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29.03.2008, 08:27 von hoppeProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Erstmalig Schimmel im 6-Fam.Haus
Guten Tag,
Ein Mieter hat Schimmelbildung im Schlafzimmer angemeldet.
Diese Wohnung befindet sich nähe Zwickau in einem 6-Fam.-Haus, 1.OG re., im Schlafzimmer, an einer Nordwand. Das Gebäude wurde 1994 errichtet. In diesem Haus gab es noch keinen Schimmel, der auf Bauschäden zurückzuführen wäre. Dieser Mieter ist im Jan. 06 eingezogen. Mit ihm der Schimmel. Die Vormieter, wie auch die darunter liegende EG-Wohnung,auch die darüber liegende DG-Wohnung, hatten noch nie Probleme mit Schimmel. Die Hausverwaltung hatte im Winter 06/07 über ein Hygrometer eine Luftfeuchtigkeit von 80% ablesen können. Der Vermieter streitet alles ab. Er würde entsprechend gut heizen und gut lüften und kürzt deshalb die Miete um 10%. Die Schimmelbildung ist am oberen äußeren Eck und im Fensterbereich aufgetreten. Desweiteren hinter einem größeren Bild, welches er an die Außenwand angelehnt hatte. (ist ja wohl klar!)
Ich habe mir die Ablesedaten der Heizkörper geben lassen. Aus diesen ist ersichtlich, dass der Heizkörper mit seiner Heizkraft nicht vernachlässigt wurde. Ein Sachverständiger wurde mittlerweilen beauftragt, der durch hohen Arbeitsaufwand jedoch erst in ca. 14 Tagen kommen kann.
Dieser Mieter macht den Eindruck, dass er nur die Miete kürzen möchte. Ich denke auch, dass beim Besuch des Sachverständigen die Gegebenheiten so eingerichtet sind, dass der Eindruck erweckt wird, dass er doch ausreichend heizt und lüftet.
Hat der Mieter eine Chance das Recht auf sich zu ziehen? Wie agiert so ein Sachverständiger bedingt durch diese Vorgaben?
Gruß
Hoppe
Alle 8 Antworten
31.03.2008, 11:14 von Augenroll
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...und kürzt deshalb die Miete um 10%

10% ist nicht überzogen eher unterdurchschnittlich. Das lässt auf seriöse Absichten des M schließen.

Daher sollten Sie diesen Mieter ernst nehmen, in Zwickau findet er sicher ruck zuck ein neue und bessere Wohnung!

Dann ständen Sie da mit Ihrer leeren verschimmelten Schrottimmobilie und bekämen gar nichts!
Was ich die letzten Tage versucht habe diesem Mieter klar zu machen, dass er sich erst einmal anderweitig informieren soll, wie z.B. über Internet, war alles für die Katz. Meine Tipps wollte er nicht wahr nehmen. Letztendlich beschwert er sich nun bei mir, dass ich mit seinem "Kunden", wie er sich nennt, nicht entsprechend umgehe. Es hat schon ne ganz schön lange Zeit gedauert, bis ich etwas deutlicher geworden bin. Letztendlich habe ich ihm mitgeteilt, dass es auch andere Wege gibt, die Probleme die man hat weiter zu geben. Nicht gleich mit Fristsetzung und Mietminderung.
Gruß
Hoppe
29.03.2008, 12:07 von CMAX_65
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Hi,

Ich könnte auch davon ausgehen, dass bei einem Langzeittest mit einem Hygrometer die Werte vom Mieter so beeinflusst werden, dass ich letztendlich der Verlierer bin.

nun so einfach ist das nicht !

Es geht ja nicht nur um die Luftfeuchte, sondern um die Kombination Luftfeuchte+Raumtemperatur+Bauteiltemperatur(Aussenecke/Aussenwand)und da glaube ich nicht, dass man da alles so beeinflussen kann, dass das gewünschte Ergebnis herauskommt.

Der Gutachter hat hat ja auch Erfahrungswerte und Vergleichsmöglichkeiten aus hoffentlich vielen Fällen und kann damit mindestens offensichtliche Manipulationen gegebenenfalls aufdecken und dann wäre das sehr schlecht für den Mieter...........

Nochmals, die Kosten für ein Gutachten können mehrere Tausend Euro betragen ich würde das dem Mieter eindringlich klarmachen.

Ich weiss nicht, ob sich die Mietminderung dann noch "rentiert"
Beispiel: Nettokaltmiete € 500,00, Minderung 10%,
Minderung € 50,00 pro Monat !

Kostenrisiko: 1.000,00 bis 3.000,00 ja nach Gutachten !

oder er zunächst doch erstmal sein Heiz- und Lüftungsverhalten versucht zu ändern ???

Darüberhinaus ist es gar nicht gesagt, dass die Minderungshöhe überhaupt gerechtfertigt ist. 10% sind für einen kleinen Mangel (angenommen Handtellergrosser Schimmelfleck) relativ viel.

Muss nicht unbedingt sein, könnte auch 5% oder gar weniger sein, dann kommen noch die Gerichtskosten für den Prozess dazu etc.
......dann wird´s schnell richtig teuer, anstatt billiger mit der Miete........

MFG

29.03.2008, 11:54 von hoppe
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Hallo Ihr Helfer,
der Gutachter wurde auch vom Mieter akzeptiert. Er weiß auch, dass der Verlierer die Kosten trägt.
Wie in meinem Bericht schon angedeutet, denke ich, dass der Mieter auf eine generelle Mietminderung spekuliert. Ich könnte auch davon ausgehen, dass bei einem Langzeittest mit einem Hygrometer die Werte vom Mieter so beeinflusst werden, dass ich letztendlich der Verlierer bin.
29.03.2008, 10:46 von CMAX_65
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Hi,

immer wieder aktuelles Thema.

Kann cavalier + urmelie nur bestätigen.

Vorsicht !

Haben nur Sie den Gutachter betellt oder Der VM und M gemeinsam ?

Sonst könnte der Mieter behaupten, dies sei ein Parteigutachten und das wäre im Falle eines Gerichtsverfahrens fatal, weil u.U. keine Beweisskraft.

Und - so ein Gutachten ist ein teurer "Spass".

Für ein sogenanntes "Kurzgutachten" habe ich schon mal ca. € 500,00 bezahlt (1h Vororttermin + eine kurze Auswertung) plus eine separate Feuchtigkeitsmessung einer Firma mit ca. € 350,00.

Ein ausführliches Gutachten, so laut Gutachter, kann mehrere Tausend € kosten, je nach Umfang und Art der Messungen und der Beweissführung !

Damals, vor 2 jahren, war so ein Problem in einer WEG (6 Fam - Haus, Schimmel Mieterwohnung).

Deswegen unbedingt vorher klären wer danach die Zeche Zahlt.

Fakt ist der Mieter macht eine Minderung von 10% geltend, möglicherweise weiss er nicht, was so ein Gutachten kostet und er u.U. dies bezahlen muss, wenn er "verliert".

Das hat schon den einen oder anderen bewegt sein tatsächliches Verhalten zu ändern !

Also erst Kosten klären und dann den Gutachter beauftragen !

MFG
Morgäään,

sowas hatten wir auch mal , fast die gleiche Ausgangssituation.
Die Mieter hatten das kleine Zimmer zugunsten ihrer Kinder als Schlafzimmer genutzt. (knapp 10 m²). Vorher gab es da noch nie Schimmel.
Nun, wie sich herausstellte, war dieses Zimmer für 2 massige Erwachsene nicht als Schlafraum geeignet. Da kann man lüften bis der Arzt kommt. Müsste nämlich Stosslüftung sein, und das macht doch keiner. Ansonsten kann die Feuchtigkeit nicht heraus.
Nachdem die Räume wieder getauscht wurden, Schimmel ade, nix mehr

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