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12.04.2007, 13:26 von paleocastroProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Einkünfte aus Vermietung u. Verpachtung reduzieren
Hallo,

es wäre sehr hilfreich wenn wir hier mal austauschen, was man außer den Renovierungskosten alles absetzen kann.

Ich fang mal an:

Fahrten zu den Objekten (Besichtigungen, Abnahmen, Begehungen)

Fahrten zum Baumarkt

Arbeitsmittel (Laptop,Digitalcam,Briefmarken)

Alle 18 Antworten
14.04.2007, 10:09 von paleocastro
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Trazien
13.04.2007, 10:14 von taxpert
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@ paleocastro
Gern geschehen...

P.S.: Paleocastro....welches? Kreta, Samos, Schwarzmeerküste.....?
13.04.2007, 09:55 von paleocastro
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vielen Dank taxpert !

13.04.2007, 09:14 von Augenroll
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Zitat:
Schade, eigentlich habe ich mir hier mehr Tipps&Tricks (legale !!) erhofft...


Vielleicht kann ja noch jemand im Steuernetzforum Tipps geben, wie man den Schwamm zu Supermaterie zusammendrücken kann.
@ Mortinghale
Sicherlich, an das Geld komme ich momentan nicht dran! ABER: Es bleibt rechtlich mein Geld! deshalb stehen mir ja auch die erwirtschafteten Zinseinkünfte hieraus zu, die natürlich den Einkünften aus V+V und nicht denen aus KapVermögen zuzurechnen sind!

Das ich keinen Zugriff hierauf habe spielt letztendlich keine Rolle. Wenn ich mein Geld langfristig bei einer Bank anlege oder ein Darleghen gewähre, ist das geld auch aus meinem eigentlichen Verfügungsbereich abgeflossen, trotzdem, auch wenn ich über einen langen Zeitraum keinen Zugriff darauf habe, bleibt es mein Geld. Auch eine vermietete Wohnung ist letztendlich meinem Zugriff entzogen, da ich zwar weiterhin Eigentümer der Wohnng bin, nicht jedoch Besitzer, das ist der Mieter.

Auch das mit dem Verkauf stimmt nicht ganz! Grundsätzlich erwerbe ich als Käufer auch die angesparte Instandhaltungsrücklage mit. Ich würde mich in jedem Fall über die Höhe vor kauf informieren, allein schon um vor unliebsamen Überraschungen bei größeren Reparaturen geschützt zu sein. Wenn man den Erwerb der Inst-Rl auch noch in den notariellen Kaufvertrag aufnimmt, so unterliegt dieser betrag auch nicht der Grunderwerbsteuer! Nachteil kann jedoch sein, dass natürlich auch die Bank diesen Betrag nicht finanziert.

Eine entsprechend hohe InstRl ist daher m.E. nachauch ein echtes Verkaufsargument und hat somit auch direkten Einfluß auf den erzielbaren Preis!

taxpert
12.04.2007, 22:43 von paleocastro
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naja, irgendwie führen alle Wege zu Augenroll

dann lassen wir die Kirche mal im Dorf und die Quittungen für den Rechner in der Schublade ;-)

Schade, eigentlich habe ich mir hier mehr Tipps&Tricks (legale !!) erhofft...

12.04.2007, 16:43 von Mortinghale
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@Taxpert

Aber:

Diese Gelder sind auf Dauer dem Einfluß des Steuerpflichtigen entzogen. Er kann sie also weder wieder abheben/zurückfordern noch bekommt er sie beim Verkauf der Wohnung vom Erwerber wieder erstattet.
Aus Sicht des Eigentümers sind diese Gelder damit bereits verausgabt.

12.04.2007, 16:15 von taxpert
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Läßt sich jederzeit in den Richtlinien zum Einkommesteuergesetz (EStR), hier zu §21 EStG, nachlesen.

Hintergrund:

Diese Aufwendungen fließen letztendlich nicht aus der vermögenssphäre des Steuerpflichtigen ab, da sie auf einem gesonderten konto, das entsprechend anteilig dem Steuerpflichtigen zuzurechnen ist, gesammelt werden. Erst im Zeitpunkt der Zahlung einer Reparatur o.ä. mit diesem Geld entstehen rechtlich Werbungskosten.
12.04.2007, 16:06 von Mortinghale
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@Paleocastro

Zitat:
das Hausgeld bei einer Eigentumswohnung (jedoch ohne Zuführung zur Instandhaltungsrücklage)


Wo steht das ?

12.04.2007, 15:09 von taxpert
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@ Augenroll

Schon klar. Aber bevor jemand auf falsche gedanken kommt....
12.04.2007, 15:07 von Augenroll
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@taxpert:
War sarkastisch gemeint.
12.04.2007, 15:05 von taxpert
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Der Wert der eigenen Arbeitsleistung stellt steuerrechtlich weder Betriebsausgaben noch Werbungskosten dar. Leider....
12.04.2007, 15:03 von Augenroll
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Da dauert ja die Steuererklärung länger als die Vermietertätigkeit. Aber den Zeitaufwand dafür kann man ja auch ansetzen.
12.04.2007, 15:01 von taxpert
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Arbeitsmittel klingt gut, aber...

Man müsste nachweisen (nicht nur glaubhaft nachen!), dass solche Arbeitsmittel (genannt: Laptop, Computer) nahezu auschließlich für diese Einnahmeart (hier: V+V) verwendet werden. Die private Mitnutzung muß danach unter 10% liegen. Die Aufteilung muß dabei klar und eindutig möglich sein, sonst greift das sogenannte Aufteilungs- und Abzugsverbot und die Kosten sind in voller Höhe nicht abzugsfähig. (Ja, ich weis, dass das Aufteilungs- und Abzugsverbot eventuell vom BFH nicht mehr gehalten wird. Bisher aber Anwendung durch die Verwaltung, daher viel Spaß beim Durchsetzen!).

Dasselbe gilt z.B. für das häusliche Arbeitszimmer, dass eventuell für die verwaltung der eigenen Immobilien verwendet wird. Hier bitte die Rechtssprechung zu §4 Abs.5 EStG beachten.

Bei aller Liebe zum minimieren der Steuerbelastung immer bedenken:

Grundsätzlich müssen Werbungskosten (egal ob V+V, nichtselbständige Arbeit oder KapVermögen) nicht nachgewiesen, sondern nur glaubhaft gemacht werden!

ABER...

1. Werden Tatsachen geltend gemacht, die zu einer Steuerminderung führen, dreht sich die Beweislast letztendlich um.

UND

2. "Macht der Steuerpflichtige vom "normalen" Lebenssacheverhalt abweichende Sachverhalte geltend, dann trifft ihn eine erhöhte Nachweispflicht. Die Nachweispflicht steigt in dem maße, in dem der Sachverhalt vom "normalen" Lebenssachverhalt abweicht." (FG Münster)

Also die Kirche lieber im Dorf lassen und nicht angeben, dass man einmal im Monat zum vermieteten Objekt in 500 km Entfernung gefahren ist! Die Buß- und Strafsachenstellen freuen sich über solche Fälle!

taxpert
12.04.2007, 13:41 von paleocastro
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Zu den typischen Werbungskosten bei einer vermieteten Wohnung gehören

die Abschreibung auf das Gebäude (Absetzung für Abnutzung),
die Abschreibung auf etwaige mitvermietete Einrichtungsgegenstände,
die Finanzierungskosten (Zinsen für Hypothek, Grundschuld, Disagio, Abschlussgebühr Bausparvertrag), soweit mit der Wohnung im Zusammenhang stehend,
das Hausgeld bei einer Eigentumswohnung (jedoch ohne Zuführung zur Instandhaltungsrücklage),
Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten,
Kosten für Rechtsberatung im Zusammenhang mit dem Mietverhältnis,
Kosten der Steuerberatung soweit auf die Ermittlung der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung entfallend,
Versicherungen, die die Wohnung betreffen (z.B. Brandversicherung, Rechtsschutzversicherung, Haftpflicht),
Erbbaupachtzins
12.04.2007, 13:33 von paleocastro
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Hallo Augenroll,

das nehmen wir doch sowieso mit ;-)

12.04.2007, 13:29 von Augenroll
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Ausgaben, die der Zustandserhaltung und Wohnwertverbesserung, sowie der Energieeinsparung dienen.

Oder reicht das (noch) nicht???
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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