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27.04.2007, 09:56 von DiegaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Einberufung/Wiederholungsversammlung WEG
Hallo.

Wie seht bzw was haltet Ihr davon:

Zitat Einladung:

Zur Absicherung der Beschlußfähigkeit habe Ich in die Einladung geschrieben, daß wir schon jetzt eine zweite Versammlung einladen, eine halbe Stunde später.

Zitat:
In der Teilungserklärung steht folgendes:

Die Eigentümerversammlung ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Stimmen anwesend oder vertreten ist.

Ist das nicht der Fall, so ist unter Einhaltung derselben Form- und Fristvorschriften eine erneute Eigentümerversammlung mit gleichlautender Tagesordnung einzuberufen, die in jedem Fall beschlussfähig ist; hierauf ist in der Einladung hinzuweisen.




Gruss Dieter
Alle 18 Antworten
02.05.2007, 10:30 von Augenroll
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Zitat:
gelegentlich muss ich mir meinen Frust von der Seele schreiben - haha, früher habe ich des öfteren ein zwei Groschen genommen und die Geschichten die mich "belasten" der Parkuhr erzählt- die hat mir wenigstens zugehört, lol. Aber seit es den Euro gibt- kann sich doch keiner mehr leisten, so etwas )

Macht ja nichts, geht wohl jedem manchmal so. Man kann auch hier was ins Forum schreiben um seine Seele etwas zu entlasten. Kostet, im Gegensatz zur Parkuhr, ja nichts. (Vorausgesetzt man hat ein Flatrate oder setzt die Kosten sowieso ab)
30.04.2007, 10:29 von Diega
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Guten Morgen Dimager ( Karl Heinz)

Ist mir bekannt.

ICH mache es so ja auch nicht- sondern der Verwalter unserer EG.

Ich musste dies aber mal so einstellen, solche Spielchen gehen schon über Jahre- war überwiegend für "eingeweihte".

( gelegentlich muss ich mir meinen Frust von der Seele schreiben - haha, früher habe ich des öfteren ein zwei Groschen genommen und die Geschichten die mich "belasten" der Parkuhr erzählt- die hat mir wenigstens zugehört, lol. Aber seit es den Euro gibt- kann sich doch keiner mehr leisten, so etwas )

Gruss Dieter

PS: Ich stelle mal ein:

Zitat:
Zitat Einladung ( vom Verwalter):

Zur Absicherung der Beschlußfähigkeit habe Ich in die Einladung geschrieben, daß wir schon jetzt eine zweite Versammlung einladen, eine halbe Stunde später.



Meine Antwort per E-Mail:

Zitat:
Die Eigentümerversammlung ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Stimmen anwesend oder vertreten ist.

Ist das nicht der Fall, so ist unter Einhaltung derselben Form- und Fristvorschriften eine erneute Eigentümerversammlung mit gleichlautender Tagesordnung einzuberufen, die in jedem Fall beschlussfähig ist; hierauf ist in der Einladung hinzuweisen.
Dort steht nicht drin, dass diese zusammen mit der ersten Versammlung eingeladen werden darf und schon gar nicht am selben Abend.


Die Antwort des Verwalters:

Zitat:
Vielen Dank, Herr ...........,

mir ist das Problem bekannt, weil ich für eine andere Eigentümergemeinschaft bereits einen diesbezüglichen Prozeß geführt und natürlich verloren habe.
Ich habe für die nächste Eigentümerversammlung ja den Organisationsbeschluß

Organisationsbeschluß über die zukünftige Abhaltung einer zweiten Versammlung bei mangelnder Beschlußfähigkeit


auf die Tagesordnung gesetzt, das sollten wir auf jeden Fall beschließen und dann jährlich wiederholen. Danach ist die zweite Versammlung am selben Tag nicht zu beanstanden.



Freundlicher Gruß und schönes Wochenende


30.04.2007, 03:16 von dimager
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Hallo Diega,
um Himmels willen! Tu das nicht!
Die von Dir zitierte Teilungserklärung wiederholt nur den Gesetzestext. (als Grundsatzbeschluss hierzu siehe Urteil BGH vom 20.9.2000). Zulässig wäre eine Eventualeinberufung nur dann, wenn dies in der Gemeinschaftsordnung ausdrücklich erwähnt wäre. Dies ist bei Dir nicht der Fall.

Habe auf diese Art mal eine WEG mit 140 Einheiten zur Verwaltung bekommen, weil der Vorverwalter auf einer solchen Eventualversammlung zum Verwalter gewählt wurde und der Rechtspfleger beim Amtsgericht wegen Nichtigkeit des Bestellungsbeschlusses eine Zustimmung zu einem Verkauf nicht anerkannte.

Tipp von mir aus der Praxis:
Wenn eine Versammlung nicht beschlussfähig ist, stelle ich zunächst die Beschlussunfähigkeit fest. Dann schlage ich den Anwesenden vor, eine "Besprechung" durchzuführen, die genauso abläuft, wie eine Eigentümerversammlung. Am Ende der "Besprechung" schlage ich vor, mich als Verwalter für die demnächst stattfindende Wiederholungsversammlung mittels stimmrechtsgebundener Vollmacht zu bevollmächtigen, dort für die Eigentümer abzustimmen. Die Eigentümer sparen sich eine erneute Anreise und durch die Stimmrechtsbindung kann der Verwalter nicht anders abstimmen, als in der "Besprechung". Dazu wird am Ende der "Besprechung" eine Vollmacht von jedem Eigentümer unterzeichnet, die in etwa wie folgt lautet:
Der unterzeichnende Eigentümer bevollmächtigt den Verwalter für die Wiederholungsversammlung mit seiner Vertretung. Der Verwalter ist verpflichtet, in der Wiederholungsversammlung so abzustimmen, wie der Eigentümer heute in der "Besprechung" abgestimmt hat.

Die Wiederholungsversammlung ist somit nur noch eine Formalie.
27.04.2007, 16:31 von Jobo
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@augenroll

Zitat:
Sie argumentieren nie mit Fakten, Quellen oder Zahlen. Das lasse ich mir von Ihnen demnach nicht vorhalten.



Nur weil ich nicht ständig mit irgenwelche unbewiesenen Fakten, Quellen oder Zahlen herumprahle, darf ich Ihnen nicht vorhalten, wenn sie Behautungen in den Raum schmeißen die selbst sehr unkritische Betrachtung nicht stand halten, wie z.B.

Zitat:
Es sei denn, man hat Lust auf ständige Streitereien und endlose Diskussionen um Spitzfindigkeiten.

Es verdienen sich nur Hausverwalter, WEG-Verwalter und Makler daran dusslig.



Zitat:
Sie argumentieren nie mit Fakten, Quellen oder Zahlen.


stimmt nicht ! Lesen sie meine Beiträge und verstehen diese, dann merken sie, dass diese Aussage nicht zutreffend ist.

Jobo
27.04.2007, 16:01 von Augenroll
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@Jobo,

den Vorschlag mit den Reihenhäusern habe ich gemacht um einen brauchbaren Mittelweg zwischen Ökologie und dem klar abgegrenzten Eigentum aufzuzeigen. Nachbarschaftstreitigkeiten gibt es sicher auch zwischen australischen Farmern, die 20 Meilen auseinanderwohnen.

Es gibt natürlich auch ordentliche WEGs, keine Frage. ich schätze aber die Stimmung stets als sehr fragil ein. was ist wenn Erbfälle eintreten? Die gute Stimmung kann auch mal schnell kippen.

Zitat:
Fangen sie doch mal an mit Fakten zu argumentieren.

Sie argumentieren nie mit Fakten, Quellen oder Zahlen. Das lasse ich mir von Ihnen demnach nicht vorhalten.
27.04.2007, 15:52 von Jobo
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@augenroll

verstehe ich richtig, in Reihenhäuser gibt es keinen Nachbarschaftsärger ?

Fangen sie doch mal an mit Fakten zu argumentieren.
Ihren Ausführungen nach gibt es nur schlechte WEG´s
Wahrscheinlich ist das ihre Erfahrung die sie gemacht haben.
Schade für sie, ich habe zum Glück andere Erfahrungen und das mit mehreren WEG´s und darüber bin ich froh.

Jobo
27.04.2007, 15:17 von MarieP
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27.04.2007, 15:16 von Augenroll
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MFH sind teilweise schon ökologischer, aber die ökologischen Vorteile wiegen in meinen Augen die rechtlichen Nachteile nicht auf. Ich schlage Reihenhäuser vor.

Ich sehe die Probleme in der Abgrenzung der Besitztümer. Es kann auch zu handfesteren Streitigkeiten der Nachbarn untereinander kommen. jeder kämpft noch verbitterter, da es ja "seins" ist, als wenn Mieter untereinander streiten. Mieter hängen meist nicht so vehement an der Wohnung wie Eigentümer.

Die besten WEGs sind ja die, wo Eigentümer und Mieter durcheinander drin wohnen.
27.04.2007, 14:02 von dedl
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Zitat:
Ein Mehrfamilienhaus ist meist ökologischer als ein einzelnes Haus,...

Nun ja, solange Du das z.B. auf den Erdoberflächen- und Baumaterialverbrauch pro untergebrachter Person beziehst, mag das stimmen.
Die übrigen Aspekte der ökologischen Bewertung sind doch sehr vom Einzelfall abhängig, insofern ist Dein "meist" durchaus wichtig (ich weiß, deshalb schriebst Du es ja. )
27.04.2007, 13:39 von Jobo
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Zitat:
Ich rate immer wieder dringend davon ab, Teileigentum zu erwerben.

Es sei denn, man hat Lust auf ständige Streitereien und endlose Diskussionen um Spitzfindigkeiten.

Es verdienen sich nur Hausverwalter, WEG-Verwalter und Makler daran dusslig.


So viel Stuss auf einmal habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Die meisten Eigentümer-Gemeinschaften funktionieren recht gut. Sicherlich gibt es Ausnahmen, aber daraus die Warnung zu geben "dringend davon abzuraten", halte ich für wirklichen Blödsinn.
Wenn man jedoch als Eigentümer in einer Wohnung wohnt, fehlt der VM mit dem man streiten kann, wenn diese Warnung darauf abziehlt !?
Die meisten Verwalter werden angemessen bezahlt, wenn nicht ist kann die WEG diesen Umstand ändern.

Und nicht zu vergessen die Ökologische Betrachtung. Ein Mehrfamilienhaus ist meist ökologischer als ein einzelnes Haus und da wird doch auch Wert darauf gelegt.
Also kann ich nur sagen, traut Euch Teileigentum zu erwerben, es lebt sich besser als in einer Mietwohnung.
Jobo
27.04.2007, 11:33 von Diega
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Eiei.
Zitat:
Was hältst Du von meinem Problem unter meinem Beitrag "Instandhaltungspflicht der WEG".


Schaue ich nachher mal in Ruhe an.

@ Augenroll
Zitat:
Ich habe mal ein Exposé über eine ETW gesehen, die sollte 2000,- € kosten.


2000.- € p/ qm oder meinst Du 200.000 € ?

950 Verfahren- ein lustiger Haufen.

Zitat:
Zumal bei Eigentümern auch ins Privatvermögen vollstreckt werden kann.



?????????????? wie meinst Du das? Das gilt generell so.

Zitat:
Die Haftung ist nicht auf die ETW beschränkt, ein nicht zu unterschätzendes Existenzrisiko.


? Selbst wenn Du Dir ein KFZ auf Raten kaufst, auch dort ist die Haftung (?) nicht nur auf das KFZ beschränkt.

Sorry, vielleicht liegt es an der Sonne, aber die beiden letzten Sätze verstehe ich nicht wirklich.

Gruss Dieter
27.04.2007, 11:18 von Augenroll
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Zitat:
Es verdienen sich nur Hauswerwalter, WEG-Verwalter und Makler daran dusslig.

ich ergänze: Anwälte

Ich habe mal ein Exposé über eine ETW gesehen, die sollte 2000,- € kosten. Es stand gleich drin, dass derzeit 950 Verfahren in dieser WEG anhängig sind!

Wer bietet mehr?

Wenn mir etwas zu kompliziert wird, lasse ich lieber die Finger davon. Zumal bei Eigentümern auch ins Privatvermögen vollstreckt werden kann. Die Haftung ist nicht auf die ETW beschränkt, ein nicht zu unterschätzendes Existenzrisiko.
27.04.2007, 11:08 von Kasperkopf
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Hallo Augenroll,

Zitat:
Es verdienen sich nur Hauswerwalter, WEG-Verwalter und Makler daran dusslig.

Dann verrate mir bitte mal, wo ich meine Millionen versteckt habe!!!

Korrekt ausgeführte Hausverwaltungen sind beinharte Arbeit. Du musst Handwerker aller Sparten sein, Rechtsanwalt, Finanzbeamter und Psychologe. Und das für einen Satz, der weit unter dem der soeben aufgeführten Branchen liegt! Und hängst immer noch mit einem Bein in der Haftung!

Gruss KAsperkopf

27.04.2007, 11:02 von Augenroll
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Ich rate immer wieder dringend davon ab, Teileigentum zu erwerben.

Es sei denn, man hat Lust auf ständige Streitereien und endlose Diskussionen um Spitzfindigkeiten.

Es verdienen sich nur Hausverwalter, WEG-Verwalter und Makler daran dusslig.

Nicht umsonst werden diese Häuser Händelhäuser genannt.
27.04.2007, 10:58 von Kasperkopf
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Hallo Diega,

schön, dass wir einer Meinung sind !

Ja, es gibt immer wieder Verwalter, wo man sich nur wundert.....

Und Eigentümer. Was hältst Du von meinem Problem unter meinem Beitrag "Instandhaltungspflicht der WEG".

Gruss Kasperkopf
27.04.2007, 10:28 von Diega
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Hallo.

@ Kasperkopf

Zitat:
es sei denn, dass besonders dringende Angelegenheiten vorliegen.



Ist es aber nicht.

Dies ist aus unserer "Einladung zur Eigentümerversammlung"

Ich sehe dies ebenso haha, der Verwalter unserer Anlage nicht. Trotz Hinweis .

Zum einen:
In der TE steht nicht drin, dass diese zusammen mit der ersten Versammlung eingeladen werden darf.

Zum anderen:

Zitat:
so ist unter Einhaltung derselben Form- und Fristvorschriften


ist mit 30 Minuten später wohl nicht gegeben.

Die Frage, ob ich am gleichen abend eine Wiederholungsversammlung einberufen kann, ist ja schon sehr umstritten.

Gruss Dieter
27.04.2007, 10:03 von Kasperkopf
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Hallo Diega,

Zitat:
Wie seht bzw was haltet Ihr davon:

Nichts!

Meines Erachtens ist die zweite Versammlung in dieser Form nicht in Ordnung, da nicht unter Einhaltung derselben Frist- und Formvorschriften eine neue Versammlung einberufen wurde. Ich nehme an, dass hier die gesetzliche Ladungsfrist gemeint ist und die beträgt eine Woche, es sei denn, dass besonders dringende Angelegenheiten vorliegen.

Gruss Kasperkopf
27.04.2007, 10:00 von Augenroll
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Finde ich gut und originell.

Auch bei Zivilprozessen und Zwangsversteigerungen ist es üblich, dass sich Termine zur selben Sache direkt anschließen können.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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