> zur Übersicht Forum
14.02.2006, 14:49 von nackenpusterProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|fristlose kündigung
hallo habe eine arbeitslose Mieterin die nach Lust und Laune die miete zahlt oder auch nicht, dafür hat sie im Dezember. eine Abmahnung erhalten mit der drohnung der fristlosen Kündigung, Januar pünktlich bezahlt!!! aber Februar wieder nicht bezahlt bis heute nur immer neue ausreden , habe ihr heute fristlos gekündigt und sie aufgefordert die Wohnung bis Samstag zu verlassen , denke nicht das Sie das tun wird ,wie muss ich weiter vorgehen ,
Alle 15 Antworten
28.02.2006, 22:07 von nackenpuster
Profil ansehen
mieterin zieht endlich aus noch 3 tage, räumt schon, jeden tag hingerannt und terror gemacht hat mit mir eine Zahlungsvereibarung getroffen , wer weiss aber jetzt egal. und habe heute zum 15 .3 neu vermietet beide voll in arbeit also geht doch ,,, .

denoch wieder ärgen andere mieterin , .. neuer beitrag ,,,, aber kann noch lachen ,, ...
16.02.2006, 21:47 von Anita
Profil ansehen
Hallo Nackenpuster,

dieses Musterschreiben habe ich auf der CD von VDV gefunden.

Zitat:

Abs.: ...................................

...................................

...................................

An: Eheleute/Herrn/Frau

...................................

...................................

...................................

...................................



(Ort/Datum)

Fristlose Kündigung wegen Zahlungsverzugs

Ort des Mietobjekts Vermietername Mietername Mietvertrag vom


Sehr geehrte Frau ....................,

sehr geehrter Herr ...................,

gemäß § 556 b BGB und dem zwischen uns geschlossenen Mietvertrag sind Sie verpflichtet, die monatlich vereinbarte Miete zuzüglich Nebenkostenvorauszahlung in Höhe von monatlich ......................... Euro bis zum 3. Werktag eines Monats auf das im Vertrag bezeichnete Konto zu überweisen.

Mit dieser Zahlungsverpflichtung sind Sie nunmehr seit mehreren Monaten in Verzug.

Derzeit sind Sie zur monatlichen Mietzahlung von ..................... Euro

Nebenkostenvorauszahlungen in Höhe von ......................... Euro

Heizkostenvorauszahlungen in Höhe von ........................... Euro und einer Garagen-/Stellplatzmiete von ......................... Euro verpflichtet.

Insgesamt ergibt sich damit eine

monatliche Gesamtmiete in Höhe von ............................... Euro

Auf diese Zahlungsverpflichtung besteht derzeit

ein Gesamtrückstand in Höhe von .................................... Euro

Dieser Rückstand ergibt sich wie folgt:

Gesamtmiete für Monat ....................

Zahlungsziel ......................, gezahlt:

...................... Euro

am ........................ .

Gesamtmiete für Monat .....................

Zahlungsziel ......................, gezahlt:

...................... Euro

am ........................ .

Gesamtmiete für Monat .....................

Zahlungsziel ......................, gezahlt:

...................... Euro

am ........................ .

Der Rückstand auf die von Ihnen zu erbringenden Mietzinszahlungen beträgt derzeit ............................... Euro.

Ein Recht, die Miete zurückzubehalten, steht Ihnen nicht zu und wurde von Ihnen auch nicht behauptet.

Mit Ihrer schleppenden Zahlungsweise verstoßen Sie in schwerer Weise gegen die Ihnen obliegenden vertraglichen Zahlungsverpflichtungen.

Aus diesem Grund kündige ich das zwischen uns bestehende Mietverhältnis fristlos gem. §§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3, 569 Abs. 3 BGB, da Sie sich

für einen Zeitraum, der sich auf 2 aufeinander folgende Zahlungstermine erstreckt, mit einer Mietzahlung in Höhe von mehr als 1 Monatsmiete, nämlich ...................... Euro, in Verzug befinden.
für einen Zeitraum von mehreren Monaten mit Mietzahlungen in Höhe von mindestens 2 Monatsmieten, nämlich in Höhe von .......................... Euro, in Verzug befinden.

Zugleich fordere ich Sie auf, das Mietobjekt binnen einer Frist von 1 Woche ab Zugang dieses Schreibens zu räumen und an mich herauszugeben.

Die Wohnung ist in geräumtem und vertragsgemäßem Zustand inklusive aller Schlüssel an mich zurückzugeben.

Als Übergabetermin schlage ich Ihnen .............................., den ............................ um ............................ Uhr vor.

Ein Widerspruch gegen die fristlose Kündigung steht Ihnen nach dem Gesetz nicht zu.

Rein hilfsweise kündige ich Ihnen fristgemäß nach § 573 Abs. 2 Nr. 1 BGB wegen erheblicher schuldhafter Verletzung Ihrer vertraglichen Verpflichtungen zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Das ist der ................ .

Für den Fall der vorsorglich ausgesprochenen fristgemäßen Kündigung weise ich Sie darauf hin, dass Sie dieser gemäß § 574 BGB widersprechen und Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen können.

Hierzu muss allerdings die vertragsgemäße Beendigung des Mietverhältnisses für Sie oder Ihre Familie eine besondere Härte darstellen.

Der Widerspruch müsste dann schriftlich erfolgen und bis spätestens 2 Monate vor Ende des Mietverhältnisses bei mir eingehen. Ihr Widerspruch sollte eine Begründung enthalten.

Bereits jetzt widerspreche ich einer stillschweigenden Fortsetzung des Mietverhältnisses gemäß § 545 BGB über den vorgenannten Räumungszeitpunkt hinaus.

Sollten Sie die Wohnung innerhalb der gesetzten Frist nicht räumen und über den genannten Zeitpunkt hinaus nutzen, bleiben Sie trotzdem zur Zahlung einer Nutzungsentschädigung mindestens in Höhe der vereinbarten Miete zuzüglich der Nebenkosten-Vorauszahlungen verpflichtet.

Mit freundlichen Grüßen

........................................

(Vermieter)




Gruß Anita
16.02.2006, 21:29 von nackenpuster
Profil ansehen
Klar Wohngsanschrift ´ist drin bin der Vermieter von 4 Wohnugen ,die 5 tage wollte ich Ihr zeit geben um alles zu bezahlen ,ab heute ,nicht gut? dachte Sie könnte Antrag auf Übernahme der Mietschulden beim Sozialamt stellen ?bekommt aber Arbeitslosengeld sagt Sie ,, das mit der 48 std. antwort ist gut ,,,
16.02.2006, 21:15 von Sommer
Profil ansehen
Hallo,
formal scheint alles dring zu sein; ich finde es nur etwas unverständlich an einigen Ecken:
Zitat:
Eine fristgerechte Kündigung wird hiermit auch ausgesprochen und zwar zum
31.05.06 wobei die fristlose vorrank hat.
Einer stillschweigenden Verlängerung des Mietverhältnisses über diesen Zeitraum hinaus wird hiermit ausdrücklich widersprochen."
Es sei denn der volle Mietrückstand wird binnen 5 Tage bei mir bar bezahlt.

Was heisst das? 5 Tage nach Ablauf der fristlosen oder der fristgerechten Kündigung?
Außerdem: Gibt es Mahngebühren? Verzugszinsen würde ich auch draufsatteln, stehen Dir laut BGB zu (m.E. 5% über Basiszinssatz).

Die Auflistung der Rückstände würde ich eingangs anführen um zunächst die Fakten darzulegen. 10 Tage finde ich auch großzügig - ich fordere dann auf, innerhalb von 48 Stunden schriftlich zu erklären, daß der Mieter mit einer Räumung der WE grundsätzlich einverstanden ist (worauf in der Regel nichts passiert so daß ich gleich die Räumungsklage einreichen kann). Hier zählt jeder Tag!
Außerdem solltest Du noch kurz die Wohnung/Wohnungslage angeben und natürlich alle Mieter adressieren, bzw. alle Vermieter unterschreiben lassen. Und ev. Verwaltervollmacht beilegen!

Drücke Dir die Daumen...habe mit meinem Problemfall jetzt eine Rückzahlungsvereinbarung getroffen und hoffe, das klappt auch ohne Räumungsklage...

Hat Dir der GV die Räumungskosten benannt?

S.
16.02.2006, 21:10 von nackenpuster
Profil ansehen
ja sorry war wieder mal zu schnell sonst aber ok so oder ,
16.02.2006, 21:01 von Mumin
Profil ansehen
Öhm ... ich werde jetzt gleich fürchterlich ins Fettnäpfchen treten, aber in dem eingestellten Schreiben sind 'n paar Grammatik- und auch Rechtschreibfehler.



M. die sich schämt weil sie so kleinlich ist
16.02.2006, 20:43 von nackenpuster
Profil ansehen
stelle mal den neuen text hier ein vileicht kann mir jemant sagen ob er so ok . ist

Wie im Brief vom 15.12.05 angekündigt, erhalten Sie von mir die Fristlose Kündigung

Aufgrund der bestehenden Zahlungsrückstände kündige ich hiermit das bestehende Mietverhältnis über die von Ihnen bewohnte Wohnung fristlos.
Aufgrund dieser fristlosen Kündigung habe ich Sie aufzufordern binnen 10 Tagen das Mietobjekt zu verlassen und besenrein an mich herauszugeben.
Nach Ablauf der gesetzten Frist werde ich Räumungsklage gegen Sie erheben, sofern ein Auszug Ihrerseits nicht festgestellt werden kann. ( kosten für Sie 2500 Euro bei Zwangsräumung )
Eine fristgerechte Kündigung wird hiermit auch ausgesprochen und zwar zum
31.05.06 wobei die fristlose vorrank hat.
Einer stillschweigenden Verlängerung des Mietverhältnisses über diesen Zeitraum hinaus wird hiermit ausdrücklich widersprochen."
Es sei denn der volle Mietrückstand wird binnen 5 Tage bei mir bar bezahlt.

Aufstellung der Mietrückstände .
April 05 480,00 Euro
Juni 05 480,00 Euro
Dezember 05 480.00 Euro
Februar 06. 480.00 Euro
Gesamt 1920,00 Euro ,

Von Ihnen geleistete Zahlungen
30.06.05 145,19 Euro
08.11.05 150,00 Euro
19.12.05 400.00 Euro Bar
30.01.06 50,00 Euro für Reinigung der oberen Wohnung ,
Gesamt 745,19 Euro

Woraus sich ein Mietrückstand von 1174,81 Euro ergibt, welcher sofort zu begleichen ist,

Ihr Vermieter

16.02.2006, 20:19 von nackenpuster
Profil ansehen
Danke euch, aber werde meine fristlose Kündigung neu formulieren müssen.
Aber weiß ja jetzt wie, mal sehen wie es weitergeht …
15.02.2006, 11:54 von Sommer
Profil ansehen
Die Räumungsklage kannst Du einreichen, wenn die in der Kündigung gesetzte Frist verstrichen ist - letztendlich dauert das eh so lange, da hat sie genug Zeit falls sie es sich doch noch überlegt. Außerdem: Erst ab Eingang der Räumungsklage läuft die 2-Monatsfrist, in der sie den Mietrückstand (inkl. der bis dahin aufgelaufenen Gerichtskosten) ausgleichen kann und die Kündigung abwenden kann...sofern Du nicht im gleichen Schreiben nebst fristloser auch fristgerechte Kündigung ausgesprochen hast.

Geh wegen der Räumungsklage zum Anwalt - das ist etwas umfangreicher und ich weiß nicht sicher ob die Räumungskosten gleich mit angesetzt werden müssen. Kenne das so aber das scheint unterschiedlich gehandhabt zu werden. Kannst versuchen, den zuständigen GV ans Phon zu kriegen damit der Dir was dazu sagt aber das ist in der Regel sehr schwierig.

S.
15.02.2006, 10:10 von Anita
Profil ansehen
Hallo MiBri,

wie das bei Arbeitslosen ist weiss ich nicht.

Bei ALG-II-Empfängern (Hartz IV) zahlt das Amt die Miete. Normalerweise an den Mieter und der muß/sollte dann an den Vermieter zahlen.

Da aber einige ALG-II-Empfänger die Miete "verpulvern" versuchen die Vermieter die direkte zahlen zu erreichen.

Ich habe das im Mietvertrag in etwa so formuliert:

Zitat:
Erfolgt die Zahlung der Miete durch Dritte (ARGE oder ähnliche Ämter) so ist diese direkt an den Vermieter zu leisten.


Mit der ARGE in meinem Landkreis gibt da keine Probleme.
Allerdings, wie ich hier schön mehrmals gelesen habe, ist das nicht überall so.

Frag doch einfach mal beim Arbeitsamt oder ARGE nach.

Gruß Anita
14.02.2006, 22:11 von MiBri
Profil ansehen
Hallo,

hab da mal eine kurze zwischenfrage. Wie läuft das mit der miete, wenn man an eine arbeitslose Person Vermietet? bekommt man die Miete direkt von dem Mieter oder über das Amt und wie ist das bei Sozialhilfe empfängern, wer zahl bei denen?
14.02.2006, 21:04 von nackenpuster
Profil ansehen
Gut wird meine erste Räumungsklage, aber was soll es die Wohnung ist nicht verwahrlost
sind sogar brauchbare Sachen drin, sonst eine sehr saubere Mieterin; muss ich dann eine Räumungsklage nach dem Berliner Modell beantragen, wann kann ich die Räumungsklage beantragen, was kostet die … danke im Voraus ,,
14.02.2006, 20:52 von Sommer
Profil ansehen
Naja, mit Mahnbescheid kommst Du ans Geld (oder auch nicht) aber eben nicht an die Wohnung. Das kannst Du eben nur mit der Räumungsklage durchsetzen. Und das mit dem Amt ist ja wohl ein Witz - klar, die dürfen nix sagen und werden sich auch sauber raushalten...schließlich ist das Mietverhältnis nicht zwischen Amt und Dir geschlossen worden.

Das Berliner Modell erlaubt Dir das Geltendmachen des Vermieterpfandrechtes auf alle Gegenstände in der Wohnung, d.h. der GV räumt nicht mehr selber die Wohnung, sondern weist nur den säumigen Mieter aus der Wohnung und veranlasst den Wechsel des Schlosses - dann kannst Du das Zeug selber räumen lassen was viel billiger kommt als über den GV...naja, eben das auch nur, wenn Du entsprechendes Personal und Lagermöglichkeiten hast. Nützt natürlich auch nicht viel, wenn die Wohnung voller Müll und Schrott ist.

S.
14.02.2006, 20:32 von nackenpuster
Profil ansehen
Ja klar schuldet Sie mir mehr als zwei Monatsmieten, und eine genaue Aufstellung habe ich auch gemach, Sie zeigt keine Reaktion und sagt nur habe und bekomme kein Geld vom Arbeitsamt und Sie weiß auch nicht warum, sagte ihr die vom Amt soll mich mal anrufen,
aber die sagt wieder ( angeblich ) ist nicht ihre Sache.
Berliner Modell ???????

Gut Mahnbescheid werde ich eh erlassen, aber das dauert mir alles zu lange,

14.02.2006, 20:11 von Sommer
Profil ansehen
Hallo,
mit welcher Begründung hast Du fristlos gekündigt?
Geht letztendlich nur mit Begründung und genauer Aufführung wann welche Mieten verspätet gezahlt wurden - eine einzige verspätete Zahlung reicht dafür nicht. Und ansonsten braucht es 2 Wohnungsmieten Rückstand.
Letztendlich kannst Du die Rausgabe der Wohnung nur über ne Räumungsklage legal erreichen - und die dauert und kostet und macht auch nur dann Sinn, wenn die Kündigung wirklich in Form und Frist korrekt und damit gültig ist. Check das bevor Du den Klageweg einschlägst sonst wird es teuer (ach quatsch, teuer wird es eh...nur eben noch teurer). Mit dem Berliner Modell wird es billiger da Du die Räumung dann selber durchführen kannst.
Paralell kannst Du versuchen, die rückständigen Mieten inkl. Verzugszinsen durch einen Mahnbescheid mit anschließendem Prozeß (geht wohl auch Urkundenprozeß - ist schneller) einzutreiben. Macht natürlich auch Arbeit und kostet Geld wie das ganze Vermietungsgeschäft generell.

S.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter