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25.10.2007, 18:09 von MarkusSICProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Frist für die Nebenkostenerstattung
Hallo!

Ich bin neu hier und treibe normalerweise mein Unwesen im Steuerforum.

Leider habe ich privat ein kleines Problem mit meinem Vermieter (bin also sozusagen als Mieter von der Gegenseite :-))

Die Sache ist die:

Mit Schreiben vom 02.10.2007 hat mir die Hausverwaltung die Nebenkostenabrechnung 2006 zukommen lassen. Ergebnis: Erstattung von 900 Euro.

Die Erstattung sollte seitens des Vermieters erfolgen. Hierzu sollte ich die Bankverbindung mitteilen. Erledigt per Fax am 08.10.2007. Da ich keine Antwort erhielt (wollte gleichzeitig eine Senkung der NK-Vorauszahlung ab 2008 erreichen), schickte ich ein Fax am 22.10.2007 an meinen Vermieter. Dieses blieb ebenfalls unbeantwortet.

Meine Frage: Ab wann gerät der Vermieter in Verzug und besteht meinerseits die Möglichkeit, meinen Erstattungsanspruch gegen die Mietforderung aufzurechnen?

Eine Suche hiernach in diesem Forum blieb ledier erfolglos. Ich danke euch für eure Auskünfte!

Markus
Alle 15 Antworten
26.10.2007, 16:45 von frischebrise
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Hallo,

@AR na geht doch, so gar sachlich und richtig.
Zitat:
Da das Guthaben ja unstrittig ist, können Sie es natürlich mit den nächsten Mieten verrechnen. das muss dem Vermieter aber angezeigt werden! (Es gibt da einen BGB §, den ich jetzt nicht finde)



Es ist die Aufrechnung.

Streng genommen, hat der VM - ohne weitere Aufforderung - den Erstattungsbetrag dem M. ohne Zögern zurück zu erstatten.

VM ist in der Bringschuld.
Es bedarf keinerlei weitere Mahnungen oder in Verzug setzen.
Die Leistung ist nach Inkenntnissetzung des M. über den Erstattungsbetrag fällig. Sofern er weiß, wohin zu überweisen ist.
26.10.2007, 16:12 von Augenroll
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Wenn sie Ihre Kontoverbindung nachweislich (Faxprotokoll mit Uhrzeit) zugestellt haben, befindet sich der Vermieter nach etwa 14 Tagen in Verzug, auch wenn Sie kein Zahlungstermin angegeben haben.

Da das Guthaben ja unstrittig ist, können Sie es natürlich mit den nächsten Mieten verrechnen. das muss dem Vermieter aber angezeigt werden! (Es gibt da einen BGB §, den ich jetzt nicht finde)

Zur Senkung der Vorauszahlungen:

Angemessene Vorauszahlungen errechnen Sie am Besten so:

Summe der Abrechnung x 1,10 / 12 Monate

Dabei liegen Sie mit einer angenommenen Teuerungsrate von 10% sehr auf der sicheren Seite. Den neuen Betrag teilen Sie dem VM mit und ab wann dieser gezahlt wird und begründen das kurz.

Für solche Sachen brauchen Sie auch keinen RA.

Zitat:
Hmm, derartige Schritte zerstören natürlich das Verhältnis Mieter <-> Vermieter. Ich habe meinen Vermieter als vertrauenswürdigen mann kennengelernt und so manches auf mündlichem Wege festgelegt (keine Renovierungspflicht, da ich die Wohnung völlig unrenoviert entgegengenommen habe und in Eigenleistung nach meinen Wünschen renoviert habe).

Diese Vereinbarung existiert nicht schriftlich und wenn ich jetzt mit dem RA komme, fürchte ich, dass mein Vermieter diese Vereinbarung beim Auszug "vergessen" haben könnte.


Sie können ja die Schreiben sehr freundlich abfassen. Ich glaube kaum, dass Sie sich im Zweifelsfall (z.B. bei Auszug) auf mündliche Absprachen oder Kulanz verlassen können. Egal, ob Sie nun kulant waren oder nicht, es kann eine böse Überraschung geben. denn Sie haben da keine Garantie und wie es heutzutage allgemein mit Fairness aussieht, wissen Sie ja sicher selber.

Ich würde mal die Schönheitsreparaturklauseln im MV auf Ungültigkeit überprüfen lassen und mich ansonsten nur auf schriftliche Vereinbarungen verlassen.

Beste Grüße AR
25.10.2007, 19:04 von Mortinghale
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Zitat:
Meinst Du nicht, dass es Aufgabe der Hausverwaltung wäre


Möglicherweise. Aber wer weiß schon, was die als ihre Aufgabe ansehen oder was für eine Knalltüte Dein Fax abgeheftet hat.

Bevor ich mich mit meinem Vermieter anlegen würde, würde ich ihm die Möglichkeit zugestehen, daß er die Kontoverbindung erst seit drei Tagen kennt (und alles andere hinter seinem Rücken passiert oder eben nicht passiert ist).

25.10.2007, 18:51 von Lilibeth
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Zitat:
würde zunächst noch einmal per Handy versuchen


wie wär´s mit ner SMS ??????
25.10.2007, 18:50 von MarkusSIC
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@Mortinghale:

Meinst Du nicht, dass es Aufgabe der Hausverwaltung wäre, das Fax entsprechend an den Vermieter weiterzuleiten? Schließlich übernimmt die Hausverwaltung laut Mitteilung aus 2006 alle Aufgaben vom Vermieter, weil dieser damit nicht mehr behelligt werden möchte.

25.10.2007, 18:48 von Lilibeth
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Zitat:
ein Guthaben von 902,32 €,


ist schon eher die Ausnahme.

Kannst ja von in Urlaub fahren

Ist doch auch eine Form des sparens, sonst hättest Du vielleicht das Geld schon ausgelegt.

Da muß der Vermieter aber ganz schön tief in die Tasche greifen, was ihm sicher sauer aufstöst

Bei solch einer hohen Summe solltest Du dem Vermieter , falls erforderlich großzügig 3 Monatsraten zu gestehen

25.10.2007, 18:48 von MarkusSIC
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Hmm, derartige Schritte zerstören natürlich das Verhältnis Mieter <-> Vermieter. Ich habe meinen Vermieter als vertrauenswürdigen mann kennengelernt und so manches auf mündlichem Wege festgelegt (keine Renovierungspflicht, da ich die Wohnung völlig unrenoviert entgegengenommen habe und in Eigenleistung nach meinen Wünschen renoviert habe).

Diese Vereinbarung existiert nicht schriftlich und wenn ich jetzt mit dem RA komme, fürchte ich, dass mein Vermieter diese Vereinbarung beim Auszug "vergessen" haben könnte.

Ich denke, den Oktober werde ich ihm noch geben....bevor ich nochmal vorstellig werde.

P.S. Die Erstattung reicht fast für zwei Monatsmieten + überhöhte NK-Vorauszahlung!
25.10.2007, 18:47 von Mortinghale
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Bevor hier jetzt gleich mit Kanonen möglicherweise auf Spatzen geschossen wird:
Der Vermieter kennt die Kontoverbindung vermutlich erst seit dem 22.10.

25.10.2007, 18:43 von johanni
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Hallo Markus,

würde zunächst noch einmal per Handy versuchen, den Vermieter zu erreichen( natürlih unterdrückst Du hierzu Deine Nummer )
und dann zu prüfen, ob Du wirklich weggedrückst wirst.

Dann stellt Du ihm die Frage, wann er gedenkt, Dir Dein Guthaben zu überweisen. Hierzu setzt du ihm einen kurzen Termin z.B. 31.10.07!!

Und genau diesen Sachverhalt teilst Du ihm dann per Einschreiben mit Rückschein schriftlich mit mit der weiteren Mitteilung, wenn keine vollstänstige Erstattung auf Deinem Konto erfolgt, Du diesen betrag mit der Novembermieter( wenn sie dann tatsächlich so hoch sein sollte) in Abzug bringst. Wenn ein Restbetrag zu Deinen Gunsten verbleibt, kündigst Du in dem Schreiben die Weiterbearbeitung durch Deinen Rechtsanwalt an. Denn diese Kosten hätte der Vermieter dann zu tragen, wenn er sich im Zahlungsverzug befindet sollte.

Johanni
25.10.2007, 18:40 von frischebrise
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Hallo,

in der Tat kein korrektes Verhalten des Vermieters.

Wenn ein derartig hoher Erstattungsbetrag durch die Jahresabrechnung entsteht, ist i.d.R. bei den meisten Abrechnungen sofort der neue BK- Vorschuss entsprechend gesenkt.

Das ist gängige Praxis.
Nach max. 4 Wochen - nach Versand der Abrechnung - hat der Erstattungsbetrag auf dem Konto des Mieters zu sein.
Auch das gehört zum seriösen Vermieten.
25.10.2007, 18:40 von MarkusSIC
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Sorry, an die Hausverwaltung. In dem ersten Anschreiben der Hausverwaltung steht wörtlich:

"Wie Sie aus der Abrechnung ersehen können, ergibt sich ein Guthaben von 902,32 €, welches Ihnen zeitnah von Seiten Ihrer Vermieterin erstattet wird. Bitte teilen Sie Ihre Bankverbindung mit."

Daher habe ich das Fax an die Hausverwaltung geschickt und erst das zweite Fax an den Vermieter selbst.
25.10.2007, 18:34 von Mortinghale
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Aber an wen hast Du nun das erste FAX geschickt ?

25.10.2007, 18:33 von MarkusSIC
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Hi!

Bei der Hausverwaltung habe ich angerufen..."wenden Sie sich an den Vermieter".

Beim Vermieter auf dem Handy werde ich regelmäßig weggedrückt...letzteres macht mich ja so stutzig.
25.10.2007, 18:29 von Cora
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Hallo

geht man davon aus, dass der Mieter die Abrechnung prüfen will und der Vermieter ihm eine gewisse Zeit dafür zugesteht, denke ich mal, dass die Kostenerstattung innerhalb 4 Wochen erfolgen sollte.

Ich würde ihm eine Frist setzen und mitteilen, dass, wenn die Erstattung bis zu diesem Tag nicht eingegangen ist, dieser Betrag von der nächsten Miete in Abzug gebracht wird.
25.10.2007, 18:29 von Mortinghale
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Hi Markus

Zitat:
Erledigt per Fax am 08.10.2007.


An die Hausverwaltung oder den Vermieter ?

Ruf doch bei beiden einfach mal an. Vielleicht ist der Vermieter ja auch in Urlaub.

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