> zur Übersicht Forum
28.02.2012, 17:39 von Wanja_1Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Erneuerung von Dachfenstern
Meine Wohnung wurde vor 11 Jahren fertiggestellt. Seit April 2004 nutze ich sie nicht mehr selbst, sondern habe sie vermietet. Nun wohnt ein Paar in der Wohnung (sie sind wohl mittlerweile zu dritt) und nutzen das offene Dachzimmer seit einigen Wochen als Schlafzimmer. Vor einiger Zeit, als es bei uns sehr kalt war, rief mich meine Mieterin an und meinte, sie müsse jeden Morgen Wasser unter den Fenstern entfernen. Ich bewohne ein Haus, in dem unsere Söhne ebenfalls in Dachzimmern schlafen. Auch hier habe ich Wasserbildung in der kalten Jahreszeit, da die gesättigte Luft ja an der kalten Scheibe als Wasser sichtbar ist. Ich versuchte, dies meiner Mieterin zu erklären. Jedoch stand sie kurz vor der Geburt - und werdende Mamas ticken wohl anders ;-)
Nun bekam ich heute einen Kostenvoranschlag einer Dachfenster-Firma. Beide Velux-Fenster seien durchgefault und nicht reparabel - eine Kleinigkeit von 3500 € soll ich nun für zwei neue Fenster bezahlen.
Im Haus meiner Eltern sind die Velux-Fenster (Holz) seit 1983 ohne jegliche Probleme eingebaut. Auch in unserem Haus (Bj, 1996) sind seit Anbeginn die Dachfenster ohne jegliche Probleme eingebaut. Sind das Probleme, die bei Velux öfter auftreten? Wie kann man das mit den Mietern handeln, denn ich denke, dass dies ein Lüftungsproblem ist. Wie geht man vor?
Liebe Grüße aus der Eifel,
N. Schneider
Alle 3 Antworten
29.02.2012, 10:47 von Gilhorn
Profil ansehen
Mieter haben keine Kostenvoranschläge zu erstellen. Wenn doch, dann zu ihrem Privatvergnügen. Der Kostenvoranschlag braucht Sie nicht zu kümmern.

Fakt ist, dass Ihre Mieter einen angeblichen Mangel gemeldet haben. Hier hätten die Mieter eventuell ein Mietminderungsrecht, was für den Fall des angeblichen Mangels aber wohl Null sein müsste, denn Kondenswasser an Fensterscheiben bei extremen Außentemperaturen ist kein Mangel.
Zu bezweifeln ist, dass der Fensterrahmen eines Velux-Fensters in 11 Jahren "durchfault".
Sie haben völlig Recht, dass sich Kondenswasser bei sehr niedrigen Außentemperaturen an den Scheiben niederschlägt. Dann muss es eben weggewischt und gelüftet werden.
Um weiteren Streit vorzubeugen, sollten Sie das Fenster auf "Durchfäule" begutachten, vielleicht haben Sie jemanden dabei, der sich auskennt. Dann können Sie die Mieter darauf hinweisen, dass die Sache normal ist und durch Lüften und der richtigen Handhabung eines Lappens behoben werden kann.
Falls die Mieter die Miete mindern sollten, können Sie die Sache getrost einem Anwalt übergeben, der die ausstehende Miete einklagt. Dann bleiben Ihre Mieter auf den Verfahrenskosten sitzen und ihr Mütchen ist ein wenig gekühlt.
Wenn Sie nachgeben und die Fenster wechseln, werden die Mieter Ihnen bald auf dem Kopf herumtanzen.
Alle 2 Kommentare
01.03.2012, 08:26 von Gilhorn
Wäre nett, wenn Sie den Fortgang der Angelegenheit mitteilen. Ist immer interessant, wie sie solche Dinge weiterentwickeln.
Viel Erfolg!
29.02.2012, 20:52 von Wanja_1
Vielen Dank für die schnelle Antwort! Ich habe schon einen ehemaligen Nachbarn beauftragt, sich die Dachfenster mal anzusehen. Der Nachbar hatte mir auch nach Mietern, die alles demoliert hatten meine Wohnung renoviert / saniert. Er kennst sich etwas aus. Wir wohnen ca. 300 km entfernt und da ich zwei kleine Kinder habe, kann ich nicht mal schnell dort vorbeifahren. Ich muss mich auf andere verlassen können.
Aber ich sehe das wie Sie auch,
vielen Dank,
liebe Grüße,
N. Schneider
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter