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24.11.2006, 14:04 von det11Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Geschichtchen
Und wieder mal eine kleine Geschichte:

Es war einmal ein Vermieter der vermietete im Mai 2003 ein Häuschen an ein Mitglied der ehemaligen Besatzungsmacht Bayerns und dessen deutsche Ehefrau.
Der Vermieter glaubte diesmal, alles richtig gemacht zu haben, hatte das Kautionssparbuch in der Hand und auch vorher eine Selbstauskunft ausfüllen lassen.
Er pflasterte den lieben Mietern noch die beiden Keller weil man da dann da doch viel besser feiern kann.....
Das Pärchen zog also ein und alle waren glücklich und zufrieden. Es begab sich dann schon nach zwei Monaten dass das Paar plötzlich zwei grosse Kampfhunde bei sich hatte und auch die Miete nicht pünktlich eintraf.
Natürlich mahnte der Vermieter die Mietzahlungsmoral ab und es stellte sich eine geringfügige Verbesserung ein, die Miete kam, wenn auch immer mit etwas Verspätung.
Die Jahre vergingen, der Ehemann mit den schönen Rastalocken ward plötzlich nicht mehr gesehen. In der Geschichte die ich hier erzähle, musste der Mann dann ins Gefängnis weil die militärische Polizei es gar nicht gern sah dass der Rastaman Auto fuhr ohne es angemeldet zu haben und das auch noch im promilleüberschreitenden Zustand bewegte.
Er ward also verschwunden........
Dennoch wurde die Miete bezahlt jedoch verwahrloste der Garten immer mehr und verwandelte sich in einen wunderschönen Wildpark voll mit verzauberten Schnecken, verwunschenen Brennnesslen und betörenden Tretminen. Bald war auch einer der Hunde verschwunden, die Gattin von Rasti erzählte den Nachbarn er musste eingeschläfert werden weil er so alt und krank war.
Der Vermieter jedoch blieb lieb und wollte sich nicht in die Lebensführung seiner lieblichsten Mieter einmischen.
Der Sommer ging, der Herbst nahte und im September bemerkte der Vermieter dass der Briefkasten seiner Mieterli überquoll und es nichts mehr hineinpasste.
Doch das Konto auf dem die Miete gewöhnlich eintraf musste plötzlich hungern. Und die Rastafrau ward wohl auch verschwunden.
Ein Besuch am Häuschen, an dem wie durch ein Zauber die Tür offen stand war nicht sehr angenehm: Es stank nach Ekel, viel Sperrmüll lag in den Gemächern und es gab nur noch kaltes Wasser obwohl der Boiler auf höchster Stufe aufgedreht war.
Der VM machte sich also daran und räumte die Ekelsachen aus dem Haus und füllte die Papiercontainer in der Nähe 1x ganz alleine voll. Auch der Flaschencontainer schnatterte vor Freude ob der vielen Weizenkornflaschen.
Von Außen sah das Häuschen noch recht bewohnt aus, es waren noch die Vorhänge an den Fenstern und die Blumen davor, die jedoch bereits verdorrt waren.
Vielleicht würde die Rastafrau doch noch hier wohnen? Doch bereits 5Tage später brachte der Postmann eine Nachricht, ein Brief traf ein, darin die Schlüssel ohne jeden weiteren Kommentar.
So wurde das Häuschen ausgemistet, aus dem Boiler 15Liter Kalk entfernt, der Kaltwasserzulauf freigebohrt und die Fäkalienstube wieder in eine Toilette verwandelt.
Und alle waren wieder glücklich und zufrieden.
Fast.
Denn in dem Keller, den der liebe Vermieter den lieben Mietern gepflastert hatte dass sie dort ungestört feiern können war auch noch zugemüllt. Und roch.
Vermieterfrau und Mann begannen also auch hier klar Schiff zu machen und bemerkten dann, dass sich an einer Stelle das Pflaster gesetzt hatte. Auch fielen den beiden einige Kerzen auf die um die Setzstelle herum aufgestellt waren.
Die Mieter, besser doch als asoziales Pack bezeichnet hatten wohl feste hier gefeiert.
Vermieter begann nun, das Pflaster zu entfernen und ein wirklich widerlicher Geruch schlug ihm entgegen. Ein Gedanke kam in ihm auf und wirklich, es zeigte sich ein Plastiksack in dem der alte und kranke Hund versteckt war und in seinen Säften vor sich hin verweste.....
Abends dann bekam der VM gar noch einen Anruf des Energieversorgers ob denn beim Ablesen des Zählers ein Missgeschick passiert wäre da der Verbrauch bei 23.000kWh gelegen hätte........
Auch ein Besuch eines Gerichtsvollziehers war aufschlussreich da das Asoziale Pack seine Heizölrechnung nicht beglichen hatte......
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24.11.2006, 23:16 von buba
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hi det11,
das sie ihn in einen plastiksack gesteckt haben, war aber nicht schön, ohne hätte er nicht so streng gerochen.
der geruch geht so schlecht aus der nase, da hilft auch kein domestos. wurden die mieter angezeigt?

24.11.2006, 19:26 von Sommer
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Unfaßbar - echt z.K....fehlen einem die Worte...
S.
24.11.2006, 16:22 von Manoli
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Das kann ja wohl alles gar nicht wahr sein. Ich (Mieterin) bin neu hier im Forum. Es hört sich für mich so an, als ob Sie schon oft so negative Erfahrungen gemacht haben. Da kommt man doch zwangsläufig zu dem Ergebnis: Gutheit ist Dummheit. Schrecklich, wenn Ihnen Ihre Großzügigkeit so gedankt wird. Wollt ich Ihnen nur als Trost rüberbringen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie bald nette Mieter finden und zur Ruhe kommen!

Viele Grüße von einer Mieterin, die sich einen netten Vermieter(in) wie Sie wünschen würde!
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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