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22.05.2007, 17:03 von axelmaxProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Einbauten durch Mieter - Ablöse
Hallo zusammen.

Mein Problem ist kein rechtliches, eher ein moralisch/menschliches.

Zu den Fakten:
Mein Vater und ich vermieten ein Einfamilienhaus an ein unverheiratetes Pärchen (Sie: Hauptmieter; Er: Untermieter)(War von beiden so gewünscht und wir hatten/haben kein Problem mit dieser Konstellation).
Ihrer Aussage nach ist das Haus ihr Traum und sie möchten "für immer" drin wohnen.

Vor dem eigentlichen Einzug (Juni 2002) hat das Paar das Häuschen, das vorher an des Untermieters Schwester vermietet war, nach ihren Wünschen und Gusto renoviert.
Das Material wurde von uns gezahlt, den Einbau hat das Paar übernommen. Dafür haben wir Ihnen zwei Monatsmieten (kalt) "erlassen" (rund 2*650 €).
Da ihnen das Bad nicht gefiel (von uns 2000 renoviert), haben wir Ihnen die Erlaubnis zum Umbau auf ihre Kosten genehmigt.
Außerdem haben sie auch den Garten (allerdings ohne Genehmigung) neu angelegt.

So nun kommt's, wie's kommen muß:
Sie schmeißt ihn raus. Da sie alleine die Miete nicht mehr aufbringen kann, hat sie zum 31.07.2007 gekündigt.

Nun möchte sie allerdings für diese Umbauten und das Anlegen des Gartens Ablöse haben. Belege sind so gut wie nicht vorhanden.

Wie würdet Ihr das ganze handhaben?
Alle 13 Antworten
26.05.2007, 16:32 von Cora
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Na, dann

schöne Pfingsten
26.05.2007, 16:16 von Gartenfan
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Hi,

ich seh das haargenau so.

Gartenfan
26.05.2007, 15:32 von Cora
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Hallo Gartenfan

und was willst du uns jetzt damit sagen???

Ich sehe das so:

investiere ich als Mieter freiwillig in meine Wohnung/Haus, weil ich vor habe, dort lange zu wohnen, ist das meine Sache , es sei denn, ich vereinbare mit dem Vermieter, dass er sich in irgendeiner Weise an den Kosten beteiligt oder mir einen Abstand zahlt, falls ich doch früher als geplant ausziehe.

Mache ich das nicht - kann ich hinterher nicht kommen und jammern, zumal in dem geschilderten Fall der Vermieter das Bad 2 Jahre vorher erst renoviert hat.

Gruß
26.05.2007, 13:16 von Gartenfan
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Hi nochmal,

also, ich versuche immer, irgendwelche unumstrittene Analogien
zu suchen.

Fall: Ich lease ein Auto. Dann gefällt es mir, ein Glasdach
einschnitzen zu lassen. Irgendwann läuft der Leasingvertrag ab.
Dann geh ich zum Leasingunternehmen und will die gesamten
Kosten für das olle Glasdach raus zu handeln. Hä? Der Händler
macht sich die Schenkel nass...
Hat mal irgendwer versucht, für besondere Einbauten in nem
Auto einen Aufschlag zu bekommen beim Verkauf? Höchstens einen
Augenaufschlag bekommt man.

Fall: Ich kaufe ein 3 Monate altes Motorrad. Der Vorbesitzer
hat am Motor rumgefummelt und etliche PS mehr rausgeholt.
Das hat mir gefallen, also hab ich gekauft.
Nach 2 Monaten verreckt der Motor. Ich geh zum Hersteller und
will Reparatur. Schließlich hab ich ja Garantie.
Der Hersteller macht sich die Schenkel nass...

Nur mal so aus dem Leben alles, ABER bei Mietwohnungen ist ja
alles anders, da ist mein 15 Jahre alter Einbauschrank auf
einmal eine enorme Wertsteigerung der Wohnung...hä?
Nicht falsch verstehen, mir wurden auch schon Wohnungen mit
30 Jahre alten Badezimmern angeboten. Auch Mist.

Manchmal kommen mir die VM/M-Streitigkeiten wie fortgesetzte
Hysterie vor.

Gartenfan
26.05.2007, 11:20 von Rita
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Mein Problem ist kein rechtliches >daher gehe ich nicht drauf ein, eher ein moralisch/menschliches.

Moralisch/menschlich sehe ich das so:
- der Mieter wollte investieren und hat auch die Vorteile (Wohnwertsteigerung, Wohnen nach eigenen Vorstellungen) genossen
- der Vermieter kann nichts dafür, dass sich die persönliche Lage des Mieters/der Mieter und deren Lebensplanung > "für immer drin wohnen" geändert hat
- der VM kann auch nichts dafür, dass der Mieter jetzt gekündigt hat
- der VM hat vielmehr durch die Kündigung sogar noch zusätzliche Kosten/zusätzlichen Zeitaufwand (Mietersuche,Mieterwechsel)

Moralische/menschliche Gründe spielen i.d.R. bei Schenkungen eine Rolle an Personen zu denen persönliche/familiäre Beziehungen/Bindungen bestehen.
Beziehungen mit einem Mieter habe ich aber nur aus wirtschaftlichen Gründen (sonst könnte ich ja gleich die Miete erlassen/schenken).
Daher könnte ich mir eine angemessene freiwillige Zahlung nur dann vorstellen, wenn die Wohnung durch die Mieterinvestitionen nun dauerhaft zu einem höheren Preis vermietbar wäre als vorher im vom Vermieter bereits auf eigene Kosten geschaffenen Zustand

Oder die Sache wird tatsächlich direkt zwischen auszugswilligem Mieter und Nachfolgemieter geregelt.
Aber mal ehrlich: der Mietinteressent, der freiwillig einem anderen "Mieterkollegen" Geld zahlt, dass er (rein rechtlich) gar nicht zahlen müsste, der muss erst noch geboren werden ...

23.05.2007, 18:39 von Cora
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Zitat:
Aber nur unter Beteiligung des Vermieters.



hab ich doch erwähnt, Morti
23.05.2007, 18:32 von Mortinghale
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Zitat:
die sauberste Lösung ist immer eine Verständigung zwischen Mieter und Nachmieter.


Aber nur unter Beteiligung des Vermieters.

Sonst verkauft der Mieter dem Nachmieter noch Sachen, die ihm garnicht gehören (bei mir zeichnet sich ein solcher Fall ab).

23.05.2007, 17:46 von Cora
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Würde ich auch so sehen, letztendlich muss ja der Vermieter den Änderungen auch zugestimmt haben und die sauberste Lösung ist immer eine Verständigung zwischen Mieter und Nachmieter.

Gruß
23.05.2007, 14:16 von Mortinghale
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Das kommt auf den Einzelfall an und erfordert exakte schriftliche Vereinbarungen zwischen Mieter, Nachmieter und Vermieter.

Natürlich freut sich der Nachmieter im Moment; ob die Freude aber noch anhält, wenn er diese Geschenke eines Tages wieder ausbauen und den Ursprungszustand wiederherstellen muß, ist eine andere Frage.

23.05.2007, 14:04 von Gartenfan
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Hi,

dazu hätt ich auch direkt mal ne Frage. In einem solchen Fall
ist es doch eher günstig, die Ablöse zwischen Nachmieter und
Mieter zu vereinbaren, wenn es irgendwie zu bewerkstelligen
geht. Mal ein Beispiel:
Habe meine Wohnung mit Markise, maßangefertigten Rollos und
einem wirklich feinen Einbauschrank, auch maßgefertigt,
ausgestattet. Klar, ich will halt lang dort wohnen. Den Kram
müsste ich ja nach Auszug wieder entfernen, ist aber natürlich
Unsinn, weil zum größten Teil Maßarbeit. Wenn nun der VM alles
übernimmt, dann muss er ja auch alles instandhalten, wenn neu
vermietet wird. Wenn ICH den Kram weitergebe, dann hat der VM
nix mit Instandhaltung zu tun, ist ja so gesehen nicht sein
Eigentum. Im Extremfall VERSCHENKE ich das also an den Nach-
mieter, der sich dann sicher freut. Das alles sieht nach 10
Jahren (bei mir zumindest) immer noch aus wie kaum benutzt,
gute Qualität halt. Der VM kann mir ja immer noch entgegen-
kommen, finanziell . Aber er ist dann eben aus der elenden
Instandhaltungspflicht raus...
Das selbe gilt für den Garten. Da stecken mittlerweile 1000de
drin. Soll der Nachmieter halt was zahlen, sonst wirds eben
verschenkt. Meine private Abschreibung liegt bei 10 Jahren für
solche Invests. Dann ist es halt mehr oder weniger
abgeschrieben/-gewohnt. Ein paar Euro währen nett, aber nicht
zwingend.
Ist das nun die für alle beste Vorgehensweise?

Gartenfan
23.05.2007, 11:50 von Jutetuetchen
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Hallo,

Zitat:
Auch ich sehe hier weder Raum noch Notwendigkeit für Ablösezahlungen
..... ich auch nicht !

LG
22.05.2007, 18:38 von Mortinghale
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Soweit man hierin Mieterinvestitionen sehen könnte, dürften die in den letzten fünf Jahren abgewohnt sein.

Auch ich sehe hier weder Raum noch Notwendigkeit für Ablösezahlungen.

22.05.2007, 18:18 von Cora
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Zitat:
Da ihnen das Bad nicht gefiel (von uns 2000 renoviert), haben wir Ihnen die Erlaubnis zum Umbau auf ihre Kosten genehmigt.


Hallo

ein renoviertes Bad nach 2 Jahren umzubauen, nur weil es den Mietern nicht gefällt, muss ja eigentlich nicht sein und wenn vereinbart wurde, dass dies auf Mieterkosten passiert, muss der Mieter auch mit leben wenn er kurze Zeit später auszieht.

Ich als Vermieter würde da leider, leider keine Kosten und auch keine Ablöse für zahlen wollen...

Ebenfalls mit der Gestaltung des Gartens. Wenn dies ohne eure Erlaubnis und irgendwelche Vereinbarungen vom Mieter gemacht wurde, ist auch dieses Mietersache.

Beides hätte der Mieter nicht machen müssen und "für ewig" ist immer so eine Sache, wie man sieht

Klar, dass in einer solchen Situation die Mieterin jeden cent braucht - aber dafür sehe ich keine rechtlichen Gründe.

Gruß
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