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26.05.2011, 17:14 von khfProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|exorbitant niedriger Mietzins
Ich habe eine Immobilie übernommen, in der eine Mietpartei gegenwärtig einen Mietzins entrichtet, der bei ca. 62% der üblichen Miete liegt. Hier wurde durch den Vorbesitzer ein Mietvertrag abgeschlossen, der einen "mehr als Freundschaftspreis" als Grundlage hatte.
Gibt es denn hier eine Möglichkeit, trotzdem mehr als die max. 20% ( so ist es wohl lt. Gesetz) als Mietzinserhöhung zu verlangen
Man wird sicher nicht erfreut sein, aber so lassen kann man es aus wirtschaftlichen Erwägungen ja auch nicht.

Würde mich freuen, wenn hier jemand einen brauchbaren Tip hat.
Alle 2 Antworten
21.07.2011, 18:52 von khf
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vielen Dank für den Beitrag.
Es scheint sich nach einem Gespräch doch über einen geänderten Mietvertrag regeln zu lassen.
Wäre sicher ohne Einsicht des Mieters schwer geworden.
tut mir auch leid für die späte Antwort - also nochmals DANKE und alles Gute.
04.07.2011, 01:21 von Frank Walter
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Hallo Herr Karl-Heinz Fenkl,

bevor man die Frage richtig beantworten kann, müssten wir wissen, was genau im Mietvertrag zum Thema des Mietzinses vereinbart worden ist: Indexmiete, Staffelmiete oder Erhöhung nach der ortsüblichen Vergleichsmiete (§558 BGB) möglich?

Bei der Indexmiete und der Staffelmiete wären die Erhöhungsmöglichkeiten im Vertrag bereits deutlich beschrieben, weswegen ich auf eine Erhöhungsmöglichkeit nach §558 BGB schließe.

Ist dies der Fall wäre es wichtig zu wissen, in welcher Stadt die Wohnung liegt; Gibt es einen Mietspiegel oder nicht?

Das Gesetz lässt bei einer Erhöhung der Grundmiete nach der ortsüblichen Vergleichsmiete eine Erhöhung von 20 Proezent über der Stichtagsmiete (Grundmiete vor drei Jahren) zu.

Ausgenommen von diesen Erhöhungen sind Erhöhungen der Grundmiete nach §559 BGB (Modernisierungen). Voraussetzung hier ist jedoch eine nachhaltige Wohnwertverbesserung.

Durch eine Erhöhung nach §558 und §559 ließe sich also durch aus eine Erhöhung der Grundmiete über 20 Prozent erzielen. Fragt sich jedoch, ob sich der Mieter nicht nach Zusenden der Ankündigungen, Erhöhungsverlangen und Mietänderung sofort verabschiedet.

Zweiter Punkt ist die Wohnwertverbesserung, welche auch finanziellen Aufwand benötigt.
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