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17.08.2007, 16:17 von Karina_02Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Einsicht in Belege für Betriebskostenabrechnung
Hallo,

eine weitere Frage zu meinem Lieblingsobjekt - Eigentümer seit mitte diesen Jahres.

Ich verrechne gerade mit dem Voreigentümer die NK-Vorauszahlungen und gezahlten Abschläge, damit wir alles für die NK Abrechnung 2007 parat haben. Damit unsere Mieter sich auch alles ansehen können und nix fehlt würde ich gern wissen, ob die Belege in Kopie ausreichen, da der Verkäufer die Originale noch für seine Fibu braucht (ist eine GbR).

Der Voreigentümer ist etwas zimperlich mit seinen Kontoauszügen, auf denen die Zahlungen der Kosten zu ersehen sind. Wenn ich richtig informiert bin, muss ich diese den Mietern aber auch vorlegen können, oder?

Gruß
Karina
Alle 11 Antworten
20.08.2007, 09:03 von cavalier
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Hallo Karina_02

Zitat:
Allerdings frage ich mich, wie es dann mit Jahresrechnungen wie z.B. Gebäudeversicherung gehandhabt wird, die ja auch mit übergeht....

Die Versicherung kannst Du bis 4 Wochen nach Umschreibung kündigen.

Bei mir war es so, dass der Käufer die Versicherung nicht gekündigt hat.

Diese läuft bis zum 31.12.2007 weiter (ist im Januar 07 von mir bezahlt). Übergabe der Immobilie war 02.07. Die restlichen 10 Monate hat mir der Käufer anteilmäßig gezahlt und rechnet diese in der NK-Abrechnung 2007 mit ab.
20.08.2007, 08:53 von Karina_02
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Guten Morgen,

vielen Dank für die Infos.

Man wird ja durch Erfahrung schlauer, beim nächsten Objekt darf der Voreigentümer die Abrechnung bis Tag x machen....
Allerdings frage ich mich, wie es dann mit Jahresrechnungen wie z.B. Gebäudeversicherung gehandhabt wird, die ja auch mit übergeht....

Guten Wochenstart!

Karina
18.08.2007, 09:06 von MarieP
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Hallo

Zitat:
Ab Wirkung XYZ gingen alle Nutzen und Lasten auf den neuen Eigentümer über.

Ab dann würde ich meine neue NK- Abrechnung machen und der Voreigentümer hat bis dahin abzurechnen.



Dann müsste im Kaufvertrag vereinbart sein,dass der Verkäufer eine Betriebskostenabrechnung über die an ihn gezahlten Vorauszahlungen erstellen muss.

Bei einem Eingentümerwechsel einer Mieteinheit immer vorher mit dem Verkäufer klären, wer über die Betriebskosten abrechnen und wer am Ende ein eventuelles Guthaben auszahlen muss bzw. die Nachzahlung einstreichen darf.

Ist hier nichts vertraglich geklärt, ist der neue Eigentümer in der Pflicht.

Zur Belegeinsicht ist der Beitrag von Fixfeier vollkommen korrekt.

Zitat:
Hallo,

Ergänzung: Ein Anspruch auf Vorlage der Belege besteht. Die Literatur geht soweit ich es einsehen kann von Originalen aus. Da würde ich es in dem Fall aber erst mal drauf ankommen lassen.

Die Frage richtete sich aber auf die Kontoauszüge etc. Ein Aspruch auf Vorlage von Zahlungsbelegen wie Kontoauszüge, Überweisungskopien, Quittungen etc. besteht nicht.



18.08.2007, 08:45 von frischebrise
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Hallo,

Siehe Notarvertrag:
Ab Wirkung XYZ gingen alle Nutzen und Lasten auf den neuen Eigentümer über.

Ab dann würde ich meine neue NK- Abrechnung machen und der Voreigentümer hat bis dahin abzurechnen.

Sofern im nachfolgenden Abrechnungsjahr § 556 Abs. 3 BGB eingehalten wird, trifft Neueigentümer keinerlei Verschulden.
Er kann so gar bei Neubeginn seinen ihm angenehmen Zeitraum zur Abrechnung selber festlegen.

Eine evtl. verkürzte Abrechnungsperiode läge im Verantwortungsbereich des Voreigentümers.
Diese würde dann mit allen Risiken in dessen Abrechnungszeitraum fallen.

Ausnahme:
Sehr ungünstige Zeitspanne läge vor für die Rechnungen der meisten Rechnungsersteller.

Und in meine Kontoauszüge braucht sich keiner heranzumachen. Die monatlichen Vorauszahlungen sind doch in der Abrechnung ausgewiesen und als Gegenrechnung bei den Mieter selber festzustellen. Daraus ergibt sich doch eine Kontrolle.

Das braucht doch nicht noch einen Einblick in den Auszügen als Eingang.

18.08.2007, 00:50 von Cora
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Hallo

also Kontoauszüge vorzulegen ist ja wohl ziemlich übertrieben, würde ich auch nie machen.

Gruß
17.08.2007, 18:48 von Mortinghale
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@rrutz

Das ist m.W. nicht zulässig; abrechnen muß der neue Eigentümer (für den kompletten Zeitraum).

17.08.2007, 18:26 von Fixfeier
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Hallo,

Ergänzung: Ein Anspruch auf Vorlage der Belege besteht. Die Literatur geht soweit ich es einsehen kann von Originalen aus. Da würde ich es in dem Fall aber erst mal drauf ankommen lassen.

Die Frage richtete sich aber auf die Kontoauszüge etc. Ein Aspruch auf Vorlage von Zahlungsbelegen wie Kontoauszüge, Überweisungskopien, Quittungen etc. besteht nicht.

Gruß
17.08.2007, 17:52 von Anita
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Zitat:
Der Voreigentümer ist etwas zimperlich mit seinen Kontoauszügen, auf denen die Zahlungen der Kosten zu ersehen sind.


Womit er im recht ist.

Zitat:
Wenn ich richtig informiert bin, muss ich diese den Mietern aber auch vorlegen können, oder?


Woher hast Du denn diese Info?

Gruß Anita
17.08.2007, 17:51 von rrutz
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Hallo,

warum machst Du es Dir nicht einfacher - bis zur offiziellen Übergabe rechnet der Vorbesitzer ab (... hat ja auch die Vorauszahlungen erhalten) ab dem Tag der Übergabe Du als neuer Besitzer.

Bekommen die Mieter halt 2 Abrechnungen - habe ich bisher immer so gehalten.

rrutz

17.08.2007, 17:48 von Fixfeier
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Hallo,

wegen der Zahlungsbelege, schau z.B. beim Berliner Mieterverein -->

http://www.berliner-mieterverein.de/recht/mieturteile/2003/03083.htm

Unter 3.2. Absatz 2

Gruß
Hallo,

die Mieter sollten die Möglichkeit haben, die Belege einsehen zu können.Da ginge auch das Auslegen der Belege zur Einsicht.
Ich persönlich schicke auch kostenfrei Kopien der entsprechenden Rechnungen usw. mit. Kopien kann man auch mit 0,25€ pro Kopie berechnen. Kopien der Kontoauszüge hat von mir noch niemand verlangt, deshalb will ich da nichts falsches sagen.

Also wie gesagt, ich schicke die Belege als Kopie immer kostenfrei an die Mieter mit dann kommt es auch nicht zu blödsinnigen Anfragen.

Grüße Lemame
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