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26.12.2006, 16:54 von samiraProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|hallo- neu und eine frage
meien einstandsfrage ist gleich ziemlich dämlich- aber ich lerne- versprochen!
ich habe heute beim erstellen der nk- abrechnungen von 05 (ja bin spät ich weiß...) festgestellt, das einer der mieter seit anfang 05- wenn nicht noch eher, muss noch nachschauen- monatlich 20 euro zuwenig bezahlt hat. das läppert sich. es handelt sich um miete- nicht um nk. wie lange kann ich die nachfordern, oder sind die schon verjährt?
lieben fdank für alle antworten;-)
Alle 6 Antworten
27.12.2006, 10:43 von ADele
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@ prinzregent

Zitat:
Im folgejahr hab ich dann ( zensiert ) und hab die Kosten wieder rein geholt.




wie hast Du das gemacht?

viele Grüße Adele
27.12.2006, 00:13 von ChristophL
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Das wär ja noch ein kleine nachträgliches Weihnachtsgeschenk

Dann aber mal schnell zur Post, für 2006 vielleicht schon einmal früher gedanken machen. Ich werde meine Abrechnung wohl mitte Januar für 2006 fertiggestellt haben.

Gruß Christoph
26.12.2006, 21:05 von samira
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danke fürs schnelle antworten! nein,nein- wie ich schon schrieb, bei dem betrag der mir da auffiel handelt es sich nicht um die nk- die werden jedes jahr bis zum 31.12. (wenn aucxh knapp davor ) abgerechnet. es geht um reine miete. bis zur euroumstellung richtig gezahlt ist es hinterher nicht aufgefallen... aber ich weiß nun bescheid- es gilt eine dreijährige verjährungsfrist, denke ich. das sind dann zumindest mal noch um die 700 eurönchen....
26.12.2006, 19:29 von prinzregent
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Zitat:
Die Abrechnung ist dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen.


Du hast noch bis zum 31.12.2006 Zeit. Mittwoch also zur Post und weg damit. Und wenns ein komischer Mieter ist, selbst einwerfen mit Zeugen ( der MUSS unterschreiben )

3 Jahresfrist ??? Wurde bei mir bei einem ALG2 Empfänger von der ARGE abgelehnt und ich blieb auf den Kosten sitzen. Im folgejahr hab ich dann ( zensiert ) und hab die Kosten wieder rein geholt.
26.12.2006, 19:19 von MarieP
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Hallo

Verjährung (nicht Ausschlußfrist für die Betriebskostenabrechnung)

Im Mietrecht gilt die regelmäßige Verjährungsfrist von 3 Jahren. Sie beginnt mit dem Schluss des Jahres zu laufen, in dem der Anspruch entstanden ist. Dies ist die objektive Voraussetzung.

Subjektiv ist zudem notwendig, dass der Gläubiger als Inhaber einer Forderung die Umstände kennt, die den Anspruch begründen und die sich einem dafür Verantwortlichen also Schuldner zuordnen lassen.

Weiter wird neben dem Fristablauf auch noch positive Kenntnis, also Wissen verlangt. Dem gleichgestellt ist die grob fahrlässige Unkenntnis § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB.

26.12.2006, 19:00 von frischebrise
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Hallo,
der Vermieter hatte also eine Betriebskostenvorschussforderung von seinem Mieter nicht erfüllt erhalten.
Dieser Umstand ist ihm bis dato nicht aufgefallen.

Zitat:
§ 556 BGB
Vereinbarungen über Betriebskosten
[ § Abs. 1 BGB ](1) Die Vertragsparteien können vereinbaren, dass der Mieter Betriebskosten im Sinne des § 19 Abs. 2 des Wohnraumförderungsgesetzes trägt. Bis zum Erlass der Verordnung nach § 19 Abs. 2 Satz 2 des Wohnraumförderungsgesetzes ist hinsichtlich der Betriebskosten nach Satz 1 § 27 der Zweiten Berechnungsverordnung anzuwenden.

[ § Abs. 2 BGB ](2) Die Vertragsparteien können vorbehaltlich anderweitiger Vorschriften vereinbaren, dass Betriebskosten als Pauschale oder als Vorauszahlung ausgewiesen werden. Vorauszahlungen für Betriebskosten dürfen nur in angemessener Höhe vereinbart werden.

[ § Abs. 3 BGB ](3) Über die Vorauszahlungen für Betriebskosten ist jährlich abzurechnen; dabei ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten. Die Abrechnung ist dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist i st die Geltendmachung einer Nachforderung durch den Vermieter ausgeschlosse n, es sei denn, der Vermieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu ve rtreten. Der Vermieter ist zu Teilabrechnungen nicht verpflichtet. Einwendungen gegen die Abrechnung hat der Mieter dem Vermieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Zugang der Abrechnung mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist kann der Mieter Einwendungen nicht mehr geltend machen, es sei denn, der Mieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten.

[ § Abs. 4 BGB ](4) Eine zum Nachteil des Mieters von Absatz 1, Absatz 2 Satz 2 oder Absatz 3 abweichende Vereinbarung ist unwirksam.



Aus Gründen der Vollständigkeit wurde § 556 BGB komplett ausgewiesen. Absatz 3 ist hierbei relevant.

Da VM hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten, so dass seine Forderung nach 3 Jahren verjährt.
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