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14.08.2007, 18:40 von zehnernetProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Feuchtigkeit nach Leerstand
Hallo NG,

ersteinmal möchte ich mich für das Forum bedanken. Ich hoffe - ich bin mir sicher - dass mir hier etwas weitergeholfen werden kann.

Ich bin ein privater Vermieter. Ich vermiete 1 Wohnung und eine Gewerbefläche in unserem Haus, einen Kiosk.
Hier kommt jetzt mein Dilemma:
Wir haben den Kiosk mit langer Laufzeit vermietet. Vor 2,5 Jahren hat der Mieter (Eine große bekannte Kette aus einem weit entfernten Land mit vielen Lekkerlies.), seinen damaligen Pächter verloren (Warum ist ein anderes Thema... ;-)).
Seid dem hat die Kette auch niemanden mehr gefunden unter den gewünschten Bedingungen den Kiosk zu pachten. Deshalb steht er seid dem leer.
Nun hat der Mieter zum Jahresende fristgerecht gekündigt und ich war heute mit einem Vertreter der Kette (dem Mieter) im Kiosk.
Dabei wäre ich beinahe umgefallen! Seid dem der Kiosk nicht mehr verpachtet ist war die Heizung aus, Fenster alle zu und scheinbar hat es vorher noch eine nette "Überschwemmung" im Sanitärbereich gegeben.
Alles ist feucht, riecht muffig und an Einrichtungsgegenständen ist weißer Schimmel (Bürostuhl/Holztresen). An den Wänden ist so nichts zu sehen, die Tapeten scheinen zumindest fest zu sitzen.

Jetzt meine Frage(n):
1. Sicher ist der Mieter dafür zuständig, das ist schon klar. Aber was heißt "Schaden beseitigen"? Betrifft die Feuchtigkeit nur die Einrichtung oder könnte durch den Fall auch die Bausubstanz betroffen sein?
Wie muss mein Mieter technisch und fachlich richtig prüfen und beseitigen?
Ich befürchte nämlich, dass er einfach durchlüftet und meint, damit wäre alles erledigt. Ich jedoch habe meine Bedenken, ob nicht später dann Folgeschäden auftreten können (richtiger Schimmelbefall), weil nicht richtig geprüft wurde oder/und technisch nicht einwandfrei für Abhilfe gesorgt wurde.

2. Wie gefährlich und/oder gesundheitsschädlich kann es sein, wenn man sich in den Räumen aufhält, wärend der Schimmel noch vorhanden ist?

3. Sollte ich von mir aus einen Sachverständigen kommen lassen, der das ganze prüft? Wenn ja was für einen und wo finde ich den? Oder kann ich vielleicht den Mieter zu bestimmten Maßnahmen wie einen "Prüfer" verpflichten, oder sogar zu bestimmten technischen Maßnahmen (s. 1.) zur Beseitigung?

4. Allgemein gefragt: Sollte man, egal wo sich der Schi8mmel überall aufhält, generell eine Art Sanierung machen (Putz etc.)?

OK, OK... Viele Fragen - ich weiß. Aber ich habe auch rein gar keinen Schimmer, was ich machen soll. Der MIeter will mit mir im September ein Treffen machen, in dem die noch von ihm vorzunehmenden Dinge abgesprochen werden. Und ich habe nun angst, dass ich wegen Unwissenheit über den Tisch gezogen werde und mit Spätfolgen, bzw. dessen Kosten sitzen bleibe.

Ich bin wirklich für jeden kleinsten Tipp sher dankbar!

Viele Grüße
Stefan Zehner
Alle 13 Antworten
15.08.2007, 11:07 von MarieP
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Hallo

wer hier was verletzt hat, steht doch erst mal überhaupt nicht zur Diskussion. Hier ist anscheinend auf beiden Seiten ein Defizit.

Die Schadensursache muss gefunden werden und dann kann man weitere Maßnahmen treffen und ggf. den Verursacher haftbar machen.

Diese ewigen Unkenrufe helfen keinen weiter.

15.08.2007, 10:53 von johanni
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Zitat:
So sicher ist das aber nicht, denn Sie haben hier offensichtlich Ihre Schadensminderungspflicht verletzt


Wo soll denn hier eine Schadensminderungspflicht von Seiten des Vermieters verletzt worden sein?

Ist ausschliesslich Sache des Mieters, da das Mietverhältnis besteht unabhängig ob die Mietsache genutzt wird oder nicht.

Johanni
15.08.2007, 09:52 von cavalier
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Zitat:
Können Sie das mal verlinken? Finde es nicht

Ach nee!

Fall ich nicht drauf rein.
15.08.2007, 09:45 von Augenroll
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Können Sie das mal verlinken? Finde es nicht.
15.08.2007, 09:44 von cavalier
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@Augenroll

Zitat:
Na dafür schnüffen Sie aber ziemlich oft hier im Forum rum

Siehe mein Beitrag 15.08.07 09:38
mietkauf -- grosser boom
15.08.2007, 09:41 von Augenroll
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Zitat:
Bin doch kein Schüffler.


Na dafür schnüffen Sie aber ziemlich oft hier im Forum rum.
15.08.2007, 09:40 von cavalier
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Zitat:
Natürlich darf er das nicht, aber das langer Leerstand herrschte wird ihm nicht verborgen geblieben sein, eventuell auch nicht, dass die Heizung abgestellt war. Dann droht naturgemäß Schimmel. Da das jeder weiß, hätte der Vermieter nachfragen müssen, was los ist. Hat er das nicht, trifft ihn eine Mitschuld.

Bin doch kein Schüffler.
15.08.2007, 09:37 von Augenroll
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Zitat:
Wieso, der Vermieter darf die Räume doch nicht betreten. Oder habe ich das anders von Ihnen in Erinnerung.


Natürlich darf er das nicht, aber das langer Leerstand herrschte wird ihm nicht verborgen geblieben sein, eventuell auch nicht, dass die Heizung abgestellt war. Dann droht naturgemäß Schimmel. Da das jeder weiß, hätte der Vermieter nachfragen müssen, was los ist. Hat er das nicht, trifft ihn eine Mitschuld.
15.08.2007, 09:24 von cavalier
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@Augenroll

Zitat:
So sicher ist das aber nicht, denn Sie haben hier offensichtlich Ihre Schadensminderungspflicht verletzt.

Wieso, der Vermieter darf die Räume doch nicht betreten. Oder habe ich das anders von Ihnen in Erinnerung.
15.08.2007, 08:35 von Augenroll
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Zitat:
Sicher ist der Mieter dafür zuständig, das ist schon klar.


So sicher ist das aber nicht, denn Sie haben hier offensichtlich Ihre Schadensminderungspflicht verletzt.
14.08.2007, 23:13 von MarieP
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Hallo

Die Überschwemmung - den Wasseraustritt - solltest du deiner VS melden. Wenn es sich um eine Verstopfung gehandelt hat - tritt deine VS nicht ein.
Du solltest auf Messungen bestehen um festzustellen vorher die Schäden/Mängel kommen. Nur so kann fachgerecht saniert werden.
Ohne genaues Schadensbild wird aus der Ferne nicht viel zu sagen sein. Es sind Fachleute vor Ort gefragt.
Viele Heizungsbauer/Sanitär sind in der Lage solche Messungen durchzuführen oder ein Bau-ING.

http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2227.pdf
@kathi2007

...na dass beruhigt wenigstens schon mal etwas. Vielen Dank für deine Meinung!
Also, warten wir es ab...

Gruß,
Stefan
14.08.2007, 19:39 von kathi2007
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Hallo,
also so wie ich das seh bist du auf relativ sicherer Seite, da du als Vertragspartner keine am Existenzminimum rumschrabbelnde Privatperson hast, sondern einen Konzern für den solche Beträge i.d.R. Peanuts sind (haben ja auch 2,5 Jahre Miete gezahlt ohne was davon zu haben). Würde das mit dem Wasserschaden meiner Versicherung melden, die zahlen das erstmal und holen sich das dann auch von nem Konzern sicher erfolgreich zurück. Es wäre aber auch durchaus möglich, dass dir die Firma von sich aus schon einen höheren Schadenersatz o.ä. bezahlt als der tatsächliche Schaden ist. Also keine Sorgen machen
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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