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01.04.2007, 12:15 von VermietiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|falsche Grundstücksgröße - was nun?
Hallo,

im Grundbuch ist eingetragen : 471,71/10.000stel Miteigentumsanteil an dem Grundstück ... zur Größe von 2347 qm.

In der Teilungserklärung steht als Summe

1474,98 qm = 10.000tel

Verstehe ich das richtig, das das Grundstück halt 2347 qm groß ist und davon 1474,98 qm im Sondereigentum stehen?

Es gibt eine Karte im Internet, die die Größe von 2347 qm (laienhaft nachgemessen) einwandfrei abgegrenzt ausweist. Jedoch geht die Hausverwaltung von einer Karte des genehmigten Bauantrags aus, die eine ganz andere Trennung des Grundstücks vom Nachbargrundstück (gehört dem Bauträger) ausweist. Demnach wäre unser Grundstück sehr viel kleiner. Die Grundstückspflege wurde auch bisher danach berechnet.

Nach meinen Recherchen stimmt jedoch die Karte im Internet. Unser Grundstück geht bis vor die Haustür das Nachbarhauses und noch um das Nachbauhaus herum.

Jetzt frage ich mich: Was hat das für Konsequenzen?

Praktisch zahlen wir Grundsteuer (und die ist bei uns unverhältmäßig hoch), Versicherungen usw. für einen Teil des Grundstücks, das dauerhaft von anderen genutzt wird. Für Unfälle, die z. B. auf fehlende Schneeräumung zurückzuführen sind, sind wir haftbar zu machen.

Könnte da wohl eine Verjährung eintreten?

Könnte man das mit einem Pachtvertrag auf Dauer lösen?

Ich stehe auf dem Standpunkt, auch dieses Problem muß geklärt werden.

Oder bin ich zu pingelig? Ich kenne mich mit solchen Dingen nicht aus bzw. muß mich erst reinarbeiten.

Für ehrliche Meinungen oder Antworten bin ich sehr dankbar.

Freundliche Grüßen
Vermieti
Alle 7 Antworten
14.04.2007, 14:07 von Vermieti
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Hallo,
ja so ist es. In der Teilungserklärung steht als Summe aller Miteigentumsanteile = 1474,98 qm = 10.000

Nur die Größe des Grundstücks wurde dort nicht genannt.

Ich erhalte jetzt einen Lageplan und einen Liegenschaftsauszug des Katasteramtes, fernmündlich hieß es bereits: Grundstücksgröße 2347 qm

Ich warte jetzt die Einzelheiten ab.

Freundliche Grüße
Vermieti

09.04.2007, 13:24 von Fixfeier
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Hallo,

also langsam versteh ich nur noch Bahnhof!?

Vermieti schrieb:
Zitat:
In der Teilungserklärung steht als Summe
1474,98 qm = 10.000tel



Vermieti schrieb:
Zitat:
Eine qm-Zahl des Grundstücks wurde in der Teilungserklärung nicht genannt.



Wat denn nu?

Gruß
09.04.2007, 11:09 von Vermieti
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Hallo,
danke für die bisherigen Antworten. Ich werde den aktuellen Grundbuchauszug und die Teilungserklärungen vom Amtsgericht anfordern. Und vom Katasteramt den Lageplan.

Es ist so, daß dies ein größeres Gelände war und der Bauträger lt. der ersten Teilungserklärung zwei weitere Mehrfamilienhäuser draufstellen wollte, dann aber drei weitere gebaut hat. Jedoch sind das mit den anderen Häusern zusammen deutlich mehr als 2347 qm. Es lagen in den Teilungserklärungen schon mehrere Fehler vor, so dass einige Male die Teilungserklärung geändert werden mußte. Alles vor meiner Zeit.

In der ersten Teilungserklärung steht:
"Die .. Immobilien GmbH wird aufgrund Kauftrag mit der Gemeinde ... Eigentümer einer Teilfläche des Grundbesitzes ...(Ort) Flur .. Flurstück ... und ... Der Notar wird bevollmächtigt, zu gegener Zeit die genaue Identität des Gegenstandes dieser Teilungserklärung zu bezeichnen.

Nach Eigentumsüberschreibung wird der Grundbesitz lastenfrei sein, mit Ausnahme eines Wegerechtes für die beiden benachbarten Grundstücke, auf denen ähnliche Bauvorhaben entstehen.

Die Eigentümerin errichtet auf diesem Grundbesitz demnächst ein Mehrfamilienhaus. Der Teilungsplan für dieses Bauvorhaben, die Bauzeichnungen und die Baubeschreibung sind dieser Niederschrift als Anlage beigefügt."

Die Änderungen der Teilungserklärung bezogen sich immer wieder auf kleine Rechenfehler des Miteigentums/Sondereigentums.

Eine qm-Zahl des Grundstücks wurde in der Teilungserklärung nicht genannt.
Jetzt stellt sich mir die Frage, wem gehört die Gartenfläche. Eine Zuordnung wurde nicht benannt.

In der Teilungserklärung steht weiter:

"Die Eigentümer sind verpflichtet, die Außenanlagen einheitlich mit den beiden benachbarten Grundstücken, auf denen ähnliche Bauvorhaben entstehen, zu gestalten. Die gesamte Anlage mit den drei Gebäuden soll in seiner Gestaltung einen einheitlichen und harmonischen Wohnpark bilden."

So kompliziert habe ich mir das alles nicht vorgestellt. Ich möchte jetzt Klarheit haben.

Freundliche Grüße
Vermieti

07.04.2007, 21:52 von Fixfeier
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Hallo Vermieti,

ich wollte eigentlich nicht wissen was der Notar im Kaufvertrag angegeben hat sondern was im Grundbuch steht. Ich weiß, das sollte identisch sein, aber du lässt eine Vermututung durchblicken die zumindest einen Fehler des Notars nicht unwahrscheinlich macht.

Aber bevor man sich mit einer solchen Materie auseinandersetzt sollte man immer erst die Unterlagen vollständig und aktuell zusammenstellen.

Also:
1. Grundbuchauszug (Amtsgericht)
2. Teilungserklärung (Amtsgericht)
3. Katasterplan (Katasteramt)

Es wäre auch noch gut zu wissen wie der Text in der Teilungserklärung lautet den du vergleichsweise herangezogen hast. Evtl. könntest du das hier noch reinstellen.

Gruß
06.04.2007, 11:47 von Rita
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Womöglich steckt hier irgendwo ein Fehler und oder Ansatzpunkt im Detail > "2. Grundstücksteil bzw. Nachbargrundstück, das noch dem ursprünglichen Bauträger gehört"

Könnte es sein, dass
es sich ursprünglich um ein Riesengrundstück gehandelt hat, das irgendwann mal zur WE-Begründung geteilt wurde? oder
das Grundstück noch gar nicht "realgeteilt" ist und aus irgendeinem Vertragspunkt hervorgeht, dass der Nachbar/Bauträger noch Eigentümer des anderen Grundstücksteils (2.347 - 1.474,98) ist?
d.h. dass das "Nachbargrundstück" noch unter der gleichen Flurstücks-Nr. läuft und sich die Größe 2.347 eben auf "beide" Gesamtgrundstücksteile bezieht?
die Bauantragsunterlagen/der Lageplan zum Bauantrag nicht dem tatsächlichen (nachträglich geänderten) Stand entsprechen?
> Das kommt öfter vor als man denkt ...
der Grundbuchauszug noch nicht die tatsächlichen Verhältnisse berücksichtigt?
Manchmal braucht das Grundbuchamt Monate/Jahre, um seine Unterlagen an den aktuellen Stand anzupassen.

Also:
wer genau ist lt. aktuellen Grundbuchverhältnissen Eigentümer des Grundstücks, Flurstück Nr. ..., Gesamtgröße 2.347 m²?
> Eigentümergemeinschaft mit/ohne Bauträger/Nachbar ??

Wie lange ist sind Teilungserklärung/WEG-Begründung/Kauf her?

Wenn die unterschiedlichen Flächenangaben tatsächlich nicht nachvollziehbar sind, würde ich mir zunächst mal einen aktuellen Lageplan/Katasterauszug mit Grenzmassen/Grenzmarkeneintragungen besorgen und den vertragsfertigenden Notar einer "peinlichen Befragung" unterziehen ...

Entweder muss der zugeben, einen (Schreib-)Fehler gemacht zu haben - oder er müsste erklären können, wo sich die Aufklärung aus seinem "Vertragswerk" ergibt.

Erst danach kann man über eventuelle Konsequenzen aus einem eventuellen Sachverhalt nachdenken ...
06.04.2007, 09:18 von Vermieti
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Hallo,
im Kaufvertrag ist folgendes als Grundbuchstand beschrieben:
"Im Grundbuch von ... Band... ist ... als alleiniger Eigentümer eingetragen:

Blatt...
471,71/10.000stel Miteigentumsanteil an dem Grundstück in der
Gemarkung ....
Gebäude- und Freifläche, Straße..., zur Größe von 2.347 qm
verbunden mit dem Sondereigentum an der Wohnung .. mit Abstellraum im Keller .. des Aufteilungsplanes.

Das Miteigentum ist durch die Einräumung der zu den anderen Miteigentumsanteilen gehörenden Sondereigentumsrechte beschränkt. Zur Veräußerung ...

...
Die Rechte der Wohnungseigentümer, ihre Rechts beziehungenen untereinander sowie die Verwaltung sind in der Teilungsklärung vom ... geregelt."

Im Grundbuchauszug vom Amtsgericht ist nur das neue Eigentumsverhältnis vermerkt.

Demnach muß ich doch davon ausgehen, daß das zum Haus gehörende Grundstück 2.347 qm groß ist?

Freundliche Grüße

02.04.2007, 14:09 von Fixfeier
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Hallo,

die Frage wird so nicht recht verständlich. Bitte mal den genauen Text lt. Bestandsverzeihnis (GB) hier reinstellen.

Gruß
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