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20.06.2007, 00:47 von KatharinaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|dürfen mieter alles ???
Hallo, ich bin neu hier und mein fall füllt schon einen dicken ordner. Haben ein zwei-familienhaus, was nun zu groß geworden ist. Ein haus haben wir seit 9 jahren vermietet, ohne probleme, dachten wir. nachdem wir aus der anderen hälfte im mai auszogen wollten wir alles verkaufen, was bei der größe des objektes und des gr. grundst. nicht so schnell machbar war, auch nicht mit makler etc. so vermieteten wir das haus an zwei weitere Fam. Abtret. durch die ARGE lag vor. miete kam einen monat danach mietminderung von beiden part. die sich mittlerweile zus.geschl.hatten, mit gleichem anwalt. strom und gas wurde von keiner partei gezahlt. die eine mieterin meldete sich beim stromversorger und gasversorger an, als die zahlungen fällig wurden meldete sie sich wieder ab und uns als eigentümer an. die ARGE zahlte die kosten jedoch nicht auf das von uns beim mietvertr. vereinb. konto sondern auf ein anderes.jetzt bei Abrechnung sollen wir 1400,-- € gaskosten bezahlen, wir wären der vertragspartner. also können mieter den VM ab und anmelden nach belieben, nach rückfrage konnte bzw. durfte uns keiner auskunft geben wohin das gezahlte geld geflossen ist, jetzt liegt die angelegenheit beim anwalt. zum glück sind beide ohne räumungsklage ausgezogen, die einen bei nacht und nebel, nachddem keine mietzahl. mehr erfolgten, die andere ende jan. 07. haben uns 400 kg sperrmüll zurückgelassen und 21 müllsäcke. mehreren aufforderungen unseres rechtsanwaltes blieben unbeantwortet. wir haben alles entsorgt und wollen nach renovierung neu vermieten.wir mußten feststellen, daß wir als VM keinerlei rechte haben, nur pflichten, und auch ohne miete können mieter gut leben auf unsere kosten. die nehmen sich rechtsnwälte die uns als VM niedermachen in ihren schreiben, als ob wir die Buhmänner wären, wo leben wir eigentlich? auch wir haben versucht Vor-VM festzustellen und mit denen kontakt aufzunehmen, wegen klage usw. leider ohne antwort, anscheinend will keiner mehr etwas von den mietern wissen, denn beide parteien haben schon so oft die wohnung gewechselt und mietbetrug begannen. wir wollten auch strafantrag stellen, aber wenn alles bei den gerichten zu gehandhabt wird und die klagen abgewiesen, können wir das geld sparen. denn kosten kommen noch genügend auf uns zu.unser anwalt sagte uns, das wir wohl die gaskosten bezahlen müssen, dies kann doch nicht wahr sein. hat jemand auch schon mit solchen mietern zu tun gehabt? oder kann uns jemand einen rat geben
Katharina
Alle 17 Antworten
21.06.2007, 22:38 von Cora
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Ja, wenn man weiß wie es geht, kann man jeden besch..., Entschuldigung aber ein besseres Wert fällt mir nicht ein.

Ich würde mich jedoch vehement weigern Energiekosten für Leute zu zahlen, die als Kunde bei dem Versorger angemeldet waren.

Manchmal sollte man es echt darauf ankommen lassen.

Gruß
21.06.2007, 21:34 von Katharina
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Hallo,

Einwohnermeldeamt ist auch so ein Stichwort. Die eine Mietpartei, bestehend aus zwei Personen plus Kind, meldete sich zur Hälfte nach Auszug bei uns ab, d.h. Mutter und Kind meldeten sich bei der neuen Adresse an, der Lebenspartner blieb bis März unter unserer Adresse angemeldet, obwohl alle am 15. Dez. 06 bereits ausgezogen sind. Erst nach mehrmaligen Telefonaten und pers. Erscheinen bei der Gemeinde wurde diese tätig und schrieben den Mieter an und "baten"ihn sich bei seinem neuen Wohnsitz anzumelden.
Wir nehmen an, daß beide Wohngeld für diesen Zeitraum erhalten haben, denn wozu sonst zwei getrennte Wohnungen. Die ARGE weiß wie immer von nichts, bzw. stellt sich dumm, ist wohl mit Arbeit verbunden. Das beste an der Geschichte ist, sie hatte bereits wieder Arbeit, aber die ARGE bezahlte weiter Harz IV.
Alles von unserem Geld.
Nur da ist überhaupt nichts zu holen, denn freundlicherweise hat man in der Wohnung sämtlichen Schriftverkehr belassen zwischen Müllbergen, wie z.B. Haftbefehle, Eidenstattl. Versicherungen beider, div Schuldner die auf ihr Geld warten und geprellte Vorvermieter.
Aber die melden sich nicht, obwohl ich denen schon geschrieben habe, wegen Klage usw.
Die Papiere haben sie wohl in der Eile des Auszuges vergessen.

Gruß Katharina
21.06.2007, 20:58 von verzweifelter
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Hallo,

was hätte es für Folgen, wenn im Gegenzug, wenn der Mieter sich bei den Energieversorgern abmeldet, der Vermieter die Mieter auf dem Einwohnermeldeamt abmeldet?

verzweifelter
21.06.2007, 15:19 von Cora
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Hallo

Zitat:
strom und gas wurde von keiner partei gezahlt. die eine mieterin meldete sich beim stromversorger und gasversorger an, als die zahlungen fällig wurden meldete sie sich wieder ab und uns als eigentümer an.


das ist ja auch in Ordnung, Mieter meldet sich bei Einzug an und bei Auszug aus, für Leerstand wird Vermieter die Grundkosten zahlen.

Aber: für die Zeit der Anmeldung bis Abmeldung ist nicht der Vermieter zur Zahlung verpflichtet, sondern Vertragspartner in dem Fall der Mieter. Das würde ich dem Versorger mal mitteilen.

Da schwillt einem echt der Kamm
21.06.2007, 10:26 von CMAX_65
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@ zaunkoenig

Zitat:
Wenn der Eigentümer der Immobilie nicht hereinfallen möchte, dann muss er Vorkehrungen treffen, die es unmöglich machen, dass es zu einem unberechtigten Leistungsbezug kommt.

Wie kann er das denn tun?


DAS würde mich auch sehr interessieren.

Wir haben in in einer Haussanierung extra pro Stockwerk eigene Gasthermen (Heizung /WW) einbauen lassen, damit, falls Mieter die Zeche nicht bezahlen, die Stadtwerke abklemmen können.

Wenn allerdings der Eigentümer ohne Unterschrift und Vertragsverhältnis trotzdem haftet, ist diese Massnahme ja sinnlos !

Oder ???

MFG
21.06.2007, 07:51 von prinzregent
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Zitat:
ARGE


Bei diesem Wort müssen bei jedem Vermieter die WARNGLOCKEN angehen. "Die" nehmen Vermieter in den Schwitzkasten und pressen Vermieter aus bis in die pleite.

Die das ist Mieter im Verbund mit ARGE.

Zitat:
strom und gas wurde von keiner partei gezahlt. die eine mieterin meldete sich beim stromversorger und gasversorger an, als die zahlungen fällig wurden meldete sie sich wieder ab und uns als eigentümer an.


aha, die Tricks sprechen sich rum. Dein Anwalt hat Recht, und dein Anwalt hat nicht recht. Du must dir in diesem Fall einen Fachanwalt für STRAFRECHT nehmen. Den hast du sicherlich nicht. Das hier ist Betrug. Das ist StGB. Dein Anwalt kennt sich mit StBG nicht aus.

Dein Mieter gehört in das Gefängnis.

Zitat:
die ARGE
zahlt nie. Ein weit verbreiteter Irrtum. Die ARGE ist nicht dein Vertragspartner. Nur wer unterschreibt, ist dein Vertragspartner. forget it.

Zitat:
zum glück sind beide ohne räumungsklage ausgezogen


Wunderbar !



Zitat:
400 kg sperrmüll zurückgelassen und 21 müllsäcke


Normaler Mietnomade. Das muss alles der Vermieter bezahlen. Alle Briefe sind sinnlos. Und dem Mieter eine in die Fresse zu hauen ist wieder StGB und schwer strafbar. Diese Klientel hat nichts zu verlieren, du hast Haus und Vermögen und Freiheit zu verlieren .

Ein Rechtsanwalt der deswegen Briefe schreibt zockt dich ab.

Zitat:
anscheinend will keiner mehr etwas von den mietern wissen


Das glaube ich dir. Diese Sorte von Mieter kostet dich Geld, viel Geld, Nerven und diese Sorte von Mieter kann dich in das Gefängnis bringen. Finger weg !!! Abstand suchen und halten !

Zitat:
hat jemand auch schon mit solchen mietern zu tun gehabt


ist das eine Scherzfrage ? Einfach unter Mietnomade googlen. du wirst viele Beispiele finden und Vermieter, die bankrott gegangen sind daran. Ich kenne auch persönlich Menschen, die aus diesem Grund Deutschland verlassen haben.
21.06.2007, 00:39 von verzweifelter
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Hallo,

Anzeige bei ARGE wegen Einsteckens von Wohngeld? (Sinnvollerweise mit anderen geschädigten Vermietern zusammen.) Aber das wird Euch das Geld auch nicht zurückbringen. Nur sollte deren Masche dann nicht mehr funktionieren.

verzweifelter
20.06.2007, 23:54 von Katharina
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Hallo,
wir haben es schwarz auf weiß, das Geld ist von der ARGE an die EWE gezahlt worden, nur nicht für unsere Vertrags-Nr.
Übrigens ist diese M bereits seit Auszug Ende Jan schon wieder zwei Mal umgezogen. Das erste Mal für 3 Wochen in eine Ferienwohnung, nur um einen festen Wohnsitz zu haben und von der ARGE wieder Geld zu erhalten. Dort hat sie auch nichts bezahlt. Jetzt wohnt sie in der gleichen Stadt (Lüneburg) in einer anderen Wohnung. Bestimmt mit der gleichen Masche.

Was ich vergaß zu erwähnen, die Heizung in dem Haus ist zwei Jahre alt, die Mieter haben so lange daran gedreht, bis diese nicht mehr richtig funktionierte. Der Heizungsmonteur, von uns bestellt, rep. die Heizung, mußte diese jedoch für zwei Tage abschalten. M ging zum Anwalt und erwirkte einstw.Verfüg. gegen uns, wegen Abstellen der Heizung. Jetzt sollen wir hierfür die Gerichtskosten knapp 400,-- € bezahlen. Habe Widerspruch eingelegt, >>Gericht sagt, trotzdem soll ich zahlen, werde es aber nicht tun, da Mieterin Tür nicht öffnete, als die Monteure vor Ort waren.
Den letzten beißen die Hunde.
Werde Euch auf dem laufenden halten.

Gruß Katharina
20.06.2007, 23:34 von verzweifelter
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Hallo,

Zitat:
Auch geben sie uns keinerlei Auskünfte wohin das Geld der ARGE geflossen ist.

Nun, das Geld der ARGE wird gar nicht zum Gasversorger geflossen sein, sondern auf ein Konto der Mieter ...
Das ist keine unübliche Vorgehensweise, dass die Bezieher von zweckgebundenem Geld (eben z.B. Wohngeld), sich dieses in die eigene Tasche stecken, anstatt es dem eigentlichen Verwendungzweck zufliessen zu lassen.
Das musste jetzt sein, auch wenn es gleich wieder heftige Diskussionen gibt. Aber derlei Fälle sind bekannt.

verzweifelter
20.06.2007, 23:16 von Sommer
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Jau, laß das mal hören! Ich finde das unglaublich und würde wirklich gerne mal sehen, daß das einer bis zum BGH durchfechtet. Das KANN doch nicht Recht sein!!

S.
20.06.2007, 23:02 von Katharina
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Hallo,
vielen Dank für Eure Antworten.

Heute haben wir Post von der EWE, also dem Gasversorger erhalten, sollten wir nicht bis 26.7. gezahlt haben, wird die Gasversorgung eingestellt. Sie beharren darauf, daß wir die Vertragspartner seien, auch ohne Unterschrift unter einen Vertrag. Auch geben sie uns keinerlei Auskünfte wohin das Geld der ARGE geflossen ist. Bin mal gespannt, was der Anwalt ausrichten kann.

Gruß Katharina
20.06.2007, 22:57 von Katharina
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EOM
20.06.2007, 13:51 von Dernie
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Zitat:
Wenn der Eigentümer der Immobilie nicht hereinfallen möchte, dann muss er Vorkehrungen treffen, die es unmöglich machen, dass es zu einem unberechtigten Leistungsbezug kommt.


Wie kann er das denn tun?

Gruß,
Dernie
20.06.2007, 13:14 von zaunkoenig
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Hallo,

Zitat:
Genauso kenne ich das auch und ich kann auch nicht ganz nachvollziehen warum hier der VM auf den Strom und Gaskosten hocken bleiben soll ?!?!


Dazu bedienen sich die Energieversorger zweier Kniffe, die eigentlich nur einer sind.

Die überwiegende Mehrheit der Versorgungsunternehmen hat in ihren Lieferbedingungen drinstehen, dass nicht nur der Leistungsverbraucher sondern auch der Grundstückseigentümer Schuldner der Lieferungen sein kann.

Zum anderen kommt hinzu, dass nicht der Lieferer nachweisen muss wer die Leistungen bezogen hat (die brauchen nur nachweisen das Lieferungen bzw. ein Leistungsbezug stattgefunden hat, und dies ist durch Verbrauchsnachweis leicht machbar), sondern der Leistungsempfänger bzw. Eigentümer der Immobilie (Ort der Lieferung bzw. Leistung), muss den Nachweis erbringen.

Moralisch ist dies nicht ganz einwandfrei aber juristisch bisher nicht anfechtbar, wenn auch leicht verwerflich (Die größte Hure ist Justizia).

Wenn der Eigentümer der Immobilie nicht hereinfallen möchte, dann muss er Vorkehrungen treffen, die es unmöglich machen, dass es zu einem unberechtigten Leistungsbezug kommt.

Ich würde es aber nur allzu gerne sehen, wenn diese Vorgehensweise juristisch mal zu Fall käme.

20.06.2007, 12:45 von Jutetuetchen
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Zitat:
Irgendwie kann ich mir das garnicht vorstellen!
Vertragspartner ist doch der Mieter!
Unsere Exmieter haben auch keinen Strom bezahlt!
Deshalb mußte ich aber nicht deren Strom bezahlen, da ich nicht deren Vertragspartner war!
Mit Gas läuft es doch genauso wie beim Strom!
Sonst müßte man ja sogar deren unbezahlte Telefonrechnung zahlen!

Ich sehe es bei Kosten ein, die eigentlich aufs Haus laufen, und nur per MV auf den Mieter umgelegt werden.
Z.B. Müllabfuhr, Wasser, Schornsteinfeger....
Diese Kosten werden ja mietvertraglich weitergegeben an den Mieter, und wenn dieser nicht zahlt muß halt der Eigentümer zahlen!
Ungerecht - aber O.K.!


Genauso kenne ich das auch und ich kann auch nicht ganz nachvollziehen warum hier der VM auf den Strom und Gaskosten hocken bleiben soll ?!?!

Bei uns sind auch die "Bewohner der Wohnung" Vertragspartner bei den Stadtwerken sprich wenn die nicht bezahlen dann hängen sich die Stadtwerke auch an deren Fersen und nicht an die Fersen den VM ! Wäre ja noch schöner !!!

LG
20.06.2007, 11:52 von Melanie
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Irgendwie kann ich mir das garnicht vorstellen!
Vertragspartner ist doch der Mieter!
Unsere Exmieter haben auch keinen Strom bezahlt!
Deshalb mußte ich aber nicht deren Strom bezahlen, da ich nicht deren Vertragspartner war!
Mit Gas läuft es doch genauso wie beim Strom!
Sonst müßte man ja sogar deren unbezahlte Telefonrechnung zahlen!

Ich sehe es bei Kosten ein, die eigentlich aufs Haus laufen, und nur per MV auf den Mieter umgelegt werden.
Z.B. Müllabfuhr, Wasser, Schornsteinfeger....
Diese Kosten werden ja mietvertraglich weitergegeben an den Mieter, und wenn dieser nicht zahlt muß halt der Eigentümer zahlen!
Ungerecht - aber O.K.!

Jedoch Leistungen die nicht mietvertraglich umgelegt werden, sondern der Mieter selbstständig ordert und der Anbieter direkt mit dem Mieter abrechnet....wie z.B. Strom, Gas, Telefon.....kann meines Wissens nicht an den Eigentümer weitergegeben werden.
Sonst müßte im Schlimmsten Fall der VM für vom Mieter nicht bezahlte Rechnungen wie Möbel, Auto, Laminat bezahlen, nur weil diese Dinge mal für die Wohnung bzw. Garage des VM´s geordert wurden.
20.06.2007, 07:35 von peter98
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Zitat:
unser anwalt sagte uns, das wir wohl die gaskosten bezahlen müssen


Hallo Katharina,

ich fürchte, dass dein Anwalt damit recht hat.

Einige der Versorgerbetriebe können sich an dem Eigentümer schadlos halten.

Ich hatte ebenfalls Mietnomaden im Haus, die keinerlei Rechnungen bezahlt haben, obwohl sie sogar Vertragspartner des Versorgungsunternehmens waren. Einige dieser Rechnungen (Schornsteinfeger, Müllabfuhr, Wasserwerke) sind erst Monate - manche sogar erst Jahre - nach der Zwangsräumung durch die Versorger an den Eigentümer gerichtet gewesen. Zahlen musste ich sie alle.
Über Ungerechtigkeit zu dieser Praxis brauchen wir nicht zu diskutieren, aber ich sehe da wenig Aussicht, dass dieses Vorgehen der Versorger zu ändern ist.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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