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12.07.2006, 18:22 von Esther12Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Gemeinschaftseigentum
Hallo, wir haben vor ein paar Tagen von der Hausverwaltungen die Aufforderung bekommen, die Holztüren vor der Balkontür wieder anzubringen. Daraufhin haben wir unseren Mieter gebeten, uns einen Termin zu nennen, wann wir die Türen, die im Keller stehen wieder anbringen können. Als unser Mieter einzog, standen diese Holztüren von der Vormieterin im Keller, wir haben ihn gefragt, ob wir die Türen wieder anbringen sollen, dies wollte er nicht. Ich habe es aber nicht schriftlich. Nun kam heute ein Schreiben vom Mieterverein mit folgendem Wortlaut:
Wir dürfen Sie darauf aufmerksam machen, daß unser Mitglied die Wohnung ohne diese angebrachten Holztüren übernommen hat, diese waren im Keller gelagert. Dies hatte mit Sicherheit auch seinen guten Grund, da die Anbringung der Holztüren dazu führt, daß die nutzbare Balkonfläche aufgrund der ungünstigen Konstruktion mimimalisiert wird.
Somit ist eine Anbringung der Holztüren hier nicht zumutbar und würde außerdem aufgrund der dan erhelblich eingeschränkten Balkonnutzbarkeit zu einem Anspruch auf Mietminderung seitens unseres Mitgliedes führen.
Die Anbringung wird folglich abgelehent, ein Anspruch im Zusammenhang mit einer notwendigen Instandhaltungsmaßnahme, welchem dem Schutz des Hauses dient, ist nicht ersichtlich.

Die Nachbarwohnung hat die gleiche Balkongröße und da sind die Türen dran. Außerdem wurde bei der Bewertung durch einen Sachverstädnigen, wegen Mieterhöhung, der Balkon nicht bewertet, da laut Aussage des Mieters dieser nicht nutzbar sei.

Was können wir tun?
Wir haben nur Scherereinen mit diesem Mieter, und wären auch bereit, eine Summe zu bezahlen, das er auszieht, hat jemand Erfahrung damit und welcher Betrag käme in Frage. Der Mieter ist ALGII Empfänger, einen Kündigungsgrund haben wir nicht, Miete kommt vom Amt pünktlich und Eigenbedarf können wir auch nicht anmelden.
Danke für die Antworten.
Gruß Esther
Alle 11 Antworten
17.07.2006, 15:24 von gafo
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Hallo Kittyhawk,

Zitat:
Teilen Sie dies schriftlich dem Mieter mit und das die Hausverwaltung Ihnen rechtliche Konsequenzen angedroht hat und falls der Mieter sich weigert, Sie den Mieter voll haftbar machen für resultierede Streitigkeiten....


oder

Zitat:
Hoffentlich haben Sie im MV erwähnt, dass es eine Eigentumswohnung ist - Sie sind dann an Beschlüsse der Gemeinschaft usw. gebunden


Das liest sich so, als müßten die Mieter die Tür nur einhängen, wenn im Mietvertrag steht, dass es sich um eine ETW handelt.

Zitat:
Wenn die Türen lange genug im Keller gelagert worden sind, kann man evtl. Rechte daraus herleiten.

-----

Da scheint mir auf die Nutrzbarkeit des Balkons einzugehen, doch einfacher und letzendlich sinnvoller.

Gruß
gaby
17.07.2006, 14:46 von kittyhawk
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Ersteinmal;
das Schreiben des Mietervereins interessiert nicht - Sie haben von der Hausverwaltung die Auflage bekommen die Türen anbrungen zu lassen. (Fenster usw. sind als Fassadenersatz zu verstehen)

Teilen Sie dies schriftlich dem Mieter mit und das die Hausverwaltung Ihnen rechtliche Konsequenzen angedroht hat und falls der Mieter sich weigert, Sie den Mieter voll haftbar machen für resultierede Streitigkeiten....
........................
Hoffentlich haben Sie im MV erwähnt, dass es eine Etagenwohnung ist - Sie sind dann an Beschlüsse der Gemeinschaft usw. gebunden auch wenn im MV nicht vereinbart bzw. nachträglich sich Änderungen ergeben haben.
........................
Ich persöhnlich antworte immer nur schriftlich dem Mieter, nicht dem Mieterverein. Schliesslich ist der Mieter mein Vertragspartner im MV.
..................

Seit wievielen Jahren liegen die Holztüren im Keller ? Wenn die Türen lange genug im Keller gelagert worden sind, kann man evtl. Rechte daraus herleiten.
Überigens; wenn dies nicht von der Hausverwaltung bemängelt wurde nach Abnahme der Türen ist es - leider Erfahrungsgemäß - immer ein missgünstiger Nachbar. ;-(
..................
Ich würde mich auf gar keinen Fall auf irgendwelchen "vorgeschobenen Mist" bzgl. Einschränkungen des Balkones einlassen. Wichtig ist; die Hausverwaltung hat die Auflage erteilt - wenn Sie dies Anerkennen (d.h. nicht aus der Luft gegriffen) muss es umgesetzt werden.

17.07.2006, 13:12 von gafo
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... viel interessanter wäre die Frage:

Wer hat das Sachverständigengutachten angefordert?
War es vieleicht der jetzige Mieter (mit Hilfe des Mietervereins ???), der sich gegen eine Mieterhöhung wehren wollte ????

Falls dem so ist, hat der Mieterverein mit seinem Schreiben im Grunde dem Mieter ins Knie geschossen -
17.07.2006, 12:15 von gafo
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Hallo Vermieterheini,

wenn ich Esther12 richtig verstanden habe, wurde ein Sachverständiger hinzugezogen, um die Möglichkeit einer Mieterhöhung zu klären. Der Sachverständige hat die Wohnung in mittlere bis gute Wohnqualität eingestuft. Preislich muss die Wohnung aber bereits in dem Bereich gelegen haben, da Esther12 schreibt, "zu einer höheren Einstufung 1 Punkt gefehlt". Der 2qm-Balkon wurde als nicht nutzbar bezeichnet.
Zitat:
Der Mieter hat als Mängel den Balkon als nicht nutzbar eingestuft.
Dies wird im Sachverständigengutachten auch sicherlich als Mieter-Mängel auftauchen.

Welche qm-Wohnfläche nun im Mietvertrag angegeben ist, ist meiner Meinung im Moment unwichtig. Natürlich steht es den Mietern frei ihre Mietwohnung nachzumessen, aber das hat doch nichts mit der Balkon-Holztür zu tun.

Zitat:
Als unser Mieter einzog, standen diese Holztüren von der Vormieterin im Keller, wir haben ihn gefragt, ob wir die Türen wieder anbringen sollen, dies wollte er nicht. Ich habe es aber nicht schriftlich.


Ob die Wohnung nun ohne oder mit Holz-Balkon-Tür übernommen wurde, spielt überhaupt keine Rolle mehr: Der Mieter hat den "Balkon" als nicht nutzbar bezeichnet. Und doppelt-nicht-nutzbar gibt es nicht.
Der Mieterverein hat die "Nutzbarkeit" in den Vordergrund gestellt und eine eventuell damit verbundene Mietminderung.

Ich würde dem Mieterverein so antworten. Ich würde es riskieren, dass der Mieterverein mit weiteren "Fragen" oder "Behauptungen" oder "Feststellungen" kommt. Ich würde sogar noch 'ne Frist drunter setzten, bezüglich Terminvereinbarung der Anbringung und auf eventuelle Kosten hinweisen, die dem Mieter bei Verweigerung der Anbringung entstehen. Der Mieterverein kocht auch nur mit Wasser und meint, dass bereits das 1. Schreiben abschreckt.

Warum soll Esther12 im Vorwege Fragen beantworten, die der Mieterverein noch gar nicht gestellt hat. Soll doch der Mieterverein erst mal kommen und dann ist die Frage, ob die Fragen des Mietervereins etwas mit der Sache zu tun haben.

Einschüchtern lassen - vom Mieterverein ???

Esther12 muss gegenüber der Eigentümergemeinschaft dafür sorgen, dass die Holz-Balkon-Tür eingehängt wird. Und das steht im Vordergrund!

Gruß
Gaby

16.07.2006, 21:15 von Vermieterheini1
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Nachdem die Forenbetreiber bzw. Moderatoren nicht gewillt sind Asoziale, wie Augenrolls, HaJos, usw. aus dem Forum zu schmeißen und all deren "Kotze" zu löschen müssen alle meine Beiträge unwiderbringlich gelöscht werden!
Ich kann diese Beiträge/Infos nicht wieder herstellen/einstellen!

Solange Asoziale, wie Augenrolls, HaJos, usw. im Forum sind, kann es keine Beiträge von mir geben.
16.07.2006, 21:03 von Vermieterheini1
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Nachdem die Forenbetreiber bzw. Moderatoren nicht gewillt sind Asoziale, wie Augenrolls, HaJos, usw. aus dem Forum zu schmeißen und all deren "Kotze" zu löschen müssen alle meine Beiträge unwiderbringlich gelöscht werden!
Ich kann diese Beiträge/Infos nicht wieder herstellen/einstellen!

Solange Asoziale, wie Augenrolls, HaJos, usw. im Forum sind, kann es keine Beiträge von mir geben.
14.07.2006, 13:16 von gafo
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Für alle, die es noch nicht wissen:

Zitat:
Der Mieter ist ALGII Empfänger,


..und die ARGE übernimmt die Jahresbeiträge bei den Mietervereinen gemäß Kooperationsvertrag !!!

Dann sollen die Mieterveine auch beschäftigt werden und auf Antwort-Schreiben der Vermieter antworten. Oder ???

Gruß
gaby

14.07.2006, 12:44 von gafo
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Hallo Karla (oder Esther),

bei dem Schreiben vom Mieterverein würde ich einen dicken Hals kriegen und auch entsprechend dem Mieterverein antworten:

"Unstrittig ist, dass die zur Fassade gehörenden Balkon-Holztüren derzeit im Keller lagern. Um eine vom Bauamt vorgegebene einheitliche Außenansicht der Fassade zu gewährleisten ist die Anbringung der Holztüren unumgänglich. Die Nutzbarkeit des vorhandenen Austrittes von 2 qm (hier: "Balkon") ist irrelevant, da ein Sachverständigengutachten ergeben hat, dass dieser Austritt nicht als "Balkon" zu bewerten ist, zumal die Nutzbarkeit von den derzeitigen Mietern auch ohne Holztüren nicht anerkannt wurde.
Bitte teilen Sie Ihren Mitgliedern mit, dass die Holztüren anzubringen sind und keine Mietminderungsgründe vorliegen."

... So. Und dann soll doch der Mieterverein erneut seine geistigen Ergüsse mitteilen.

Gruß
gaby
13.07.2006, 16:09 von Esther12
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Hallo Marie, wir haben letztes Jahr eine Mieterhöhung durchführen wollen, nach Mietenspiegel usw. Ein Sachverständiger hat die Wohnung begutachtet und die Wohnung in mittlere bis gute Qualität eingestuft, den Balkon von 2qm hat er nicht anerkannt, weil die Größe die Wohnqualität nicht erhöhen würde, ebenso hat er die Wasserzisterne und auch das Blockheizkraftwerk nicht bewertet, weil dies keine feste jährliche Ersparnis ist, sondern schwankt. Damit hat uns zu einer höheren Einstufung 1 Punkt gefehlt. Der Mieter hat als Mängel den Balkon als nicht nutzbar eingestuft.
Gruß Karla
13.07.2006, 04:42 von prinzregent
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Methode 1, unter der Hand anfragen, wiewiel Geld er braucht zum ausziehen. Das kann aber teuer werden, Umzug und so weiter. Kommt stark auf die Stadt an, denn die ARGE muss den Umzug genehmigen. In Berlin no problemo, aber in manchen Städten genehmigt die ARGE den Umzug gar nicht.

Methode 2 Die Miete hoch setzen. Bei der Arge telefonisch anfragen oder bei www.tacheles-sozialhilfe.de nachsehen, wie hoch in deiner Stadt die KdU, Kosten der Unterkunft, sein dürfen. Hochkomplizierte Wissenschaft, bei tacheles gibts dazu ne pdf Liste.
Tja, und wenn die Miete oberhalb von 20 % von den KdU ist, dann K A N N ( muss aber nicht ) es sein, dass die ARGE die Miete nicht mehr voll bezahlt. Aber die ersten 6 Monate werden immer bezahlt. Dann bekommt dein Mieter ein Finanzproblem. Anfangs zahlen die meist noch die wenigen 30 oder 40 Euros, aber oft tun die es eben nicht. Ei dann - auf Dauer - fehlen dem Mieter 2 Monatsmieten und dann, dann kannst du den unliebsamen Mieter per Räumungsklage raussetzen.

Methode 3 Verkauf die Eigentumswohnung und kauf statt dessen zu 12 Euro Telekom Aktien.

Viel Erfolg !

P.S. Und ich bin auch der Meinung, aussen an den Balkontüren das ist allein Vermietersache. Abmahnen. Und gerichtlich durchsetzen.
12.07.2006, 22:35 von MarieP
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Hallo

Nicht so einfach.
Aber die Holztüren gehören m.E. zur Fassade und die ist ihm nicht mitvermietet. Sodass hier sein Einspruch wackeln müsste.

Zitat:
Außerdem wurde bei der Bewertung durch einen Sachverstädnigen, wegen Mieterhöhung, der Balkon nicht bewertet, da laut Aussage des Mieters dieser nicht nutzbar sei.



Habt ihr eine Mieterhöhung gestartet?

Zitat:
hat jemand Erfahrung damit und welcher Betrag käme in Frage


dies ist aus der Ferne schwer zu beantworten.
Ihr solltet euch Gedanken machen welcher Betrag für euch tragbar ist. Vorsichtig anfragen, was dem Mieter vorschebt.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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Schreiben Sie uns!
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