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01.08.2007, 23:59 von prinzregentProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Haus verkauft - worauf achten ?
Mein Finanzamt aus dem Osten Berlins schrieb mir einen langen Brief mit folgendem Inhalt:

0 - Sie haben Ihr Haus verkauft ( hab ich ein wenig umformuliert )

1. Bei welchem Finanzamt werden Sie geführt ? Nr etc. Kann ich da antworten: Bei Euch ihr Schnösel !

2. Für welche Zwecke wurde das Grundstück genutzt ? gewerblich oder eigene Nutzung ... ? Meine Antwort: ei dat is a Mietshaus gewesen seit 1899, schon vergessen ?

3. Wurden Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung erzielt ? Ei da gehn se mal zu ihrem Kollegen zwei Zimmer weiter, der hat doch alle Unterlagen ... einfach reingucken ? lesen bildet !

4. Welche Art und welche Höhe der Einkunft wurde erzielt.Naja, zuerst waren das MARK der DDR, dann kam die DM und dann der Euro

5. Wie ist der Verkaufserlös verwendet worden ?Na, da bin isch zur Bank und hab alles sofort ins Ausland transferiert. Damit ihr nix mehr bekommt !!!

Zitat:
FRAGE: Ist das jetzt verboten Geld für ein Haus einzunehmen oder darf das Amt jetzt neuerdings fragen, was wir mit unserem Geld machen ????


6. Bei welchem Finanzamt werden sie geführt ?
Bei dem Kollegen X in Zimmer XYZ auf im gleichen FA. du Dösbattel ! Dat has u schon ma gefragt !!!

Sicherlich sind die Fragen vom Amt ganz harmlos, deswegen werde ich die erst beantworten, wenn ich wieder am Strand hocke.

Ich liebe Deutschland, da gibts soo viele Beamte die nix zu tun haben !

Kleine Frage , weis jemand, wie lange so ein Finanzamt zurück prüfen darf ? Die ham doch mal den Boris Becker so böse durch die Mangel gedreht ...
Alle 24 Antworten
09.08.2007, 19:39 von taxpert
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Sicherlich! Genauso wie bei Verkauf des privaten Kfz!
08.08.2007, 14:55 von Augenroll
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Zitat:
Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäfte können nur mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften verrechnet werden!

Aha, also können die Verluste doch verrechnet werden und senken damit die Steuerlast!
08.08.2007, 14:47 von taxpert
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Auch wenn es bestimmte Zeitgenossen anscheinend nicht begreifen wollen: Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäfte können nur mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften verrechnet werden! Ob es sich hierbei um Immobilien, Aktien oder das private Kfz handelt est absolut egal!

taxpert
08.08.2007, 14:26 von Augenroll
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Zitat:
dass Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften eben nicht mit anderen Einkünften


Auch nicht mit anderen Einkünften aus Immobilien?
07.08.2007, 18:29 von taxpert
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Das nicht geantwortet wird hat wohl eher was damit zu tun, dass AR nichts von Steuern versteht! Sonst wüsste ES dass Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften eben nicht mit anderen Einkünften (auch solchen aus "Lohnarbeit"!) nicht verrechnet werden können. So etwas fragt deshalb nur ein vollkommener Ignorant!

taxpert
07.08.2007, 11:06 von Augenroll
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Zitat:
Und, konnten Sie die Verluste Ihrer "Steuerhäuser" gut mit anderen Einkünften "verrechnen"???

Das nicht geantwortet wird, ist ja irgendwie auch eine Antwort.
06.08.2007, 09:44 von Augenroll
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Hallo prinregent und cavalier,

Zitat:
...verkauft habe ich es mit Verlust...


Zitat:
Ich habe auch ein MFH mit Verlust 12.2006 verkauft....

Und, konnten Sie die Verluste Ihrer "Steuerhäuser" gut mit anderen Einkünften "verrechnen"???
03.08.2007, 07:44 von taxpert
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@ prinzregent

Nein, nicht AR sitzt im FA, sondern ich!

Kann jeden verstehen, der Frust auf mich und meine Kollegen schiebt (Bin schließlich auch Steuerzahler und muß mich daher mit den Kollegen rumärgern und bekomme noch nicht mal "Firmenrabatt"!) Würde mich trotzdem freuen, wenn man nicht immer gleich die große Keule vorholt und noch dazu verallgemeinert!

Aber im Ernst!

Handelt sich um Standartschreiben, kann man ggf. mit Telefonanruf abklären!

Das Schreiben kommt aus verwaltungs-technischen Gründen von einer anderen Stelle als der, die für die ESt zuständig ist. Der Bearbeiter hat daher evtl. keine Ahnung was bisher erklärt wurde (Steuergeheimnis!).

Bei Kauf in 1999 und Verkauf in 2007 ist natürlich ein steuerpflichtiges "Privates Veräußerungsgeschäft" zu prüfen. Trotz Verkauf unter AK kann durch geltend gemachte AfA ein steuerlicher Gewinn realisiert werden!

Nach 8 Jahren mit V+V-Einkünften wird wohl kaum noch die "Liebhaberei" geprüft, A B E R wie oben schon mal angedeutet, werden die WK darauf geprüft, ob sie mit der Erzielung von EInnahmen, die der ESt unterliegen, in Zusammenhang stehen (Mieten) oder mit dem Verkauf (z.B. Verkaufsinserate, Renovierung für Verkauf, etc.). Diese stehen mit dem "Privaten Veräußerungsgeschäft" in Zusammenhang, dass sich eventuell steuerlich nicht auswirkt. Diese Kosten laufen dann ins Leere!

Kleiner Tip an alle Verkaufswilligen:

Neben Inseraten für Verkauf Inserate für Vermietung schalten! Dann können z.B. Reno-Kosten noch geltend gemacht werden!

taxpert
02.08.2007, 17:42 von cavalier
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Hallo Prinzregent,

Zitat:
Jedes Jahr hatte ich eine Ekst gemacht. Es wurde nie was beanstandet.

Denn hast du ja auch nichts zu befürchten.

Ich habe auch ein MFH mit Verlust 12.2006 verkauft und habe vom FA noch nichts gehört.
02.08.2007, 17:33 von prinzregent
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... das Haus hatte ich 1999 gekauft, verkauft habe ich es mit Verlust. Jedes Jahr hatte ich eine Ekst gemacht. Es wurde nie was beanstandet.

Ich kann mit diesen ganzen Fragen einfach nichts anfangen, aber ich habe ein schlechtes Gefühl dabei.

Vielleicht sitzt ja Augenroll im Finanzamt und will seinen HASS auf Vermieter ausleben.
02.08.2007, 17:13 von cavalier
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Hallo Augenroll,
Zitat:
Nur denn ist es möglich, Werbungskosten abzusetzen.


Zitat:
Aha, da kommen wir der Sache also schon näher. prinzregent wollte also seine Steuerlast auf Kosten der Gesellschaft mit extra angeschafften Schrottimmbilien senken???


Zitat:
(Ist nur 'ne Frage.)


Hier geht es um EkSt. auf die erzielten ME

Sie setzen doch auch Werbungskosten von Ihrem Gehalt ab. Ist das auch auf Kosten der Gesellschaft.

(Ist nur ´ne Antwort.)
02.08.2007, 17:11 von Mortinghale
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Das Thema hatten wir doch schon durch :

Sinnlos Geld rausschmeissen, nur um es absetzen zu können (das Geheimnis erfolgreicher Pleitiers).

02.08.2007, 16:48 von Augenroll
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Zitat:
Nur denn ist es möglich, Werbungskosten abzusetzen.


Aha, da kommen wir der Sache also schon näher. prinzregent wollte also seine Steuerlast auf Kosten der Gesellschaft mit extra angeschafften Schrottimmbilien senken???

(Ist nur 'ne Frage.)
02.08.2007, 16:44 von Mortinghale
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Zitat:
Hat man z.B. monatelang sein Objekt zum Verkauf angeboten (Anzeigen etc.) kann das FA dieses u.U. verneinen und rückwirkend den Steuerabzug für Werbungskosten zurück verlangen.


Im Normalfall nicht. Das würde bei einem MFH nur klappen, wenn dargelegt werden könnte, daß das Haus von Anfang an nicht dem V&V-Bereich zuzurechnen gewesen wäre.

02.08.2007, 15:36 von cavalier
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Zitat:
hier geht es dem FA doch nicht nur um die Mieteinnahmen sondern auch um die Verwendung des Verkaufserlöses...


und es geht darum, ob Gewinnerzielungsabsicht vorhanden war. Nur denn ist es möglich, Werbungskosten abzusetzen.

Hat man z.B. monatelang sein Objekt zum Verkauf angeboten (Anzeigen etc.) kann das FA dieses u.U. verneinen und rückwirkend den Steuerabzug für Werbungskosten zurück verlangen.
02.08.2007, 15:32 von Cora
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Hallo Irm

na, jetzt bin ich aber erstaunt:

seit wann muss man denn seine Mieteinnahmen nichtversteuern????

02.08.2007, 15:29 von Melanie
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hier geht es dem FA doch nicht nur um die Mieteinnahmen sondern auch um die Verwendung des Verkaufserlöses...
Die Mieteinnahmen können Sie doch in Prinzes Steuererklärung nachgucken, oder?!
Wenn Prinz net angeführt hätte das es mal Einkünfte in Ostmark gab hätte ich getippt das es um Spekulationsfrist geht???
Aber die ist ja bloß 10 jahre, daher mit Ostmark unwahrscheinlich
02.08.2007, 14:51 von Augenroll
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Zitat:
Nein

Na was will dann das Finanzamt von Prinzregent?
02.08.2007, 14:42 von Irm
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Hallo Trolli
Nein
Irm
02.08.2007, 14:08 von Augenroll
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Muss man denn Mieteinnahmen nicht versteuern?
02.08.2007, 11:14 von dunkelROOT
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Zitat:
Sicherlich sind die Fragen vom Amt ganz harmlos


Nein, sind sie nicht. Wenn das ganz dumm für Dich läuft, dann können da noch Forderungen vom Fa auftauchen!

dR
02.08.2007, 10:39 von johanni
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Hallo Prinzregent,

sofern Steuerbescheide unter dem Vorbehalt der Nachprüfung erstellt wurden, hat das Finanzamt das Recht, diese Steuerbescheide , ich meine mich zu erinnern 3 oder 4 Jahre( frage beim Finanzamt an) zu ändern.

Es kann ja sein, dass durch Deinen Verkauf das Finanzamt nun annimmt, dass es sich um eine sog. Liebhaberei gehandelt hat --lach--!! Dann würden u.U. schöne Nachzahlungenan das Finanzamt fließen

Johanni
02.08.2007, 08:10 von Irm
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Guten Morgen
Ist das so üblich, dass man nach einem Hausverkauf solche
Brieflein bekommt?
Irm
02.08.2007, 00:11 von Gipsy
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Gipsy
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