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11.06.2007, 22:01 von MaxmaxProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Grundstücks+GBR ???????
Hallo Leute,

ich habe den Tip bekommen meine Immobilien in eine Grundstücks-GBR einzubringen, um diese in "trockene Tücher" zu wissen!!!

Brauche weitere Info´s zu diesem Thema.

Ein großer Vorteil soll sein, dass die Immobilien dann quasie Konkurssicher wären ?!?!!?!?!?

Alle 16 Antworten
13.06.2007, 14:24 von johanni
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Hallo,

Zitat:
Es geht bei der Betrachtungsweise ausschließlich um persönliche Forderungen und nicht um dingliche Ansprüche von Gläubigern.

Klar, dann würde das theoretisch funktionieren, aber dafür brauche ich keine GBR.


so isses!!!!!!!!!!!!

Kann mir nur vorstellen, dass der Rat von einem Berater kam, der nur seinen eigenen Vorteil in einer Gründung etc sieht.
Am besten finde ich immer die Ratschläge von sogn. Fachleuten unter Kumpels

Mein Rat an Suchende: immer einen Fachanwalt aufsuchen!! Denn dieser unterliegt der Verschwiegenheitspflicht, nicht die guten Freunde, die dann im Streitfall keine mehr sind.

Johanni
13.06.2007, 14:16 von dontpanic
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Ahhhh - Jetzt verstehe ich aber wirklich..!

Es geht bei der Betrachtungsweise ausschließlich um persönliche Forderungen und nicht um dingliche Ansprüche von Gläubigern.

Klar, dann würde das theoretisch funktionieren, aber dafür brauche ich keine GBR.

Und die Schulden, die man ohne Sicherheiten machen kann halten sich außerdem in einem sehr begrenzten Rahmen.

Das Ganze macht m.E. also keinen Sinn.

Es funktioniert allerdings regelmäßig bei Bauträgern, die von ihren Kunden (meist unbedarfte und gutgläubige Privatpersonen) hohe Vorauszahlungen kassieren und dann Pleite gehen.

Gruß,
dp
13.06.2007, 14:06 von johanni
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Hallo Maxmax,

Zitat:
ich habe den Tip bekommen meine Immobilien in eine Grundstücks-GBR einzubringen, um diese in "trockene Tücher" zu wissen!!!


Kanst Du mal verraten, welcher Fachmann bzw. Berufszweig Dir diesen Tipp gegeben hat?

Wenn eine Immobilie nicht finanziert ist, reicht es zur Absicherung aus, wenn man sogn. Eigentümergrundschulden eintragen läßt.

Weiteres wurde ja schon geschrieben.
@ Zaunkönig, die Variante mit der Stiftung ( ist ja zur Zeit der große Renner!)hätte für mich aber den Nachteil, dass wenn ich als als Vorstandsvorsitzende eingetragen wäre, immer dem Diktat des Aufsichtsrates ausgeliefert wäre.

Johanni
13.06.2007, 13:59 von dunkelROOT
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Nein, so etwas geht nur mit EK! Du findest doch keine Finanzierung ohne Grundschuld/Hyp. bei einer Immobilie!!!

Da musst Du schon das Objekt zu 100% mit eigenen Mitteln erwerben!
Und wenn Du dann Pleite gehst, dann gehört das Haus der finanzierenden Bank.

dROOT
13.06.2007, 13:36 von dontpanic
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Ich glaube ich habe verstanden...

Allerdings ist es nicht das Problem eine 1000% vertrauenswürdige Person zu finden, sondern eine dumme Bank zu finden.

Beispiel:

Verkehrswert der Immobilie = 100.000,-
Auflassungserklärung zu Gunsten Lieschen Maier i.H. von 100.000,-

So, jetzt bekommt Lieschen Maier in einer evt. Zwangsversteigerung also zuerst die Kohle aber keine Bank der Welt wird dir auf diese Immobilie auch nur einen Cent leihen, wenn du nicht entweder eine Löschungsbewilligung oder eine Rangabtretung von Frau Maier bekommst.

Und vor allen Dingen - Was hat das mit der Rechtsform zu tun..?

Gruß,
dp
13.06.2007, 09:39 von dunkelROOT
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Zitat:
die Vorlassung heißt Auflassung

das kann gut möglich sein

Zitat:
Allerdings sind solche Konstellationen anfechtbar (vor allem unter Verwandten geschlossene)


Anfechtbar per Rechtsweg ist natürlich fast alles und jeder kann gegen jeden Klagen so er denn einen Grund zu haben glaubt, jedoch ist die Vorlassung/Auflassung/Eintragung eines Rechtes zu Gunsten dritter im Grundbuch nur durch einen Notar änderbar und da kann ein Gläubiger machen was er will, da kommt der Gläubiger definitiv nicht an die Immo. Ich habe selber derartige Einträge in den Grundbüchern stehen, daher kenne ich dies auch ein wenig.
Problem ist eben nur die Person des Vertrauens, klar wenn es meine Ehefrau wäre und die ist mit in der Haftung der Gesellschaft, tja dann war das wohl nix!

dR
13.06.2007, 08:56 von zaunkoenig
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Hallo,

ohne besserwisserisch sein zu wollen, die Vorlassung heißt Auflassung.

Eine Auflassung entsprechend dem hier getätigten Vorschlag würde nur einen vorläufigen Schutz bieten. Ein Gläubiger könnte sich kein Grundpfandrecht eintragen lassen. Allerdings sind solche Konstellationen anfechtbar (vor allem unter Verwandten geschlossene).

Das bedeutet aber noch lange nicht, dass hier auch ein Schutz im Insolvenzfall gegeben ist. Da ticken die Uhren ein wenig anders.

Die einzige halbwegs vernünftige Lösung an der Sache wäre eine Übertragung in eine Vermögensmasse (z.B. Stiftung). Dieser gehört das Vermögen und die daraus resultierenden Einnahmen. Es wird ein Stiftungsrat ernannt, bei dem Du Vorstand sein kannst. Als Vorstand des Stiftungsrates erhält man ein Honorar. Im Falle der Insolvenz steht nur das Honorar auf der Kippe. Da man nicht alleine im Stiftungsrat sitzt, kann man sich jederzeit als Vorstand abwählen lassen und ist mittellos.

Wichtig ist allerdings, dass im Falle der Rechtsnachfolge (z.B. Nachlassverfahren) vernünftige Lösungen bereits erarbeitet werden, da sonst das Stiftungsvermögen "unregiert" bleibt.

Sollte das Stiftungsvermögen durch Insolvenz untergehen, geht einfach nur die Stiftung unter. Bei privater Insolvenz ist das Stiftungsvermögen nicht betroffen.

Und hier sollte man sich einfach mal schlau machen.

13.06.2007, 08:28 von dunkelROOT
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@dontpanic

Zitat:

Denn ganz ehrlich. Die Sache mit dem "quasi konkurssicher" ist hahnebüchender Quatsch..!


Nein das geht unter bestimmten Voraussetzungen!
Man nehme eine Vorlassung zu Gunsten Dritter in das Grundbuch auf. Geht natürlich nur, wenn die Immobilie zu 100% Eigentum ist also ohne eine Grundschuld oder so. Die Vorlassung/Vermerkung besagt z.B. falls ich Pleite gehen sollte, dass mein Haus auf Person X autom. übertragen wird. Da hat der Gläubiger mir gegenüber keine Aussicht die Immo zu pfänden. Nachteil Du brauchst eine Person der man zu 1000% Vertrauen kannst!!!

Also fragt mal einen ordentlichen Notar, der wird das bestätigen.

dunkelROOT
12.06.2007, 22:51 von Mortinghale
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Sie wäre, bei einer valutierenden Forderung, im Falle einer Zwangsversteigerung die Erste (mglw. die Einzige), die kassiert.

12.06.2007, 22:40 von dontpanic
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Hallo,

warscheinlich bin ich gedanklich etwas langsam, aber was solles bitte bringen, wenn Lieschen Maier (auch wenn sie existiert) im Grundbuch an erster Rangstelle steht?

Kann mir mal einer auf die Sprünge helfen? Vielleicht anhand eines Beispiels?

Denn ganz ehrlich. Die Sache mit dem "quasi konkurssicher" ist hahnebüchender Quatsch..!

Gruß,
dp
12.06.2007, 21:36 von zaunkoenig
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Hallo,

Lieschen Maier hat nur ein kleines Problem.

Sie wird im Grundbuch festgestellt, ihre Adresse wird ermittelt, sie wird angeschrieben und nun soll sie Ihren Forderungsanspruch aus der Grundschuld belegen!!!

Da wird nicht einfach ausgezahlt. Könnte ja sein, dass die Schuld getilgt wurde und im Grundbuch die Auflassung vergessen wurde zu löschen.

Nur woher nun den Nachweis der berechtigten Forderung nehmen. Und dann muss sich Lieschen Maier auch noch ausweisen. Schließlich muss sie ja beweisen, dass sie Lieschen Maier ist.
Und seit dem berüchtigten 11. September werden finanzielle Transaktionen in das Ausland ab einer Summe von 10.000 Euro festgehalten.

Schlicht, es hört sich viel einfacher an, als es denn tatsächlich durchzuführen ist.

12.06.2007, 18:01 von prinzregent
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Zitat:
quasie Konkurssicher


naja, du trägst einen Kredit an die erste Stelle ein. Sagen wir auf Lieschen Maier aus Lichtenstein. Dahinter stehst du.

Muss ja niemand rauskriegen, wer Lieschen Maier ist. Geht auch über Off Shore oder sonstiges Ausland.

zwangsversteigerung geht immer. dagegen kannst du kaum was tun. aber wenn s an die Auszahlung geht, kommt Lieschen Maier an erster Stelle dran.

Lass dich von einem Notar beraten. Illegale Konstruktionen wird dir kein Notar verraten.
12.06.2007, 09:30 von Poison
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moin,

vorsicht!!! bei einer gbr haftet man auch für die "lustigen" probleme der mitgesellschafter - und zwar mit seinem _gesamten_ vermögen!!!

ich sehe keinen grund warum die gbr die gesetzlichen möglichkeiten eines grundpfändgläubigers - die zwangsversteigerung - unterbinden sollte. diese möglichkeit hat der grundpfandgläubiger auch im insolvenzverfahren.

ich würde mich an die idee von dunkelRoot halten und einen notar besuchen. dieser kann mit dem gesamten sachverhalt - woher soll die insolvenz drohen - individuell beraten.

mfg.
poison
12.06.2007, 08:42 von dontpanic
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Hallo,

Zitat:
Ein großer Vorteil soll sein, dass die Immobilien dann quasie Konkurssicher wären ?!?!!?!?!?

Du hast es ja selber schon mit Fragezeichen versehen. Was hat die Gesellschaftsform mit Konkurssicherheit zu tun? Also m.E. ist das völliger Nonsens.

Gruß,
dp
12.06.2007, 08:24 von dunkelROOT
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Du kannst allenfalls eine Vorlassung zu Gunsten Dritter im Grundbuch eintragen lassen. Lass dich mal von einem Notar beraten!

dROOT
12.06.2007, 00:29 von zaunkoenig
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Hallo,

na da würde ich mich aber mal ranhalten und mich bei der Quelle des "Hörensagen" weiter informieren.
Die tolle und sichere Sparidee würde mich auch interessieren. Vor allem, weil damit meine vielen beruflichen Erfahrungen ad absurdum geführt würden.

Für eine GbR benötigt man mindestens zwei Personen.

Konkurs gibt es schon viele Jahre nicht mehr; dies nennt sich inzwischen Insolvenz.

Wenn Vermögen hin ist, dann ist es definitiv hin. Die Rechtsform der Vermögensverwaltung spielt dabei keine Rolle.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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