Profil ansehen
Mal noch ne andere Frage,

wie berechne ich den Betriebsstrom?

Ich kann doch nicht an dei Heizung/Beleuchtung/Kellerraum jeweils einen Stromzähler hängen?
28.01.2008, 23:22 von Telejetter
Profil ansehen
@ Rita:

Zur Differenzmessung:

Wie kann ich das in meinem Fall lösen?

Nur 1 Wärmemengenzähler für die Einliegerwohnung?

Ölstand notieren, Anfang und Ende des Jahres?
28.01.2008, 23:18 von Telejetter
Profil ansehen
@ Rita:

---Durch vertragliche Vereinbarung kann von der HeizkV lediglich abgewichen werden "bei Gebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen eine der Vermieter selbst bewohnt" > § 2 HeizkV. Evtl. trifft auch eine der in § 11 aufgeführten Ausnahmen zu.---

Was heisst vertragliche Vereinbarung?
28.01.2008, 23:14 von Telejetter
Profil ansehen
@ Bernd:

Meine Solaranlage hat mit allem drum und dran genau 10 000 EUR gekostet.
Wenn ich die 11 % umlegen will, dann wären es 1100 EUR, aber für das ganze Haus!? Oder?

Muss ich für meine Einliegerwohnung 60 qm
(25,78% von der Gesamtwohnfläche)
ansetzten? -->(283,58 EUR)

Die 283,58 EUR : 12 Monate= Mieterhöhnung pro Monat?

Was ist dann alles abgegolten?
Nur die Erwärmung des Warmwassers?
Das Kaltwasser kann ich dann "normal" berechnen?

Was ist aber im Winter, wenn mit Öl zugeheizt werden muss?

Ich weis, ein durcheinander HOCH3..

Aber ich bin für jede Info Dankbar!!!

28.01.2008, 22:53 von Telejetter
Profil ansehen
@ Christoph:

Ja, sie rechnet sich...
Das Sparen von Öl fängt schon bei der ersten Sonnenstunde an...
Die Investionskosten rechnen sich leider erst in ein paar Jahren..
28.01.2008, 09:23 von Rita
Profil ansehen
Zunächst einmal ist zwingend die Heizkostenverordnung zu beachten > d.h. verbrauchsabhängige Abrechnung ist vorgeschrieben - und wenn verbrauchsabhängig abgerechnet wird, dann muss dies ordnungsgemäß geschehen, sonst hat der Mieter ein Kürzungsrecht und/oder die gesamte Abrechnung kann beanstandet werden.
http://www.gesetze-im-internet.de/heizkostenv/index.html
Durch vertragliche Vereinbarung kann von der HeizkV lediglich abgewichen werden "bei Gebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen eine der Vermieter selbst bewohnt" > § 2 HeizkV. Evtl. trifft auch eine der in § 11 aufgeführten Ausnahmen zu.
Daneben "verurteilt" die Mietrechtsprechung vieles als unwirksam (= zu vermieterfreundlich) - wenn formularvertraglich vereinbart.

Zitat:
Meine Einliegerwohnung hat 1 Wärmemengenzähler und 1 Warmwasserzähler.
Ich selber habe nur 1 Warmwassserzähler.
Kann ich die kWh auf dem Wärmemengenzähler direkt der Wohnung zuordnen, bzw in Liter Öl umrechnen?

NEIN - Die Allgem. Rechtsprechung sieht die Differenzmessung grundsätzlich als unzulässig an (d.h. nur 1 Zähler - "den Rest hat der andere verbraucht" - oder wie hier: nur 1 Zähler und dessen Verbrauchsmenge wird berechnet, obwohl für ein Teil dieser Menge nicht tatsächlich Kosten entstanden sind).
Zur Unzulässigkeit der Differenzmessung hier ausführlicher:
http://www.wer-weiss-was.de/theme210/article4187406.html#4190834

Grundsätzlich: ein WMZ erfasst lediglich, was in der Wohnung ankommt und verbraucht wird > Bereitstellungs-/Rohrleitungsverluste werden also (zum Vorteil des Mieters) nicht erfasst > bei einer normalen Heizungsanlage (ohne Solarunterstützung) ist die Summe aller WMZ immer deutlich geringer als die kWh-Menge an verbrauchtem Brennstoff; d.h. normal würde sich der VM dadurch schaden.

Zitat:
Ich habe eine Ölbrennwertheizung und eine Solaranlage für Warmwassererwärmung und zur Heizungsunterstützung.

Gemäß Betriebskostenverordnung dürfen nur die tatsächlich entstandenen laufenden Kosten umgelegt werden > § 1 Abs (1) Satz 1.
http://www.gesetze-im-internet.de/betrkv/index.html#BJNR234700003BJNE000100000
D.h. die kostenlos "hergestellte" Solarenergie/-wärme darf dem Mieter nicht berechnet werden.

Zitat:
Wie lassen sich die Grundkosten beim Warmwasser und Heizung ermitteln?

Ganz normal >
1. tatsächlich entstandene Gesamtkosten ermitteln
2. auf WW-Bereitung entfallende Kosten ausscheiden (durch Messung = WMZ am WW-Speicher-Abgang oder durch Formel gem. HeizkV) > Umlage Kosten der WW-Bereitung nach Schlüssel
3. verbleibende Kosten Heizung umlegen gemäß Heizkostenverordnung nach
a) Grundkosten nach Schlüssel m²-Wohn-/Nutzfläche
b) Verbrauchskosten nach gemessenem Verbrauch

ERGO:
Ohne WMZ für die weitere(n) Wohnung(en) kann keine ordnungsgemäße verbrauchsabhängige Abrechnung erstellt werden.
Entweder WMZ für alle Wohnungen oder vereinbaren, dass nicht verbrauchsabhängig abgerechnet wird (soweit dies die HeizkV zulässt).

Eine Vereinbarung "dem Mieter wird die verbrauchte Energie/Wärme gem. WMZ berechnet nach mWh * ... Euro" (oder Bezugsgröße), könnte nicht formularvertraglich womöglich wirksam vereinbart werden. Da die Rechtsprechung dem wahren Leben i.d.R. viele Jahre hinterherhinkt, existiert hierzu m.W. noch keinerlei Rechtsprechung. Aber die Programme "Vermieter investiert mal schön" laufen dennoch auf Hochtouren ...

Zitat:
Lohnt sich der aufwand eigentlich sich eine Solaranlage zu intallieren?

Sich - natürlich
Für den (üblicherweise + notgedrungen) wirtschaftlich denkenden VM m.E. NEIN, soweit sich die Herstellungs- und Unterhaltskosten nicht über einen entsprechenden Mietaufschlag realisieren lassen, da der VM die aufgrund der Investition laufend kostenlos gewonnene Energie/Wärme eben nicht im Rahmen der Betriebskostenabrechnung auf den Mieter umlegen darf.

Rita

Du kannst nur Bezugskosten einfordern.
Das heißt für dich, entweder hast du die Solaranlage in der Grundmiete, oder bei Nachrüstung in den max 11% die du dann aufschlagen darfst.
Die Sonne schickt keine Rechnung, daher braucht dein Mieter auch dafür nix bezahlen.
In einem Nullenergiehaus würden die Mieter keinerlei Heizkosten haben, nur Betriebskosten.
Also kannst du nur die Kosten für den Betriebsstrom, Pumpen etc. berechnen.

Allerdings hast du keinen eigenen Wärmezähler?
Wie willst du den jetzt die Kosten aufteilen?
Du hast doch für dich keine Berechnungsgrundlage.
Setzt du deine Bezugs Öl KWH an? Dann bescheißt du dich ja selber, denn du trägst ja dann alle Wandelverluste der Anlage.
Nicht sehr gut für dein Portmonnaie.
Dein Mieter wird sich allerdings sehr freuen, rechne Mal mit bis zu 30% Verlusten je nach Heizungsauslegung.

Bernd

27.01.2008, 21:59 von JollyJumper
Profil ansehen
@Telejetter
Bei Deiner Konstellation "Sparsame Heizung bereits vorhanden" schätze ich mal, dass dies als Zuschlag in die Grundmiete bereits einzupreisen wäre.
Mietspiegel z.B. sehen dies ja auch als wohnwererhöhendes Merkmal für die Einordnung in der vorgegebenen Spanne (wenn bei euch einen gibt!)
(In Berlin z.B.
Wärmedämmung zusätzlich zur vorhandenen Bausubstanz oder Einbau/Installation einer modernen Heizanlage nach dem 01.07.1994 (wenn Baujahr vor diesem Zeitpunkt) )

Die Anrechnung in die Heizkosten über die kWh ist sicher problematische weil diese Energie ja keine Geld Kosten.
Die Kosten wurden halt nur durch den Einbau der entsprechenden Technik verursacht.
Aber hier sagen vielleicht nochmal unsere Heizkostenexperten (?) was dazu!

Bei der Frage von ChristophL würde ich sagen als Modernisierung (11% der Kosten der Solaranlage, proportional zu Wohnflächen) umlegen!
Gruß JJ
27.01.2008, 15:15 von ChristophL
Profil ansehen
Das ist eine Frage die mich auch mal interessiert, da ich beabsichtige auf einen Doppelhaus eine Solaranlage zu installieren.

Lohnt sich der aufwand eigentlich sich eine Solaranlage zu intallieren?

Gruß Christoph
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter