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29.10.2007, 10:50 von giffiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Generalvollmacht vs. Erben bei Tod Mieters
Hallo alle zusammen!

Ich habe folgendes Problem:
Letzte Woche ist ein Mieter verstorben, welcher alleine in der Wohnung wohnte, und nun stehe ich da und bin mir nicht ganz sicher wer jetzt mein erster Ansprechpartner sein muss!
Ich weiß das der Mieter einen Generalbevollmächtigten hatte und die Vollmacht sich auch über den Tod hinaus erstreckt. Das Papier habe ich von Ihm angefordert aber noch nicht erhalten.
Auf der anderen Seite weiß ich auch das der Verstorbene 2 Töchter hat, die nach dem Gesetzt das Erbe antreten könnten (6 Wochen Frist und so...).
Da ich eine Einzugsermächtigung habe denke ich das ich auch weiterhin zu der Miete komme, aber mit wem mache ich die Wohnungsauflösung bzw. Kündigung der Wohnung? Muss ich auf die Erben warten oder kann das alles mit dem Generalbevollmächtigten geschehen?

Vielen Dank für Eure Antworten im Vorraus!!
Alle 18 Antworten
30.10.2007, 17:32 von Augenroll
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Zitat:
Im übrigen gibt es in Deutschland überhaupt kein Bankgeheimnis,

Hab ich doch gesagt, das Bankgeheimnis gilt nicht!!!
30.10.2007, 17:26 von stefan_nuernberg
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@AR

Bitte einfach ohne Ausflüchte meine Frage beantworten:

Auf welcher Rechtsgrundlage hin (§ ?) wird die Bank vom Gericht gezwungen, Auskunft über den Kontoinhaber zu erteilen???

Im übrigen gibt es in Deutschland überhaupt kein Bankgeheimnis, das ist nirgends verankert - genau hier liegt ja das Problem in Deutschland, darum gehen die Leute nach Luxemburg, Liechtenstein, Schweiz etc. etc., aber das geht natürlich bei Hartz IV und ALG nicht, die überweisen normal nicht auf Auslandskonten!

30.10.2007, 17:15 von Lilibeth
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Zitat:
Eine Einzugsermächtigung ist das sicherste für einen Verbraucher


mag ja sein . Aber nicht für die jenigen die diese mißbrauchen.

ausserdem wenn das Konto nicht gedeckt ist, bekommst Du auch keine Miete . Also ist es Pott wie Deckel !!
30.10.2007, 17:13 von Augenroll
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Zitat:
Auf welcher Rechtsgrundlage will das Gericht die Bank zwingen, Auskunft zu geben???



Erstens haben die Banken ein Interesse daran, dass Überweisungen sicher sind und von ihren Kunden auch so eingeschätzt werden.

Zweitens greift bei Straftatbeständen (auch bei vermuteten) das Bankgeheimnis nicht.

Wir sind hier ja schließlich nicht in Liechtenstein!!!

Sämtliche Unkosten sind natürlich von dem unberechtigt Bereicherten zu tragen!
30.10.2007, 16:54 von stefan_nuernberg
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@augenroll

einfach unqualifiziert und unrichtig!!!

Auf welcher Rechtsgrundlage will das Gericht die Bank zwingen, Auskunft zu geben???

Im Zivilprozess muss ich meine Beweise benennen, das Gericht hilft mir dabei überhaupt nicht!

Etwas anderes wäre es, wenn eine Straftat vorliegt, dann wird aber die Staatsanwaltschaft aktiv und nicht das Gericht!

Bitte um kurze Erklärung, wie das von Dir gemeint war???

30.10.2007, 16:49 von Augenroll
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Zitat:
und wie willst du da ran kommen?
Keine Bank gibt dir eine Adresse raus.



Die Bank wird vom Gericht gezwungen! Sämtliche Unkosten hat bei Weigerung natürlich der unrechtmäßig Begünstigte zu tragen.

Das Zurückholen bei leergeräumten Konto oder aus dem Ausland ist natürlich sehr schwer.
30.10.2007, 14:32 von giffi
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@chum Vielen dank für die Antwort!
Es sieht wohl so aus als wenn sich das ganze in Wohlgefallen auflöst! Ich habe gestern noch mit der Erbin gesprochen und wir sind auf einen, denke ich, guten Nenner gekommen...bzw. Auflösung und Renovierung (wobei das nicht im großem Umfang nötig sein wird)
Wenn alles glatt läuft, habe ich für Dezember schon einen Nachmieter und kann das Ganze zeitnah auflösen!

Ich halte euch über das weitere Geschehen auf dem Laufenden und würde gegebenfalls nochmal auf eure Hilfe zurückgreifen!
30.10.2007, 14:21 von Cora
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Zitat:
Stimmt nicht. Da der Empfangende ungerechtfertigt bereichert wäre, hat er das Geld zurückzuzahlen


und wie willst du da ran kommen?
Keine Bank gibt dir eine Adresse raus.
29.10.2007, 14:24 von Dernie
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@Musti100:

Janz jenau!!!! Datt wollte ich auch damit sagen.

Gruß,
Dernie
29.10.2007, 14:00 von Musti1000
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Zitat:
An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis an alle Mieter:

Geben Sie dem Vermieter oder auch anderen niemals eine Einzugsermächtigung. Sie könnte missbraucht werden.


An dieser Stelle dann aber auch ein wichtiger Hinweis an alle Vermieter:

Ziehe niemals Miete über eine Einzugsermächtigung ein - da der Mieter 6 Wochen die Möglichkeit, das Geld ohne Angabe von Gründen zurückbuchen zu lassen, können ganz schnell mal 2 - 3 Mieten, die man schon sicher auf dem Konto glaubte, wieder zurückgebucht werden.

Besser per Dauerauftrag überweisen lassen - was dann auf dem konto ankommt ist auch erst mal sicher!
29.10.2007, 12:57 von chum
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Sie sollten umgehend das zuständige Nachlaßgericht anschreiben, den Fall schildern, dass hohen Kosten auf Sie zukommen (u.a. Miete, Entrümpelung, evtl. Desinfektion...) und bitten - Anschriften von Erben mitzuteilen - bzw. einen Nachlaßpfleger einzusetzen.

Mein Musterbrief (in meinem Fall lag der Tote mehrere Wochen in der Wohnung);
"
Amtsgericht Ihrer Stadt
- Nachlaßgericht -

Strasse
PLZ Ort

Per Einschreiben
B/ra
Ermittlung von Erben bzw. Antrag auf Bestellung eines Nachlasspflegers
für: Ihr Mieter, Adresse der Wohnung des verstorbeben (geb. des Verstorbenen)

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Tod meines Mieters – Name – ist am tt.mm.2007 in der angemieteten Wohnung meines o.a. Mehrfamilienhauses – von Name des Polizisten oder wer den Toten abgeholt hat - festgestellt worden.

Ich bitte um schnellstmöglichen Bescheid ob dem Nachlaßgericht Erben bekannt sind und um Zusendung der entsprechenden Adressen.

Sollten keine Erben bekannt sein stelle ich – gem. § 1961 BGB - hiermit den Antrag das ein Nachlaßpfleger bestellt wird.

Durch das Ableben von Mietername entstehen mir Mietausfall, Kosten der Desinfizierung-/ Ausgasung-/ Entrümpelung-/ Sanierung der Wohnung, daher bitte ich um schnellstmögliche Bearbeitung. *

Folgende Unterlagen lege ich in Kopie bei, als Nachweis meines berechtigten Interesses;
a) 2 Seiten des Mietvertrages vom tt.mm.Jahr
b) 2 Seiten Kopie Grundbuchauszug als Eigentumsnachweis der Immobilie Strasse, PLZ Ort


Sie müssen dem Amtsgericht ein berechtigtes Interesse nachweisen, daher sollten Sie die genannten Anlagen mitsenden.
---------------------------------
Auf keinen Fall sollten Sie abwarten was passiert, sondern umgehend handeln.
Anmerkung * je nachdem was in Ihrem Fall zutrifft
---------------------------------
Einzugsermächtigung würde ich nie akzeptieren, ist mir ein zu hoher Aufwand und ich muss Angst bzgl. einer Rückbuchung durch den Mieter haben.
In Ihrem Fall;
solange nicht aufgekündigt würde ich weiter abbuchen.
29.10.2007, 12:33 von giffi
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Zitat:
In diesem Fall soll ja die Einzugsermächtigung vom Vermieter missbraucht werden um das Konto des Verstorbenen leerzuräumen. Sehr schäbig!



Also ich weiß ja nicht wer dir etwas getan hat, aber ich glaube das solche Anschuldigungen ja wohl vollkommen ungerechtfertigt sind! Außerdem hat das ja nichts mit unserem Thema in dieser Frage zu tun! In diesem Sinne bitte ich dich Anworten zum Thema zu geben mich nicht zu beleidigen!! dankeschön!
29.10.2007, 11:41 von Dernie
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Stimmt wohl! Bitte vor solchen Falschbehauptungen besser prüfen!!!

Klar müßte der das zurückzahlen. Wenn er es aber nicht tut, muß ich klagen.
29.10.2007, 11:39 von Augenroll
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Zitat:
Bei Online-Buchungen wird z.B. kein Empfängername überprüft!!!! Vertan? => Selber Schuld!


Stimmt nicht. Da der Empfangende ungerechtfertigt bereichert wäre, hat er das Geld zurückzuzahlen.

In diesem Fall soll ja die Einzugsermächtigung vom Vermieter missbraucht werden um das Konto des Verstorbenen leerzuräumen. Sehr schäbig!
29.10.2007, 11:33 von Dernie
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@AR:

An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis an alle Berufsdeppen:

Eine Einzugsermächtigung ist das sicherste für einen Verbraucher, da dieses das einzige Zahlungsmittel ist, welches von dem Belasteten problemlos und ohne Angabe von Gründen zurückgebucht werden kann.

Und davon habe ich schon einige Male Gebrauch gemacht, wie einige leidvoll erfahren haben..... .

Wenn man sich online mal vertippt, ist mal selber der Dumme und ist auf Gedeih und Verderb der Gutmütigkeit des Zahlungs-Empfängers ausgeliefert. Bei Online-Buchungen wird z.B. kein Empfängername überprüft!!!! Vertan? => Selber Schuld!

Gruß,
Dernie
29.10.2007, 11:22 von Augenroll
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Zitat:
Ich hoffe nur das die Einzugsermächtigung weiterhin bestehen bleibt....


An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis an alle Mieter:

Geben Sie dem Vermieter oder auch anderen niemals eine Einzugsermächtigung. Sie könnte missbraucht werden.

Die bessere Lösung ist, die Überweisungen stets aktuell zu erledigen, oder bestenfalls einen Dauerauftrag auszustellen.
29.10.2007, 11:16 von giffi
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Hallo Stefan,

danke für die schnelle Antwort, ich denke ich werde es auch so handhaben, Kündigung mit GV-Bevollmächtigtem durchführen (ist ja auch im Sinne der Erben...) und Auflösung dann mit den Rechtsnachfolgern aus dem Mietvertrag! Ich hoffe nur das die Einzugsermächtigung weiterhin bestehen bleibt.... aber das werde ich ja in 3 Tagen wissen!
29.10.2007, 11:05 von stefan_nuernberg
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Meines Erachtens musst Du warten, wer Erbe wird, denn nur der wird der Rechtsnachfolger des Mieters. Der Generalbevollmächtigte kann unter Vorlage seiner Vollmacht Willenserklärungen für den Vollmachtgeber abgeben (wenn er will), aber er wird nicht Rechtsnachfolger, tritt also nicht in die Verträge ein, dass sind nur die Erben. Soll bedeuten, wenn Du mit dem Bevollmächtigten vereinbarst, dass er den Mietvertrag kündigt, dann ist diese Rechtshandlung aufgrund der Vollmacht über den Tod hinaus gültig, aber der Bevollmächtigte ist nie Dein Mietpartner.

Schöne Grüsse aus dem Frankenland

Stefan
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