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10.09.2007, 08:24 von dunkelROOTProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Gasleitungen in Gebäuden
Soderle,
ich habe da mal eine Frage ein die Hauseigentümer mit Gas im Haus.

Wie verhält es sich eigentlich mit der Prüfung der Gasinstallationen in solchen Häusern? Wie oft müssen die Gasleitungen ab der Gasuhr in die Whg geprüft werden, welcher Verein ist dafür zuständig und wie hoch sind die Kosten dafür? Ich mein die Gasleitungen laufen ja meist in den Wänden, da kommt VM ja gar nicht drann.

Ich frage weil ich beabsichtige ein Haus zu kauen, wo alle Whg über einen Gasanschluss verfügen. Leider habe ich bisher keine Erfahrugen damit sammeln können.

dROOT
Alle 8 Antworten
12.09.2007, 14:57 von Sommer
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Zitat:
Da sollen deine Bekannten aber froh sein, dass die Gasleitung erst bei der Prüfung geplatzt ist und hier sehe ich den Sinn einer solchen Prüfung.


Sehe ich anders - es stellt sich doch die Frage, ob dieses Problem ÜBERHAUPT JEMALS unter den üblichen Betriebsbedingungen aufgetreten wäre. Und das denke ich eben nicht. Man macht also etwas funktionierendes kaputt und sagt dann: "Na ist ja toll, war ja offenbar fällig das Teil" und stemmt munter ein paar Decken auf. Naja, also wer sonst keine andere Sorgen hat...

S.
12.09.2007, 08:59 von Augenroll
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Zitat:
Also ich werde das auch mal ins Augen fassen sobald ich das Haus habe. Auch wenn ich damit nur mein Gewissen beruhige.


Immer wieder mal stehen Vermieter bzw. Hauseigentümer unter Anklage, weil sie an den Gasleitungen manipulieren, dann unter dem Verdacht des Versicherungsbetruges stehen und das Leben der Mieter aufs Spiel setzen.

Soweit muss es eigentlich wirklich nie kommen.
11.09.2007, 19:42 von dunkelROOT
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Also ich werde das auch mal ins Augen fassen sobald ich das Haus habe. Auch wenn ich damit nur mein Gewissen beruhige.

dROOT
11.09.2007, 14:55 von nass01
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Da sollen deine Bekannten aber froh sein, dass die Gasleitung erst bei der Prüfung geplatzt ist und hier sehe ich den Sinn einer solchen Prüfung.
11.09.2007, 14:30 von Sommer
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Kenne 2 Eigentümervon Altbauten, die so eine Druckprüfung einfach mal so gemacht haben und bei denen prompt die Steigleitungen weggefetzt sind. Die Neuverlegung hat zig Tausend Euro gekostet - also nur wer
a) Geld auf der Kante und
b) gerade mal nichts Dringlicheres im Haus zu tun hat und
c) mal wieder bei den Mietern nervig auffallen will ("T'schuldigung, wir müssten mal Ihre Gasleitungen wechseln")
sollte so eine Prüfung machen.

NATÜRLICH empfehlen Handwerker und irgendwelche Technikfutzels, man solle so zimelich alles immer wieder prüfen lassen - den Rauchgasabzug, die Gasleitung, die Wasserleitung, die Elektrik - und NATÜRLICH gibt es Gesetzgeber wie Handwerkerinnungen, die Wärmedämmungen und Modernisierungen durchsetzen wollen...und das NATÜRLICH deshalb weil diese ganzen Unternehmen mit Wartungsverträgen etwas verdienen wollen.

Man kann sich natürlich überlegen, ob man nicht wirklich Wartungsverträge für solche Maßnahmen abschließt und das dann schön ordentlich auf die Mieter umlegt.

Aber das wird die werte Mieterschaft natürlich auch wieder aufregen...aber letztlich fliesst das dann ja in die Taschen der Handwerker....

S.
10.09.2007, 16:53 von nass01
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Diese Prüfungen darf jedes bei den Versorgungsunternehmen zugelassenes Gas.- und Wasseristallationsunternehmen durchführen.
Hier gelten die gleichen Vorraussetzungen wie bei einer Reparaur einer Gasleitung.

Die Prüfungszeiträume von 12 Jahren sind zur Zeit gültiger Stand der Technick und somit durch verschiedene gesetzliche Regeln( VOB, BGB, EU-Normen und technischen Regelwerken fester Bestandteil der Gesetzgebung.

Wie immer im Leben wird das Kleingedruckte erst im Streitfall gelesen.

Ich komme aus der Brange und möchte keine Werbung machen aber der Aufwand ist sehr gering und hält einem für 12 Jahre den Rücken frei.
Die Kosten einer Öl-Lagerbehälteranlage sind weit höher.
10.09.2007, 09:34 von dunkelROOT
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Zitat:
Der Gesetzgeber legt allerdings die bestehenden Gasleitung in den Verantwortungsbereich des Hauseigentümers


Wo kann man das nachlesen?

Zitat:
Wir haben extra Prüfplaketten anfertigen lassen die mit Datum der Prüfung versehen werden damit die Prüfung nicht in Vergessenheit geraten kann. Das Einfachste ist die Prüfung mit der normalen Gasgerätewartung durchzuführen und kostet nicht nochmal eine extra Anfahrt.


Habt Ihr das durch einen normalen Gasinstallateur durchführen lassen?

dR
10.09.2007, 09:12 von nass01
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Für Gasleitungen innerhalb von Gebäuden ist das Regelwerk der TRGI (Technische Regeln Gasinstallation ) zuständig.
So einig sind die Herren des DVGW nicht und sprechen nur Empfehlungen zur wiederkerenden Prüfung aus und zwar mit dem Satz:
Es wird dringend emfholen....

Gasleitungen die erverlegt außerhalb von Gebäuden alle 4 Jahre zu prüfen.
Gasleitungen bis 100 mbar Druck alle 12 auf Gebrausfähigkeit zu prüfen.

Der Gesetzgeber legt allerdings die bestehenden Gasleitung in den Verantwortungsbereich des Hauseigentümers und damit ist er für alle Gasleitungen ab der Hauptabspeerung ( Gashaupthahn an der Einführungs ins Gebäude) zuständig und damit muss auch der Nachweis gebracht werden, im Faller eines Unfalls, das die Gasleitung den technischen Regeln entsprochen hat.

So eine Prüfung der Gasleitung ist kein großer Aufwand die Leitungen werden mit einer Vorprüfung bei 1 bar und einer Prüfdauer von 10min abgedrückt und einer Hauptprüfung mit einem Prüfdruck von 100 mbar und einer Prüfdauer von 10 min.

Es sollte darauf geachtet werden, das bei der Prüfung ein Druckschreiber verwendet wir damit der Prüfverlauf dokomentiert
werden kann.
Die Kosten sollten so zwischen 60.- bis 100 EUR pro Nutzer betragen im privaten Bereich.

Wir haben extra Prüfplaketten anfertigen lassen die mit Datum der Prüfung versehen werden damit die Prüfung nicht in Vergessenheit geraten kann.

Das Einfachste ist die Prüfung mit der normalen Gasgerätewartung durchzuführen und kostet nicht nochmal eine extra Anfahrt.
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