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12.01.2006, 12:08 von guapaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|energiepass
hi an alle,

weiss jemand näheres dazu? ab wann der pass kommen soll?
wer erstellt denn so einen pass und was kommt da wieder an kosten auf uns vermieter zu?

lg guapa
Alle 11 Antworten
17.01.2006, 11:23 von Engelchen
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Ja Deiner Einer und wenn Du gelesen hättest dann wäre Dir aufgefallen dass die EU-Richtlinie schon gültig ist, die Deutschland zur Umsetzung innerhalb bestimmter Fristen verpflichtet, und dass nur noch bis zur Umsetzung, die für den 01.04.2006 durch den Gesetzgeber der Bundesrepublik Deutschland avisiert und auf sommer 2006 verschoben wurde, Fördermittel von 300 Euro aufwärts vom BAFA gewährt werden. Und ich habe nichts anderes geschrieben als: Wer Fördermittel will muss sich beeilen, die Pflicht kommt unausweichlich. Der Energiepass wird nur dann nicht Pflicht werden, wenn wir unser Grundgesetz ändern und aus der EU austreten. Und DAS halte ich, mit Verlaub, für äußerst unwahrscheinlich.
13.01.2006, 16:22 von Meiner_einer
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Na Engelchen, dann solltest Du den Käse erst mal selber lesen und nicht blind kopieren:

Zitat:
soll auf dem Immobilienmarkt ... werden. ...Mit dem Energiepass-Label soll schon bald ...


Also wie gesagt es gibt noch nix außer "soll" & "bald"
13.01.2006, 12:12 von Engelchen
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Bevor man hier was über "Käase" schreibt und sich auf Haus und Grund & Co verlässt, schaut doch mal einfach beim Ministerium rein...

unter http://www.bafa.de

findet Ihr alle Tabellen, Richtlinien und Vorschriften. Und dazu:

Leistungen
Erstellen von Energiepässen

Was ist der Energiepass?
Wie wird ein Energiepass erstellt?
Wer darf einen Energiepass erstellen?
Welchen Nutzen hat der Energiepass?

Was ist der Energiepass?
In privaten Haushalten stellen die Heizkosten den größten Anteil der Betriebskosten dar. Noch immer wird in Deutschland ein Drittel des gesamten Primärenergieverbrauchs für die Raumheizung und Warmwasserbereitung aufgewendet. Dennoch ist, anders als bei vielen Haushaltsgeräten und Autos, der Energieverbrauch von Gebäuden für deren Nutzer meist eine unbekannte Größe. Verlässliche Informationen über den Energieverbrauch sind vor Einzug meist nicht erhältlich, obwohl in der Bundesrepublik ca. dreißig kommunale oder regionale Energie- oder Gebäudepässe für den Gebäudebestand existieren. Sie weisen jedoch verschiedene Bezeichnungen, Klassifizierungen und Anforderungsgrößen auf. Ein bundesweit unkomplizierter Vergleich zwischen Gebäuden ist so kaum möglich.

Der Energiepass der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) soll auf dem Immobilienmarkt zu einem wirksamen Instrument für mehr Transparenz werden. Mit dem Energiepass-Label soll schon bald so selbstverständlich mit der Energieeffizienz geworben werden, wie es bei Kühlschränken und Waschmaschinen längst Praxis ist.
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Wie wird ein Energiepass erstellt?
Im wesentlichen gliedert sich die Erstellung eines Energiepasses in drei Abschnitte:
1. Klären des Leistungsumfangs und Vertragsschluss
Grundsätzlich ist die Erstellung des Energiepasses mit zwei Detaillierungsgraden möglich. Das Kurzverfahren ermöglicht eine kostengünstige Erstellung eines Energiepasses. Dem Aussteller stehen zahlreiche Vereinfachungen zur Verfügung, um das Gebäude zügig zu erfassen. Das Ausführliche Verfahren bietet sich an, wenn bereits Modernisierungsmaßnahmen geplant oder alle Gebäude- und Anlagedaten bekannt sind. Es ermöglicht eine genauere Erfassung und Bewertung des Gebäudes.

2. Begehung und Berechnung
Im Rahmen eines Ortstermins werden Qualitäten und Abmaße von Wänden, Decken, Fenstern etc. sowie die Daten der Heizungsanlage und Wärmeverteilung aufgenommen. An Hand eines Musterenergiepasses wird dem Auftraggeber die wesentlichen Informationen wie Primärenergiebedarf, Qualität Hüllfläche, Anlagentechnik, CO2-Emissionen, Modenernisierungstipps, Unterschiede Verbrauch, Bedarf, etc.) des Energiepasses erläutert. Die erfassten gebäudespezifischen Daten werden mit einer speziellen Berechnungssoftware in einen individuellen Energiepass umgesetzt.

3. Aushändigung des Energiepasses.
Nach Erstellung des Energiepasses wird dem Auftraggeber der individuelle Energiepass zugeschickt.
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Wer darf einen Energiepass erstellen?
Um die Qualität der ausgestellten Energiepässe zu gewährleisten, müssen Aussteller von Energiepässen eine Mindestqualifikation nachweisen. Im Rahmen der Markteinführungskampagne werden erhalten registrierte Aussteller nach Nachweis der Qualifikation durch die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) eine Austeller-Nummer.
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Welchen Nutzen hat der Energiepass?
Mit dem Energiepass für Gebäude können schon beim Kauf, Bau oder Anmietung der Energiebedarf und die damit verbundenen Kosten einer Immobilie abgeschätzt werden. Davon profitieren alle:

Wohnungsunternehmen können ihren Bestand energetisch „durchleuchten“ und erhalten so wichtige Entscheidungskriterien für die Instandsetzungs- und Modernisierungplanung sowie den Verkauf von Objekten.
Vermieter oder Verkäufer haben mit dem Energiepass für Gebäude ein zusätzliches Marketinginstrument. Mit steigenden Nebenkostenbelastungen wird in Zukunft „Energieeffizienz“ zum eigenen Qualitätsmerkmal auf dem Immobilienmarkt.
Mieter und Verbraucher können einfach ablesen, ob sie mit tendenziell eher mit „hohen“ oder „niedrigen“ Energiekosten rechnen müssen. Dies ist eine Entscheidungshilfe bei der Wohnungs- oder Haussuche und ermöglicht den Vergleich verschiedener Objekte.
Eigentümern zeigt ein im Energiepass integrierter „Modernisierungs-Berater“, mit welchen Modernisierungsmaßnahmen welche Energieklasse erreicht werden kann. Auch Einsparpotenziale werden aufgezeigt.
Allen Marktteilnehmern erleichert der freiwillige Energiepass die Vorbereitung auf die EU-Gebäuderichtlinie, die ab 4. Januar 2006 in Deutschland in nationales Recht umgesetzt wird. Diese Richtlinie sieht die Einführung von Energiepässen auch im Gebäudebestand für alle Mitgliedsstaaten vor. Bei jedem Nutzerwechsel einer Wohnung oder eines Gebäudes wird dann ein Zertifikat über den Energiebedarf vorzulegen sein.
12.01.2006, 15:30 von rrutz
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Zitat:
Donnerstag, 12.01.2006
Bedarfsbasierter Energieausweis: Praxistest offenbart Mängel

Immobilienwirtschaft fordert Wahlmöglichkeit zwischen Ausweismodellen

Im Vorfeld des in Kürze zu erwartenden Referentenentwurfs der novellierten Energieeinsparverordnung wiesen die Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft mit Hilfe eines Praxistests - entgegen der immer wieder betonten Objektivität der Energiebedarfsberechnungen - große Mängel an Zuverlässigkeit und Vergleichbarkeit der Ergebnisse des bedarfsbasierten Energieausweises nach. Vor diesem Hintergrund fordern die Verbände mit der Einführung des Ausweises in Deutschland die freie Wahlmöglichkeit für Vermieter und Eigentümer zwischen bedarfs- und verbrauchsorientierter Variante.

„Der bedarfsorientierte Energieausweis liefert keine genaueren Informationen über die Energieeffizienz und auch keine höhere Transparenz auf dem Wohnungsmarkt als ein verbrauchsorientierter Ausweis“, stellte Haus & Grund-Generalsekretär Dr. Andreas Stücke angesichts des durchgeführten Praxistests der Spitzenverbände fest. So unterschieden sich die Kennwerte für den Primärenergiebedarf um bis zu 60 Prozent bei der Bewertung ein und desselben Gebäudes.

BFW-Präsident Walter Rasch erläuterte, dass der Feldversuch der Deutschen Energieagentur (dena) zur Praxistauglichkeit des bedarfsorientierten Ausweises Lücken aufwies, die die Spitzenverbände mit dem nun vorgelegten Praxistest hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Ergebnisse gefüllt haben. Daneben habe man bereits frühzeitig eigene Modelle für verbrauchsbasierte Ausweise entwickelt.

GdW-Präsident Lutz Freitag erläuterte die Ergebnisse des Praxistests im Detail und wies auf stark abweichende Bewertungen verschiedener bedarfsorientierter Energieausweise hin, die im Auftrag der Spitzenverbände bei mehreren bei der (dena) gelisteten Ausstellern unabhängig für ein Mehr- und ein Einfamilienhaus in Auftrag gegeben wurden. Insgesamt seien die abweichenden Ergebnisse im Wesentlichen auf die unterschiedlichen Eingangsdaten, d.h. die unterschiedliche Bewertung des Gebäudes und seiner Anlagentechnik bzw. des beheizten Wohnraums durch die Aussteller der Energieausweise, zurückzuführen.

Neben den unterschiedlichen Kennwerten für den Primärenergiebedarf boten auch die Preise für die Energieausweise kein einheitliches Bild. Bei identischen Verfahren lagen sie für das Mehrfamilienhaus zwischen 550 und 1.070 Euro, beim Einfamilienhaus zwischen 232 und 414 Euro. Damit lagen diese überwiegend außerhalb der im Evaluierungsbericht zum Feldversuch der dena angegebenen Bandbreiten für die Kosten der Energieausweise von 100 bis 300 Euro für Einfamilienhäuser und 200 bis 500 Euro für Mehrfamilienhäuser. Ebenso seien die Sanierungs- und Modernisierungsempfehlungen in den Ausweisen sehr unterschiedlich und subjektiv geprägt. „Bedenklich stimmen vor allem Sanierungshinweise, die unwirtschaftlich sind“, kritisierte Freitag.

Nach Ansicht von Andreas Stücke könne der Energieausweis vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse nicht mehr als eine Erstinformation für den Eigentümer oder Vermieter darstellen und das Thema Energieverbrauch stärker in das Bewusstsein bringen. „Als Konjunkturprogramm eignet er sich jedoch nicht. Genauso wenig ist damit ein verbesserter Verbraucherschutz zu erreichen“, unterstrich Stücke. Auch Investitionen in Energie sparende Maßnahmen werden nach Auffassung der Spitzenverbände nicht durch den Energieausweis ausgelöst. Solche Entscheidungen würden vielmehr durch die Investitionsprogramme der Bundesregierung zur Gebäudesanierung und Energieeinsparung angesichts aktueller Energiepreissteigerungen positiv beeinflusst.


Mehr Informationen unter:

http://www.haus-und-grund.net/download.php?file=HintergrundpapierPK_12_01_06_Langfassung.pdf

12.01.2006, 15:21 von Meiner_einer
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Engelchen was Du schreibst ist Käse, da überhaupt noch nicht feststeht, wie so ein Teil auszusehen hat ist das Geld mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Fenster geschmissen.

Nicht umsonst warnt Haus & Grund vor solchen Varianten.
12.01.2006, 14:48 von Engelchen
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Hallo, wer schnell ist bekommt noch 300 Euro oder mehr an staatlicher Förderung für das Energiegutachten, Preise richten sich nach Hausgröße und Zuschuß-Höhe auch.

Pflicht von Vermietern und Hausverkäufern zur Aushändigung eines Energiepasses sollte zum 01.04.2006 eingeführt werden und wird nun wahrscheinlich erst ab 01.09. beschlossen.

Pflicht kommt aber auf jeden Fall und Fördermittel stehen dann nicht mehr zur Verfügung. Also schnell sein!

Liebe Grüße
Engelchen

PS im Raum Lev kenne ich einen guten Gutachter der das preisgünstig macht.
12.01.2006, 14:48 von Lexi
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Hallo zusammen,

dieses Thema wurde bereits ausführlichst diskutiert. Näheres im Archiv.

MfG
Lexi
12.01.2006, 14:18 von JollyJumper
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Das wird wohl mit Energiepaß + EnEV 2006 nichts vor Mitte 2006 (wenn's dann dabei bleibt).
Siehe z.B. Seite der Ingenieurkammer NRW.

http://www.ikbaunrw.de/wDeutsch/news/energiepass_information.shtml?navid=

Gruß JollyJumper
danke mc dance.. und was ich vergaß...

in einem tv bericht war die rede von staatl. zuschüssen für etwaige verbesserungen rund um energie im haus.
ist das schon sattelfest? oder nur angedacht?

lg guapa
12.01.2006, 13:20 von Meiner_einer
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Kurz und knapp - nix genaues weis man (noch)nicht
12.01.2006, 12:59 von mcdance
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Hi,

habe das auf die schnelle gefunden

Zitat:
Anders als bei Autos oder Haushaltsgeräten wissen Käufer oder Mieter von Wohnungen und Häusern nur wenig über deren Energiebedarf. Objektive Informationen sind Mangelware, Vergleichsmaßstäbe fehlen.



Die Europäische Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden verpflichtet alle Mitgliedsstaaten einen Energiepass für Gebäude einzuführen.



Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat einen Energiepass entwickelt und in einem Feldversuch in 33 Regionen bundesweit von November 2003 bis Ende 2004 getestet. Um eine breite Öffentlichkeit über die Einführung des Energiepasses zu informieren, wird die dena in 2005 zusammen mit den Ministerien BMVBW und BMWA eine Marktvorbereitungskampagne durchführen.



Der Energiepass informiert Verbraucher objektiv, zeigt Einsparpotenziale auf und ermöglicht es, den Energiebedarf von Häusern bundesweit unkompliziert zu vergleichen.



Ziel der dena: In Immobilienanzeigen soll künftig so selbstverständlich mit der Energieeffizienz von Gebäuden geworben werden, wie es bei Kühlschränken und Waschmaschinen längst Praxis ist.

Warum ein Energiepass?


In privaten Haushalten stellen die Heizkosten den größten Anteil der Betriebskosten dar. Noch immer wird in Deutschland ein Drittel des gesamten Primärenergieverbrauchs für die Raumheizung und Warmwasserbereitung aufgewendet. Dennoch ist, anders als bei vielen Haushaltsgeräten und Autos, der Energieverbrauch von Gebäuden für deren Nutzer meist eine unbekannte Größe.



Verlässliche Informationen über den Energieverbrauch sind vor Einzug meist nicht erhältlich, obwohl in der Bundesrepublik ca. dreißig kommunale oder regionale Energie- oder Gebäudepässe für den Gebäudebestand existieren. Sie weisen jedoch verschiedene Bezeichnungen, Klassifizierungen und Anforderungsgrößen auf. Ein bundesweit unkomplizierter Vergleich zwischen Gebäuden ist so kaum möglich. Lediglich für Neubauten macht die Energieeinsparverordnung einen Energiebedarfsausweis zur Pflicht.



Aus diesen Gründen hat die Deutsche Energie-Agentur GmbH für einen Feldversuch einen freiwilligen Energiepass für Gebäude vorbereitet. Wesentlicher Bestandteil ist ein marktgerechtes, ansprechendes Label.



Der von der dena entwickelte Prototyp zum Energiepass wurde von November 2003 bis Ende 2004 in einem bundesweiten Feldversuch getestet. Der Feldversuch war ein voller Erfolg. Mit über 4100 Energiepässen und ca. 400 aktiven Ausstellern hat die dena ihre Ziele deutlich erreicht. Die Ergebnisse der Evaluation des Feldversuchs fließen nun in die Weiterentwicklung des Energiepasses ein.



In 2005 wird die dena die bundesweite freiwillige Ausstellung von Energiepässen im Rahmen einer Marktvorbereitungsskampagne ermöglichen. Zudem wird die dena eine Informationskampagne rund um den Energiepass starten um eine möglichst breite Öffentlichkeit über den kommenden gesetzlichen Energiepass zu informieren.



Der Energiepass soll auf dem Immobilienmarkt zu einem wirksamen Instrument für mehr Transparenz werden. Mit dem Energiepass-Label soll schon bald so selbstverständlich mit der Energieeffizienz geworben werden, wie es bei Kühlschränken und Waschmaschinen längst Praxis ist.





und http://www.enev-online.de/interviews/051214_tuschinski_interview_hegner.pdf
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
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