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13.02.2008, 19:44 von CoraProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|...das letzte Mittel der Mieter?
Hallo

habe ja nun einen (eigentlich netten) Mieter, der - aufgrund meiner Intensition - die Höhe der verbrauchten Heizeinheiten anzweifelt und deshalb die Nachzahlung der NK 2004 verweigert.
Jaaaa, so lange schlage ich mich schon rum.

Mehrmalige Überprüfung der HKV durch Techem vor Ort hat stattgefunden, es konnten keine Fehler oder Defekte festgestellt werden.

Bei einem Treffen in der Wohnung mit seiner RÄ, einem Herrn vom Mieterbund und meiner Wenigkeit ging die RÄ sogar mit einer brennenden Kerze durch die Räume um Zugluft ausfindig zu machen, was jedoch negativ war.

Nun teilt die RÄ mit, dass eigentlich nur noch technische oder bauliche Mängel den hohen Verbrauch verursacht haben können.

Und das, obwohl der Mieter in einem seiner vielen Schreiben an Techem schrieb:

"meine Wohnung liegt in der Mitte, unter und über mir je eine identische Wohnung. Meine Wohnung ist gut isoliert und gut warm zu halten".

Und nun kommt Madame RÄ und teilt mit, der Miete erreiche 17,6° im Wohnzimmer, die Bude habe mit Sicherheit bauliche Mängel...

Da kommt mir das große Speien...

mit anderen Worten: wenn es sonst keine Erklärung gibt, bauliche Mängel sind immer gut oder was???

Habe gerade auf den Schriftsatz geantwortet und sooooo einen Hals
Alle 17 Antworten
17.02.2008, 13:29 von Cora
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Zitat:
wenn Sie doch einen Mangel andichten will, dann muss die RA doch erst einmal den Mangel bezeichnen können. Kann sie das? Hat sie einen Experten zu Rate gezogen?


Experte war der gute Mann vom Mieterbund und dass es fogging ist, bestreite ich nicht, obwohl ich das vor ihrer Mangelanzeige nicht kannte.

Bestreiten tue ich,dass ich daran Schuld habe, denn:

sie hat alle Materialien für die Renovierung der Wohnung selbst eingebracht

habe die Wohnung durch einen Fachmann auf Feuchtigkeit messen lassen, es liegen keine baulichen Mängel vor.

und es braucht u.a. bauliche Mängel um Fogging entstehen zu lassen, nur - wenn keine vorhanden sind, liegt es an den Materialien, Heiz-Lüftungsverhalten und am Wohnverhalten der Mieterin.

Ihr RA bemängelte, dass ich die Messung im Dezember 06 vornahm, "das wäre ja lange her".
Klar, aber schließlich hat sie im Mai 06 den Mangel gemeldet, der bis heute andauert, da Fogging nicht von selbst verschwindet.
Bin ich etwa verpflichtet jeden Monat die Wohnung messen zu lassen?

Manchmal, aber immer öfter, könnte ich platzen vor Wut.
17.02.2008, 11:48 von FM_24
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Hallo Cora,

wenn Sie doch einen Mangel andichten will, dann muss die RA doch erst einmal den Mangel bezeichnen können. Kann sie das? Hat sie einen Experten zu Rate gezogen?

Reflektiere das mal auf ein Kraftfahrzeug.

Ein sachverständiger Gutachter kann auch nur eine Beule oder Kratzer bewerten wo auch tatsächlich ein Kratzer oder eine Beule ist.

Und wo kein Mangel oder Schaden ist, da kann auch keiner beziffert werden.

Ansonsten führt der Richter dann einen Indizien-Prozess?!

Ist alles nur so zum nachdenken.....

LG

14.02.2008, 23:20 von Cora
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Zitat:
Nicht ärgern... wenn der Mieter Baumängel behauptet, muss er dafür Beweis antreten.




bist du dir da ganz sicher?

Ich kenne das nur andersherum, der Vermieter muss sich entlasten, egal was der Mieter behauptet und das ist es ja, was ich so ...finde gar keinen Ausdruck dafür ....finde.

Wird einfach behauptet sind bauliche Mängel Schuld und schon hast du die Beweislast an der Backe.

Oder gibt es da einen § den weder ich noch mein RA kennen?
14.02.2008, 18:00 von Cora
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Zitat:
Ergebnis war, daß sie wirklich der Meinung sind, man könne ein vollkommen umgestaltetes Bad (inkl. versetzter Wände) für 1600 € zurückbauen.


in einem anderen Prozess von mir war der Richter der Meinung, dass ein 5,6 qm großes Bad neu ca. 20.000 - 30.000 DM kostet.

Weltfremd...
14.02.2008, 17:16 von det11
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dummbabbler
14.02.2008, 15:53 von Augenroll
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Zitat:
Ich fang mal els Ehrenamtlicher Beisitzer an

Dazu braucht man aber einen tadellosen Ruf und vor allem einen ehrenwerten vertrauenswürdigen Beruf.

Da fallen Sie wohl als Vermieter durchs Raster.
14.02.2008, 15:45 von Sledge_Hammer
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genau so ist des.

Ich fang mal els Ehrenamtlicher Beisitzer an :-)

Man lernt nette Leute kennen und kann auf Vermieterfreundliche Urteile hinarbeiten.

Gruß Bärbel
14.02.2008, 15:25 von Sommer
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Zitat:
ins Gerichtsverfahren stürze ich mich am 22., Gutachter hatte ich noch nicht, wozu auch?


Gutachter ist meine Lebenserfahrung aus dem letzten Prozeß wo die Richter den Kostenvoranschlag eines langjährigen Klempnermeisters "zerpflückten" und selber entschieden, welche Position davon notwendig wäre und welche nicht. Ergebnis war, daß sie wirklich der Meinung sind, man könne ein vollkommen umgestaltetes Bad (inkl. versetzter Wände) für 1600 € zurückbauen.

Leider blieben mir die Richter Rechenschaft darüber schuldig, wie sie dies - ohne den Ort je gesehen zu haben - bewerten können. Sie sind eben Richter und damit quasi automatisch Fachleute für Sanitärwesen...das wird dann eben einem mit der Richterrobe in die Wiege gelegt.

Vermutlich ermitteln sie so auch todsicher jeden Unfallhergang, decken jeden Mordversuch auf und sind Bausachverständig bei Schimmelklagen...deutsches Recht, eine Wonne!

S.
14.02.2008, 14:46 von RMHV
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Zitat:
cora » 14.02.08 13:33 «
Mich ärgert ja nur, dass als letztes Mittel immer irgendwelche Bauschäden etc. auf's Tablett kommen.


Nicht ärgern... wenn der Mieter Baumängel behauptet, muss er dafür Beweis antreten.

14.02.2008, 13:33 von Cora
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Hallo

ins Gerichtsverfahren stürze ich mich am 22., Gutachter hatte ich noch nicht, wozu auch?
Techem hat die Geräte überprüft, sind ok.

Mich ärgert ja nur, dass als letztes Mittel immer irgendwelche Bauschäden etc. auf's Tablett kommen.

Lassen wir uns überraschen.
14.02.2008, 12:54 von Sommer
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Wenn Du alles mögliche abgeprüft hast, dann laß das einen Gutachter zusammenfassen und stürze Dich ins Gerichtsverfahren - dann sollen eben die das klären. Aber verbringe nicht wertvolle Lebenszeit und verschwende kein Geld für solche KLärungsversuche - der Richter wirds dann eben richten...

S.
14.02.2008, 08:56 von Lilibeth
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na der scheint auf großem Fuß zu leben !!!

ich würde mich mal mit Techem in Verbindung setzen.

Kommt immer wieder vor, das der Verbrauch zu hoch ausfällt, wenn die Mieter zu wenig Geld haben

Dir wird warscheinlich nichts anderes übrig bleiben als der Sache nachzugehen .

Und wieder muß der Vermieter wegen Nachlässigkeiten oder Einkommensschwäche des Mieters , in Vorkasse treten und tief in seine Geldbörse greifen
14.02.2008, 07:56 von Susanne
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So einen kannte ich mal:
Da das Wasser nach qm Wohnfläche abgerechnet würde, müßte er halt so viel verbrauchen wie möglich, da auf der anderen Etage 4 Personen in der gleichen Wohnung (Größe) wohnen.

Wenn allerdings nach Verbrauch abgerechnet wird....hat er sich den Unsinn vielleicht nocht nicht abgewöhnt.
13.02.2008, 22:57 von Cora
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2003, Einzug im August = ca. 6000
2004 = 10.815
2005 = 6800
2006 = 7100

also eigentlich immer über dem Durchschnitt, auch im Wasserverbrauch. Ob der gute Mann jeden Tag ein Vollbad nimmt?
Ich weiß es nicht.
13.02.2008, 22:54 von Lilibeth
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wie war denn sein Verbrauch in den letzten Jahren ??

sonderbar ist es schon!!
13.02.2008, 22:42 von Cora
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Zitat:
Sie hätte sich auch vorher die Einheiten notieren können vor dem ablesen . So habe ich es früher immer gemacht . Bei mir stimmte es immer !!!

liebe Grüße


Hi Lili, das Problem sind ja gerade die hohen Einheiten.
Dieser Mieter hat 10.815 E, andere Mieter im Haus teilweise nur 3.500 und das für die ganze Wohnung.

Habe aber heute festgestellt, dass der Mieter auch den 2.höchsten Wasserverbrauch hat, eine 4-köpfige Familie hat 82 cbm, er als Einzelperson 74 cbm und beim Warmwasserverbrauch liegt er nur 3 cbm unter der 4-köpfigen Familie. Das ist doch auch etwas seltsam, oder? Ein 2-Personen-Haushalt hat z.B. beim Warmwasser nur 8,6 cbm.

Alles sehr sehr putzig
13.02.2008, 21:53 von Lilibeth
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Zitat:
Habe gerade auf den Schriftsatz geantwortet und sooooo einen Hals


nimm es Dir nicht zu sehr zu Herzen

klar, ist sehr ärgerlich !!!

wer weiß, wie lange sie die Heizung aufgedreht hatte .

RÄ verdienen sich gerne Geld , sei es auch mit noch so großem Humbuk

das wiederspricht genau dem was die Mieterin schriftlich hat niedergelegt.

Aber Techem hat es doch so abgelesen und auch sicher im dabeisein der Mieterin . Sie hätte sich auch vorher die Einheiten notieren können vor dem ablesen . So habe ich es früher immer gemacht . Bei mir stimmte es immer !!!
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