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09.12.2007, 17:39 von gewitterwolkeProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Geerbtes Haus
Hallo an alle, wir brauchen ganz dringend Hilfe!

Vor 13 Jahren habe ich im Zuge der vorweggenommenen Erbfolge das Wohnhaus meiner Eltern übertragen bekommen. Dies wurde richtig mit Notarvertrag geregelt. Allerdings haben sich meine Eltern eine Klausel eintragen lassen, in der beide lebenslanges Wohnrecht haben. Ich habe allso nicht die Möglichkeit zu Ihren Lebzeiten in dem Haus zu wohnen, es zu vermieten oder zu verkaufen. Bisher war das auch für mich nicht von Interesse. Nun haben sich aber ein paar Dinge geändert. Meine Eltern haben sich getrennt. Mein "Vater" ist aus dem Wohnhaus ausgezogen und wohnt mit seiner Geliebten in einem einem anderen Haus. Meine Mutter wohnt nun alleine in einem 200 qm großen Einfamilienhaus mit 2500 qm Grundstück. Das eingetragen Wohnrecht meines "Vaters" besteht weiterhin und er lässt es nicht austragen. Bisher Hatte er auch alle anfallenden Kosten und Reperaturen am Haus übernommen. Nach seinem Auszug ist dies nicht mehr der Fall. Nun treten die ersten Mängel am und im Haus auf.
Wer ist nun für die anstehenden und nötigen Reperaturen zuständig?
Ich habe keinerlei Miteinnahmen aus dem mir gehörendem Haus (ich wohne selber mit meinen 3 Kindern und meinem Mann in einer Mietwohnung) und kann daher die Kosten nicht übernehmen. Mein "Vater" übernimmt diese Kosten nicht, da er "ja nicht mehr darinne wohnt" und meine Mutter kann es finanziell nicht tragen.
Was kann ich also tun? Irgendwann in absehbarer Zeit (da ja das Lebensende meiner Eltern näher rückt) werde ich in das Wohnhaus ja mal einziehen, und möchte aber dann nicht ein herunter gekommenes Haus vorfinden.

MfG Gewitterwolke
Alle 42 Antworten
09.01.2008, 12:45 von Melanie
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Adele, mach mal halblang!
Das Haus wurde doch nur "verschenkt" um dem Vater den A.... zu retten.
Und scheinbar hat Gewitterwolke die Kohle für IH nicht!
Wäre das Haus "normal" nach Ableben vererbt worden hätte GW vorher auch nix mit der IH zu tun!
Die Eltern sollen laut Notar fürs Wohnrecht Miete zahlen - wollen sie aber nicht.
Aber GW soll trotz finanziellen Problemen IH tragen?
Ist ja O.K. wenn er sie trägt - er ist ja auch der Eigentümer....jedoch bekommt er auch die vereinbarte Miete nicht!
Moralisch würde ich die Sache sehen wenn das Haus einfach so frühzeitig verschenkt wurde.....jedoch war der Schenkungsgrund ja nicht uneigennützig....
Vielleicht muß ich mich noch mal einlesen, aber so sehe ich es jetzt auf die Schnelle...

09.01.2008, 12:33 von ADele
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oh, oh, oh,
nun werde ich schnellstens mein Testament, das ich zwar mit notarieller Unterstützung gemacht habe überprüfen, damit nicht dasselbe Gewürgs entsteht.
Rechtlich ist es ok, aber familiär habe ich im Hinhblick auf diesen Thrread sicher nicht alles bedacht.

Viele Grüße
Adele

09.01.2008, 10:14 von Melanie
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Das Dach ist wohl das Wichtigste!
Also wie schon vorgeschlagen einen Kredit für die Reparatur des Dachs aufnehmen, und die monatliche Rückzahlungssumme des Kredits als Mietersatz verlangen...
Entweder durch 2 geteilt, also Hälfte von Mutter und Hälfte vom Vater, oder sogar durch 3 geteilt, Mutter, Vater und gewitterwolke je ein Drittel...
oder so ähnlich...
09.01.2008, 00:48 von spapi
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Hoppla, ich habe das Anfangsposting nochmal gelesen (langer Thread inzwischen) und das mit der gütlichen Einigung scheint doch nicht so einfach. Gab es überhaupt schon ein Gespräch? Wie ist es gelaufen?
Und warum steht "Vater" immer in ""? Suggeriert nicht wirklich ein harmonisches Verhältnis...

Wäre es nicht möglich, eine Hypothek zur Reparatur aufzunehmen und mit der (kleinen) Miete der Mutter (aus dem Unterhalt des Vaters finanziert) abzutragen? Bei einer Kreditsumme von €35.000 (also in etwa ein rundum renoviertes Dach) ist man geschätzt mit einer monatlichen Rate von €250-300 dabei. Das sollte doch zu stemmen sein?
09.01.2008, 00:38 von spapi
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Hallo,

soweit ich das verstehe, ist die Lösung einfach: Ehepartner in Trennung sind gegenseitig unterhaltspflichtig, d.h. deine Mutter nimmt sich einen Anwalt (oder beide zusammen einen, ist billiger) und lässt ausrechnen, wieviel er ihr zahlen muss. Es ist, soweit ich weiß (meine Eltern machen das Ganze seit 20 Jahren) genau Halbe-Halbe, d.h. der finanziell Stärkere muss dem finanziell Schwächeren soviel zahlen, dass beide gleich viel am Monatsanfang auf dem Konto haben. Ein Ehepartner kann sich (aus der Zugewinn- oder Gütergemeinschaft) nicht einfach aus dem Staub machen. Damit dürfte die Miete wieder stehen. Das ganze gilt natürlich nur, wenn sie auch verheiratet sind.

Hab ich was falsch verstanden oder wieso ist bis jetzt keiner darauf gekommen?

Die Lösung mit dem im Haus zusammenziehen klingt auch gut. Dein Vater hat zwar möglicherweise das Recht, wieder einzuziehen (alleine), aber wird er das wollen? Ein Gespräch würde helfen. Dein Vater wollte ja offensichtlich, dass Ihr das Haus bekommt, also wird er es nicht verfallen lassen wollen oder euch in den Ruin treiben. Er ist offensichtlich verknallt, aber das bedeutet nicht, dass er gleich seine Kinder vergessen hat.
07.01.2008, 08:29 von Augenroll
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Zitat:
Das ist Quatsch; dann wäre es ja keine Schenkung gewesen.

Abgesehen davon wurde ja im Schenkungsvertrag ausdrücklich etwas anderes vereinbart.




Es ist aber nicht Sinn einer Schenkung, sich dann vom Beschenkten abzocken zu lassen.

Ich sehe hier eigentlich nur groben Undank der Kinder (Erben).
11.12.2007, 12:05 von Mortinghale
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Phili,

Zitat:
Die "Miete" wurde jedoch bereits durch die Schenkung einer Immobilie entrichtet!


Das ist Quatsch; dann wäre es ja keine Schenkung gewesen.

Abgesehen davon wurde ja im Schenkungsvertrag ausdrücklich etwas anderes vereinbart.

11.12.2007, 09:19 von Sledge_Hammer
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OH,

Zitat:
Die "Miete" wurde jedoch bereits durch die Schenkung einer Immobilie entrichtet!



Hoffentlich nicht über dem Mietspiegel, machen Sie sich auf eine saftige Rückzahlung gefasst, haben Sie Verständnis für Ihre Mieter....
11.12.2007, 08:58 von Augenroll
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Zitat:
Bisher wurde Miete durch direkte Kostentragung (im abgekürzten Zahlungsweg) entrichtet.


Die "Miete" wurde jedoch bereits durch die Schenkung einer Immobilie entrichtet!
10.12.2007, 20:19 von Mortinghale
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Hi Zaunkoenig

Zitat:
Wohnrecht ist schlicht das Recht eine Immobilie abzuwohnen


Es gibt bestimmt einige User (teilweise namentlich bekannte), die diese Formulierung bejubeln werden.

Zitat:
Und auch dies wäre steuerlich zu erfassen und unterläge der Schenkungssteuer.


Da es laufenden Unterhaltscharakter hat, würde ich das etwas anders sehen.

Aber es wäre schon interessant zu wissen, wie das bei der seinerzeitigen Übertragung gelaufen ist.
Die Vereinbarung einer Miete hat die Sache aus Schenkungssteuersicht unnötig teuer gemacht.

10.12.2007, 19:37 von zaunkoenig
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Hallo (Hände über dem Kopf zusammenschlagend mit selbigen mehrmals auf die Tischkante donnernd und verwirrte Blicke in die Runde werfend).

Es gibt eine Lösung und die ist im Prinzip recht einfach und Bedarf lediglich ein wenig der Opferung von Zeit.

Vorab aber mal zur Aufklärung des Verhältnisses von Wohnrecht und Nießbrauch:

Wohnrecht ist schlicht das Recht eine Immobilie abzuwohnen. Das kann gegen Entgelt (Miete) oder unentgeltlich erfolgen.
Damit sind die Berechtigten nichts anderes als Mieter.

Nießbrauch ist darüberhinaus auch die Fruchtziehung an der Immobilie. Der Nießbraucher ist also wirtschaftlicher Eigentümer und berechtigt selbst zu vermieten / verpachten und darf den Ertrag (Fruchtziehung) selbst verwenden.
Da er aber nur wirtschaftlicher Eigentümer ist, muss er sich verhalten wie ein Mieter und hat, mangels zivilrechtlichem Eigentum, kein Verwendungsrecht (oder anders ausgedrückt: kein Veräußerungs- oder Änderungsrecht an der Immobilie).

Nur zur möglichen Lösung (bitte, bitte nie wieder das Wort "Endlösung" benutzen!!)

Das Zauberwort heißt "Scheidung" und "Ehegattenunterhalt".

Grundsätzlich kann der Vater auf sein Wohnrecht bestehen. Er muss es nicht aktiv ausüben, könnte also die Immobilie leer stehen lassen. Allerdings macht es für ihn nicht unbedingt Sinn, das Wohnrecht weiterhin inne zu halten, mal abgesehen von den vermögensrechtlichen Auseinandersetzungsfolgen (Vermögens- und Versorgungsausgleich unter Ehegatten).

Wird der Antrag auf Scheidung gestellt und die Ehe geschieden, kommt es zwangsläufig auch zum Vermögensausgleich. Da der Vater ausgezogen ist und wohl der vermögende Teil sowie Einkünfteerzieler der Familie ist, hat die Mutter die schwächere, schützenswerte Position inne. Insoweit dürfte ihr, im Fall der Fälle auch das alleinige Wohnrecht zugesprochen werden und der Vater erhält im Rahmen des privaten Vermögensausgleich andere Werte.

Problematisch wird allerdings die Tatsache, dass hier ein entgeltliches Wohnrecht vorliegt.
Du, als zivilrechtlicher Eigentümer, hast einen Anspruch auf die vereinbarte Miete. Darum kommt keiner der beiden Eltern herum, also auch nicht der Vater, selbst wenn er nicht mehr im Haus wohnt (zumindest solange zivilrechtlich nichts anderes vereinbart ist, s.o.).
Der Anspruch besteht also auch für die Zukunft, weiterhin auf Lebenszeit des/der Berechtigten. Der Vater ist also zahlungspflichtig.

Wohnrechte haben den großen Vorteil, dass man sie abkaufen kann. Der Wert richtet sich dann nach der ortsüblichen Miete und dem Erreichbaren Lebensalter nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Männer = 76 Jahre, Frauen = 82 Jahre) des Berechtigten.
Den Ablösewert könnte man kreditfinanzieren und mit einem Grundbucheintrag auf das Haus rückdecken.
Der Ablösewert lässt sich sogar steuerlich berücksichtigen.

Apropos Steuern:
Vereinbart ist ein entgeltliches Wohnrecht. Die Miete wäre also zu verlangen. Ob die Miete als solches oder durch Übernahme von Unterhaltungsaufwenudngen geleistet wird, ist schlicht egal. Die Einnahmen wären anzugeben, Werbungskosten könnten im Gegenzug geltend gemacht werden, so auch vorzunehmende Erhaltungsaufwendungen.
Bei Unengeltlichkeit geht dies nicht, da dem Aufwand kein Ertrag entgegensteht und es insgesamt an der Überschusserzielungsbsicht mangelt.

Wird auf ein vertragliches Recht (Miete) verzichtet, dann ist dies strenggenommen eine Schenkung. Hier würde es also eine Rückschenkung an die Eltern geben. Und auch dies wäre steuerlich zu erfassen und unterläge der Schenkungssteuer.

Fazit:
Deine Situation ist nicht zu beneiden. Entweder finden die Eltern schnellstmöglich eine einvernehmliche Lösung und der Vater verzichtet, wie auch immer, auf sein Wohnrecht, oder aber es findet sich eine Lösung hinsichtlich des Unterhalts eines "Mehrgenerationenhauses".
Verkauf ist grundsätzlich möglich, allerdings wird sich wohl kaum ein Käufer finden lassen, obwohl es ja die Möglichkeit des Ankaufs des Wohnrechts gäbe.

10.12.2007, 18:02 von Mortinghale
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Ein Wohnrecht begründet in erster Linie das Recht, bestimmte Räume zu bewohnen, aber nicht, sie umsonst zu bewohnen.

Zitat:
Im Notarvertrag steht:
Das Wohnrecht erfolgt gegen Entrichtung eines ortsüblichen Mietpreis.


Damit ist doch alles klar.

Bisher wurde Miete durch direkte Kostentragung (im abgekürzten Zahlungsweg) entrichtet.
Wenn ab jetzt die Kosten nicht mehr direkt bezahlt werden, muß eben laufend Miete entrichtet werden.

Ob der Vater in dem Haus wohnt oder nicht, ist vollkommen irrelevant.

Geht gemeinsam zum Anwalt und laßt Euch die rechtliche Situation genau darlegen und trefft eine einvernehmliche Regelung.
Ansonsten werdet Ihr alle noch schlimm vor Gericht landen.

10.12.2007, 17:44 von Jim
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Was heißt hier auf einmal: Nießbrauch? Gestern hatten wir noch von Wohnungsrecht gesprochen - was übrigens hinsichtlich der rechtlichen Folgen keinen Unterschied macht.

Zitat:
§ 1093 Abs. 1 Satz 1 BGB:

"Als beschränkte persönliche Dienstbarkeit kann auch das Recht bestellt werden, ein Gebäude oder einen Teil eines Gebäudes unter Ausschluss des Eigentümers als Wohnung zu benutzen."


Wenn ihm die Nutzung des Hauses also lt. Grundbuch auf Grund des Wohnungsrechts sowieso zusteht - warum sollte er dann auch noch dafür bezahlen? Und warum sollte man ihn obendrein auch noch zur Zahlung zwingen können?
10.12.2007, 17:41 von Augenroll
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Zitat:
Meine Mutter kann es nicht zahlen (Renterin)


Klingt sehr unglaubwürdig, denn Millionen andere Rentner sind auch gezwungen von ihrer mageren Rente sehr viel Miete zu zahlen. Und schaffen das auch! Müssen das schaffen!

Zitat:
mein "Vater" sagt er zahlt nicht, da er nicht darin wohnt.


Ihr Vater hat doch gar keinen MV, warum sollte er denn Miete zahlen??

Er nimmt lediglich momentan sein Wohnrecht nicht wahr.
10.12.2007, 17:36 von gewitterwolke
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Das Thema Mietvertrag habe ich mit beiden getrennt schon besprochen.
Meine Mutter kann es nicht zahlen (Renterin) und mein "Vater" sagt er zahlt nicht, da er nicht darin wohnt.
Kann er nicht aufgrund des noch eingetragenen Nissbrauches nicht doch zur Zahlung herangezogen werden?
10.12.2007, 13:50 von cavalier
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Hallo cora,

Zitat:
wenn vereinbart wurde einen MV zu machen, was ich schon etwas absurd finde, hätte man das auch machen sollen.

Hier wäre es besser gewesen wenn man gleich im Schenkungsvertrag einen Mietzins festgelegt hätte den die Eltern zu zahlen haben. Denn hätte gewitterwolke die Mieteinnahmen für die Instandhaltung einsetzen können. Diese hätte sie denn auch noch steuerlich geltend machen können.

Ich denke mal, dass dafür auch die Vermietung an die Eltern im Schenkungsvertrag vereinbart wurde.

Wie schon zuvor erwähnt, würde ich mit beiden Elternteile ein klärendes Gespräch führen. Wenn beide nicht einsichtig sind, bestehe auf den vereinbarten Mietvertrag.

Entscheidend ist in diesem Zusammenhang auch die eventuelle Belastung auf dem Grundbesitz. Sollte das Haus noch belastet sein (evtl. noch zu einem großen Teil), würde ich auf die Schenkung verzichten.

10.12.2007, 13:34 von Cora
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Hallo

wenn vereinbart wurde einen MV zu machen, was ich schon etwas absurd finde, hätte man das auch machen sollen.

Besser wäre natürlich gewesen eine Vereinbarung zu treffen:
so lange die Eltern das Wohnrecht nutzen kommen sie für die Instandhaltung des Hauses auf.

Hier hilft m.E. auch nur ein Gespräch unter Erwachsenen und eine klare Linie deinerseits: wenn du die Instandhaltung nicht übernehmen kannst oder willst, klipp und klar sagen, dass wenn dein Vater sich nun total "raus hält", du das Haus entweder zurück gibst oder verkaufen würdest. Da sich ein Haus mit Wohnrecht schlecht verkaufen lässt, wird das ein Schuss der nach hinten los geht.

Und zwar für alle.

10.12.2007, 13:22 von johanni
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Zitat:
Rede mit deinem Vater darüber und frege Ihn ob es sein Wille ist, dass alles drauf geht.
Ich schätze das Haus wird zum Hebelinstrument einer Beziehungskiste deiner Eltern und Du sitzt zwischen den Stühlen.


Sehe ich genau so!

Schaffe Fakten, mache Deinem Vater klar, wie die Lage ist.
Leider ist es oftmals so, wenn die "Männer" in die Jahre kommen!! Am besten lotest Du schon mal den Verkehrswert der Immobilie aus. Vielleicht ist Deine Mutter sogar froh, wenn das Haus verkauft wird. Vielleicht wäre dann für sie sogar ein Umzug in eine Seniorenanlage gar nict mehr abwegig!

Johanni
10.12.2007, 12:10 von Musti1000
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@ augen(t)roll

... wer lesen kann ist klar im Vorteil!!!

Sieh Dir mal das Thema an - dann weißt Du wer hier der Troll ist.

Zitat:
Thema: Geerbtes Haus
10.12.2007, 10:15 von Augenroll
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Zitat:
die auch wegen "groben Undank" ggfs. rückgängig gemacht werden könnte


Das würde ich den Eltern auch dringend raten!

Zitat:
Zur Zeit hat noch niemand etwas geerbt; die Eltern leben schließlich noch.


Habe ich auch nicht behauptet, das habe hier nur die üblichen Trolle wie Musti wieder reininterpretiert um zu provozieren.
10.12.2007, 10:14 von Mortinghale
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Zur Zeit hat noch niemand etwas geerbt; die Eltern leben schließlich noch.

Hier handelt es sich um eine Schenkung (die auch wegen "groben Undank" ggfs. rückgängig gemacht werden könnte).

10.12.2007, 09:15 von Musti1000
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Zitat:
Auch führe ich sämtlichen Schriftverkehr und die gerichtlichen Auseinandersetzungen mit ihrem Vermieter und Behörden.


... wer einen Mieter wie augen(t)roll hat braucht keine Feinde mehr!

War doch klar, das er als Forumstroll sofort auf diesen Thread aufspringt - steht ja schließlich das Wörtchen geerbt im Text.

Also lass Dich von ihm nicht anmachen - alle die etwas geerbt haben (und für ihn sind das alle Vermieter...) versucht er nieder zu machen!
10.12.2007, 09:09 von Augenroll
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Zitat:
Ich habe meine Eltern nicht darum gebeten, mir das Haus zu überschreiben.


Ohne Ihre (völlig freiwillige) Einwilligung wäre das jedoch nicht möglich gewesen. Außerdem hätte es wohl ausgereicht, das Vermögen auf die Ehefrau zu übertragen.

Zitat:
Warum findest Du mein Verhalten undankbar?


Weil Sie trotz aller Querelen wohl nicht dafür sorgen wollen, dass es Ihre Mutter trocken hat. Ich hätte zumindest erwartet, dass Sie das Dach (notdürftig) reparieren, notfalls ohne weitere Gegenleistung.

Sie hätten die Möglichkeit, beim Grundbuchamt die Aufgabe des Eigentums zu erklären: BGB §928

10.12.2007, 09:05 von prinzregent
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Zitat:
Wer ist nun für die anstehenden und nötigen Reperaturen zuständig?


Du hast also ein Haus geschenkt bekommen. Dein Vater und deine Mutter haben Niessbrauch .

Schau mal unter http://de.wikipedia.org

Dajetzt ein jahrzehntelanger Streit vor dir liegt rate ich dir eine Zwangsversteigerung anzustrengen ... Lieber ein schnelles Ende als ein endloser Krieg ...

Besser fuer die Nerven ...

Zitat:
Im Notarvertrag steht:
Das Wohnrecht erfolgt gegen Entrichtung eines ortsüblichen Mietpreis. Auf den Abschluß eines Mietvertrages wurde hingewiesen.


Ja was nu ? Dann bist du also Hausbesitzer und hast keinen Mietvertrag gemacht ? Ei dann aber los, Mietvertrag machen und Miete abkassieren. Und - als Hausbesitzer MUST du das Dach machen, ist deine Sache. Dafuer hast du die Kiste ja auch geschenkt bekommen.

Hm, das war ein schlechtes Geschaeft was du da gemacht hast.

... einfach reinregnen lassen und ab und zu billig reparieren lassen, so haben die das in der DDR gemacht ... reicht auch ;-)

Zitat:
Sie hätten die Möglichkeit, beim Grundbuchamt die Aufgabe des Eigentums zu erklären: BGB §928


In der Tat, das solltest du dir durchrechnen. Aber das wuerde deine Mama wohl ins Grab bringen ...

Ironie an: Schenk das Haus einfach deinem Vater oder dem Augenroll ! Ironie aus:
10.12.2007, 08:58 von gewitterwolke
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Warum findest Du mein Verhalten undankbar?
Dem ganzen sei noch hinzu zu fügen: Ich habe meine Eltern nicht darum gebeten, mir das Haus zu überschreiben. Dies hat mein "Vater" damals enschieden, damit es während einer finanziellen Krise (Er ist selbsständig!) gesichert ist und er seinen Wohnsitz behalten kann. Und da ich damals meinem "Vater" noch gutgläubig vertraut habe, habe ich mich damit einverstanden erklärt. Nun sitze ich zwischen meinen Eltern und muß für mich und meine eigene Familie einen erträglichen Weg finden.
10.12.2007, 08:46 von Augenroll
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Ich finde Gewitterwolkes Verhalten extrem undankbar.

Wir halten es in der Familie anders: Ich z.B. sorge ohne Gegenleistung dafür, dass meine Mutters Wohnung trocken, warm und renoviert ist! Auch führe ich sämtlichen Schriftverkehr und die gerichtlichen Auseinandersetzungen mit ihrem Vermieter und Behörden. ohne Gegenleistung! Das ist für mich selbstverständlich! Auch werde ich nichts Erben, ich unterstütze Sie jedoch trotzdem! Und ich fühle mich gut dabei und kann beruhigt in den Spiegel schauen.
09.12.2007, 21:19 von nass01
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Rede mit deinem Vater darüber und frege Ihn ob es sein Wille ist, dass alles drauf geht.
Ich schätze das Haus wird zum Hebelinstrument einer Beziehungskiste deiner Eltern und Du sitzt zwischen den Stühlen.

Bitte deine Eltern zu einem gemeinsamen Dreiergespräch und sage, das Du mit dem Haus nicht untergehen möchtest und es deshalb zurückgeben möchtest, für die Entscheidung gibst Du 2 Wochen Zeit, mach auch klar, dass Du das Haus sonst für einen Spottpreis verkaufen wirst.

Ich schätze, selbst beim Ableben deiner Eltern wirst Du das Haus auch nicht finanziell halten können, also muss eine Endlösung her.
09.12.2007, 21:17 von gewitterwolke
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Nein, in das Haus mit einziehen kann und will ich nicht.
Immerhin würden dann 5 Personen dazu kommen. Desweiteren ist das Haus so ungünstig gebaut, das es auch nicht ginge - eine Trennung zwischen uns und meiner Muter zu erreichen. Zumal sind die Probleme und Schwierigkeiten vorprogrammiert.
Desweiteren ist nicht geklärt, was kann mein "Vater" mit seinem bestehenden lebenslangem Wohnrecht machen?
Die Idee das Erbe auszuschlagen kam mir zum Zeitpunkt der Übertragung leider nicht. Und zum damaligen Zeitpunkt war auch noch nicht davon auszugehen, wie die Dinge sich einmal entwickeln werden. Wenn alles so weiter gelaufen wäre, wie die letzten 13 Jahre, hätte ich damit auch kein Problem gehabt. Aber erst nach Trennung meiner Eltern kamen diese ganzen Schwierigkeiten für mich. Ich habe mir das nicht ausgesucht und muß nun dafür eine Lösung finden!
09.12.2007, 20:30 von Lilibeth
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Zitat:
Desweiteren findet sie es absurt, das ich als Tochter von ihr Miete verlange, obwohl sie das Haus mit aufgebaut hat.



sorry , aber ich auch

Wieso hast Du nicht das vorzeitige Erbe ausgeschlagen , wenn Du doch óffensichtlich nicht bereit bist das Haus i.O. zu halten ??

Gib es ihr ganz einfach zurück , dann bist Du alle Sorgen los !!

Du bekommst was geschenkt wo viele ander ihr Leben lang für arbeiten müssen und dann soll Deine Mutter Dir Miete zahlen .

Auf meine Frage ob es nicht geht das Du mit in dem Haus ziehst , darauf bist Du nicht ein gegangen !!
09.12.2007, 20:28 von Mortinghale
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Nun ja,

Du hast anscheinend ein Haus "für lau" bekommen.
Da könnte man schon ein paar Euro springen lassen.

Rechtlich gesehen, bist Du ohnehin, bei "Mieterstellung" der Eltern, dafür zuständig.

09.12.2007, 20:21 von gewitterwolke
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Interessant zu wissen wäre ob das lebenslange Wohnrecht ein kostenloses ist oder ob vereinbart wurde, dass die Wohnberechtigten irgendwelche Zahlungen/Rep. übernehmen müssen.

Im Notarvertrag steht:
Das Wohnrecht erfolgt gegen Entrichtung eines ortsüblichen Mietpreis. Auf den Abschluß eines Mietvertrages wurde hingewiesen.

Dieses ist aber bisher nicht gemacht worden, da ja mein "Vater" bisher alle anfallenden Kosten und Reparaturen übernahm. Mit Ihm, Denke ich, brauch ich auch darüber nicht zu reden, da er ja ausgezogen ist (Adressmäßig hat er sich aber nicht umgemeldet). Mit meiner Mutter habe ich dieses bereits angesprochen, aber ich bekomme zur Antwort, das sie dieses nicht zzahlen könne. Kann sie von ihrem Noch-Mann nicht dahingehend mehr Unterhalt verlangen? Desweiteren findet sie es absurt, das ich als Tochter von ihr Miete verlange, obwohl sie das Haus mit aufgebaut hat.
09.12.2007, 20:09 von Jim
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Zitat:
irgendwie argumentiert Ihr hier, als wenn "Nießbrauch" und "Wohnrecht" dasselbe wären.


Vom Begriff her ist natürlich ein Unterschied. Aber da gem. § 1093 Abs. 1 Satz 2 BGB die Vorschriften über den Nießbrauch (hier: § 1041 BGB) auf das Wohnungsrecht Anwendung finden, bleibt von diesem Unterschied nichts mehr übrig.
09.12.2007, 20:04 von Cora
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Zitat:
irgendwie argumentiert Ihr hier, als wenn "Nießbrauch" und "Wohnrecht" dasselbe wären.


hast ja Recht, ist wirklich nicht dasselbe.
Tschuldigung.

Aber ein Verkauf, wenn er denn möglich wäre, ist mit einem lebenslangen Wohnrecht auch schlecht durchführbar.

Reparatur vom Dach ist keine Schönheitsreparatur, sondern Instandhaltung.

Interessant zu wissen wäre ob das lebenslange Wohnrecht ein kostenloses ist oder ob vereinbart wurde, dass die Wohnberechtigten irgendwelche Zahlungen/Rep. übernehmen müssen.
Und ob für den Fall der Fälle, dass 1 Person übrig bleibt, und diese den Unterhalt des Hauses nicht mehr aus eigenen Mitteln bestreiten kann, auch was geregelt wurde.

Falls nicht, sieht es m.E. schlecht für dich aus.
09.12.2007, 19:58 von gewitterwolke
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Hallo Jim,
was bedeutet "Schönheitsreparaturen" ?
In dem jetzigen Fall geht es um ein feuchtes Dach (Schiefergedecktes Dach) wo Schallung und Sparren schon durchfeuchtet sind. Dies ist durch einen Fachmann instand zu setzen. Wenn ich jetzt diese Reparatur in Auftrag gebe, muß ich ihn auch bezahlen, da Mein "Vater" diesenn Schaden nicht bemerkt und einen Auftrag erteilt. Meine Mutter wiederrum weiß davon, macht aber nichts.
09.12.2007, 19:49 von Mortinghale
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Leute,

irgendwie argumentiert Ihr hier, als wenn "Nießbrauch" und "Wohnrecht" dasselbe wären.

09.12.2007, 19:29 von Cora
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Hallo

alles relevante haben meine Vorschreiber ja schon ausgeführt.
Du, als Eigentümer, bist für das Haus und evtl. Reparaturen verantwortlich. Gut wäre bei lebenslangem Wohnrecht immer wenn man noch eine zusätzliche Klausel für diesen Fall vereinbart hätte, denn so hast du keinen Nutzen sondern nur Kosten.

Und ein 200 qm großes Haus zu unterhalten, rein von den Nebenkosten her, bedingt ja auch ein nettes Sümmchen.

Für mich würde sich die Frage stellen:

wäre die Mutter bereit sich mit einem kleineren Teil des Hauses zufrieden zu geben, so dass die Tochter mit Familie einziehen kann?

Das nächste Problem käme dann jedoch, wenn der Vater sich von der neuen Frau trennt und wieder zurückziehen will.

Eine echt vertrackte Situation.

Verkaufen kann man ein Haus mit Nießbrauchrecht eigentlich nicht besonders gut, denn man hat ja nur Kosten und keine Einnahmen.

Obwohl andererseits lebenslanges Wohnrecht nicht bedeuten muss, dass die Nießbrauchnehmer auch kostenlos wohnen und der Eigentümer auch für die Nebenkosten verantwortlich ist.

Wenn es so sein sollte, dass die Eltern die NK tragen müssen, würde ich meinem Vater gehörig auf die Füsse steigen, denn er hat - wenn er sich nicht scheiden lässt für seine Frau zu sorgen.
09.12.2007, 19:03 von cavalier
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Zitat:
Dürfen dürfte sie nämlich schon.

Mit Zustimmung des Nießbraucher, wenn der verzichtet.

Zitat:
Die Anfrage der @gewitterwolke verstehe ich aber so, als gingen die notwendigen Maßnahmen bereits über dieses Maß hinaus.

Kann ich nicht daraus lesen.

Der Nießbraucher hat für die Erhaltung der Sache in ihrem wirtschaftlichen Bestand zu sorgen. Ausbesserungen und Erneuerungen liegen ihm nur insoweit ob, als sie zu der gewöhnlichen Unterhaltung der Sache gehören.

09.12.2007, 19:01 von Lilibeth
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Zitat:
Und dass sie nicht verkaufen kann, ist eine rein tatsächliche, aber keine rechtliche Frage. Dürfen dürfte sie nämlich schon.


und das ist für mich ein Grund zu meinen Lebzeiten meinen Kindern mein Haus nicht zu überschreiben !!

Auch wenn man Wohnrecht hat auf lebzeiten , kann das Haus veräussert werden , wenn sich ein Käufer findet der die Mutter mit übernimmt.

Aber der Gedanke das ich mit fremden Leuten unter dem Dach leben müsste was einmal mir zu gehört hat und ich für gebrasselt habe -unerträglich .

Noch schlimmer wenn die Tochter sich von diesem Geld ein schönes Leben macht und alles verprasselt
09.12.2007, 18:52 von Jim
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Zitat:
Zitat:
Ihr Vater ist aus rechtlichen Gründen nicht zur Vornahme der Reparaturen verpflichtet

Wie kommen sie denn darauf?


§ 1093 Abs. 1 i.V.m. § 1041 Satz 2 BGB verpflichtet ihn allenfalls zu Schönheitsreparaturen ("gewöhnliche Unterhaltung der Sache").
Die Anfrage der @gewitterwolke verstehe ich aber so, als gingen die notwendigen Maßnahmen bereits über dieses Maß hinaus.

Und dass sie nicht verkaufen kann, ist eine rein tatsächliche, aber keine rechtliche Frage. Dürfen dürfte sie nämlich schon.
09.12.2007, 18:25 von Lilibeth
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besteht denn nicht die Möglichkeit um- oder anzubauen , damit ihr alle zusammen in dem Haus wohnen könnt ??

an Stelle Miete zu zahlen würde ich lieber in meinem Eigentum investieren .Du ziehst doch sowieso irgendwann mal dort ein ??
09.12.2007, 18:18 von cavalier
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Hallo Jim,

Zitat:
Ihr Vater ist aus rechtlichen Gründen nicht zur Vornahme der Reparaturen verpflichtet

Wie kommen sie denn darauf?

Zitat:
bliebe als Ausweg nur, sich von dem Haus wieder zu trennen. Wenn Sie keinen Käufer finden,

gewitterwolke kann doch nicht verkaufen.
09.12.2007, 17:52 von Jim
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So bedauerlich das ist, aber das wird Ihnen wohl nicht erspart bleiben.

Ihr Vater ist aus rechtlichen Gründen nicht zur Vornahme der Reparaturen verpflichtet, denn ihm gehört das Haus ja nicht mehr. Und bei der seinerzeitigen Vereinbarung des Wohnrechts wird er wohl auch kaum zu so etwas vertraglich verpflichtet worden sein.
Dasselbe gilt für Ihre Mutter, abgesehen davon, dass die es sich nicht leisten kann.

Ihnen als Eigentümer obliegt allerdings die Instandhaltung Ihres Eigentums. Natürlich kann Sie allein dazu niemand zwingen, Sie könnten Ihr Haus auch vergammeln lassen. Wenn Sie aber dadurch das Ihren Eltern eingeräumte Wohnrecht gefährden, weil man das Objekt irgendwann nicht mehr Haus, sondern nur noch Ruine nennen kann, machen Sie sich schadenersatzpflichtig - und zwar sowohl gegenüber der Mutter, als auch gegenüber dem Vater, obwohl der dort gar nicht mehr wohnt, aber dies jederzeit aufgrund seiner Rechtsposition könnte.

Zitat:
möchte aber dann nicht ein herunter gekommenes Haus vorfinden.

Dann bleibt Ihnen nur die regelmäßige Instandhaltung.

Wenn Sie das nicht wollen oder nicht können, bliebe als Ausweg nur, sich von dem Haus wieder zu trennen. Wenn Sie keinen Käufer finden, ziehen Sie in Erwägung, es an Ihre Eltern rückzuübertragen - falls die es wieder haben wollen, was ich bezweifle.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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