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28.11.2007, 17:12 von MebsProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Gartengestaltung/-nutzung durch Mieter
Hallo an alle!

Seit 5 Jahren wohne ich in einem 4-Familienhaus, welches bis letztes Jahr meinem Vater gehörte, im 1. OG, im Parterre unter mir wohnt ein Mieter seit über 30 Jahren.

Der Mieter hatte in diesen 30 Jahren ständig Stress mit den Mietern in der über seiner Wohnung liegenden Wohnung. U. a. hatte er den Mietern die Nutzung der Toilettenspülung in der Nacht untersagt oder das Baden der Kinder vor 08:00 Uhr morgens.
Andere Mieter wurden aus dem Gemeinschaftsgarten oder sogar von dem eigenen Balkon vergrault.

Seltsam aber wahr: die Mieter hatten sich das bieten lassen und sich nicht mal beim Vermieter beschwert.

Seit meinem Einzug hatte ich diverse Auseinandersetzungen mit dem Mieter. Es ging um die Toilettenspülung und die Badbenutzung ... wie gehabt.

Letztes Jahr nun ist mein Vater gestorben und ich habe das Haus inklusive Mieter geerbt.

Nach und nach stellte sich heraus, dass der Mieter in den langen Jahren seines Mietverhältnisses diverse Anlagen im Garten errichtet hat, Sträucher und Bäume angepflanzt hatte - bisher hatte ich angenommen, dass diese Anlagen und Anpflanzungen von meinem Vater vorgenommen worden wären.

Gepflegt hat der Mieter diese Dinge nur oberflächlich und nach Laune.
So war im Laufe der Zeit eine Konifere so riesig geworden, dass sie die Hauswand und die Dachrinne berührte und bei entsprechendem Wind daran entlang schubberte.
Eine Sichtschutzwand aus Holz, die der Mieter auf seiner Terrasse angebracht hat, ist auf der dem Nachbarhaus zugewandten Seite völlig mit Algen verschmutzt und durch das herabfließende, verschmutzte Regenwasser wird die Hauswand des Nachbargrundstücks geschädigt.

Die Konifere habe ich inzwischen auf eigene Kosten entfernt. Dabei wurde deutlich, dass die Hauswand durch das fortwährende Geschubbere verschmutzt und auch leicht beschädigt ist.
Ich habe den Mieter aufgefordert, in Zukunft keine weiteren Anpflanzungen in meinem Garten vorzunehmen.

Bezüglich des Sichtschutzes hatte ich den Mieter aufgefordert, diesen entweder regelmäßig zu reinigen oder aber von dem derzeitigen Standort zu entfernen und in Zukunft so aufzustellen, dass der Nachbar nicht mehr geschädigt oder beeinträchtigt wird.

Der Mieter sieht das alles nicht ein.

Persönliche Gespräche liefen darauf hinaus, dass der Mieter meint, dass er durch sein jahrzehntelanges Mietverhältnis Rechte zur Gestaltung und Nutzung des Gartens erworben habe - im Mietvertrag steht davon nix! - und dass ich ihn höflichst ersuchen könne, dass ich aber nichts zu fordern hätte. Der Nachbar wegen der Sichtschutzwand schon garnicht.

Ist das so?

Oder kann ich verlangen, dass der Mieter diesen versudelten Sichtschutz entfernt und ihn für Schäden, die seine Anbauten und Anpflanzungen an meinem und dem Nachbargebäude angerichtet haben, haftbar machen?

Guter Rat wird dankbar entgegen genommen ...
Alle 6 Antworten
29.11.2007, 10:04 von Jobo
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Zitat:
Guter Rat wird dankbar entgegen genommen ...


Zitat:
Warum haben Sie nicht ausgeschlagen?


Was soll dann diese Frage ?

Da muss ich wieder auf meinen HIV vergleich zurückkommen. Da will einer Informationen zur Krankheit und keine Frage warum er nicht aufgepaßt hat.

Oder noch besser ,Augenroll ruft den Notarzt an da sein Kind aus welchem Grund auch immer erheblich verletzt ist und dann kommt die Frage, Warum haben sie denn Ihre Fürsorgepflicht nicht erfüllt?

Zur Sache kann ich cora voll zustimmen.
Jobo

29.11.2007, 07:48 von Mebs
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Guten Morgen ...

... und vielen Dank für die Antworten und Tipps.

Ich werde also versuchen, höflich und bestimmt dem Mieter schriftlich aufzuzeigen, was anliegt und dann sehen, was sich tut.

28.11.2007, 18:35 von Cora
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Hallo

stimme chum hier voll zu, auch betreffs dem unsäglichen Trollgeschwätz.

Gibt solche Mieter, die meinen sich aufspielen zu müssen und wenn sie nicht gestoppt werden, nimmt das groteske Formen an.

Schreib ihn an, liste alles auf, untersage ihm weitere Anpflanzungen etc. und kündige ihm an, dass etwaige Schäden zu seinen Lasten gehen. Hält er sich nicht daran, mahn ihn ab und mach ihm klar, wohing Abmahnungen führen können.

Mündliche Gespräche bringen da meist nichts.
28.11.2007, 18:33 von Lilibeth
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Zitat:
Warum haben Sie nicht ausgeschlagen?




wer ist denn schon so " plöd " ???

ein Haus das Lastenfrei ist sollte man auf jedem Fall nehmen.

Denn wenn man dafür ordentliche Mieter findet, ist das Dingen auf Dauer eine "Goldgrube " ein kleines Taschengeld nebenher kann schließlich jeder gebrauchen !! Du etwas nicht ???

Könntest davon z.B. Deine Frau mal chick ausführen, ihr tolle Klamotten kaufen , Luxusurlaub, einen geilen Mercedes u.u.u.

28.11.2007, 18:12 von chum
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Sie sollten den Mieter schriftlich, höflich aber bestimmt abmahnen und auch im Schreiben alles auszählen und auch mitteilen, es hätten sich einige Mieter beschwert und Ihr Vater hätte diese beschwichtigt, Sie würden aber solche Intervenierungsversuche nicht mitmachen.

Mieter die soviele Jahre in einem Haus gelebt haben, denken Sie hätten mehr Rechte.
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Manche Beiträge hier wollen nur provozieren, bitte nicht beachten.
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@Augenroll
Einige Ihrer Beiträge - auch wenn recht provokant geschrieben - sind zutreffend. (Die Scherzbeiträge; wie vor Kurzem über Eigentum <> Besitz usw. meine ich natürlich nicht - aber
Zitat:
Warum haben Sie nicht ausgeschlagen?

empfinde ich als völlig daneben
, wenn jemand in der Familie verstorben ist.
28.11.2007, 17:51 von Augenroll
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Zitat:
Letztes Jahr nun ist mein Vater gestorben und ich habe das Haus inklusive Mieter geerbt.


Warum haben Sie nicht ausgeschlagen?
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