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09.08.2007, 17:58 von SCHWERProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Detailierte Nebenkostenabrechnung - worauf achten?
Da mein Problemmieter nun eine detailierte Nebenkostenabrechnung (incl. Kopien aller Belege) fordert, die ich ihm natürlich mit 25 Cent pro Kopie in Rechnung stellen werde , brauch ich noch ein paar gute Tipps. Ich will mich nicht nochmal in die Gefahr begeben, dass er diese Abrechnung vom Anwalt zerpflücken lässt, und mich damit wieder ärgern kann...

Zur Wohnung:

1. OG im Dreifamielienhaus (Wohnfläche 100 Quadratmeter)
Restwohnfläche im Haus - 200 Quadratmeter, also insgesamt 300 Quadratmeter Wohnfläche

Getrennter Stromzähler - Vertrag läuft sowieso auf ihn, und sollte mich somit nicht betreffen

Eigene Steigleitung für Kaltwasser (daran hängt auch seine Wasserleitung in seinem Waschkeller) mit separater Wasseruhr
In den beiden Bädern seiner Wohnung ist jeweils eine separate Wasseruhr für Warmwasser vorhanden.

Ausserdem gibt es noch eine Wasseruhr für die Zuleitung (Kaltwasser) zur Zentralheizung, wo das gesamte Warmwasser fürs Gebäude aufgeheizt wird. Hier ist mir bereits bei der letzten Nebenkostenabrechnung aufgefallen, dass die zugeleitete Gesamtmenge höher war, als die Summe der einzelnen Warmwasseruhren in den Wohnungen!?

Heizleitungen (Zentralheizung) gibt es für jede Wohnung einzeln. Diese sind jeweils mit neuen digitalen Wärmemengenzählern bestückt. Muss ich hier etwas beachten?

Heizung und Warmwasser wurden zu 70/30 % nach Verbrauch/Grundkosten abgerechnet.

Treppenhausbeleuchtung und Aussenbeleuchtung sowie Zentralheizung hängen an meiner Wohnung - hier hatte ich immer 6,33 Euro pro Monat und Mieteinheit als pauschale Verrechnet.

Kaminkehrerkosten habe ich nach anteiliger Wohnfläche verrechnet.

Feuer-, Haftpflicht-, Sturm- und Wasserschaden Versicherung wurden auch nach anteiliger Wohnfläche umgelegt.

Müll habe ich nach Gesamtpersonen im Haus, mit den Anteiligen Personen pro Wohneinheit umgerechnet.

Für die Wasser und Heizungszähler (die in der Anschaffung sehr teuer waren) habe ich eine monatl. Pauschale von 8,- Euro pro Wohneinheit veranschlagt. Dies ist eine wesentlich günstigere Abrechnungsform, als eine Heizkostenabrechnung über eine entsprechende Firma (z. B. Brunata...)

Im gesamten Haus steht eine digitale Sat-Anlage zur Verfügung. Somit ist in jedem Raum eine Anschlussmöglichkeit für einen SAT-Receiver geschaffen. Ich habe hier für die Verfügungsstellung der Anlage und den Betriebsstrom, sowie Rücklagen für eventuelle Reparaturen, eine pauschale von 9,- Euro pro Wohnung und Monat verrechnet.

Grundsteuer wurde nach anteiliger Wohnfläche umgelegt.

Welchen angemessenen Satz könnte ich für die monatliche Eigenleistung (Treppenhausreinigung, Rasen, Hof, Gehweg, Winterdienst) veranschlagen, um damit ohne probleme durchzukommen?

Sind in meiner Abrechnung irgendwelche Kosten enthalten, die überzogen wirken, oder die einen Grund zur Beanstandung geben könnten?

Gruss,
Werner
Alle 35 Antworten
Zitat:
Umlagefähig sind die Kosten der Verwendung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung. Muss das Gerät ausgetauscht werden, sind selbstverständlich nicht nur die eigentlichen Eichgebühren, sondern sämtliche Kosten umlagefähig


Ausstattung zur Verbrauchserfassung: wenn ich die HKV's kaufe, kann ich die Kosten eben nicht umlegen, nur wenn ich die Geräte miete.

Gruß
11.08.2007, 08:17 von RMHV
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Zitat:
MarieP » 10.08.07 15:45 «
nix und nu!! Eichkosten sind extra berechnet.
Aber jeder interpretiert für sich. Wenn du mir das als Mieter in Rechnung stellen würdest, würde ich mich gelassen zurück lehnen und nix zahlen .... und dann bist du der armer gebeutelte VM mit dem bösen M. - Ich würd es auf eine Klage angekommen lassen.


Und ich würde klagen... und mit Sicherheit - soweit es die Kostenhöhe betrifft - gewinnen. Umlagefähig sind die Kosten der Verwendung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung. Muss das Gerät ausgetauscht werden, sind selbstverständlich nicht nur die eigentlichen Eichgebühren, sondern sämtliche Kosten umlagefähig, die im Zusammenhang mit dem Zähleraustausch anfallen. Da gibt es nichts zu interpretieren.

11.08.2007, 00:48 von hase
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Oh, wie peinlich! Ich hätte die Fischstäbchen heute nicht essen sollen!
Natürlich meine ich Geräte. (Und das gleich zweimal! Neenee!)

Gruß
Hase (übrigens Ex-Holsteinerin)
10.08.2007, 20:01 von dedl
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Moin Hase,

ich hätte die Dinger auch mieten können, hab ich aber nun mal nicht . Werd ich wohl bei der nächsten Tauschaktion tun.
10.08.2007, 19:51 von hase
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@ dedl
Konntest du denn die Gräte nur kaufen???
Ich hatte die Wahl, sie zu mieten oder zu kaufen. Wenn ich mich nicht irre (müsste mal nachschauen), gehört bei gemieteten Gräten der Austausch sogar zum Service.

Hast wohl keine gute Beratung bekommen, wie?

Also, das einzige, was ich in die BK setzen kann, sind die Miete für die Geräte und die Ablesekosten. Die Anschaffung ging auf meine Kosten.

Gruß
Hase
10.08.2007, 19:19 von Cora
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Zitat:
Die Zählerkosten sollten kein Problem sein, die hat er auch noch nicht angezweifelt...




Denk aber daran, dass du diese eigentlich nicht ansetzen darfst, nur so für die Zukunft gesehen
10.08.2007, 18:37 von cavalier
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Hallo Werner,

Zitat:
Dann hätte er sich bei der Gesellschaft mit dem grossen T einen Kabelanschluss bestellen können. Frag mich, was ihm die im Monat abgenommen hätten, und wieviel er für den Anschluss bezahlt hätte...

monatlich 16,90 EUR. D.h. deine 9,00 EUR (bei mehr Programmen) ein Schäppchen. Aber so sind viele gierige Menschen nun mal gestrickt.

Kabel Deutschland, guckst du hier.
http://www.kabeldeutschland.de/basis-anschluss/digitaler_anschluss.html
Klar hab ich das verstanden...
Ich such schon seit Stunden nach irgendwelchen Links im Netz, ob es nicht doch irgendwelche Möglichkeiten gibt...

Die Zählerkosten sollten kein Problem sein, die hat er auch noch nicht angezweifelt...

Ihn hatten nur die 9,- Euro pro Monat für die Sat-Anlage gestört...

Schade dass er nun auszieht - ansonsten hätte ich noch heute die Wohnung vom Verteiler genommen. Dann hätte er sich bei der Gesellschaft mit dem grossen T einen Kabelanschluss bestellen können. Frag mich, was ihm die im Monat abgenommen hätten, und wieviel er für den Anschluss bezahlt hätte...

Beim nächsten Mieter stehen die 9,- Euro pro Monat schon fix im Mietvertrag - dann kann da später nichts vom Anwalt angefochten werden...

Da macht man sich die Arbeit, in jedem Zimmer die Kabel schön unsichtbar in der Wand zu verlegen, und über moderne Dosen anzubinden, hat eine grosse Digitale Twin-Anlage mit unendlich vielen freien Programmen, und den Strom von der Verteilung, und danach kann man sich mit dem Mieter deswegen abstreiten...

Gruss,
Werner
10.08.2007, 17:47 von Cora
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Was mich jetzt mal interessiert:

hat Schwer denn unsere Antworten richtig verstanden, d.h., dass er verschiedene Positionen nicht ansetzen kann?

Gruß
10.08.2007, 16:19 von Endu
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Zitat:
Ich sehe schon, ich werde dann wohl auf den Kosten sitzenbleiben. Ich armes Vermieterli


Mir kommen die Tränen.

Trotzdem schönes WE.
10.08.2007, 16:15 von dedl
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Zitat:
Eichkosten sind extra berechnet.

Nein, sind sie in diesem Fall nicht, weil meine Geräte nicht nachgeeicht werden können bzw. der Hersteller dies nicht tut.

Ich sehe schon, ich werde dann wohl auf den Kosten sitzenbleiben. Ich armes Vermieterli
10.08.2007, 15:45 von MarieP
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Hallo

Zitat:
Insofern sind bei mir die Anschaffungskosten = Eichkosten (ca. 150€/Stück). Und nu??




nix und nu!! Eichkosten sind extra berechnet.
Aber jeder interpretiert für sich. Wenn du mir das als Mieter in Rechnung stellen würdest, würde ich mich gelassen zurück lehnen und nix zahlen .... und dann bist du der armer gebeutelte VM mit dem bösen M. - Ich würd es auf eine Klage angekommen lassen.
10.08.2007, 15:31 von SCHWER
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Dann gebt mir mal noch ein paar Monate zeit
Da ich vorher nie mit irgendwelchen Problemen konfrontiert wurde, hab ich mich mit der Thematik auch nicht wirklich auseinandergesetzt...

Wie ich schon geschrieben hatte, hat es bei meinem Vater über 30 Jahre ohne grössere Probleme funktioniert. Da war auch nie ein Mieter, der eine Abrechnung angezweifelt hätte...

Der nächste Mieter wird einen Wasserdichten Mietvertrag erhalten, der mit sämtlichen zusätzlichen Positionen gefüllt ist. Ausserdem wird er einen getrennten Mietvertrag über den Fahrzeugstellplatz bekommen. Die Nebenkosten werden vorher schon aufgeschlüsselt, und eine entsprechende Hausmeister-Pauschale angegeben. Ausserdem wird eine detailierte Hausordnung ausgehändigt.

Alle Unterlagen müssen von ihm gegengezeichnet werden, somit akzeptiert er auch alle Punkte bereits im Vorfeld...

Ihr seht schon - ich hab in den letzten Tagen sehr viel dazugelernt

Gruss,
Werner
10.08.2007, 15:19 von Vermieterheini1
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Bei solchen Wissenslücken die Sie hier aufweisen, sollten Sie sich wirklich überlegen das VM-Geschäft evtl. aufzugeben bzw. auf jemanden zu übertragen der sich mit sowas auskennt.

Da ist es wirklich nicht verwunderlich dass es zu Streitereien zwischen VM und Mieter kommt, wenn der VM so wenig Ahnung von seinem Geschäft hat.

Da muss ich Endu vollinhaltlich zustimmen!
10.08.2007, 14:36 von dedl
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Moin Marie,

Zitat:
Beispiel: Ein Wärmemengenzähler hat eine Nutzungsdauer von 6 Jahren, danach ist die Eichfrist abgelaufen.

Hat dieser Zähler 300,00 € gekostet, wird das durch die Nutzungsdauer geteilt: 300,00 : 6 = 50,00 € pro Jahr dürfen umgelegt werden.

Diese Kostenposition fließt mit in die HK-Abrechnung ein.

Zitat:
eben nicht. Die Zählerkosten sind nicht gleich die Eichkosten.



bei meiner Aussage (die Ahela so schön erläutert hat) bin ich von meinen Gegebenheiten ausgegangen:

Bei den WMZ, die in meiner Anlage eingebaut sind, ist eine gesonderte Nacheichung nicht möglich, sondern nur der Tausch der Geräte (ohne die fest eingebauten Teile) > zur Hersteller-FAQ. Wie das bei anderen Herstellern ist, weiß ich nicht.

Insofern sind bei mir die Anschaffungskosten = Eichkosten (ca. 150€/Stück). Und nu??
Zitat:
Aber zu Schäden die über die normale Abnutzung hinausgehen gibt es ja Möglichkeiten den Mieter hierfür zur Verantwortung zu ziehen.

10.08.2007, 13:29 von Endu
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Zitat:
Die Miete ist ein Entgeld für normale Abnutzunge der Wohnung.

So wie Schwer schildert, kann hier davon ja wohl keine Rede sein.


Mea culpa!

Ich hatte es als Verallgemeinerung aufgefasst.

Wenn es sich hier um einen besonderen Fall handelt kann das natürlich anders aussehen. Aber zu Schäden die über die normale Abnutzung hinausgehen gibt es ja Möglichkeiten den Mieter hierfür zur Verantwortung zu ziehen.
10.08.2007, 13:25 von cavalier
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Zitat:
Keine Angst, Sie schenken Ihrem Mieter nichts, er bezahlt Ihnen dafür Miete!

Doch!

Die Miete ist ein Entgeld für normale Abnutzunge der Wohnung.

So wie Schwer schildert, kann hier davon ja wohl keine Rede sein.
10.08.2007, 12:56 von Endu
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Zitat:
warum soll ich dem Mieter etwas schenken - der hat mir nur die Wohnung runtergewirtschaftet


Keine Angst, Sie schenken Ihrem Mieter nichts, er bezahlt Ihnen dafür Miete!

Am besten geben Sie das Vermieten besser auf, nicht dass Sie am Ende nur noch heruntergewirtschatete Wohnungen haben.

10.08.2007, 12:40 von SCHWER
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Zunächst mal danke, für alle die User, die mir hier mit guten Tips zur Seite stehen...

Ich habe mich zwar in den letzten Monaten sehr intensiv mit der aktuellen Gesetzgebung auseinandergesetzt, und versucht, mir möglichst viel Wissen anzueignen. Allerdings gibt es immer Punkte (z. B. Kosten für Antennenanlage), die für mich nicht wirklich genau deffinierbar sind. Hier ist es sehr hilfreich, noch ein paar Erfahrungswerte von anderen Vermietern zu bekommen...

Wenn ich z. B. meinen Vater nehme, dann ist der ein typisches Beispiel dafür, wie gut es manche Mieter bei Ihren Vermietern doch haben...

Er hatte über 30 Jahre lang 3 Wohnungen vermietet. Allerdings war er der Meinung, dass nur Kosten wie Wasser, Heizung und Müllentsorgung auf die Mieter umgelegt werden können...
Er hatte weder die Versicherungen, noch Kaminkehrer, Grundsteuern oder Hausmeisterkosten auf seine Mieter umgelegt.
Auch Kleinreparaturen hat er aus seiner Tasche bezahlt...
Mieterhöhungen gab es nur mal alle 5 bis 10 Jahre, und dann gerade mal 5 Prozent.

Ich sehe das von der anderen Seite - warum soll ich dem Mieter etwas schenken - der hat mir nur die Wohnung runtergewirtschaftet, dafür soll ich ihn wohl noch belohnen?

Dass es in jedem Forum ein paar Leute gibt, die man nicht wirklich für voll nehmen darf, ist mir längst bekannt

Gruss,
Werner
10.08.2007, 12:34 von CMAX_65
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Hi,

Zitat:
Da gebe ich ihnen völlig recht! Allerdings reden wir nicht von irgendeinem Hobby sondern von einem Geschäft. Und nach meiner Ansicht sollte ein Geschäft auf fundierten Kenntnissen aufgebaut sein und nicht nach dem Motto "Mal sehen was da so kommt". Sicherlich macht man im Laufe der Zeit seine Erfahrung und lernt stetig dazu, aber hier werden ja zum Teil wirklich Grundlagen diskutiert.


ich schätze mal dass die wenigsten hier im Forum ausschliesslich vom vermieten "leben".

Meistens hat man einen Hauptjob und fürs vermieten muss man sich gegebenenfalls Zeit nehmen. Deswegen kann man auch nicht alles wissen insbesondere im komplizierten Mietrecht, wo selbst Juristen manchmal nicht mehr durchblicken !

Viele haben halt nur eine oder ein paar Wohnungen, da kann bzw. muss der Zeitaufwand nur begrenzt sein und demnach auch das Wissen bzw. die Detailkenntnisse!!!

MFG
10.08.2007, 12:30 von MarieP
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Hallo

Zitat:
Beispiel: Ein Wärmemengenzähler hat eine Nutzungsdauer von 6 Jahren, danach ist die Eichfrist abgelaufen.

Hat dieser Zähler 300,00 € gekostet, wird das durch die Nutzungsdauer geteilt: 300,00 : 6 = 50,00 € pro Jahr dürfen umgelegt werden.

Diese Kostenposition fließt mit in die HK-Abrechnung ein.



eben nicht. Die Zählerkosten sind nicht gleich die Eichkosten.

Wenn es hoch kommt belaufen sich die Eichkostenpro WMZ auf ca 38 Teuro - lass die Firma noch was draufschlagen.... das ist Verhandlungsgeschick des Einzelnen.
Die gesamten Kosten des jeweiligen WMZ können dem Mieter nicht in Rechnung gestellt werden, eben nur die Eichkosten - nicht die Zählerkosten.
Eichkosten fallen in der Regel erst mit der 1. Nacheichung an (Zählertausch)- auch hierbei darf dann nur die Eichgebühr umgelegt werden nicht die kompletten Kosten für den Tausch.
2 Möglichkeiten bestehen , wie die Eichkosten in der Betriebkostenabrechnung angesetzt werden dürfen:
Entweder werden die Eichkosten in dem Abrechnungsjahr in vollem Umfang in die Betriebkostenabrechnung eingestellt, in dem sie angefallen sind. Oder aber die angefallenen Eichkosten werden anteilig in den darauf folgenden 5 bzw. 6 Jahren auf die Mieter umgelegt.
Sie müssen auch nicht unbedingt in die Heizkostenabrechnung mit einfliessen.
Weiter ist es ein Unterschied ob der VM z.B. den Zählertausch mit 300 Teuro umlegt oder wirklich nur die Eichkosten.
Die Eichgebühr wird/sollte eigentlich von jeder seriösen Firma in der Rehnungsstellung gesondert ausgewiesen.
10.08.2007, 12:23 von Endu
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Zitat:
Schwer hat doch geschrieben, dass er mit der Vermietung erst vor kurzem begonnen hat. Wo soll denn die Ahnung herkommen. Jeder Kleinvermieter hat doch mal ohne oder mit wenigen Vorkenntnissen angefangen.


Da gebe ich ihnen völlig recht! Allerdings reden wir nicht von irgendeinem Hobby sondern von einem Geschäft. Und nach meiner Ansicht sollte ein Geschäft auf fundierten Kenntnissen aufgebaut sein und nicht nach dem Motto "Mal sehen was da so kommt". Sicherlich macht man im Laufe der Zeit seine Erfahrung und lernt stetig dazu, aber hier werden ja zum Teil wirklich Grundlagen diskutiert.

Auch sollte man unter diesem Gesichtspunkt auch nicht von "Problemmietern" (o-Ton TS) sprechen. Wie gesagt es wundert mich nicht dass es unter diesen Vorrausetzungen zu Irritationen in einem Mietverhältnis kommt.

@Johanni:

Zitat:
Auch ich kann nicht verstehen, warum sich hier an Fragesteller so verhalten wird


Vielleicht können Sie nun besser nachvollziehen was meine Intention für diesen Beitrag war.
10.08.2007, 11:52 von johanni
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Hallo Cavalier,

sehe ich genau so.

Auch ich kann nicht verstehen, warum sich hier an Fragesteller so verhalten wird

Und Hochmut kommt bekanntlich vor ......

Jeder Meister hat von der Pike auf gelernt. Vermieter in der Regel durch Erfahrungen. Jeder Vermieter hat mal mit der ersten Immobilie angefangen. Und wenn ich an die Zeiten vor der bekannten Technik denke, oh Mann, waren das Zeiten!! Hochkonjunktur für die Anwälte. Und vielfach waren dadruch die Vermieter auch nicht viel schlauer

Hoffe nur, dass sich neue User von solchen "unsachlichen" Beiträgen nicht abhalten, ihre Fragen reinzustellen.

Johanni
10.08.2007, 11:42 von cavalier
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@Endu,

Zitat:
Bei solchen Wissenslücken die Sie hier aufweisen, sollten Sie sich wirklich überlegen das VM-Geschäft evtl. aufzugeben bzw. auf jemanden zu übertragen der sich mit sowas auskennt
.
Kann man drüber nachdenken.

Zitat:
Da ist es wirklich nicht verwunderlich dass es zu Streitereien zwischen VM und Mieter kommt, wenn der VM so wenig Ahnung von seinem Geschäft hat.

Schwer hat doch geschrieben, dass er mit der Vermietung erst vor kurzem begonnen hat. Wo soll denn die Ahnung herkommen. Jeder Kleinvermieter hat doch mal ohne oder mit wenigen Vorkenntnissen angefangen.

Im Übrigen stellt Schwer ja auch deswegen hier seine Fragen.

Also gestehen sie ihm doch auch zu, dass er Erfahrung sammelt.

Anmerkung: die meisten Wohnungen werden von Kleinvermieter vemietet die alle irgendwann mal angefangen haben.

Haben sie schon mal drüber nachgedacht wie es mit der Versorgung von Wohnungen in Deutschland ohne Kleinvermieter aussehen würde?
10.08.2007, 11:38 von Ahela
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Zitat:
Stimmt. Und die Kosten für die "Nacheichung" (=Austausch) der gekauften Geräte gehen, verteilt auf deren jeweilige Nutzungsdauer, in die BK-Abrechnung ein.


Zitat:
mmhmm??


Beispiel: Ein Wärmemengenzähler hat eine Nutzungsdauer von 6 Jahren, danach ist die Eichfrist abgelaufen.

Hat dieser Zähler 300,00 € gekostet, wird das durch die Nutzungsdauer geteilt: 300,00 : 6 = 50,00 € pro Jahr dürfen umgelegt werden.

Diese Kostenposition fließt mit in die HK-Abrechnung ein.

Für den Betriebsstrom der Heizung können übrigens pauschal 5-8 % der Brennstoffkosten angesetzt werden. Das kommt in der Tat ziemlich genau hin.

Gruß, Ahela
10.08.2007, 08:58 von Lilibeth
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Zitat:
Bei solchen Wissenslücken die Sie hier aufweisen, sollten Sie sich wirklich überlegen das VM-Geschäft evtl. aufzugeben bzw. auf jemanden zu übertragen der sich mit sowas auskennt.

Da ist es wirklich nicht verwunderlich dass es zu Streitereien zwischen VM und Mieter kommt, wenn der VM so wenig Ahnung von seinem Geschäft hat.




boaaaaaaaaaaah ,könnte ne Antwort von sein
10.08.2007, 07:34 von Endu
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@Schwer:

Bei solchen Wissenslücken die Sie hier aufweisen, sollten Sie sich wirklich überlegen das VM-Geschäft evtl. aufzugeben bzw. auf jemanden zu übertragen der sich mit sowas auskennt.

Da ist es wirklich nicht verwunderlich dass es zu Streitereien zwischen VM und Mieter kommt, wenn der VM so wenig Ahnung von seinem Geschäft hat.
10.08.2007, 00:48 von MarieP
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Hallo Schwer

Was wurde mietvertraglich zu den Umlagefaktoren vereinbart?

Zitat:
Im gesamten Haus steht eine digitale Sat-Anlage zur Verfügung. Somit ist in jedem Raum eine Anschlussmöglichkeit für einen SAT-Receiver geschaffen. Ich habe hier für die Verfügungsstellung der Anlage und den Betriebsstrom, sowie Rücklagen für eventuelle Reparaturen, eine pauschale von 9,- Euro pro Wohnung und Monat verrechnet.



wurde das so wie o.g. vereinbart? Wenn ja, kannst du das knicken - Vereinbarung nicht wirksam.
Wurde nur eine monatliche Pauschale für die Bereitstellung vereinbart ist es o.k.

Zitat:
Abgerechnet wird von mir - dafür hatte ich ja die teuren Zähler einbauen lassen, um hier alle Parteien mit unnötigen Kosten für die Abrechnung über eine Firma zu entlasten...



Hast du die Umrechnungsfaktoren für die Einheiten? Oder hast du nur einbauen lassen und nimmst die Ablesewerte der einzelnen Geräte?
10.08.2007, 00:44 von MarieP
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Zitat:
Stimmt. Und die Kosten für die "Nacheichung" (=Austausch) der gekauften Geräte gehen, verteilt auf deren jeweilige Nutzungsdauer, in die BK-Abrechnung ein.



mmhmm??
09.08.2007, 23:57 von dedl
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Zitat:
So viel ich weiß, kannst du die Wasserzähler, Heizkörperverteiler, die du als Vermieter gekauft hast nicht auf deine Mieter umlegen, sondern nur die Miete für diese Geräte. Die Anschaffungskosten dafür kannst du aber von den Mieteinnahmen absetzen.

Stimmt. Und die Kosten für die "Nacheichung" (=Austausch) der gekauften Geräte gehen, verteilt auf deren jeweilige Nutzungsdauer, in die BK-Abrechnung ein.
09.08.2007, 19:28 von Cora
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Hallo

wenn du dir das alles zu traust, ich mache das nicht selbst, sondern habe z.Zt. die Firma Techem, die abliest und die Heiz- und Wasserkosten abrechnet.

So viel ich weiß, kannst du die Wasserzähler, Heizkörperverteiler, die du als Vermieter gekauft hast nicht auf deine Mieter umlegen, sondern nur die Miete für diese Geräte. Die Anschaffungskosten dafür kannst du aber von den Mieteinnahmen absetzen.

Wenn das ein Mieter/Anwalt weiß, wird dir dieser Posten schon mal gestrichen.

Und ob du die Kosten für die Sat-Anlage umlegen kannst, bezweifele ich auch, bin aber nicht sicher.

Ob du als Vermieter quasi "Hausmeisterkosten" umlegen kannst, ist auch so eine Sache.

Gruß
09.08.2007, 18:50 von SCHWER
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Abgerechnet wird von mir - dafür hatte ich ja die teuren Zähler einbauen lassen, um hier alle Parteien mit unnötigen Kosten für die Abrechnung über eine Firma zu entlasten...

Im Mietvertrag ist eine Abrechnung der Betriebskosten laut §§ 1,2 der Betriebskostenverordnung vereinbart. Keine weiteren oder Sondervereinbarungen...

Gruss,
Werner
09.08.2007, 18:22 von CMAX_65
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Hi,

wie gewohnt umfangreiche Fragen,

ich fang mal an:

Zitat:
Ausserdem gibt es noch eine Wasseruhr für die Zuleitung (Kaltwasser) zur Zentralheizung, wo das gesamte Warmwasser fürs Gebäude aufgeheizt wird. Hier ist mir bereits bei der letzten Nebenkostenabrechnung aufgefallen, dass die zugeleitete Gesamtmenge höher war, als die Summe der einzelnen Warmwasseruhren in den Wohnungen!?

Heizleitungen (Zentralheizung) gibt es für jede Wohnung einzeln. Diese sind jeweils mit neuen digitalen Wärmemengenzählern bestückt. Muss ich hier etwas beachten?

Heizung und Warmwasser wurden zu 70/30 % nach Verbrauch/Grundkosten abgerechnet.


wer macht die Abrechnung eine Firma oder Sie ???

wenn Sie würde ich unbedingt auf Firma umstellen !!!

Zitat:
Treppenhausbeleuchtung und Aussenbeleuchtung sowie Zentralheizung hängen an meiner Wohnung - hier hatte ich immer 6,33 Euro pro Monat und Mieteinheit als pauschale Verrechnet.


....kenne die Problematik, Stromleitungen etc. irrsinnig teurer Umbau wegen ein paar KW...

Pauschale ist immer scheisse und vom Anwalt zu zerpflücken.
Wenigstens an der Heizung sollte ein Zwischenzähler montiert sein.

Treppenhauslicht sollte zumindest plausibel vorgerechnet werden, wie sich die Pauschale zusammensetzt !!!

Zitat:
Kaminkehrerkosten habe ich nach anteiliger Wohnfläche verrechnet.

Feuer-, Haftpflicht-, Sturm- und Wasserschaden Versicherung wurden auch nach anteiliger Wohnfläche umgelegt.

Müll habe ich nach Gesamtpersonen im Haus, mit den Anteiligen Personen pro Wohneinheit umgerechnet


wenn so im MV vereinbart, ist das m.E. OK !!!

Zitat:
Für die Wasser und Heizungszähler (die in der Anschaffung sehr teuer waren) habe ich eine monatl. Pauschale von 8,- Euro pro Wohneinheit veranschlagt. Dies ist eine wesentlich günstigere Abrechnungsform, als eine Heizkostenabrechnung über eine entsprechende Firma (z. B. Brunata...)

Im gesamten Haus steht eine digitale Sat-Anlage zur Verfügung. Somit ist in jedem Raum eine Anschlussmöglichkeit für einen SAT-Receiver geschaffen. Ich habe hier für die Verfügungsstellung der Anlage und den Betriebsstrom, sowie Rücklagen für eventuelle Reparaturen, eine pauschale von 9,- Euro pro Wohnung und Monat verrechnet.


es gilt das oben gesagte, Pauschale ist schlecht, möglichst exakt auch Kleinstpositionen auflisten !!!

Zitat:
Grundsteuer wurde nach anteiliger Wohnfläche umgelegt.


OK, wenn vereinbart

Zitat:
Welchen angemessenen Satz könnte ich für die monatliche Eigenleistung (Treppenhausreinigung, Rasen, Hof, Gehweg, Winterdienst) veranschlagen, um damit ohne probleme durchzukommen?


...es war mehrfach von € 12,50 die Stunde die Rede, scheint anerkannt zu sein. Aber...penible Auflistung aller Details notwendig

Sonst ist mir nichts aufgefallen !

MFG

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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