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01.01.2007, 17:29 von bananaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Fehlbelegabgabe
Wie kann ich herausbekommen, ob eine Mieterin für eine Sozialwohnung an die Stadt eine Fehlbelegabgabe zahlen muß?
Es geht um eine junge Frau, die mit Ihrem Freund 2000 in die Wohnung gezogen ist. Sie hat den WBS damals bekommen, weil sie arbeitslos war. Inzwischen hat sie einen vollzeitjob, der Freund arbeitet bei einer Nobelfirma und fährt einen dicken Porsche. Alles nicht so wild, solange sie die Miete zahlt. Genervt hat die Gute eigentlich immer schon, all so Sachen wie Flur nicht putzen, Termine nicht einhalten, aber immer wieder mit einem zuckersüßem Lächeln beteuern, sie würde den Flur putzen und ach den Termin hab ich doch vergessen, tut mir sooo leid u.s.w. Jetzt will sie die Miete um 20% kürzen, weil in Ihrem Schlafzimmer Schimmel aufgetreten ist. Hab sofort den Dachdecker informiert, der sagt das Dach ist in Ordnung, aber die junge Frau hat zwei Wäscheständer im Schlafzimmer stehen und würde nicht richtig lüften, das könnte er an den Stockflecken erkennen.
Sie beharrt weiterhin darauf, dass Sie nicht schuld ist und wird die Miete ab Januar kürzen.
Die reguläre Miete beträgt 296,35 €.Incl.
Könnte ich sie beim Wohnungsamt anschwärzen, oder schneid ich mir dabei selbst in die Finger?
Alle 6 Antworten
03.01.2007, 09:34 von chum
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Anschwärzen oder andere Rache"triebe" würde ich ganz sein lassen.
Der Mietminderung sollten Sie schriftlich widersprechen und auch erklären, dass der Dachdecker das Dach geprüft hat welches in Ordnung ist und es liegt mit Sicherheit an den Wäscheständern im Schlafzimmer und der mangelnden Lüftung.
Sie sollten im Schreiben undbedingt erwähnen, wenn weiterer Schimmelschaden auftritt, eine sehr kostspielige Sanierung (inkl. Schimmelbeseitigung) mit sich bringt und Sie die Mieterin voll haftbar hierfür machen. Erwähnen können Sie, dass Sie bis auf Weiteres die Kosten des umsonst gerufenen Dachdeckers erst einmal nicht zurückfordern werden, Sie sich dies jedoch vorbehalten.

Falls die Miete gemindert wird, müssten Sie die Dame für den entsprechenden Betrag in - schriftlich - Zahlungsverzug setzen mit Fristsetzung zur Zahlung. Auch sollten Sie der Mieterin in dem Schreiben auf die Konsequenzen aufmerksam machen, z.B. einer zukünftigen Kündigung.
...................
Ich vermerke auf den Schreiben an die Mieter immer "Per Briefkasteneinwurf am tt.mm.2007", dies gilt als Zugestellt, wenn der Mieter z.B. wochenlang keine Post "nachsieht" ist es Pech für den Mieter. Hierzu gibt es bereits Urteile.
03.01.2007, 02:08 von prinzregent
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Das mit der Fehlbelegung würde ich sein lassen. Wahrscheinlich hat sich der Freund mit dem Porsche gar nicht bei ihr gemeldet. Das Amt prüft da eh alle paar Jahre nach.

Aber dem Schimmel widersprechen mit Hinweis auf den Handwerker, ferner ein " wie lüfte ich richtig" Heftchen zustellen.

Ich denk mal, die Gute heizt zu wenig.
02.01.2007, 09:57 von Rita
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Die Fehlbelegungsabgabe trifft m.W. den Mieter (nicht den Vermieter) bzw. eine evtl. Kontrollpflicht das Wohnungsamt (nicht den Vermieter).
Wegen einer ähnlichen Problemstellung hatte ich selbst auch mal beim Wohnungsamt diesbezgl. angerufen.
Antwort des Amtes: Beim ..... Förderweg wird nur einmalig beim MV-Abschluß/Einzug geprüft - der einmal erteilte WB-Schein gilt unwiderruflich bis zum Mietende/Ablauf des Förderzeitraums.

Also ggfs. Förderbestimmungen/Belegungsbindung genau nachlesen/erfragen!

Mietminderung/Schimmel
Die Dachdeckermeinung alleine wird in einem Rechtstreit kein großes Gewicht haben.
Trotzdem kannst du natürlich versuchen, dich in deiner Antwort an die Mieterin zunächst darauf zu stützen - Grundtenor der Antwort muss sein:
Ursache für Schimmel/Feuchtigkeit ist kein baulicher Mangel sondern das Wohn-/Heiz-/Lüftungsverhalten der Mieterin.

Am besten die Mieterin auch gleich im ersten Schreiben darauf hinweisen, dass du dich ggfs. rechtlich/gerichtlich gegen die ungerechtfertigte Minderung wehren wirst > d.h. dass du dann nicht nur Schadensbeseitigung sondern auch die zusätzlich von ihr erforderlich gemachten Sachverständigenkosten/Gerichtskosten/Anwaltskosten etc. von ihr ersetzt verlangst.

Ein Sachverständiger/Gutachter kann mit entsprechenden Messgeräten ganz klar nachweisen, dass es sich z.B. nicht um eindringende Feuchtigkeit handelt, sondern um von der Mieterin verursachte.
01.01.2007, 20:17 von Vermieterheini1
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Nachdem die Moderatoren nicht gewillt sind User, wie Augenrolls, HaJos, usw. aus dem Forum zu schmeißen und all deren "Kotze" zu löschen müssen ALLE meine Beiträge unwiderbringlich gelöscht werden!
Ich kann diese Beiträge/Infos NICHT wieder herstellen/einstellen!

Solange Asoziale, wie Augenrolls, HaJos, usw. im Forum sind, kann es keine Beiträge von mir geben.
01.01.2007, 18:52 von FM_24
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Hallo,

unabhängig von dem Schreiben, in dem der Mietminderung widersprochen wird, würde ich ein extra Schreiben aufsetzen, in dem mitgeteilt wird, dass der Dachdecker das begutachtet hat und die Mieterin ausdrücklich auf das richtige Lüften aufmerksam machen.

ein Link zum richzigen Lüften und dem schreiben beifügen.

http://www.immobilienscout24.de/de/umzug/mietertipps/renov/ratgdmbdl0181.jsp;jsessionid=A9D4C482492968047B442AE11411E868.worker2

Bei Bauschäden, die durch falsches Lüften entstehen, würde ich die Mieterin zur Beseitigung der Schäden auffordern.

Gruß Jürgen
Der Schuss könnte nach hinten losgehen, da Sie Dir unterstellen warum Du das ganze nicht schon vorher gemeldet hast.

Ich würde der Mietminderung widersprechen!!

Gruß Christoph
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