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15.05.2007, 08:15 von benny2Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Gibt es eine Fürsorgepflicht des Vermieters?
Mieter A ist schwerkrank und ruhebedürftig, wird aber ständig durch die lärmenden Heimwerkertätigkeiten, Gartenarbeiten etc. von Mieter B belästigt, welcher nicht bereit ist, Rücksicht zu nehmen. Und dies obwohl in der Hausordnung vermerkt ist: "bei schwerer Erkrankung eines Hausbewohners ist besondere Rücksichtnahme geboten".
Gibt es so etwas wie eine Fürsorgepflicht, wonach der Vermieter zugunsten von Mieter A eingreifen und Mieter B in seine Schranken weisen muss?
Oder kann der Vermieter sich einfach heraus halten? Muß er dann evtl. mit Schadenersatzsprüchen der Angehörigen von Mieter A rechnen, wenn sich dessen Gesundheitszustand verschlechtert?

Alle 13 Antworten
15.05.2007, 15:32 von frischebrise
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Hallo,

Zitat:
Gibt es so etwas wie eine Fürsorgepflicht, wonach der Vermieter zugunsten von Mieter A eingreifen und Mieter B in seine Schranken weisen muss?

Fuersorgepflicht eher nein, aber durch das GG hat VM eine Sozialpflichtigkeit die aus dem Eigentum resultiert.
Der Staat die Pflicht, dem VM das Eigentum zu schuetzen.

Der VM hat im Rahmen seiner Pflicht zum gedeihlichen Miteinander der M. beizutragen und evtl. Abhilfe sicherzustellen.

Dies jedoch nur im Rahmen seiner Verfuegungsmacht.
15.05.2007, 15:29 von maralena1970
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@ benny - ich frage mich, ob du dich häufig im ton vergreifst, wenn ich deine letzten beiträge so lese.... da kommt der gedanke auf, ob die reaktionen auch des hausverwalters nicht nur eine emotionale reaktion auf deinen ton sind?

ich unterstelle nix, sondern frage nur, ob das sein könnte.

auch das mit der mieterin und dem hundegebell "protokoll, tonbandaufnahmen, offizielle beschwerde etc."

hört sich so an, als obdu dich leicht aufregst und dann sehr impulsiv reagierst?

vielleicht musst du häufiger mal einfach mit den leuten reden und versuchen, die dinge in gütlicher einigung zu lösen?

Ist keine böse Unterstellung, nur ein Eindruck, der nicht unbedingt stimmen muss...

Und zaunkönig ist mit Sicherheit KEIN user, der andere anpöbelt und gesperrt wird - überdenke mal deinen ton so ganz im allgemeinen....

Gruß
Mara
15.05.2007, 15:23 von Cora
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Zitat:
Vielleicht ist aber auch Deinen Beitrag nur sehr dürftig!!


Das Schöne an diesem Forum ist ja, dass keine "abstrakten" Fälle kontruiert werden müssen, sondern man schreiben kann: "ich als Mieter, als Vermieter, Onkel, Tante...

Deswegen wäre es nicht schlecht zu wissen als was schreibt Benny nun: als Vermieter, Mieter, Angehöriger dieses Kranken oder einfach nur so...

Gruß
15.05.2007, 14:46 von johanni
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Hallo Benny,

Du stellst Fragen und bekommst nach meiner Meinung nach auch die richtigen und verständlichen Antworten.

Stimme uneingeschränkt Zaunkönig und Cora zu.

So wie Zaunkönig geschrieben hat, hättest Du diese Aussagen kostenpflichtig auch über einen Rechtsanwalt bekommen.

Worüber beschwerst Du Dich unangemessen?????

Vielleicht ist aber auch Deinen Beitrag nur sehr dürftig!!

Johanni
15.05.2007, 14:43 von Melanie
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man stelle sich mal ein 10 Parteienhaus vor.
Eine Partei ist krank.
Nun sollen 9 Parteien nur noch auf Sofa sitzen und Füße still halten nur weil eine Partei krank ist?
Gehts noch?
Erweiterung: Eine Partei arbeitet Nachtschicht - selbstverständlich dürfen die restlichen 9 Parteien adnn auch tagsüber nichts mehr machen, weil die eine Partei ja tags schlafen muß!
verrückte Vorstellung!
15.05.2007, 14:38 von Cora
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Zitat:
Diese sogenannte "Beklopptheit" betrifft vermutlich in erster Linie den Denunzianten selber und bei "Zaunkönig" wird es sich wohl um einen der typischen Arbeitslosen handeln, die den ganzen Tag im Internet rumhängen und Ihren Frust über das eigene Versagen dadurch abzureagieren versuchen, indem Sie seriöse Teilnehmer in Sachforen anpöbeln.


@benny

jetzt hast du dich aber ganz schön im Ton vergriffen, mein Lieber.
Zugegeben, es war etwas drastisch formuliert, aber im Grunde genommen hat er recht.

a) kann man einen solchen Passus der Rücksichtnahme zwar im MV aufnehmen, aber rechtlich wirksam ist dieser nicht

b) kann kein Mieter seinen Vermieter auf Schadenersatz verklagen, weil andere Mieter ihren normalen Arbeiten etc. nachgehen. Ist der Lärm unüblich bzw. findet zu unüblichen Zeiten statt, kann der Mieter die Miete mindern - das ist aber schon alles.

Auch wenn dir die Antwort "nicht in den Kram passt", ist sie trotzdem korrekt.

Gruß
15.05.2007, 14:34 von Melanie
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ach du kacke
15.05.2007, 14:30 von benny2
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Auf das Niveau von "Zaunkönig" werde ich mich sicherlich nicht gegeben. Wer Rücksichtnahme, in Form der Vermeidung unnötigen und mutwilliges Lärms, gegenüber einem
(Schwer)kranken als "bekloppt" bezeichnet, diskreditiert sich ja selber schon mehr als genug.
Diese sogenannte "Beklopptheit" betrifft vermutlich in erster Linie den Denunzianten selber und bei "Zaunkönig" wird es sich wohl um einen der typischen Arbeitslosen handeln, die den ganzen Tag im Internet rumhängen und Ihren Frust über das eigene Versagen dadurch abzureagieren versuchen, indem Sie seriöse Teilnehmer in Sachforen anpöbeln.
Mein Tipp an den Moderator: sperren, rausschmeissen, sonst laufen euch hier schnell die seriösen User weg und Ihr habt bald nur noch Chaoten hier.
ciao, Benny
15.05.2007, 13:53 von Cora
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Hallo

auch ich muss zaunkönig uneingeschränkt Recht geben.

Sicherlich ist es traurig wenn ein Mieter schwer krank ist, einen "Rücksichtsnahme-Passus" kann man jedoch im MV nicht aufnehmen und auch den anderen Mitmenschen nicht verbieten ihren Arbeiten nachzugehen, es sei denn, diese werden unnötig laut, zu falschen Zeiten etc. durchgeführt.

Gruß
15.05.2007, 13:45 von Senial
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Entgegen der Keule von Augendotsch, hilft meistens auch ein "vernünftiges" Gespräche mit den betroffenen Parteien.
Man sollte niemals eine Türe zumachen, wenn man da nochmal durchgehen muss.

Zum besagten Passus, kann ich Zaunkönig nur recht geben.

Gruß Senial
15.05.2007, 12:54 von Jutetuetchen
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Hallo Zaunkönig,

so denke ich auch !

LG
15.05.2007, 08:44 von zaunkoenig
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Hallo,

Zitat:
bei schwerer Erkrankung eines Hausbewohners ist besondere Rücksichtnahme geboten".


so langsam bin ich restlos davon überzeugt, dass es nur noch Bekloppte gibt. Jetzt weiß ich auch, warum ich vor Jahren aus Deutschland weg bin, und freue mich darauf wieder nach Hause gehen zu können, wenn ich mein Ding hier umgesetzt habe.
Und dies sage ich ohne Einschränkung.

Natürlich ist es bedauernswert, wenn jemand schwer erkrankt ist und Ruhe benötigt. Und es ist mit Sicherheit auch ein Akt der Rücksichtnahme und des Respekts, wenn man sich dann ein wenig zurücknimmt um seinem erkrankten Mitmenschen ein wenig Ruhe zu verschaffen.

Gesetzlich ist der Passus überhaupt nicht haltbar.

Jeder hat sich an die gesetzlichen Ruhezeiten zu halten. Weiterhin hat sich jeder an die Regeln der Lärmbelästigung zu halten, und unnötigen Lärm zu vermeiden. Immerhin kann dadurch der Straftatbestand der Körperverletzung erfüllt sein.

Aber bitte, wenn ich wirklich so krank bin und Ruhe benötige, dann habe ich als Erkrankter dafür Sorge zu tragen, dass ich die Ruhe auch habe und muss entsprechende Maßnahmen ergreifen. Denn es ist eine schlichte Unverschämtheit und purer Egoismus, von meinen Mitmenschen zu verlangen, dass sie nun in ihrem Alltagsumfeld so schalten und walten, dass nicht einmal mehr Alltagslärm entsteht.
Und gelegentliche Lärmbelästigungen, die durch Alltagstätigkeiten hervorgerufen werden, und auch schon mal notwendigerweise das normale Maß übersteigen, muss jeder hinnehmen.

Wem das nicht passt, der gehe in ein Sanatorium oder ein Krankenhaus. Dort gibt es Einschränkungen hinsichtlich der Lärmerzeugung. Aber Lärm ist da immer noch.
Empfiehlt sich noch die einsame Hütte im Wald, wenn der Specht, der Kuckuck, das Knarzen der Bäume im Wind, das Rauschen der Blätter etc. etc. nicht gleich zu laut sind.

Vermutlich kommen jetzt die ganzen Horrorstories vom Nachbarn, der absichtlich den ganzen Tag mit der Motorsäge die, mittlerweile nicht mehr vorhandenen Blümchen zerstückelt - etc.

Rücksichtnahme hört da auf, wo das Recht Anderer, insbesondere der Freiheit, eingeschränkt wird. Und zwar in dem Maße, das man umgekehrt Rücksichtnahme forern kann.

15.05.2007, 08:23 von Augenroll
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Der Vermieter ist verpflichtet den Mieter B auf die Einhaltung der Hausordnung (hier Ruhezeiten) hinzuweisen und ggf. abzumahnen.

Mieter A kann Miete mindern und privatrechtlich wegen Ruhestörung gegen Mieter B vorgehen (Anzeige der Ruhestörung).

Stets wird die besondere Situation von Mieter A berücksichtigt.

Die Mietminderung von Mieter A kann sich der Vermieter nach ignorierter Abmahnung von Mieter B ersetzen lassen (Schadensersatz).

Gegen Lärm helfen Ohrstöpsel, ich persönlich rege mich schon lange nicht mehr wegen Lärm auf, da mir meine Nerven dafür zu schade sind und man letztendlich gegen Windmühlen kämpft.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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