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08.05.2007, 13:29 von dontpanicProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Haus-/Wohngeld in der Steuererklärung
Hallo,

ich muss noch einmal nachhaken zum Thema Anlage V. Wie macht ihr das..?

Gebt ihr das gesamte Wohngeld als Ausgaben an? Wenn ja, wo? (unter Sonstiges lt. Anlage).

Oder rechnet ihr die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage heraus. Dann allerdings könnte das Problem auftauchen, dass die Wohngeldabrechnung erst nach dem 31.5. kommt und man beim Finanzamt um Aufschub bitten müsste.

Gruß,
dp
Alle 11 Antworten
12.05.2007, 21:24 von taxpert
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Hallo dontpanic!

Du kannst beide Varianten wählen:

1. Angabe der Netto-Miete
Hier wird nur die Kalt- bzw. Nettomiete als Einnahme angesetzt. Folgerichtig stellen die umlagefähigen Kosten keine Werbungskosten dar, da sie dich letztendlich nicht belasten. Als Wk bleiben daher z.B. nur AfA und Zinsen.

2. Angabe der Brutto-Miete
Neben der Netto-Miete stellen hier auch alle anderen Zahlungen des Mieters Einnahmen dar. Also auch die Nk-Vorauszahlungen und die ggf. anfallenden Abschlußzahlungen. Die umlagefähigen Kosten stellen dann natürlich Wk dar und können von den Einnahmen abgezogen werden. Als Wk gelten natürlich auch mögliche Nk-Rückzahlungen an deine Mieter.

Unterm Strich ergibt sich über die Jahre gesehen immer derselbe Totalgewinn, ehrlich!

Die Zahlungen in die Instandhaltungsrücklage stellen erst im Zeitpunkt der tatsächlichen Verwendung für Reparaturen o.ä. Ausgabe und Wk dar. Stell es dir einfach so vor: Du zahlst nicht an eine Hausverwaltung sondern bist selber verwalter deiner (deines) Objektes. Für später anfallende Reparaturen zahlst du brav in einen Bausparer ein, um dann das geld bei Bedarf flüssig zu haben. Dann stellen diese Zahlungen ja auch noch keine Ausgabe dar!

Zu deinem Prblem mit der Abgabe der Steuererklärung:

Der 31.05. ist zwar gesetzlicher Abgabetermin, der aber nur von einem geringen Bruchteil der Steuerpflichtigen beachtet wird. Zur Zeit laufen die Ämter den letzten Erklärungen für 2005 hinterher! Bei uns in Bayern ist der erste Mahnlauf für Ausstehende Erklärungen im Normalfall im September (für steuerlich nicht beratene Stpfl.!) Mach dir also keine Sorgen. Auch wenn die Aufforderung zur Abgabe der Erklärung im Herbst kommt, kannst du immer noch eine Fristverlängerung beantragen (reicht telefonisch). Auch wenn diese Frist abgelaufen ist wird nicht gleich geschätzt oder ein Verspätungszuschlag festgesetzt (den man mit einem Einspruch angreifen kann).

Also viel Spaß noch mit der Steuer

taxpert (FA Augsburg-Land)
10.05.2007, 13:35 von Mortinghale
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Sag ich doch.

10.05.2007, 13:14 von dontpanic
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Hallo,

ich habe heute morgen meine Einkommenssteuererklärung abgegeben und die Angabe des Hausgeldes wurde so akzeptiert.

Gruß,
dp
09.05.2007, 15:40 von AquaDiver
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... genau das ist die Konsequenz

Fristverlängerung beim FA ist unproblematisch.
Außerdem sollte man dem WEG-Verwalter regelmäßig auf den Füssen stehen, damit es nicht gar so lange dauert. Manchmal gibt es sogar bindenede Fristen in der Teilungserklärung und/oder Verwaltervertrag innerhalb welcher die Abrechnung erstellt werden muss.
09.05.2007, 15:36 von dontpanic
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Zitat:
bzw. die nicht umlagefähigen Kosten, die tatsächlich aufgelaufen sind.

Aber die kenne ich erst im August. Also jedes Jahr um Fristverlängerung bitten.

Gruß,
dp
09.05.2007, 15:16 von AquaDiver
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Das wird vom Finanzamt im Regelfall nicht akzeptiert

Die Nebenkostenabschläge, die man vom Mieter bekommt, gelten als Einnahme und sind demzufolge auch in der Steuererklärung anzugeben.
Als Betriebsausgaben gegenrechnen kann man dann eben die tatsächlichen Ausgaben (Betriebskosten). Weitere Betriebsausgaben können dann noch sein: Reparaturen, Kontoführungsgebühren, Porto, Announcengebühren (bei Vermietungsbemühungen) etc.
09.05.2007, 15:04 von villaporta
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Hallo,

ich lass das Wohngeld komplett raus und gebe nur die Mieten an, bzw. die nicht umlagefähigen Kosten, die tatsächlich aufgelaufen sind.

Viele Grüsse

Villaporta
09.05.2007, 14:48 von AquaDiver
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Das wird das Finanzamt im Regelfall anders sehen

Das Wohngeld stellt ja nur einen Abschlag auf die zu erwartenden Kosten dar. Erst wenn die tatsächlichen Kosten durch die Jahresabrechnung belegt sind, werden diese vom Finanzamt anerkannt.

Ein evtl. Rest befindet sich immer noch im wirtschaftlichen Eigentum des Wohnungseigentümers (auch wenn er keinen direkten Zugriff darauf hat).

Aus diesem Grund gelten auch die zahlungen in die Instandhaltungsrücklage NICHT als Ausgaben im steuerlichen Sinne (höchstrichterliche Entscheidung !)
08.05.2007, 21:26 von dontpanic
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Danke, das sind schon mal 2 Möglichkeiten.

Ich würde ja gerne einfach nur das Hausgeld angeben wie Mortinghale es macht. Im Endeffekt ist es ja auch völlig egal, Das Geld ist weg und kommt auch nicht wieder. Für mich ist es definitiv ein Mittelabfluss.

Gruss,
dp
08.05.2007, 15:33 von Mortinghale
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Ooooder,

Du gibts erstmal das komplette Wohngeld an.

In einer beliebigen Spalte (Heizung oderdgl., eben Text abändern).

Hat bis jetzt immer geklappt.

08.05.2007, 13:42 von Kasperkopf
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Hallo Dontpanic,

die Zuweisungen zur Rücklage musst Du aus dem Hausgeld, dass Du steuerlich geltend machst, herausrechenen. Wie hoch diese ist, ergibt sich bereits aus dem Wirtschaftsplan, da musst Du also nicht auf die Abrechnung warten. Jedoch kannst Du die Entnahmen für Reparaturen geltend machen und wie hoch die sind, weißt Du tatsächlich erst, wenn die Abrechnung da ist.

Daher beantrage ich jedes Jahr Fristverlängerung und geht jedes Jahr ohne Probleme durch.

Gruss Kasperkopf
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