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14.05.2007, 20:46 von JottWeProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Eigenleistung dem Mieter in Rechnung stellen
Hallo zusammen,

kann mir Jemand folgende Fragen beantworten???
Sachverhalt:
Mieter zog aus. Wurde von mir 2x per Einschreiben aufgefordert bestimmte Beanstandungen zu beheben. Keine Reaktion. Habe danach die meisten Dinge durch Eigenleistung behoben, weil es mit dem neuen Mieter ja auch weitergehen musste.

Fragen:
Kann ich meine Arbeitszeit von der Kaution abziehen, und welcher Stundensatz käme hier in Frage?
Kann ich die Fahrtkosten 5x je 40km Fahrt in Rechnung stellen, und wenn ja zu welchem Km-Satz?
Kann ich sonstige Aufwendungen: Einschreiben, Telefonate, Materialkosten usw in Rechnung stellen?

Würde mich freuen wenn mir hier Jemannt weiter helfen könnte.

Gruss an Alle
JottWe
Alle 19 Antworten
12.06.2007, 11:10 von Mortinghale
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Das war die Startvorgabe:

Zitat:
Wenn ein Vermieter Elektromeister ist und im Haus Elektroarbeiten ausführt, so kann er eine Rechnung, Mit Stundenlohn 45,-€ schreiben. Die geht dann über seinen Betrieb mit ein (da sind ja die ganzen Betriebsausgaben drin + MwSt).

Macht der gleiche Meister Elektroarbeiten ohne Rechnung, so kann er nur seinen durchschnittlichen Nettolohn ansetzen, also etwa 20,- €.


Es ging also um den "Lohn" des möglichen Betriebsinhabers und der enthält keine SV-Anteile.


12.06.2007, 10:41 von Augenroll
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Zitat:
Da der Vermieter vom Leistungsansatz noch Steuern zahlen muß, kann man bei einer Vergleichsberechnung nicht vom Nettolohn eines Handwerkers ausgehen, sondern muß den Bruttolohn zugrundelegen.


OK, soweit verstehe ich das etwas.

Aber der Bruttolohn kann eben Teilbeträge enthalten, die dem Vermieter so eigentlich nicht zustehen: Ich denke da z.B. an SV-Abgaben!?
12.06.2007, 10:35 von Mortinghale
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Nein.

Alles, was der Vermieter vom Mieter erhält, stellt beim Vermieter steuerpflichtige Einnahme dar.

Da der Vermieter vom Leistungsansatz noch Steuern zahlen muß, kann man bei einer Vergleichsberechnung nicht vom Nettolohn eines Handwerkers ausgehen, sondern muß den Bruttolohn zugrundelegen.

Dein "Beispielrichtwert" würde also zu einer fiktiven Doppelversteuerung führen.

12.06.2007, 10:25 von Augenroll
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Er hat keinen Nettolohn, da er Selbständig ist???

Der Begriff Nettolohn war von mir auch nicht so streng per Definition gemeint.

Beispiel: wenn der E-Meister 3000,- € im Monat netto verdient und 150 h arbeitet, so ist sein "Nettolohn" pro h eben 20,-€. Als durchschnitllicher Beispielrichtwert gesehen.
12.06.2007, 10:03 von Mortinghale
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Zitat:
so kann er nur seinen durchschnittlichen Nettolohn ansetzen,


Du erkennst Deinen Denkfehler also immer noch nicht ?

Noch deutlicher kann man eigenlich nicht darauf hinweisen.

12.06.2007, 09:39 von Augenroll
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Sorry, ist mir wohl durchgerutscht.

Vorraussetzung für dieses Gedankenexperiment war ja, dass der Elektromeister Vermieter ist und in seinem eigenen Mietshaus Arbeiten durchführt, die er dann dem Mieter in Rechnung stellen will (z.B. Schadenersatz, Betriebskosten).

Angenommen, aus irgendwelchen Gründen möchte er das nicht über seine E-Firma abrechnen.

Ist es dann Schwarzarbeit?

Wie hoch ist der ansetzbare Stundenlohn?

Denn darum ging es eigentlich und nicht darum, mir Denkfehler zu unterstellen.
09.06.2007, 20:31 von Sommer
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ich, ich (schnipps, schnipps)...man darf ja gar nicht ohne Rechnung so einfach arbeiten. Das ist doch streng verboten, sogenannte Schwarzarbeit und sehr unfein!!!

S.
08.06.2007, 15:17 von Mortinghale
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Schubs

Drei Wochen Bedenkzeit müssen reichen.

Wie ist also die Lösung ?

17.05.2007, 16:50 von Mortinghale
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@Augenroll

Zitat:
Macht der gleiche Meister Elektroarbeiten ohne Rechnung, so kann er nur seinen durchschnittlichen Nettolohn ansetzen, also etwa 20,- €.


Wollen wir jetzt (alle ?) noch einen Moment darüber nachdenken, wo hier der Denkfehler liegt ?

17.05.2007, 16:24 von zocker
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Der Ansatz der Argumentation ist falsch.

Wenn der Mieter Schäden am Objekt hinterlassen hat, stellt sich aus meiner Sicht nur die Frage, was hätte ein Unternehmer für die Leistungen berechnet. Also Angebot am besten drei Angebote einholen und die Kaution abrechnen.
Es steht ja im Dispositionsrecht des Vermieters ob die Schäden überhaupt beseitigt werden. Maßgeblich ist nur der entstandene Schaden.

MfG.

Zocker
16.05.2007, 15:26 von Augenroll
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So einfach ist das aber nicht. Obwohl es eigentlich ganz einfach ist.

Wenn ein Vermieter Elektromeister ist und im Haus Elektroarbeiten ausführt, so kann er eine Rechnung, Mit Stundenlohn 45,-€ schreiben. Die geht dann über seinen Betrieb mit ein (da sind ja die ganzen Betriebsausgaben drin + MwSt).

Macht der gleiche Meister Elektroarbeiten ohne Rechnung, so kann er nur seinen durchschnittlichen Nettolohn ansetzen, also etwa 20,- €.

Putzt der Elektromeister die Treppen, so kann er den Nettolohn einer ungelernten Reinigungskraft ansetzen, also ca. 7,- €.
16.05.2007, 12:09 von vonBreitenstein
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Selbstverständlich kann der Vermieter seine Eigenleistungen so abrechnen, als ob er dafür eine Fachkraft beauftragt hätte (sog. Vermögensschadensbasis), allerdings ohne Mehrwert-steuer.Für Handwerksleitungen kann die Gesellenstunde mit 40,00 € netto angesetzt werden.Bei Gericht Stundenzettel vorlegen und als Beweisangebot Auskunft der jeweiligen Innung bei der Handwerkskammer (§ 358 a Nr.2 ZPO) und darauf gestützt richterliche Schadensschätzung § 287 ZPO.Für sonstige Dienstleistungen einschlägigen Branchentarifvertrag für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft(Ecklohn 15,24 €/Stunde) oder bspw.Gebäudereiniger(mittlere Lohngruppe 1 technischer Gebäudereiniger 11,54 €/Stunde)ansetzen.Zum Nachweis Bekant-machung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit Tarifvertragliche Arbeitsbedingungen im Jahr 2004 herunter-laden. Auch die leistungsgerechte Abrechnung ist Qualität.
meint vonBreitenstein.
16.05.2007, 11:35 von Eli
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Zitat:
Der Vermieter ist aber kein Elektromeister!


...wissen wir doch nicht...oder?

Wir haben auch 10€ angesetzt für so ungelernte Tätigkeiten wie: neue Haustür einsetzen, Einbau einen bodenebenen Dusche .
16.05.2007, 10:03 von Melanie
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Hi,
wenn 12€ von Gerichten als Obergrenze angesehen werden würde ich 10€ ansetzen, das ist ein guter runder Betrag, liegt unter der Höchstgrenze (macht ein besseres Bild), und soviel würde ich auch dem Mieter als Eigenleistung zugestehen....
Ist aber nur meine Meinung!
LG Mel
16.05.2007, 10:00 von Augenroll
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Der Vermieter ist aber kein Elektromeister!

Als Vermieter braucht man ja wohl keine extra Qualifikation. Also warum mehr bezahlen, als unqualifizierte Gelegenheitsjobber bekommen?
15.05.2007, 14:23 von Jobo
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naja Pförtnerjobs gibt es eben schon ab 6 Euro, daher vielleicht die großzügigen 7 - 9 Euro.
Jobo
15.05.2007, 14:01 von Cora
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Zitat:
Ich halte derzeit 7 - 9,- € pro Stunde für angemessen.


Dafür kriegst du noch nicht mal einen, der ohne Rechnung arbeitet.

Und 12 € halte ich für durchaus angemessen, nimmt doch z.B. ein Elektromeister 45 € + MwSt.

Gruß
15.05.2007, 08:29 von Augenroll
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Warum sollte ein Vermieter einen höheren Stundenlohn erhalten, als eine ungelernte Hilfskraft, wenn er Jedermannstätigkeiten ausführt?

Die Löhne sind in den letzten Jahren stark gefallen. Ich halte derzeit 7 - 9,- € pro Stunde für angemessen.

Wieviel würden Sie Ihrem Mieter zugestehen, wenn dieser solche Tätigkeiten für Sie ausführen würde?
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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