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03.07.2007, 18:12 von RenateProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Gartenhaus an Gründstücksgrenze = Mietminderung
Auf dem Nachbargrundstück von meinem Miethaus wurde vor 3 Jahren gebaut, nun hat ein Nachbar ein kleines Gartenhäuschen 3 x 2 m einen halben Meter an die Grundstücksgrenze gesetzt. Natürlich ohne vorher zu fragen. Traute meinen Augen kaum und wollte ihn darauf ansprechen. ´Meine Mieter waren schneller bei mir und drohten eine Mietminderung an, falls das Gartenhaus nicht entfernt wird. Ist direkt in der Südaussicht vom Balkon 5 m von diesem entfernt.
Nachbarschaftsrechtlich muss ich passen, Baurechtlich ist es wohl erlaubt laut Auskunft der Baubehörde......hat einer einen Tip wie man mit wenig Streit die Sache schlichtet?
Alle 46 Antworten
04.07.2007, 19:05 von Mortinghale
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Das war kein Witz, da gibt es ein Urteil.

04.07.2007, 19:02 von Cora
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Zitat:
Wie wäre es denn mit Mietminderung, weil andere Hausbewohner beim Klavierspiel des Mieters im Takt mitklopfen


Hallo Morti

fällt mir zu ein:

oder der 99 jährige aus dem 4. Stock wegen rechtsseitiger Taubheit nicht genau hören kann was gespielt wird

Gruß
04.07.2007, 19:02 von Melanie
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Zitat:
Wie wäre es denn mit Mietminderung, weil andere Hausbewohner beim Klavierspiel des Mieters im Takt mitklopfen ?



Oder mit MM weil die Nachbarn bei ständigem Partylärm mit dem Besen an die Decke klopfen!
04.07.2007, 18:56 von Mortinghale
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Zitat:
unglaublich, dass sich Gerichte mit so einem Mist beschäftigen müssen.



Wie wäre es denn mit Mietminderung, weil andere Hausbewohner beim Klavierspiel des Mieters im Takt mitklopfen ?

04.07.2007, 18:48 von maralena
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Ist doch auch vollkommen in Ordnung.

Wir haben uns auch wahnsinnig über das Urteil vor 12 Jahren aufgeregt, wo es echt um Mumpitz ging (um abgeschnittene Bäume!) - aber leider ist das so - ab und zu gibt es halt die kuriosesten Urteile und man kann immer nur froh sein, dass es hier dann bloß um Mumpitz geht.

Ist doch gut, dass diese Leute nur Juristen geworden sind und nicht am offenen Herzen operieren - muss man auch mal positiv sehen

Inzwischen regen mich gar nicht mal mehr solche Urteile auf, sondern vielmehr die Dreistigkeit der Leute, die solche anstreben (s. bspw. Cora's "Fogging"-Mieterin) - unglaublich, dass sich Gerichte mit so einem Mist beschäftigen müssen.

mein Mieter damals hätte sicherlich trotzdem eine Mietminderung angestrebt, auch wenn die Pappeln stehen geblieben wären - und zwar dann sicher wegen Gesundheitsschäden durch Allergien verursacht von Pappel-pollen

Manche Leute können einfach nicht anders. Das einzige Heilmittel dagegen ist, dass man solche Leute (egal ob Mieter, Vermieter, Kollegen, Chefs, Bekannte) meidet und hoffentlich irgendwann für immer los wird

Gruß
Mara
04.07.2007, 18:40 von Melanie
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und ich versteh nicht was Du nicht verstehst
Es ist völlig egal ob Boeing oder Gartenhaus!
Der Mieter hat ein Minderungsrecht!
ERSTMAL!
Ob es rechtens ist (oder sogar zu geringfügig) muß halt leider ein Richter klären!
Ist leider so!
Und aufgeregt hab ich mich nicht über Dich....sondern über die sch... Rechtsprechung.....die eventuell wegen sonem MUmpitz dem Mieter Recht gibt!
Meine Antwort an den Mieter hab ich ja schon geschrieben!

04.07.2007, 18:33 von maralena
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Ich kapier Deine letzte Antwort nicht so richtig - bist Du immer noch bei der Boeing oder gehts jetzt wieder um das eigentlich Thema?

Zitat:
Meine Meinung dazu interessiert niemanden!!!
Kannst Du Dir doch denken - erst Recht nach meiner Antwort mit der Mieterhöhung, oder?!



Das verstehe ich auch nicht - war denn diese Antwort ironisch gemeint oder ein ernsthafter Vorschlag - beides legitim, deshalb verstehe ich Deine Aufregung irgendwie jetzt nicht?

Fragend
Mara
04.07.2007, 18:26 von Melanie
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Zitat:
Nur nochmal zur Erinnerung: in diesem Thread ging es um ein Gartenhäuschen - um die "schöne Aussicht" - nicht um Zerstörung und höhere Gewalt.

Was ist Deine Meinung zu diesem Thema?



Meine Meinung dazu interessiert niemanden!!!
Kannst Du Dir doch denken - erst Recht nach meiner Antwort mit der Mieterhöhung, oder?!
Das Gerichte das anders sehen kann ich doch nix dazu, oder?!

Noch ein Zitat von Dir:
Zitat:
Du hast recht - genau das wollte ich sagen: der Mieter mit der Boeing im DG wird sich eher mit seinen Schadenersatz-Ansprüchen an die Fluggesellschaft wenden

Dazu antworte ich jetzt mit Mortingahles Zitat:

Zitat:
Es gibt sogar noch eine dritte Frage:

Kann Renate die Mietminderung ggfs. "weiterreichen" ?


Achja, und dieses Zitat:
Zitat:
in diesem Thread ging es um ein Gartenhäuschen - um die "schöne Aussicht" - nicht um Zerstörung und höhere Gewalt.


Um die Einschätzung des Schadens urteilst halt weder Du noch ich, das macht für gewöhnlich ein Richter....
Leider oft mit Urteil für Mieter (siehe zitierte Urteile)
04.07.2007, 18:16 von maralena
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@ Melanie - dann war es § 823 - ist schon 15 Jahre her bei mir - den Ausrutscher darf ich mir leisten Es war auch mehr eine Anspielung auf die §§§-Reiterei

Du hast recht - genau das wollte ich sagen: der Mieter mit der Boeing im DG wird sich eher mit seinen Schadenersatz-Ansprüchen an die Fluggesellschaft wenden (wenn er noch kann) und nicht mit Mietminderungsansprüchen an seinen Vermieter - wenn er es überlebt hat, wird er sich wohl längst eine neue Bude gesucht haben und nicht warten, bis die Bude wieder aufgebaut ist oder?

Aber das war überhaupt nicht das Thema Melanie: in diesem Thread ging es um ein Gartenhäuschen - um die "schöne Aussicht" - nicht um Zerstörung und höhere Gewalt.

Was ist Deine Meinung bzw. Deine Erfahrung zu genau diesem Thema?

Gruß
Mara
04.07.2007, 18:08 von Melanie
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Zitat:
dabei gehts auch nicht mehr um Mietminderung, sondern um Schadenerstatz BGB 826

Häh?
Zitat:
§ 826
Sittenwidrige vorsätzliche Schädigung
Wer in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Weise einem anderen vorsätzlich Schaden zufügt, ist dem anderen zum Ersatz des Schadens verpflichtet.



Erstens stimmt der von Dir zitierte Paragraph in diesem Fall nicht (richtig wäre eher §536a+c - wobei selbst dort steht WENN IHN DER VM ZU VERTRETEN HAT - IM GEGENSATZ ZU MIETMINDERUNG - bei Mietminderung ist es unabhängig von Verschulden - bei Schadensersatz schon!), und zweitens wäre der VM "nur" dazu verpflichtet eine Mietminderung wegen Unbrauchbarkeit der Wohnung zu erdulden, Schadensersatz hat wohl die Fluggesellschaft zu zahlen....oder des Mieters Hausratversicherung.....bzw. letztlich kann der VM die MM sogar wieder von der FG zurückholen...
04.07.2007, 17:22 von Mortinghale
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Zitat:
ich als VM würde mich aber nicht vom Mieter ärgern lassen.


Wie sehr das vielleicht doch klappt, wird vom Mieter abhängen.

04.07.2007, 17:14 von chum
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@Mortinghale
Wo wurde den im MV eine unverbaute Aussicht garantiert ? Ich finde den Vergleich mit einem Flughafen ziemlich weit hergeholt.

Es geht in diesem Fall doch nur um einen Mieter, der sich ärgert das er nicht mehr eine unverbaute Aussicht hat.

Da ein nettes Gespräch mit dem Nachbarn in fast allen - mir bekannten - Fällen eh nichts nutzt, muß man irgendeinen Angriffspunkt finden, um dem Nachbarn mitzuteilen, dass er gegen geltendes Recht verstösst.

Und verstösst der Nachbar nicht gegen geltendes Recht, kann sich der Mieter ärgern - ich als VM würde mich aber nicht vom Mieter ärgern lassen.
04.07.2007, 17:11 von maralena
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Aber Melanie - bei Deinen Beispielen geht es ja auch um einen echten Schaden - eine nachvollziehbare Beeinträchtigung der Mietsache (Boeing ins DG! - dabei gehts auch nicht mehr um Mietminderung, sondern um Schadenerstatz BGB 826 ff ).

Wo soll das denn Deiner Meinung nach anfangen? Bei einem neuen Anstrich des Nachbarhauses in einer Farbe die dem Mieter nicht gefällt?

Siehst Du hier tatsächlich keinen Unterschied?

Gruß
Mara
04.07.2007, 17:06 von Melanie
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Zitat:
Da besteht doch kein Zusammenhang. Gegen einen nachträglich in der Nachbarschaft errichteten Flughafen kann der Mieter auch nichts machen (außer die Miete zu mindern).



Eben!
Und wenn ne Boeing 707 in die Dachgeschoßwohnung stürzt kann der VM auch nix für!
Trotzdem kann der Mieter mindern!
04.07.2007, 17:02 von Mortinghale
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@Chum

Zitat:
Sollte der Abstand OK sein und das Amt hat nichts einzuwenden, kann Ihr Mieter gar nichts unternehmen und auch keine Miete mindern.


Da besteht doch kein Zusammenhang. Gegen einen nachträglich in der Nachbarschaft errichteten Flughafen kann der Mieter auch nichts machen (außer die Miete zu mindern).

04.07.2007, 16:58 von maralena
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@ Melanie:

es geht in diesem Falle nicht um die Mietsache an sich - diese hatte hier keinen Mangel und auch der vertragsmäßige Gebrauch war nicht beeinträchtigt (wir hatten eine Wohnung vermietet, nicht den Blick auf die 5 Pappeln hinter dem Grundstück).

§ 536 bezieht sich nicht auf die Veränderung des nachbarschaftlichen Umfeldes und hier wurde weder ein Atomkraftwerk, ein Flughafen, noch eine Straßenbahn gebaut Für derartigen "Kleinscheiß", wie ein Gartenhäuschen kann man sich mit einer entsprechenden Formulierung im MV sehr wohl schützen

In Extremfällen wie bspw. Bau einer Straßenbahnlinie, wo nach einem halben Jahr die Geschäftsleute bankrott gehen, weil durch den Bau die Geschäftsgrundlage entzogen wird, ist das etwas anderes.

Der Richter hat uns explizit auf den Sachverhalt hingewiesen und uns die Formulierung sogar fast diktiert, die in den Vertrag gehört, um exakt diesen Fall auszuschließen.

Natürlich kann man nicht Mietminderungen ausschließen, welche sich wirklich auf die Mietsache beziehen (Feuchtigkeit in der Wohnung, etc.).

Aber das ist auch lediglich eine Empfehlung, welcher man nachkommen muss - ich werde es jedenfalls weiterhin beherzigen

Gruß
Mara
04.07.2007, 16:43 von Melanie
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Zitat:
§ 536
Mietminderung bei Sach- und Rechtsmängeln
(1) Hat die Mietsache zur Zeit der Überlassung an den Mieter einen Mangel, der ihre Tauglichkeit zum vertragsgemäßen Gebrauch aufhebt, oder entsteht während der Mietzeit ein solcher Mangel, so ist der Mieter für die Zeit, in der die Tauglichkeit aufgehoben ist, von der Entrichtung der Miete befreit. Für die Zeit, während der die Tauglichkeit gemindert ist, hat er nur eine angemessen herabgesetzte Miete zu entrichten. Eine unerhebliche Minderung der Tauglichkeit bleibt außer Betracht.

(2) Absatz 1 Satz 1 und 2 gilt auch, wenn eine zugesicherte Eigenschaft fehlt oder später wegfällt.

(3) Wird dem Mieter der vertragsgemäße Gebrauch der Mietsache durch das Recht eines Dritten ganz oder zum Teil entzogen, so gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend.

(4) Bei einem Mietverhältnis über Wohnraum ist eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung unwirksam.



04.07.2007, 16:41 von chum
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Sie sollten nachsehen, welche Abstandsflächen in Ihrem Bundesland gelten bzw. wie das Häuschen baurechtlich eingestuft wird in Ihrem Bundesland. (z.B. www.google.de

Fragen Sie mal bei Ihrem örtlichen Bauaumt nach. (sie müssten den Abstand zu Ihrem Grundstück, vom Gartenhaus alle Maße L*B*H angeben)

Sollte der Abstand OK sein und das Amt hat nichts einzuwenden, kann Ihr Mieter gar nichts unternehmen und auch keine Miete mindern.

04.07.2007, 16:38 von Augenroll
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Zitat:
ich kann nur jedem empfehlen, unter Sonstiges aufzunehmen, dass Mietminderungen ausgeschlossen werden, welche nicht im Einflußbereich des VMs liegen.


können Sie gern machen, ist eh unwirksam.
04.07.2007, 16:34 von maralena
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Hallo,

Cora hat ja beide relevanten Punkte treffend angesprochen:

Zitat:
ich kann mir nicht vorstellen, dass es lt. Baurecht erlaubt ist, ein Gartenhaus nur einen halben Meter von der Grenze entfernt zu setzen


--> leider doch - genau das haben unsere Nachbarn gemacht und zwar nicht einen halben Meter, sondern direkt an der Grenze. Wenn das Gartenhaus bestimmten Vorschriften entspricht, kann man nichts machen (man kann es natürlich versuchen, aber dann kann man in Zukunft nicht mehr am Wochenende Rasen mähen, ohne dass die Polizei kommt und auch der Hund darf nicht mehr bellen ). Ärgerlich, aber wahr.

Zitat:
dass hier keine Mietminderung vorgenommen werden kann, denn gegen bauliche Veränderungen des Umfeldes ist kein Eigentümer und kein Vermieter gewappnet


--> Leider auch genauso vor ca 12/13 Jahren erlebt: ein Mieter in unserem Mehr-FH kommt mit einer Mietminderung wegen baulicher Veränderungen in der Nachbarschaft tatsächlich vor Gericht durch und wir haben im Nachhinein allen Parteien diese Minderung zugestanden (bei damals leider sehr hohen Hypozinsen und in der Anfangszeit nichtmal mehr den Neubau m2-Preis erhalten).

--> War eine ziemlich beschissene Situation, aber der Richter sagte uns nach der Verhandlung "solche Situationen können Sie künftig mit einem entsprechenden Zusatz im Mietvertrag vermeiden". Sollte eigentlich standardmäßig in MV-Formulare gehören, ist aber nicht enthalten --> ich kann nur jedem empfehlen, unter Sonstiges aufzunehmen, dass Mietminderungen ausgeschlossen werden, welche nicht im Einflußbereich des VMs liegen.

Gruß
Mara
04.07.2007, 15:29 von Augenroll
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Zitat:
Actio provoziert Reactio



Ja genau, gilt in beide Richtungen.
04.07.2007, 14:51 von Melanie
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meine Fresse!
Hier meine Reaktion:
Zitat:

Mieterhöhung nach ortsüblicher Miete /bzw. Mietspiegel
Sehr geehrter Mieter,
hiermit erhöhe ich die Miete nach BGB blablabla um X%.
Vergleich Mietspiegel bzw. 3 Vergleichswohnungen......
P.S.:
Zusätzlich wurde Ihre Wohnung sogar noch mit einem Sichtschutz der vor Fremdeinblicken schützt ausgestattet...was eine nachhaltige Wertverbesserung darstellt
MfG Vermieter


Actio provoziert Reactio
04.07.2007, 14:37 von Lilibeth
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Hallo

falls der Nachbar nur ein Gartengrundstück hätte das 3 Meter breit ist, das Gartenhaus ist aber 2 Meter breit, dann blieben links und rechts a 0,50 cm über und was dann ???

Also dürfen Eigentümer nur ein Gartenhaus oder Geräteschuppen aufstellen wenn dessen Gärten eine bestimmte Größe haben??

Kann ich mir kaum vorstellen.

Aus Deinem Schreiben erlese ich , das auch Dir das Gartenhaus nicht gefällt.O.k. dann versuche zu Deinem Recht zu kommen.

Ob sich der Krieg lohnt ??

Reagieren würde ich erst, wenn der Mieter tatsächlich die Unverschämtheit besitzt und die Miete kürzt!!
04.07.2007, 13:13 von Cora
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Hallo

Zitat:
eine Wasseertonne, die bei Überlauf auf meine Wiese läuft


gegen eine Grenzbebauung mit Garage kann man m.E. nichts machen, da so üblich, man muss zwar die Genehmigung geben, aber die ist m.B. nur Formsache.

Gegen den Überlauf der Wassertonne würde ich mich beschweren, denn keiner darf sein Wasser auf anderer Leute Grund und Boden leiten. Wär ja noch schöner.

Gruß
04.07.2007, 12:55 von MarieP
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Hallo

Zitat:
Geräteschuppen ca. 50 cm an die Grundstücksgrenze stellen?



welches Bundesland. Schau in die Landesbauordnung - da steht es drin.
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist dies bereits geschehen -LBO deines Bundeslands darf der Nachbar.

Somit ist die Frage:
Hat der Mieter durch den Bauwich (Gerätehaus) einen Minderungsanspruch - und dies ist aus der Ferne - ohne die tatsächliche Situation vor Ort zu kennen - leider schwer zu beurteilen.
04.07.2007, 11:47 von Mortinghale
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Zitat:
habe eine Baulast für deren Garage erteilt


Das war wohl der erste Fehler.

04.07.2007, 11:32 von Renate
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Vielen Dank für die ganzen Antworten.

Bisher ist von Seiten der Mieter nur die mündliche Drohung gekommen. Ein wenig kann ich Sie ja auch verstehen.

Die Nachbarn des Neubaus kenne ich nur vom flüchtigen sehen, sind ziemlich dreist, hatten ab und zu ihr Auto auf meine Wiese unter den Balkon der ´Mieter gestellt.

Die Mieter sind zwar auch nicht meine Wunschmieter , aber es geht eigentlich ums Recht. Darf man ein Gartenhaus, Geräteschuppen ca. 50 cm an die Grundstücksgrenze stellen?

Beschreibe nochmal die Situation, habe eine Baulast für deren Garage erteilt, die ist 6 m lang und steht auf der Grundstücksgrenze. Das ist soweit ok.
Dann folgen ohne Sichtschutz denen Ihre Mülltonnen, eine Wasseertonne, die bei Überlauf auf meine Wiese läuft und dann das billig wirkende Gartenhaus, ca. 3m lang und 2,5 m breit.
04.07.2007, 09:51 von Mortinghale
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Hallo Marie,

bei mir steht: 5,5 m hohe Mauer in 7,5 m Entfernung, könnte also Knast sein.

Natürlich sind das die klassischen Fälle für einen Ortstermin.

Aber ganz abwegig ist es eben nicht.

04.07.2007, 09:09 von Lilibeth
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Hallo Renate

kannst nicht vielleicht mal ein Foto hier einstellen ( natürlich ohne den Nachbarn drauf hi hi )so das man ein bisschen sehen kann wo und wie das Gartenhaus steht ?
03.07.2007, 23:57 von MarieP
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Hallo

LG Hamburg war glaube ich Aussichtverlust wegen Bau einer Gefängnismauer.
Die beiden anderen habe ich nicht im Kopf.

Es ist auch immer Einzelfall bezogen. Keiner hier weiß um welche Art (z.B. Größe) des Gartenhaus hier handelt usw.

Sodass die Rechtfertigung einer Minderung von hier aus bzw. aus der Ferne immer schwer zu beurteilen ist. Geht nur allgemein.
03.07.2007, 23:46 von Mortinghale
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AG Potsdam v. 5.6.2002, 25 C 533/01, WuM 2004, 233 = 5 %

LG Hamburg v. 12.12.1989, 16 S 232/89, WuM 1991, 90 = 10 %

AG Berlin-Köpenick v. 3.5.2000, 7 C 524/99, NZM 2001, 334 = 16 %

03.07.2007, 23:41 von MarieP
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Hallo Mortinghale

Zitat:
Eine Mietminderung wegen "Verbauung" oder Beeinträchtigung der Aussicht vom Balkon wäre ja nun der Gipfel.

Das haben leider mindestens 3 Gerichte anders gesehen.




Kannst du die Urteile mal rübergeben?
03.07.2007, 23:37 von Mortinghale
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Zitat:
Eine Mietminderung wegen "Verbauung" oder Beeinträchtigung der Aussicht vom Balkon wäre ja nun der Gipfel.


Das haben leider mindestens 3 Gerichte anders gesehen.

03.07.2007, 22:57 von Cora
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Hallo

ob nun rechtmäßig gebaut oder nicht lassen wir mal dahingestellt.
Eine Mietminderung wegen "Verbauung" oder Beeinträchtigung der Aussicht vom Balkon wäre ja nun der Gipfel.

Kann mir nicht vorstellen, dass "Aussicht vom Balkon" ein besonderes Kriterium im MV darstellt und mitvermietet wurde.

Auch muss ich meiner Vorrednerin Recht geben: Nachbar bleiben (meistens) - Mieter gehen (häufig).

Mietminderung auf jeden Fall widersprechen.
Aber halt uns mal auf dem Laufenden, man lernt ja nie aus.

Gruß
03.07.2007, 22:54 von Mortinghale
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Zitat:
ich glaube kaum das der Nachbar dazu bereit ist ,die Mietminderungssumme monatlich zu zahlen


So etwas geschieht in den seltensten Fällen freiwillig.

03.07.2007, 22:42 von Lilibeth
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Hallöchen,

ich glaube kaum das der Nachbar dazu bereit ist ,die Mietminderungssumme monatlich zu zahlen, falls Du das meinst Mortinghale
03.07.2007, 22:17 von Lilibeth
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Nun stellt man sich mal folgendes vor:

Du schaffst es vielleicht mit viel Palaver und Gericht dem Nachbar das Gartenhaus entfernen zu lassen, prima für den Mieter . Du hast warscheinlich für immer Riesenkrach mit Deinem Nachbar , schlecht für Dich. Nach einem halben Jahr zieht der Mieter aus, Du hast noch immer Krach mit dem Nachbarn, toll ?

Klar, rechtlich gesehen steht es vielleicht zu dicht an Deinem Grundstück ,aber so lange es Dir recht ist, ist es rechtens.

Oder erkundige Dich mal bei einem Anwalt !!!
03.07.2007, 22:09 von Mortinghale
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Es gibt sogar noch eine dritte Frage:

Kann Renate die Mietminderung ggfs. "weiterreichen" ?

03.07.2007, 21:18 von Fixfeier
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Hallo Renate,

es sind eigentlich zwei verschiedene Fragen zu beurteilen.

Ob deine Nachbarn das Gartenhaus rechtmäßig errichtet haben kannst du in der entsprechenden Landesbauordnung nachlesen. Die LBO's sind, wie es der Name schon sagt, Länderrecht. Googel mal. Solltest du dich damit überhaupt nicht auskennen, wende dich an die untere Bauaufsicht für den Landkreis.

Ob die Minderung des Mieters rechtmäßig erfolgt, ist eine ganz andere Frage. Mindern kann er, wenn ihm dadurch eine nennenswerte "Qualität" der Wohnung fehlt, sogar bei zulässiger Errichtung des Gartenhauses. Das wird subjektiv zu beurteilen sein und man kann sich darum streiten.

Jedenfalls, wenn dich die Rechtmäßigkeit der Errichtung des Gartenhauses nicht interessiert, müsstest du das gar nicht groß untersuchen.

Ansonsten schließe ich mich der hier vorherrschenden Meinung an. Ich würde mich gegen die Minderung wehren.

Gruß
03.07.2007, 20:25 von Lilibeth
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habe schon den Eindruck das Deine Mieter die Nadel im Heuhaufen gefunden haben um mal endlich die Miete kürzen zu können.
Sag ihnen das Du mit den Nachbarn geredet hast und wenn diese nicht einsichtig sind , kannst auch nichts machen.
Ehrlich gesagt stört Dich persönlich das Gartenhaus ??
Glaube kaum das Deine Mieter ein Recht haben diesbezüglich die Miete zu kürzen. Wenn´s denen nicht passt, sollen sie sich eine andere Bleibe suchen
03.07.2007, 19:31 von Cora
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Hi SH

in Berlin ist alles ein bisschen anders, aber lassen wir uns mal überraschen
03.07.2007, 19:24 von Mortinghale
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Zitat:
denn gegen bauliche Veränderungen des Umfeldes ist kein Eigentümer und kein Vermieter gewappnet.


Was allerdings Mietminderungsmöglichkeiten nicht generell ausschließt.

Der Stress wird nicht mehr aufzuhalten sein.

03.07.2007, 19:24 von Sledge_Hammer
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03.07.2007, 19:13 von Cora
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Hallo

ich kann mir nicht vorstellen, dass es lt. Baurecht erlaubt ist, ein Gartenhaus nur einen halben Meter von der Grenze entfernt zu setzen!

Da würde ich mich mal fix beim Bauamt erkundigen.

Sollte es dennoch rechtens sein, deinen Mieter nett und freundlich mitteilen, dass hier keine Mietminderung vorgenommen werden kann, denn gegen bauliche Veränderungen des Umfeldes ist kein Eigentümer und kein Vermieter gewappnet.

Gruß
03.07.2007, 18:31 von dunkelROOT
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Na wenn der Nachbar nicht gegen das Baurecht verstößt wird es schwer. ALLERDINGS ich würde den Mieter klar machen, dass VM ja auch nichts dafür kann. Und wenn die Mieter unbedingt mindern wollen, dann wäre bei mir die FREUNDLICHKEIT vorbei! Muss VM ganz klar sagen, wenn Mieter Ärger will kein Problem. Das ist zwar nicht die "feine" Art, aber immer nur mindern wg jedem Schexxx geht auch nicht.

dR
03.07.2007, 18:16 von Mortinghale
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Liebe Renate

Zitat:
mit wenig Streit


Das wird nicht klappen.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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