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30.01.2007, 17:50 von letsloungeProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Haus-Anschlusskosten für Gas auf Miete umlegbar?
Hallo zusammen,

aus Altersgründen wird bei uns die Heizungsanlage erneuert. Im Zuge dessen werden wir auf Gas umstellen. Hierzu muss jedoch erst noch der Hausanschluss vom Energieversorger gelegt werden was knapp 3500 Euro kostet.

Dürfen diese 3500 Euro Anschlusskosten auf die Investitionskosten zur Mieterhöhung zugerechnet werden?

Viele Grüße

Michael
Alle 6 Antworten
31.01.2007, 13:02 von MarieP
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Hallo

Zitat:
der Komfort - weil kein Heizöl mehr beschafft werden muss.
Keine Geruchsbelästigung durch Öl mehr.
Mehr Fläche durch wesentlich kleineren Kessel/Wandtherme.



1. kein Heizöl merh beschaffen verbessert nicht den Komfort des Mieters.

2. Keine Geruchsbelästigung mehr durch Öl

Gab es hier Mängelanzeigen seitens der Mieter?

3. Welcher Mieter hat hiervon einen Vorteil?
Ich seh noch nicht mal einen Vorteil für den Eigentümer
Wandtherme - Brennwerttechnik? Ich denke mal - nur von Vorteil für alle wenn das Objekt hierfür alle Anforderungen erfüllt - sonst nur Probleme

Die Umstellung von Öl auf Gas ist ihre eigene Entscheidung - eine Verbesserung sehe ich hier nicht - somit auch nicht von den Mieter zu tragen.

Grundsätzliches sollte beachtet werden:

Modernisierung muss wirtschaftlich sein, sonst wird am Ziel vorbei geschosssen

So kann z.B. der heizenergiesparender Umbau rein rechnerisch zu einer deutlichen Mieterhöhung führen, in der Praxis die Heizkosten aber nur geringfügig mindern.

s. z.B. Punkt 3

Wenn einer der folgenden 4 Fälle vorliegt, gelten Umbaumaßnahmen als Modernisierung, welche Mieter dulden muss:

Der Gebrauchswert der Mietsache wird nachhaltig erhöht,

die allgemeinen Wohnverhältnisse werden verbessert oder

es wird nachhaltig Energie oder Wasser eingespart.

Es muss aus Gründen, die der VM nicht zu vertreten haben, umgebaut werden.

Die Mieterhöhung muss Hand und Fuß haben unde vom VM bewiesen werden.
Beweispflichtig dafür, dass die alten Installationen nicht reparaturbedürftig waren bzw. dass der fiktive Instandsetzungs-Aufwand korrekt berücksichtigt wurde, ist im Streitfall der Vermieter.

31.01.2007, 12:18 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
der Komfort - weil kein Heizöl mehr beschafft werden muss.Keine Geruchsbelästigung durch Öl mehr.
Mehr Fläche durch wesentlich kleineren Kessel/Wandtherme.


wie wollen Sie das rechnerisch belegen ??? Für eine Modernisierungsmieterhöhung müssen Sie das bzw. den Vorteil quantifizieren.

Dasselbe gilt für die Energieeinsparung, die sollten Sie belegen können, dann ist eine Modernisierungsmieterhöhung im belegten Rahmen denkbar, sonst nicht !
31.01.2007, 12:13 von Augenroll
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Wirklich, ich sehe hier keine Modernisierung.
31.01.2007, 12:11 von letslounge
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Hallo,

es verbessert sich:
der Komfort - weil kein Heizöl mehr beschafft werden muss.
Keine Geruchsbelästigung durch Öl mehr.
Mehr Fläche durch wesentlich kleineren Kessel/Wandtherme.

Es sind massive Energieeinsparungen zu erwarten, weil es sich um ein neues Gerät mit Brennwerttechnik handelt.

Wo gibt es denn Infos darüber inwieweit es sich um Instandhaltungskosten handelt bzw. Kosten die als Mieterhöhung umlegbar sind?

Es ist auch so, dass der Öl-Aussentank saniert werden müsste, was knapp 2500 Euro kosten würde.

Grüße

Michael

31.01.2007, 07:57 von Augenroll
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Nur Modernisierungskosten (Instandhaltungsersparnis abziehen!) dürfen umgelegt werden.

Was verbessert sich für die Mieter?

Sind Energieeinsparungen zu erwarten?

Für die Finanzierung von Instandhaltungen, Reparaturen, Umbauten (auch Wechsel des Energieträgers) muss daher die Grundmiete herhalten. Fragen Sie beim Gasversorger, ob er Umstellungsbeihilfe zahlt (in Berlin tw. möglich).
31.01.2007, 07:38 von prinzregent
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Anschlusskosten

Dieses Problem hatte ich auch, bei mir war es die Kanalisation.

1. Wenn du alles umlegst, wird die Miete zu hoch. Bei einem Mietermarkt nicht zu empfehlen.

2. Ich ( ohne es genau zu wissen ) habe rausgefunden, dass du nur die Kosten umlegen darfst, die innerhalb des Hauses anfallen. Deine 3.500 sind zum Teil EXTERN. Ich habe von der Strasse bis zum Haus Kosten gehabt, die durfte ich nicht umlegen. Innerhalb fielen bei mir nur poplige 300 Euro an. Ich vermute, deine 3.500 teilen sich ähnlich auf ... Du solltest nur die Kosten ab innerem Hausanschluss berechnen, am Ende dieser Rechnung kamen bei mir kaum 6 Euro Mieterhöhung raus. Die sind dann auch wieder vertretbar.
Alles andere ist "Wertsteigerung" des Hauses.

3. Eine alte gegen eine neue Heizungsanlage auszutauschen klingt mir eher nach Instandsetzung. Eine Verbesserung für den Mieter wird wohl kaum eintreffen. Gas ist nicht gerade preiswert. Also, wo soll da eine Mieterhöhung her kommen ???

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