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10.01.2007, 10:59 von FM_24Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Haushaltsnahe Dienstleistungen in der BK-Abrechnun
Hallo User,

habt Ihr überhaupt schon von dem § 35a EStG (Einkommenssteuergesetz) gehört / gelesen?

Jetzt soll der Verwalter und Vermieter dem Mieter diese Lohnkosten für Gartenarbeit, Treppenhausreinigung.... und was noch alles dazu zählt in der BK-Abrechnung die Lohnkosten oder/und Sozialversicherungsabgaben bei geringf. Beschäftigten extra ausweisen.

Man, gibt das eine Welle von Arbeit. Und das alles für 600,- € Steuerermäßigung. wobei ich nich nicht recht dahintegekommen bin, ob das 20% von Summe X ausmacht jedoch maximal 20% von max. 300 € oder ob der Abzugsbetrag maximal 600 € beträgt, wobei die angefallenen Lohnkosten voll angerechnet werden....

Wie regelt Ihr das? Was wisst Ihr mehr darüber? Wir sind doch alle gute Verwalter.....

Gruß

Jürgen
Alle 17 Antworten
11.01.2007, 21:33 von MarieP
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Hallo dontpanic

Zitat:
stimmt, aber die Abrechnungen müssten dahingehend geändert werden, dass die Lohnkosten gesondert ausgewiesen werden, was ja momentan nicht der Fall ist.



nicht müssten sondern müssen!
Wir machen dies bereits seit 2003 und ich denke wir sind da nicht allein.
11.01.2007, 21:23 von dontpanic
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Hallo MarieP,

stimmt, aber die Abrechnungen müssten dahingehend geändert werden, dass die Lohnkosten gesondert ausgewiesen werden, was ja momentan nicht der Fall ist.

Gruß,
dp
11.01.2007, 20:29 von MarieP
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Hallo

Zitat:
Aber die Problematik, die ich bei einer WEG sehe ist eigentlich die, das keine Überweisung je Mieter gemacht wird, sondern eine Gesamtüberweisung. Also bräuchte das Finanzamt dann 1. Rechnung, 2. Überweisungsbeleg und 3. Teilungserklärung um den jeweiligen Anteil zu ermitteln.



Der Anteil bzw. die anteiligen Kosten stehen in der jeweiligen Hausgeldabrechnung für den WEer und der jeweiligen Betriebskostenabrechnung.
Teilungserklärung wird nicht verlangt, ggf. Rechnungskopie und Belegkopie.
11.01.2007, 15:28 von dontpanic
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Hallo,

nur zur Klärung:

Überweisungsbeleg ist nicht Einzahlungsbeleg
Überweisungsbeleg ist z.B. Kontoauszug

Aber die Problematik, die ich bei einer WEG sehe ist eigentlich die, das keine Überweisung je Mieter gemacht wird, sondern eine Gesamtüberweisung. Also bräuchte das Finanzamt dann 1. Rechnung, 2. Überweisungsbeleg und 3. Teilungserklärung um den jeweiligen Anteil zu ermitteln.

Gruß,
dp
11.01.2007, 11:31 von ChristophL
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Das habe ich bei meiner ehemaligen Bank auch festgestellt. Die wollten horrende Summen an Kontoführungsgebühren haben und wenn ich mal was wollte, dann war keiner da.

Gruß Christoph
11.01.2007, 11:11 von Vermieterheini1
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Nachdem die Moderatoren nicht gewillt sind User, wie Augenrolls, HaJos, usw. aus dem Forum zu schmeißen und all deren "Kotze" zu löschen müssen ALLE meine Beiträge unwiderbringlich gelöscht werden!
Ich kann diese Beiträge/Infos NICHT wieder herstellen/einstellen!

Solange Asoziale, wie Augenrolls, HaJos, usw. im Forum sind, kann es keine Beiträge von mir geben.
11.01.2007, 10:58 von ChristophL
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@ MarieP

Danke für die angaben. Mal sehen ob das den mein Finanzbeamter auch so sieht. Dann werde ich den Handwerker morgen mal darauf Hinweisen, dass er die Rechnung aufsplitten soll.

Gruß Christoph
11.01.2007, 10:54 von MarieP
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@ ChristophL

Folgende Nachweise sind erforderlich:

Um eine Steuerermäßigung zu erhalten sind die Aufwendungen durch Vorlage

der Rechnung des beauftragten Unternehmens mit aussagekräftigen Angaben über die erbrachte Dienstleistung (Aufschlüsselung von Material- und Lohnkosten) und

des Kontoauszugs (ggf. Kopie) mit Abbuchung des Rechnungsbetrages oder einer entsprechenden Bescheinigung des Kreditinstituts

nachzuweisen.Die Vorlage des reinen Überweisungsträgers reicht als Nachweis nicht aus.

Bargeschäfte mit oder ohne Rechnung sind nicht begünstigt!
11.01.2007, 10:53 von ChristophL
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Das Stimmt schon Kontoauszüge bekomme ich, aber ich dachte es geht um den Einzahlungsbeleg.

Da kann ich allerdings auch einen bekommen, ich habe gerade mal nachgefragt.

Gruß Christoph
Hallo Christoph,

Zitat:
Was ist bei Beleglosen Onlinebuchungen?

Du bekommst doch auch bei Onlinebuchungen einmal im Monat einen Kontoauszug. Bei Directbanking wird er auch einmal im Monat gesendet.
11.01.2007, 10:28 von ChristophL
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Leider ist mein Sachbearbeiter, absolut kleinlich in Steuerfragen. Ich fühle mich schon ein wenig diskriminiert bei meinem Finanzamt.

Gruß Christoph
11.01.2007, 10:13 von dontpanic
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Hallo ChristophL,

das weiss ich leider auch nicht. Man hat aber eigentlich immer die Möglichkeit Belege auszudrucken. Ich würde einfach mal beim zuständigen Finanzamt/Sachbearbeiter nachfragen. Die haben ja eigentlich immer einen gewissen Ermessensspielraum.

Gruß,
dp
11.01.2007, 10:02 von ChristophL
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Was ist bei Beleglosen Onlinebuchungen?

Gruß Christoph
11.01.2007, 09:53 von dontpanic
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Hallo,

zu dem Thema noch eine Ergänzung: "Das Finanzamt erkennt das ganze nur dann an, wenn die Rechnung und der Überweisungsbeleg auf das Konto des Handwerkers vorgelegt werden!"
Wie soll das im Zusammenspiel WEG/Mieter funktionieren?

Gruß,
dp
11.01.2007, 09:41 von Rita
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Tja früher reichte es, eine Rechnung zu prüfen
rechnerisch korrekt
sachlich korrekt
seit einigen Jahren ist jetzt noch dazu gekommen
formell korrekt
... und die Liste der einzuhaltenden formellen Bestimmungen wird länger und länger ...

2 getrennte Rechnungen sind nicht zwingend erforderlich
Es geht ja nur darum, dass der steuerlich anrechenbare Betrag "haushaltsnahe Dienstleistungen" aus der Rechnung hervorgeht.
Demnach muss also auch bei vereinbartem Pauschalbetrag die Rechnung 2 Positionen enthalten
- Arbeitslohn
- Material

Es gibt dazu ein BMF-Schreiben vom 3. November 2006
Anwendungsschreiben zu § 35a EStG
IV C 4 - S 2296b - 60/06

> Link habe ich gerade nicht parat, aber auf den Seiten des BMF sollte die Suche ja kein Problem sein

Die Bestimmung gibt's schon länger, nur wurde jetzt die Anwendbarkeit - auch bei Eigentümergemeinschaften/Abrechnung von Kosten zwischen Vermieter/Eigentümer und Mieter - nochmal erweitert und exakter bestimmt.
10.01.2007, 14:07 von MarieP
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Hallo

Sicherlich ist es ein Mehraufwand für den Vermieter und den Verwalter. Wenn mann allerdings dazu übergeht und die Firmen anweist (meist sind es ja länger bekannte Dienstleister) 2 Rechnungen zu erstellen einmal für Arbeitsmaterial und einmal für den Arbeitsaufwand) minimiert sich der Aufwand.
I.d.R. gegen die Firmen hier auch drauf ein, denn auch die sind auf Aufträge angewiesen. Weiter müsste jeder Verwalter für sich selbst abschätzen, was der Mehraufwand ihm kostet und ggf. mit der Gemeinschaft über eine entsprechende Vergütung verhandeln.

Bei Zahlungen für Handwerker und andere haushaltsnahe Dienstleistungen werden jeweils 20 Prozent des Rechnungsbetrags (höchstens 3000 € im Jahr),davon maximal 600 Euro pro Jahr auf die persönliche Steuerschuld eines Steuerzahlers angerechnet.
Werden also umfangreichere Handwerksleistungen erbracht, wird die Rechnung über die reine Arbeitsleistung also mehr als 3.000 Euro betragen, sollte in 2006 noch eine Voraus- oder Abschlagszahlung von mindestens 3.000 Euro geleistet worden sein. Denn die Vergünstigung gibt es nur im Jahr der Bezahlung.

Wird die Sanierung des Dachgeschoßes als 8.000 Euro kosten, macht es Sinn 3.000 Euro bereits im Jahr 2006 abzurechnen. Dafür gibt es dann eine Steueranrechnung von 600 Euro. Den gleichen Bonus gibt es dann für die Abrechnung der Restzahlung im Jahr 2007.

Die 20 Prozent des Rechnungsbetrags, maximal 600 Euro (von maximal 3000 € im Jahr) gibt es bestenfalls vom Finanzamt zurück. Es handelt sich dabei also nicht um einen Frei- oder Abzugsbetrag, der lediglich das zu versteuernde Einkommen mindert.
Die maximal 600 Euro werden vielmehr direkt von der Steuerschuld abgezogen.
Zu einer Erstattung darf diese Vergünstigung jedoch nicht führen. Muss ein Auftraggeber beispielsweise wegen hoher Verluste in 2006 keine Steuern bezahlen, würde die Steueranrechnung tatsächlich verpuffen.
Beträgt die Steuerlast vor Anrechnung 300 Euro, dürfen ebenfalls maximal nur 300 Euro für Handwerksrechnungen und haushaltsnahe Dienstleistungen davon abgezogen werden.

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