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03.05.2007, 22:16 von GaloppiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Eigenheim und Steuer
Hach, ich glückliche... nachdem ich hier so einiges gelesen habe, und bisher auch viel Kompetenz getroffen habe, möchte ich mit glatt mit einem zweiten Thema an euch wenden:

Eigenheim vs. Steuer

Zugegeben, ich bin wohl etwas sehr blauäugig an die Sache Eigenheim rangegangen - hab ich in einigen Bereichen schon gemerkt *schäm*. Nun hab ich aber öfter gelesen, daß man dies und jenes bei der Steuer geltend machen, bzw. abschreiben kann.

Bitte nehmt es mir nicht übel, aber ich habe nicht einmal eine Ahnung davon, was mit dem Wort "Abschreibung" eigentlich genau definiert wird *wirklich-rot-werd*.

Bisher wohnten wir zur Miete, mein Mann war Alleinverdiener und so war meine Steuererklärung absolut kein Problem für mich. Aber jetzt?

Ist es vielleicht klüger, doch gleich alles einem ordentlichen Steuerberater in die Hände zu geben, oder meint ihr, ich schaff das nach wie vor allein?

Unser Haus ist ja ein "Sonderobjekt" an allen Ecken und Enden, Denkmalschutz, für Zuschüsse zu groß, ernergietechnisch zu alt... das einzige, was wir bekommen könnten, wäre Geld für die Sanierung der Außenfassade und -anlage, weil sich unser Haus in einem "Dorf-verschönerungs-Gebiet" befindet und ich dafür Zuschüsse von der Gemeinde bekommen kann.

Kann mich mal jemand ein bißchen aufklären? Ich möchte jedoch niemanden bitten, mir im Einzelnen alles genau aufzuzählen, sondern generell wissen, wie das "Ein-Haus-Besitzer" so handhaben und welche Tipps sie vielleicht parat haben.

LG Galoppi
Alle 3 Antworten
Ähnliches Problem hatte ich auch (bzw. hab ich auch).
Gelöst habe ich es dadurch, daß mir für 2006 nun ein Steuerberater die Steuer gemacht hat und ich mir hab einiges erklären lassen.

Nächstes Jahr kann ich dann anhand der Steuererklärung 2006 die 2007 selber machen.

Kann ich nur empfehlen, da wir "laien" an vieles nicht denken und der Steuerberater (wenn es ein guter ist!) auch wirklich ein Fuchs mit Tipps und Tricks ist.

Das Geld war wirklich gut angelegt.
03.05.2007, 23:49 von zaunkoenig
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Hallo,

solange das Eigenheim selbst bewohnt wird, ist steuerlich rein garnichts zu machen.

Bestenfalls gäbe es noch die Möglichkeit der Eigenheimzulage. Da es die aber seit 2006 nicht mehr gibt, müsste der Erwerb des Hauses noch in 2005 erfolgt sein, oder aber ein Bauantrag in 2005 gestellt worden sein. Aber auch hier gäbe es keine Eigenheimzulage, soweit beide Eheleute bereits in früheren Jahren eine entsprechende Förderung für ein eigengenutztes Objekt genossen haben (sogenannter Objektverbrauch).

Grundsätzlich gibt es allerdings seit 2005 die Möglichkeit der Berücksichtigung von haushaltsnahen Dienstleistungen nach § 35a EStG. Hiernach können z.B. Handwerkerleistungen im Haus, die normalerweise typischerweise vom Eigentümer selbst übernommen würden steuerlich berücksichtigt werden. Berücksichtigungsfähig sind aber nur die Lohnstundenkosten (nicht das Material) und zwar mit einem unmittelbaren Abzug von der Steuerschuld mit 20% jedoch maximal 600 Euro.
Weitere Informationen finden sich auf der hier verlinkten Seite der OFD Hannover .

Soweit ein selbstgenutzes Objekt ein Denkmal ist, können unter gewissen Voraussetzungen Sonderabschreibungen in Anspruch genommen werden. Gesetzliche Regelung ist hier
§ 7i EStG. Aber bevor man sich hier in das Abenteuer wagt, sollte man darauf achten, dass alle nötigen Formalitäten erfüllt sind.

Andere Fördermöglichkeiten fallen mir im Moment nicht ein (es sei denn es fällt etwas unter § 7h EStG "Sanierungsgebiete").

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