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15.08.2007, 22:45 von LiseProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Erste NK-Abrechnung nach 10 Jahren?
Hallo,

in dem Mietshaus meines Vaters wurde noch nie! eine Nebenkostenabrechnung gemacht. Die Zähler werden aber jedes Jahr von einer Firma abgelesen.

Nun habe ich die erste NK-Abrechnung gemacht, wobei bis zu 1500€ Nachzahlung für 2006 herausgekommen ist.

Nun ist mir aufgefallen, dass die Zähler alle nicht mehr geeicht sind (Wasser und Heizkörper).
-Ist das ein Grund um die NKA unwirksam werden zu lassen (vor Gericht)?
-Kann man danach noch auf einen anderen Verteilerschlüssel (Punkte/Köpfe) umsteigen?
-Muss ich für alle Mieter eine NKA machen? (auch die,die schon längst ausgezogen sind und mit denen ich keine Probleme hatte 2/6)(Habe auch die Zähler nicht abgelesen, würde mir jetzt nicht mehr passieren)
-Ist eine falsche NKA ein Grund keine NK mehr zu zahlen?

Ist die Jahrelange Nichtabrechnung ein Grund keine Abrechnung jetzt machen zu dürfen?(Ist unfair dem Mieter gegenüber, aber irgendwann muss man eben damit anfangen, vom drauflegen hat noch keiner was verdient.)

Viele Fragen habe ich, aber erst morgen Abend wieder Zeit.
Vielleicht kann mir jemand von Euch weiterhelfen.

Vielen Dank
Lise

Alle 42 Antworten
20.08.2007, 10:00 von ADele
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Hallo Lise,
ich kann Dir nur empfehlen, Dich rechtlich beraten zu lassen.
Es kann durchaus problematisch sein die Nebenkosten nachzufordern, wenn sie mehrere Jahre davor nicht abgerechnet wurden.
Bei mir war das gleiche Problem wie bei Dir. Ich habe Mietverträge mit Nebenkosten von drei Mark Wassergeld übernommen. Es ist mühsam, aber es lohnt sich alles umzustellen.
Haus und Grund bin ich zu Beginn meines Vermieterdaseins ein bißchen mit meinen Fragen auf die Nerven gegangen. Bei Gesprächen mit wartenden Vermietern bekam ich die Adresse eines guten Rechtsanwalts und seitdem lasse ich mich bei allen Fragen von diesem beraten, dessen Gebühren durchaus vertretbar sind.

Viele Grüße
Adele
18.08.2007, 13:13 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
Aber Mietverträge existieren.


na immerhin, hätte schlechter kommen können !

Zitat:
Dieses Haus hat mir schon einige Kopfschmerzen bereitet, aber mittlerweile sehe ich eine kleinen Lichtstreifen am Horizont.


wie ich schon sagte, was man (der Vater) jahrelang schleifen lies, kann nicht von heute auf morgen korrigiert werden.

Wenn Sie dies realistisch anpacken, nach und nach kleinere Ziele setzen und ein Bischen Geduld mit sich selbst haben, wird dies nach und nach gelingen !

Viel Erfolg !!!

MFG
18.08.2007, 13:06 von Lise
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Hallo,

natürlich hat mein Vater keine Kaution verlangt. Übergabeprotokolle gab es auch keine. Manche Mieter hatten meinen Vater noch nie gesehen. Und das nach mehr als 2 Jahren Mietzeit.
Aber Mietverträge existieren.

Dieses Haus hat mir schon einige Kopfschmerzen bereitet, aber mittlerweile sehe ich eine kleinen Lichtstreifen am Horizont.

Vielen Dank an alle

Lise
18.08.2007, 11:17 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
so schlimm ist das nicht. Du musst alle Wohnungen abrechnen und kannst nur die Abrechnungen mit der Vereinbarung der Betriebskostenvorauszahlung an entsprechenden Mieter weitergeben
.

...schliesse mich MarieP an. Eine komplette Abrechnung müssen Sie sowieso erstellen. Und da wo möglich (Nebenkostenvorauszahlungen vereinbart) dann abrechnen.

Der Rest ist eine Altlast (Inclusivmieten / Pauschalen etc.) die in vielen Jahren vorher versäumt wurde und nun nach und nach bei den anstehenden Neuvermietungen in Ordnung gebracht werden muss.

Gescheite Mietverträge und rechtsgültige Betriebskostenvereinbarungen ist Ihr zukünftiges Ziel !

Darüberhinaus vermute ich mal, dass die Mietkautionen, soweit überhaupt vorhanden, bestimmt auch nicht alle korrekt (nach BGB, gesetzl. Kündigungsfrist, getrennt v. Vermögen des VM) angelegt sind ?

MFG
Hallo,

RMVH schreibt in seinem Beitrag etwas von konkludenten Handlungen. Was sind konkludente Handlungen?

Nun ist mir aufgefallen, dass die Mietverträge der verschiedenen Mieter teilweise mit Betriebskostenvorauszahlungen, teils mit Betriebskostenpauschalen und sogar einer mit einen kompletten Pauschalmiete(also ohne Abrechnung) sind.
Und es gibt 3 verschiedene Versionen von Mietverträgen.
Das macht das Abrechnen auch nicht wirklich einfacher.

Ich habe mir schon die Beitrittserklärung von Haus&Grund ausgedruckt, das muss sich mal jemand genauer anschauen.

Viele Grüße

Lise
18.08.2007, 09:12 von MarieP
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Hallo Lise

Zitat:
Die Geräte von ista sind elektronische Heizkostenverteiler, die eine 10+2 Jahre Batterie besitzen. Mir wurde erklärt, das diese Geräte auch noch weiterzählen, wenn keine digitale Anzeige mehr da ist.(Mich wundert sowieso, dass die meisten noch funktionieren)



Der Wert kann von der Ista mit einem "Stabcomputer" abgelesen werden, wenn nur das Display ausgefallen ist.

Schau dir nochmal den Beitrag von RMHV an.

und gibt mal bitte an was ob eine Pauschale oder eine monatliche Vorauszahlung vereinbart wurde.
Es ist immer besser den genauen Wortlaut wieder zugeben.
18.08.2007, 00:19 von Lise
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Wasseruhren sind schon eingebaut, nur nicht mehr geeichte.
Im Mietvertrag steht über die Wasserabrechnung nichts genaueres drin als ich oben schon abgeschrieben habe. Und ich interpretiere dies so, das ich Wasser nach m² abrechnen muss.

Die Geräte von ista sind elektronische Heizkostenverteiler, die eine 10+2 Jahre Batterie besitzen. Mir wurde erklärt, das diese Geräte auch noch weiterzählen, wenn keine digitale Anzeige mehr da ist.(Mich wundert sowieso, dass die meisten noch funktionieren)

Viele Grüße

Lise

17.08.2007, 22:38 von MarieP
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Hallo Lise

Zitat:
Die Heizkörperzähler sind elektronische HKV von ista, die 1994 beim Hausbau mitgekauft wurden.


Die EHKV unterliegen nicht der Eichpflicht! Diese Geräte sind mit einer 10 Jahresbatterie ausgestattet. Was dir passieren kann ist das die Batterie nicht mehr funktioniert und du somit keinen Wert ablesen kannst - eben das Gerät defekt ist.
Zu der Zeit hatte Ista Geräte auf dem Markt, die 2 Jahre abspeichern konnten. Sodass du evtl. an den Wert von Ende 2005 kommst und somit den Anfangswert für 2006 hast.

Vielleicht gibst du mal den genauen Wortlaut der mietvertraglichen Vereinbarungen hier wieder und kannst evtl. den Gerätetyp der Heizkostenverteiler benennen.
17.08.2007, 21:16 von Mortinghale
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Liebe Lise,

wenn Du es gerecht haben willst, mußt Du Wasseruhren einbauen lassen.

17.08.2007, 21:04 von Lise
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Das finde ich aber ungerecht.

Der eine Mieter verbraucht mit 3 Personen fast 200m³ Wasser im Jahr, und ein anderer mit 2 Personen noch nicht mal 50m³.

Ist Wasserabrechnung nach m² überhaupt zulässig?

Ist eine Abrechnung, die das erste mal nach 10 Jahren gemacht wird, gültig? Oder hat der Mieter nach sovielen Jahren ein Gewohnheitsrecht auf Nichtabrechnung?

Grüße von Lise
17.08.2007, 20:17 von Mortinghale
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Zitat:
Wird dann das Wasser auch nicht nach Verbrauch abgerechnet?


Kaltwasser offensichtlich nicht.

17.08.2007, 20:00 von Lise
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Also, im Mietvertrag steht: Die HZ und WWkosten werden entsprechend der HKV umgelegt. Bei Mieterwechsel wird der verbrauch nach der Grad-Tag Zahltabelle ermittelt. Die übrigen BK werden nach Nutzfläche umgelegt.

-Wird dann das Wasser auch nicht nach Verbrauch abgerechnet?

-Definiere mir bitte "konkludentes Verhalten".

Grüße

Lise
17.08.2007, 16:15 von RMHV
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Zunächst wären die bestehenden Vereinbarungen zu prüfen. Sollten Betriebskostenpauschalen vereinbart sein, gibt es im Grundsatz nichts abzurechnen. Waren Vorauszahlungen mit Abrechnung vereinbart, müsste als nächstes geprüft werden, ob die Verträge durch konkludente Handlung geändert wurden und nun Pauschalen als vereinbart gelten müssen.

Falls Pauschalen vereinbart sind, ist diese Vereinbarung hinsichtlich der Heiz- und Warmwasserkosten unwirksam. Die Pauschale müsste also aufgeteilt werden in einen Vorauszahlungsanteil für Heiz- und Warmwasserkosten und die Pauschale für die restlichen Betriebskosten.

Die Heiz- und Warmwasserkosten sind immer nach der Heizkostenverordnung abzurechnen. Gibt es keine verwertbare Verbrauchserfassung, erfolgt die Verteilung der Verbrauchskosten gem. § 9a HeizKV nach den Verteilungsschlüssel, der für die Grundkosten verwendet wird. Der Verbrauchskostenanteil kann vom Mieter nach § 12 HeizKV um 15% gekürzt werden.

Auch der Ablauf der Eichgültigkeit entbindet den Mieter nicht von einer Verpflichtung zur Zahlung von Betriebskosten. Nach Ablauf der Eichgültigkeit dürfen Zähler nicht zur Kostenverteilung verwendet werden. Eine Verbrauchserfassung ist damit nicht verfügbar. Eine Regelung entsprechend der Heizkostenverordnung bei nicht verfügbaren Messwerten gibt es für andere Betriebskosten nicht.
Es muss also ein zutreffender Umlageschlüssel bestimmt werden. Hier wird es zunächst auf die vertraglichen Vereinbarungen ankommen. Gibt es keine Vereinbarungen über einen Umlageschlüssel, wird nach § 556a Abs. 1 wegen fehlender Verbrauchserfassung die Wohnfläche der zutreffende Umlageschlüssel sein. Wurde eine Umlage nach Verbrauch vereinbart, wird man nach Treu und Glauben einen Umlageschlüssel nach billigem Ermessen bestimmen müssen. Ich wage die Behauptung, dass ein Umlageschlüssel, der analog zu den Regelungen der Heizkostenverordnung und des § 556a Abs. 1 BGB festgelegt wurde, nicht als unbillig verworfen wird.

Dass die Sache streitträchtig ist, kann nicht übersehen werden. Es gibt aber trotzdem keinen zwingenden Grund, die Flinte ins Korn zu werfen.
17.08.2007, 16:08 von Fixfeier
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Hallo

@Lise,

die allererste Frage von Marie, nämlich

Zitat:
was ist denn überhaupt mietvertraglich vereinbart?


ist leider noch unbeantwortet. Ich würde sie gerne noch insoweit ergänzen: Was sind im Falle der Vereinbarung von Vorauszahlungen für Verteilerschlüssel im Mietvertrag vereinbart worden?

Gruß
17.08.2007, 15:49 von Mortinghale
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Liebe Cora,

wenn Du bestimmte NK nicht mehr abrechnen kannst, wieviel Vorauszahlung rechnest Du dann bei den übrigen Abrechnungen an ?

Wenn im Mietvertrag nur ein Gesamtbetrag als Vorauszahlung vereinbart ist, muß dieser nötigenfalls aufgeschlüsselt werden.

17.08.2007, 14:54 von johanni
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Hallo Cora,

Zitat:
das mit der "Verjährung" war nur ein Hinweis von mir...


und dieser war doch sehr gut, denn wenn ich es richtig verstanden habe, muss sich Lise erst einarbeiten.

Johanni
17.08.2007, 14:41 von Cora
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das mit der "Verjährung" war nur ein Hinweis von mir...
17.08.2007, 14:33 von johanni
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Zitat:
Soviel zu dem geschriebenen , wenns dann überhaupt verstanden wird.


Na gut, wenn`s dann besser verstanden wird

Johanni

PS: wer Schreibfehler oder Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!!
17.08.2007, 14:19 von Augenroll
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Zitat:
wenns


wenn's bitteschön!
17.08.2007, 14:18 von johanni
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Zitat:
Erstmal kommt es darauf an, was überhaupt in den Mietverträgen vereinbart ist.


Wenn hier Fragen nach den Verjährungen zur Abrechnungen gestellt werden, erübrigt sich die Frage nach den Mietverträgen. Denn wenn keine Vorauszahlungen vereinbart sind, findet auch keine Abrechnung statt.

Soviel zu dem geschriebenen , wenns dann überhaupt verstanden wird.

Johanni
17.08.2007, 14:14 von Augenroll
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Erstmal kommt es darauf an, was überhaupt in den Mietverträgen vereinbart ist.
17.08.2007, 14:11 von johanni
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Hallo,

Zitat:
Weder 2006 noch 2007 sind "verjährt", also versuche das abzurechnen was geht.


Und stelle Dich vorsorglich darauf ein, dass Mieter( insbesondere die ausgezogen sind) ihre Vorauszahlungen zurückerhalten wollen.

Johanni
17.08.2007, 14:07 von Cora
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Hallo

kommt doch auch darauf an, welcher Verteiler- bzw. Umlageschlüssel in den MV's vereinbart ist und alles was über qm oder Personenzahl geht, kannst du meiner Meinung nach abrechnen.
Heizungsverteiler sind doch auch da, die liest doch die Firma Istha bestimmt ab oder ist das bei euch anders?

Weder 2006 noch 2007 sind "verjährt", also versuche das abzurechnen was geht.

Und, Morti, wie so NK aufteilen? Meine Mieter zahlen für die im Vertrag aufgelisteten Nebenkosten eine Vorauszahlung und die ist nicht unterteilt in 10 € Heizung, 5 € Wasser, 1 € Müll.

Gruß
16.08.2007, 23:47 von Mortinghale
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Liebe Lise,

wenn Du z.B. Heizung und/oder Wasser (wegen fehlender Zählerstände) nicht abrechnen kannst, betrifft das nicht die Abrechnung von Grundbesitzabgaben, Versicherungen etc.

Du mußt die von den Mietern geleisteten Vorauszahlungen natürlich richtig zuordnen können (für Wasser, für Heizung, für übrige NK).

16.08.2007, 23:40 von Gipsy
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Hi Lise, ich glaube er meint:

Alles was Zählermäßig gelaufen ist, kannst du nicht mehr zuordnen. Also schnellstens sämtliche Zähler zusammen mit den Mietern ablesen, Auch Heizungszähler, am besten durch Fa..
Versicherungen und Gemeinde-/Stadtabgaben das kannst du versuchen, mit Feingefühl.

Gipsy

16.08.2007, 23:11 von Lise
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Hää?

Bitte übersetzen!

Meinst Du damit, dass auf alle Fälle die Dinge, die nach m² oder so, abgerechnet werden bezahlt werden müssen?

16.08.2007, 23:06 von Mortinghale
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Liebe Lise

Zitat:
Ist die Folge einer falschen NKA aufgrund ungeeichter Zähler auch die anderen NK nicht mehr gezahlt werden?(Versicherung, Grundsteuer, etc.)


Das nicht; Du mußt nur die entsprechenden Vorauszahlungen zuordnen können.

16.08.2007, 22:56 von Lise
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Vielen Dank für Eure vielen Infos!

Nun, die Nebenkostennachzahlungen für 2006 und 2007 werde ich wohl in den Wind schreiben können. Ich muss wohl erst neue Zähler einbauen lassen müssen.
Die Heizkörperzähler sind elektronische HKV von ista, die 1994 beim Hausbau mitgekauft wurden.

Die Mieter haben natürlich von der Nichtabrechnung profitiert, (vor allem der eine): wer hat denn heute noch in einer 75 m²-Wohnung mit 3 Erwachsenen, von denen 2 den ganzen Tag zuhause sind, Nebenkosten von nur 100€ (200DM)?
Meine Mieter würden bei 145-220€ liegen.

Ist die Folge einer falschen NKA aufgrund ungeeichter Zähler auch die anderen NK nicht mehr gezahlt werden?(Versicherung, Grundsteuer, etc.)

Viele Grüße nach einem anstrengenden Tag in Sinsheim

Lise
16.08.2007, 16:50 von Augenroll
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Zitat:
So, wie es hier aussieht, haben die Mieter in den letzten Jahren ja eher "schamlos profitiert".


So wie es hier wirklich aussieht ist es eher so:

Der Vater hatte vom Vermieten keine Ahnung und die Mieter nicht vom Mietrecht.

Lise möchte jetzt noch holen, was zu holen ist.

Ich hoffe, die Mieter wachen auch auf!
16.08.2007, 16:06 von Mortinghale
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Zitat:
Unwissenheit anderer Menschen so schamlos ausnutzen.



So, wie es hier aussieht, haben die Mieter in den letzten Jahren ja eher "schamlos profitiert".

Eine Rückführung auf den richtigen Weg, damit alles in Zukunft in geordneten Bahnen läuft, kann man ja wohl kaum als "schamlos ausnutzen" bezeichnen.

16.08.2007, 15:51 von Augenroll
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Hallo Schwer,

Zitat:
Ich würds mal irgendwie mit einem sehr freundlich formulierten Schreiben versuchen. Vielleicht sind ja wenigstens einige der Mieter bereit, ohne wenn und aber die Nachzahlung zu leisten...



Na solch ein Verhalten kann ich leiden. Selbst stets die Gesetzeslage bis zum Äußersten ausnutzen und wenn man mal ins Hintertreffen geraten ist, nach Kulanz betteln.

Vielleicht gehen die Mieter darauf ein und wenn Sie das tun ist es später regelmässig so, dass diese Kulanz von fast allen Vermietern als selbstverständlich hingenommen wird und in Vergessenheit gerät.

Das finde ich schäbig, denn man sollte sich an die Gesetze halten und nicht die Unwissenheit anderer Menschen so schamlos ausnutzen.
16.08.2007, 14:24 von Cora
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Hallo

Zitat:
Muss ich für alle Mieter eine NKA machen? (auch die,die schon längst ausgezogen sind und mit denen ich keine Probleme hatte 2/6)(Habe auch die Zähler nicht abgelesen, würde mir jetzt nicht mehr passieren)



wie willst du das denn machen wenn du keine Zählerstände hast?

Wenn ich lese, dass bis zu 1500 € für 2006 anstehen, zahlen deine Mieter entweder zu wenig im voraus oder irgend etwas anderes stimmt nicht.

Anscheinend hat keiner der ausgezogenen und noch wohnenden Mieter bisher wegen einer Abrechnung nachgefragt, kann ich mir nur erklären, dass zu wenig bezahlt wird.

Wäre interessant zu wissen.

16.08.2007, 14:03 von SCHWER
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@Lise

Ich würds mal irgendwie mit einem sehr freundlich formulierten Schreiben versuchen. Vielleicht sind ja wenigstens einige der Mieter bereit, ohne wenn und aber die Nachzahlung zu leisten...

Wenn einige widersprechen, kann man die Angelegenheit immer noch auf sich beruhen lassen...

Aber bei 1500,- Euro pro Wohneinheit, wäre es schon einen Versuch wert

Gruss,
Werner
16.08.2007, 10:54 von ADele
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Zitat:
Die Wohnungswasserzähler?


ich muß gestehen bei Wohnungswasserzählern kenne ich mich nicht aus, ich hab nur einen im Keller.

Aber genau das war auch eine meiner ersten Sorgen, nachdem ich das Haus geerbt hatte, daß der Wasserzähler falsch zählt.
Bei der Nachfrage bei den zuständigen Versorgern wurde mir mitgeteilt, daß eine außertourliche Eichung möglich ist, wenn ich (damals) 300 DM zahle, ansonsten ist der Austausch in der Zählermiete enthalten.

Viele Grüße
Adele
16.08.2007, 10:42 von dedl
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Zitat:
Um die Wasserzähler brauchst Du Dich nicht zu kümmern, die werden automatisch alle, 6 oder 8 Jahre vom Wasserwerk gegen neu geeichte getauscht.


Die Wohnungswasserzähler?
16.08.2007, 10:33 von Augenroll
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Zitat:
Von "Betrug" oder "abgezockten Mietern" kann hier ja wohl keine Rede sein.




Was ist mit den Jahren davor?

Außerdem bezog sich mein Vorwurf des Betruges auf einen anderen Sachverhalt!
16.08.2007, 10:31 von ADele
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Hallo Lise,
ich würde die 1500 Euro Nebenkostennachzahlungen vom letzten Jahr in den Wind schreiben, damit machst Du Dir als neue Hausbesitzerin nur Feinde unter den Mietern.

Schau Dir die bisherigen Mietverträge an, wenn die Nebenkosten nicht detailliert aufgeführt sind, versuche neue Verträge abzuschließen. Laß Dich dazu von H&G über die rechtliche Situation aufklären, wahrscheinlich kannst Du die Grundmiete dann auch erhöhen.

Wenn Deine Übernahme des Hauses nicht zulange zurückliegt, informiere die Mieter schriftlich über die neuen Besitzverhältnisse und vereinbare einen Termin um die neuen Mieter kennenzulernen. Dabei kannst Du Dir unauffällig die Wohnungen anschauen, mit den Leuten plaudern und sie auf die Problematik mit den Nebenkosten hinweisen. Dann siehst Du gleich, wie sie reagieren.

Um die Wasserzähler brauchst Du Dich nicht zu kümmern, die werden automatisch alle, 6 oder 8 Jahre vom Wasserwerk gegen neu geeichte getauscht.

Betrachte das Haus nicht als Belastung, sondern als Herausforderung, dann tust Du Dich leichter.

Viele Grüße Adele
16.08.2007, 10:18 von dunkelROOT
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Zitat:
Von "Betrug" oder "abgezockten Mietern" kann hier ja wohl keine Rede sein.


Wenn man ein Troll ist schon!
16.08.2007, 10:14 von Mortinghale
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Zitat:
Nun habe ich die erste NK-Abrechnung gemacht, wobei bis zu 1500€ Nachzahlung für 2006 herausgekommen ist.


Von "Betrug" oder "abgezockten Mietern" kann hier ja wohl keine Rede sein.

16.08.2007, 10:06 von Augenroll
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Zitat:
-Ist das ein Grund um die NKA unwirksam werden zu lassen (vor Gericht)?


Ja natürlich.

Zitat:
-Kann man danach noch auf einen anderen Verteilerschlüssel (Punkte/Köpfe) umsteigen?


Nur für zukünftige Abrechnungszeiträume und wenn Ihr Vertragpartner einverstanden ist.

Zitat:
-Muss ich für alle Mieter eine NKA machen? (auch die,die schon längst ausgezogen sind und mit denen ich keine Probleme hatte 2/6)(Habe auch die Zähler nicht abgelesen, würde mir jetzt nicht mehr passieren)


Ja natürlich, oder wollten Sie diese Mieter betrügen? Denn vielleicht erhalten diese noch ein Guthaben zurück.

Zitat:
-Ist eine falsche NKA ein Grund keine NK mehr zu zahlen?


Ja, insbesondere wenn die NK-Abrechnung unwirksam, also nichtig ist.

Sie können derzeit noch von Glück sagen, dass Sie recht uninformierte Mieter haben. Aber das kann sich schnell ändern.

15.08.2007, 22:59 von MarieP
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Hallo Lise

puh - was ist denn überhaupt mietvertraglich vereinbart?
Betriebskostenvorauszahlung - od. Pauschale?

Heizkosten
welche Geräteausstattung ist vor Ort. Heizkostenverteiler elektronisch, Verdunster od. Wärmemengenzähler

Zur Info vorab
Wenn nicht oder nicht mehr geeichte Messgeräte verwendet werden, machst du dich nicht nur gem. § 25 Abs. 1 Nr. 1 a EichG bußgeldpflichtig - die Abrechnung mittels eines ungeeichten Messgeräts vertragswidrig.

Der od. die Mieter dürfen die Abrechnung laut der Vorschrift zu § 12 Abs. 1 Heizkostenverordnung um 15 % kürzen.

Der Mieter muss die Abrechnung erst zahlen wenn ihm einen für den Laien nachvollziehbare und nachprüfbare korrekte Abrechnung vorliegt. Eine fehlerhafteAbrechnung muss der Mieter nicht anerkennen - eine hieraus resultieren Nachzahlung braucht er nicht zahlen.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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