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24.08.2004, 10:06 von SusanneProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Eigenbedarfskündigung

Wir haben eine vermietete Doppelhaushälfte gekauft. Der Mieterin haben wir wegen Eigenbedarf gekündigt. Leider zahlt sie verhältnismäßig sehr wenig Miete (330.-€). Natürlich wird sie für diesen Betrag nicht annähernd vergleichbaren Wohnraum finden. Leider ist es finanziell nicht gut um sie bestellt (lt. ihren Aussagen).

Meine Frage ist nun, was passiert wenn sie nun keinen bezahlbaren Ersatzwohnraum findet, wie würde sich dies auf unsere Eigenb.-Künd. auswirken ? Hat jemand Erfahrung mit solch einem Fall ?

Alle 6 Antworten
10.09.2004, 12:32 von Susanne
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Vielen Dank nochmals für die Antworten.

Eine letzte Frage liegt mir noch auf dem Herzen:

Könnte die Tatsache, daß wir ein vermietetes Haus gekauft haben, bei der gerichtlichen Auseinandesetzung für uns von Nachteil sein ; d.h. könnten wir die Eigenbedarfsklage schon aufgrund dieser Tatsache verlieren ?
08.09.2004, 14:56 von RM
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Die Räumungsklage vor Ende des Mietverhältnisses ist zumindest dann zulässig, wenn der Mieter der Kündigung widersprochen hat oder sonst irgendwie klar zum Ausdruck gebracht hat, dass er die Mietsache nicht fristgerecht räumen wird.
08.09.2004, 12:13 von Susanne
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Vielen Dank für die informativen Antworten.

Kann man etwas tun, um eine eventuell bevorstehende Räumumgsklage zu beschleunigen ? Ich habe letztens gehört, man könne "vorsorglich auf fristgerechte Räumumg klagen", z. Bsp. wenn man vermutet, daß der Mieter nicht fristgerecht ausziehen wird. Aber wie gesagt: dies alles vom "Hörensagen"...
07.09.2004, 14:26 von RM
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Wenn der Mieter im Räumungsverfahren behauptet, dass Ersatzwohnraum nicht zu bekommen wäre, wird er seine Bemühungen belegen müssen. Die Behauptung allein reicht nicht aus um eine Fortsetzung des Mietverhältnisses zu erreichen. Im Räumungsverfahren könnte eventuell das Angebot von angemessenen Ersatzwohnungen zur Entkräftung von Mieterbehauptungen beitragen.
Der Mieter kann aus der Tatsache, dass er bisher eine ungewöhnlich niedrige Miete zahlt, keinen Anspruch für die Ewigkeit ableiten. Eine Wohnung, für die die ortsübliche Miete gezahlt werden muss, ist unter diesem Aspekt immer angemessen.
07.09.2004, 11:22 von Susanne
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Wenn ich daran denke, wie lange sich son einen Eig.-Künd. hinziehen kann, wird mir ganz schlecht ...

Unsere Mieterin macht überhaupt keine Anstalten eine andere Wohnung zu finden. Muß der Mieter bei einem Prozeß eigentlich 'beweisen', daß er keinen Ersatzwohnraum findet oder genügt es wenn sie angibt sie fände keinen wie bisher günstigen Wohnraum ? Wir brauchen das Haus so bald wie möglich, sind bald zu Víert und leben dann mit 2 Kindern in einer 2-Zi.-Whg.; die Mieterin bewohnt das Haus alleine und weiß schon seit 2 Jahren von dem Verkauf des Hauses.
06.09.2004, 21:36 von Rai
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Geht mir ähnlich. Habe nach Eigenbedarfs-Kündigung noch 2 Monate zur Räumung gegeben und alle Härtegründe entkräftet. Wird aber auf Räumungsklage hinauslaufen.
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