> zur Übersicht Forum
15.06.2007, 14:15 von InaElenaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|fristlose Kündigung
Hallo Ihr Lieben,

ich habe vor einiger Zeit irgendwo gelesen, dass bei einer fristlosen Kündigung, hier wegen Mietrückstand, der Kündigungsgrund nicht im Kündigungsschreiben angegeben sein muss. Ist das richtig `?
Mahnungen zur Mietzahlung sind unzählige vorher erfolgt.

Hezlichen Dank für die Antwort !

Liebe Grüße ODA
Alle 5 Antworten
21.06.2007, 00:20 von Katharina
Profil ansehen
Hallo,
ob Du fristgerecht oder fristlos kündigst ist eh egal, wenn der Mieter nicht zahlen will oder kann und auch noch so viele Mietrückstände ha, hast Du eh die A...Karte.
Hatte 5 Abmahnungen begründet an nichtzahlende Mieter per Einschreiben m. Rücksch. geschickt (wurden auch angenommen) danach eine fristlose und gleichzeitig fristgerechte Kündigung mit allem Drum und Dran. Mieterin blieb trotzdem in der Wohnung, zog dann allerdings von selbst bei Nacht und Nebel aus.
Räumungsklage wäre teuer gekommen.

Gruß Katharina
15.06.2007, 21:50 von Jutetuetchen
Profil ansehen
Richtig die Kündigung muss begründet werden und wenn Du entsprechende Gründe hast ist ja gut !

LG
15.06.2007, 20:16 von verzweifelter
Profil ansehen
Hallo,

die Kündigung sollte am besten vom Fachmann gemacht werden, da können so viele Formfehler drin sein. Einfach nur eine fristlose Kündigung aussprechen ist nicht. Es gehören noch mehr Dinge zu einem Kündigungsschreiben.
Was passiert z.B., wenn der zu kündigende Mieter auf einmal die Mietrückstände bezahlt? Dann ist die fristlose Kündigung wertlos ... Also gehören in ein Kündigungsschreiben mehrere Dinge.

verzweifelter
15.06.2007, 19:16 von peter98
Profil ansehen
Zitat:
§ 543 BGB
Außerordentliche fristlose Kündigung aus wichtigem Grund

(1) Jede Vertragspartei kann das Mietverhältnis aus wichtigem Grund außerordentlich fristlos kündigen. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere eines Verschuldens der Vertragsparteien, und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zur sonstigen Beendigung des Mietverhältnisses nicht zugemutet werden kann.

(2) Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn

1. dem Mieter der vertragsgemäße Gebrauch der Mietsache ganz oder zum Teil nicht rechtzeitig gewährt oder wieder entzogen wird,
2. der Mieter die Rechte des Vermieters dadurch in erheblichem Maße verletzt, dass er die Mietsache durch Vernachlässigung der ihm obliegenden Sorgfalt erheblich gefährdet oder sie unbefugt einem Dritten überlässt oder
3. der Mieter
a) für zwei aufeinander folgende Termine mit der Entrichtung der Miete oder eines nicht unerheblichen Teils der Miete in Verzug ist oder
b) in einem Zeitraum, der sich über mehr als zwei Termine erstreckt, mit der Entrichtung der Miete in Höhe eines Betrages in Verzug ist, der die Miete für zwei Monate erreicht.


Zitat:
§ 569(2)BGB
Ein wichtiger Grund im Sinne des § 543 Abs. 1 liegt ferner vor, wenn eine Vertragspartei den Hausfrieden nachhaltig stört, so dass dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere eines Verschuldens der Vertragsparteien, und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zur sonstigen Beendigung des Mietverhältnisses nicht zugemutet werden kann.


Entsprechende Paragraphen fordern einen wichtigen Grund für eine fristlose Kündigung. Wenn dieser im Kündigungsschreiben nicht angegeben ist, wird so eine Kündigungsschreiben sinnlos, da es Formfehler enthält und so eine Kündigung vor Gericht keinen Bestand hat.
15.06.2007, 18:37 von MarieP
Profil ansehen
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter