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30.07.2007, 11:30 von MelanieProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Ex-Schimmel und Neuvermietung
Hallo,
ich hoffe ich muß nun nicht die ganze Problematik mit der EG-Wohnung wiederholen, ich denke die meisten wissen um was es ging.
Kurze Zusammenfassung:
Wohnung war 5 Jahre lang vermietet, Schimmel trat in einem Zimmer auf - Gutachten ergab Lüftungsfehler!
Darauf 1 Jahr Leerstand - kein Schimmel!
Dann 1 Jahr erneute Vermietung - kein Schimmel!
Darauf 1 Jahr Leerstand - kein Schimmel!
Dann erneute Vermietung - wieder Schimmel im kleinen Zimmer!
Wir hielten das betreffende Zimmer wegen 2 Außenwänden schon für risikoreich (zumindest bei nicht ganz so ausreichender Lüftung), haben deshalb Tapeten entfernt, mit Antifungizid behandelt und Lattung mit Paneele gemacht.
Mieterin hatte darauf kein Schimmel mehr, und war äußerst zufrieden mit Wohnung.
Erst nachdem man neuen Partner hatte und neue Wohnung suchte war angeblich die Wohnung feucht....
Dies stellte sich für uns später als Luftnummer raus um früher aus dem Vertrag zu kommen (hatte ich ja alles schon geschrieben...incl.Ablufttrockner der ohne Schlauch betrieben wurde )
Bis auf den Ablufttrockner ohne Schlauch (dafür habe ich Zeugen und Bilder) können wir zwar nicht beweisen das sie es nur anführte um fristlos aus der Wohnung zu kommen....wir sind uns jedoch sicher das es gefaked war...
Nach deutlichen Worten durch meinen Mann kündigte sie dann auch fristgerecht statt fristlos...
O.K....so weit so gut...
Ich denke das die Wohnung keine Baufehler hat, und wenn man darin einigermaßen heizt/lüftet auch kein Schimmel auftritt.
Jedoch weiß man auch das manche Leute nunmal nicht ausreichend lüften...
Für solche Leute kann ich nicht ausschließen das diese EG-Wohnung darauf etwas empfindlicher reagiert als vielleicht manch andere Wohnung.
Gibt es irgendwas was ich vertraglich regeln kann, damit ich falls flegmatische Mieter und empfindlichere Wohnung aufeinander treffen nicht die ganze Keule bei uns liegt?
Ich denke nicht, oder?!

Alle 6 Antworten
30.07.2007, 20:18 von Gini
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www.hausbautipps24.de
30.07.2007, 18:27 von Gipsy
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@cavalier

Das die Sache mit dem Lüften usw. im Mietvertrag drinsteht ist mir schon bewußt.
Hab mich vielleicht falsch ausgedrückt

Was ich meinte ist, die Broschüre die du z.B. aushändigst zum Vertragsbestandteil zu machen.

Gipsy
30.07.2007, 16:48 von Melanie
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Hi Marie,
ja, hatte ich!
Das war damals die erste Mieterin die immerhin 5 Jahre drin wohnte (bis Ende 2003)
Danach kam nie wieder Schimmel, erst bei der jetzigen Mieterin.
Die wohnt erst seit März drin und ist nun am Ausziehen.
30.07.2007, 15:31 von MarieP
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Hallo Melanie

hattest du nicht auch schon beim vb.com hiervon berichtet?
30.07.2007, 12:25 von cavalier
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Hallo Gipsy,

Zitat:
Lüftungsvorschriften zum Bestandteil des Mietvertrages machen kann

ist i.d.R. im Mietvertrag enthalten.

Zitat:
§ 13 a
Instandhaltung und Instandsetzung der Mieträume

1. Der Mieter hat die Mietsache sowie die zur gemeinsamen Benutzung bestimmten Räume,
Einrichtungen und Anlagen schonend und pfleglich zu behandeln. Er hat in den Mieträumen für die Reinigung und ausreichende Lüftung und Heizung zu sorgen. Dies gilt insbesondere bei modernen Fenstern zur Vermeidung von Feuchtigkeitsschäden (z.B. Schimmelbildung).

Beim Aufstellen von Möbeln an den Außenwänden ist ein Mindestabstand von 10 cm einzuhalten. Die Reinigung des Treppenhauses und der zur gemeinschaftlichen Benutzung bestimmten Räume und Anlagen obliegt ihm nach Maßgabe der Hausordnung, die Bestandteil des Mietvertrags ist.

2. Der Mieter haftet dem Vermieter für Schäden, die durch ihn, seine Familienmitglieder,
Hausgehilfen, Untermieter, Besucher sowie die von ihm beauftragten Handwerker usw. schuldhaft verursacht werden. Insbesondere haftet er für Schäden, die durch fahrlässiges Umgehen mit Wasser-, Gas- oder elektrischen Licht- und Kraftleitungen, mit der Klosett- oder Heizungsanlage, durch das Offen stehen lassen von Türen und Fenstern oder durch das Versäumen einer vom Mieter übernommenen sonstigen Pflicht (Beleuchtung usw.), durch Pfennigabsätze, Stöckelschuhe, Stockspitzen oder sonstige spitze Gegenstände entstehen. Dem Mieter obliegt der Beweis dafür, dass der einzelne Schaden nur auf den vertragsgemäßen Gebrauch zurückzuführen, also von ihm nicht zu vertreten ist.

3. Der Mieter verpflichtet sich, im Einzelfall kleine Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten
innerhalb der Wohnräume bis zu einem Betrag von 100 € zu tragen und dem Vermieter die angefallenen Kosten zu erstatten, ohne dass es auf sein Verschulden ankommt. Diese Verpflichtung beschränkt sich auf die Teile der Mietsache, die dem häufigen Zugriff des Mieters ausgesetzt sind. Dies sind insbesondere die Installationsgegenstände für Elektrizität, Gas und Wasser, Heiz- und Kocheinrichtungen, Fenster- und Türverschlüsse sowie Verschlussvorrichtungen von Rollläden und Fensterläden. Die Kosten, die der Mieter für solche Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten aufzuwenden hat, sind für jedes Vertragsjahr begrenzt auf 400 €, dürfen jedoch 6 % der jeweils geschuldeten Jahresnettomiete nicht übersteigen.

4. Jeden in den Mieträumen entstehenden Schaden hat der Mieter, soweit er nicht selbst zu
dessen Beseitigung verpflichtet ist, unverzüglich dem Vermieter anzuzeigen. Für einen durch
nicht rechtzeitige Anzeige verursachten Schaden ist der Mieter ersatzpflichtig. Soweit der Vermieter infolge der Unterlassung der Anzeige keine Abhilfe schaffen konnte, ist der Mieter weder zur Minderung noch zur Geltendmachung von Schadenersatz wegen Nichterfüllung berechtigt noch besteht ein Recht des Mieters zur fristlosen Kündigung gemäß § 543 Abs. 3 Satz 1 BGB. Nimmt der Mieter selbst Instandsetzungen vor, ohne den Vermieter zuvor zur Abhilfe innerhalb einer angemessenen Frist aufgefordert zu haben, so steht ihm kein Ersatzanspruch für seine Aufwendungen zu.

5. Der Mieter hat sich für Schäden zu versichern, die durch das Aufstellen oder den Betrieb von
Wasch- oder Geschirrspülmaschinen, Ölöfen oder Öltanks sowie sonstiger gefahrträchtiger Anlagen entstehen können. Unterlässt er dies, haftet er im Einzelfall auch ohne Vorliegen eines Verschuldens für solche Schäden.

6. Die Reinigung der Fenster von außen obliegt dem Mieter.


Ich händige bei Übergabe immer diese Broschüre mit aus.

Gibts es z.B. per PDF-Datei unter
http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2227.pdf
Hi Melanie,

habe mal gelesen, weiß aber nicht mehr wo, das man Lüftungsvorschriften zum Bestandteil des Mietvertrages machen kann.

Gipsy
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