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Alle 10 Antworten
Ergänzung,

nur zur Vollständigkeit. Das mit der Nichtigkeit des Beschlusses ist nur ein Nebenkriegsschauplatz.

Entscheidend ist, die Brüstungsteile (Absturzsicherung) sind Gemeinschaftseigentum. Somit ist die Reklamation der defekten Bretter erst einmal Verwaltungssache. Übrigens daraus kann eine Pflicht zur anzeige des Defektes bei der Verwaltung entstehen. ;-)

Gruß
22.04.2007, 18:35 von Jimbo_Jones
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Vielen Dank und einen schönen Restsonntag!

Ich werde mal bei Gelegenheit versuchen, das Thema anzusprechen
22.04.2007, 18:19 von Fixfeier
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Hallo,

weg. Gebäudesicherheit

Zitat:

§ 5 Abs. 2 WEG
Teile des Gebäudes die für dessen Bestand oder Sicherheit erforderlich sind, ..., sind nicht Gegenstand des Sondereigentums, selbst wenn sie sich im Bereich der im Sondereigentum stehenden Räume befinden.

und

§ 21, Abs. 5 Nr.2. WEG
Zu einer ordnungsgemäßen dem Interesse der Gesamtheit der Wohnungseigentümer entsprechenden Verwaltung gehören insbesondere: ...
2.die ordnungsgemäße Instandhaltung und Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums; ...


Mit anderen Worten, die Versammlung hat nicht die Kompetenz mittels Mehrheitsbeschluss ihre Instandsetzungsaufgaben an zwingendem Gemeinschaftseigentum dem Einzeleigentümer auf die Nase zu drücken.

Gruß
22.04.2007, 18:00 von Jimbo_Jones
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Hallo Fixfeier!

Auf der Rückseite der Rechnung steht nichts. Das Angebot konnte ich leider nicht finden.

Zitat:
Unabhängig davon könntest du einfach mal versuchen die Garantieleistung zu bekommen. Die Zeit läuft dir davon. Du musst aber unbedingt darauf achten, dass es als Garantiereklamation auch verstanden wird.


Das werde ich auf jeden Fall versuchen! Einschreiben mit Rückschein geht morgen noch raus.

Zitat:
Die damalige Beschlussfassung war nichtig.


Das ist ja interessant, aber warum? Für mich wäre das natürlich am besten so, zumal ich einen solchen Beschluss für schwachsinnig halte.

Gruß
Uns wurde damals nur gesagt, dass der Beschluss anfechtbar gewesen wäre.
22.04.2007, 17:33 von Fixfeier
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Hallo,

bitte schau noch mal genau auf das "Kleingedruckte" z.B. auf der Rückseite der Rechnung (natürlich auch ins Angebot). Es ist äußerst selten, dass der Handwerker in seinen AGB's die vereinbarung der VOB vergisst. Die Handwerkskammern informieren da recht sorgfältig.

Unabhängig davon könntest du einfach mal versuchen die Garantieleistung zu bekommen. Die Zeit läuft dir davon. Du musst aber unbedingt darauf achten, dass es als Garantiereklamation auch verstanden wird.

Es gibt noch einen Aspekt. Auch wenn dein Vater die Balkonbretter selbst bezahlt hat. Sie sind Gemeinschaftseigentum. Ansprüche und Folgen liegen demzufolge bei der Gemeinschaft. Die damalige Beschlussfassung war nichtig.

Gruß
22.04.2007, 11:01 von Jimbo_Jones
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Hallo cora,

Der Handwerker hat die Bretter selber mit geliefert.

Zitat:
Außerdem ist der Handwerker für seine handwerkliche Arbeit verantwortlich, in der Regel nicht für das Material, hierfür sollte der Hersteller geradestehen und bei so kurzer Zeit kann und darf sich das Material eigentlich nicht so verändern. Was steht denn in der Beschreibung?


Wie gesagt, das Angebot habe ich momentan nicht vorliegen. Ich werde mich gleich nochmal auf die Suche danach machen und hoffe, dass ich sie auch tatsächlich finden werde.

Auf der Rechnung steht nur, dass die Rechnungsstellung dem Angebot vom Sommer 2002 und der Auftragsbestätigung meines Vaters zugrunde liegt.
22.04.2007, 10:54 von Jimbo_Jones
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Hallo Fixfeier,

Zitat:
Erst mal ist zu klären welche (Rechts-)Grundlage für den Bauvertrag galt/gilt. Es gibt schon Unterschiede zwischen Neubaumaßnahmen (Bauträgerprojekte) und Sanierungsmaßnahmen. Es gibt Unterschiede in den Verienbarungen selbst . Wurde nichts vereinbart gilt BGB. Wurde VOB vereinbart gilt VOB. Mischungen und Änderungen sind möglich.

War es ein Neubauprojekt vom Bauträger? Wer hat diesen Auftrag erteilt? Was genau wurde dabei hinsichtlich der Gewährleistung vereinbart? Hast du die entsprechenden Vertragsgrundlagen? Nachsehen!!!


Es handelt sich um eine Sanierungsmaßnahme. Es wurde damals bei einer Eigentümerversammlung beschlossen, dass die Eigentümer für die Sanierung des Balkons und der Balkonbretter selber verantwortlich sind, so dass mein Vater, von dem ich die Wohnung geerbt habe, den Auftrag erteilt hat.

Ich habe die Rechnung, auf der von einer Gewährleistung nichts steht. Das Angebot habe ich allerdings jetzt nicht vorliegen, gehe aber davon aus, dass die Gewährleistung dort ebenfalls nicht erwähnt wurde, weil mir dieser Punkt damals wahrscheinlich aufgefallen wäre.

Gruß
21.04.2007, 23:56 von Cora
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Hallo

wichtig zu wissen wäre auch ob der Handwerker die Bretter mit geliefert hat. Außerdem ist der Handwerker für seine handwerkliche Arbeit verantwortlich, in der Regel nicht für das Material, hierfür sollte der Hersteller geradestehen und bei so kurzer Zeit kann und darf sich das Material eigentlich nicht so verändern. Was steht denn in der Beschreibung?

Gruß
21.04.2007, 23:01 von Fixfeier
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Hallo,

das ist im Bauwesen leider nicht ganz so einfach wie du das offenbar annimmst.

Erst mal ist zu klären welche (Rechts-)Grundlage für den Bauvertrag galt/gilt. Es gibt schon Unterschiede zwischen Neubaumaßnahmen (Bauträgerprojekte) und Sanierungsmaßnahmen. Es gibt Unterschiede in den Verienbarungen selbst . Wurde nichts vereinbart gilt BGB. Wurde VOB vereinbart gilt VOB. Mischungen und Änderungen sind möglich.

War es ein Neubauprojekt vom Bauträger? Wer hat diesen Auftrag erteilt? Was genau wurde dabei hinsichtlich der Gewährleistung vereinbart? Hast du die entsprechenden Vertragsgrundlagen? Nachsehen!!!

Gruß
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