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11.04.2007, 09:35 von GeKemProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Da ist auch jemand reingelegt worden
Bitte lesen!
http://www.westdeutschezeitung.de/index.php?redid=154378
Alle 13 Antworten
12.04.2007, 00:56 von Franceska
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Hey Buba, woher weißt Du wo ich wohne?

Wohne zwar in Frankfurt, doch die Sachlage wurde in einem anderen Forum beschrieben. Anhand meiner Erfahrung mit den FFM-SB, frage ich mich, ob die wirklich so schnell handeln, wenn VM nicht die Miete bekommt? Es wäre wünschenswert!
11.04.2007, 23:32 von buba
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zitat Franceska

Zitat:
Der Irrsinn geht noch weiter. Die Arge, auch wenn sie z.B., weiß, dass Du eine Mietnomade bist, zahlt die Miete nur direkt an den Vermieter, wenn der Mieter dem zustimmt. Auch wenn Vermieter sich mal beim Sachbearbeiter meldet um mitzuteilen, dass er keine Miete vom Bedürftigen erhält, anstatt das zu untersuchen und gegebenfalls, um Obdachlosigkeit zu verhindern, eine Mietsperre veranlasst, um auch dann gegebenfalls die Miete direkt an den Vermieter zu überweisen, wird der Sachbearbeiter jedem Vermieter nur sagen, dass er da nichts machen kann und was der Bedürftige mit seiner Mietzahlung macht, ist sein Ding.

hi,
dann warst du sicherlich nicht in frankfurt arbeitslos
hier wird die miete sofort an den vermieter überwiesen wenn es schwierigkeiten mit der mietzahlung gibt. wenn man selber hinmaschiert, ist es auch einfach den betreffenden sachbearbeiter zu finden. (postleitzahl betreffender anfangsbuchstabe des familiennamens fertig.)
11.04.2007, 18:31 von Franceska
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Zitat:
[...]gleich bei Vertragsabschluss, eine Forderungsabtretung gegenüber der ARGE unterschreiben zu lassen.


Was bringt das, wenn der Bedürftige nach Abschluss des Mietvertrages diese Forderungsabtretung wieder rückgängig machen kann?

Und auch wenn die Miete weiter direkt an den VM überwiesen wird. Geht ein Bedürftiger einem Jobangebot nicht korrekt nach oder schreibt er nicht genug Bewerbungen im Monat oder verschwitzt er einen Termin, droht ihm eine 30% Leistungskürzung, welche seit Hartz IV, auch die Mietzahlung betrifft. Also wird die Miete zwar weiter vom der Arge überwiesen, aber mit einer 30% Kürzung. Und nu, was macht der VM jetzt?

Ein VM, der an einem Hartz IV Empfänger vermietet, ist auf das korrekte Verhalten dieses Bedürftigen voll und ganz angewiesen, um seine volle Miete zu bekommen. Hat der Bedürftige aber kein Gewissen oder seine Schamsgrenze schon längst überschritten, ist der VM und ihm die volle Miete zu zahlen, das letzte, worüber sich der Bedürftige Gedanken machen wird. Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel.
11.04.2007, 17:42 von zaunkoenig
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Hallo,

@adele
Nein, Du warst nicht speziell angesprochen.

Leute mal ehrlich. Die Probleme sind doch schon seit Jahr und Tag bekannt.

Die Mitarbeiter der ARGE unterliegen einer Sorgfaltspflicht hinsichtlich ihrer Tätigkeiten. Wird hier fehlerhaft, lückenhaft oder schlicht falsch beraten, so kommt der Sachbearbeiter eben seiner Sorgfaltspflicht nicht zur genüge nach.
Und die zu erhebende Klage richtet sich dann gegen den Bediensteten und nicht gegen die ARGE selbst.

Dann stellt sich mir die Frage, warum eigentlich noch niemand der Vermieter oder der Rechtsanwälte auf den Gedanken gekommen ist vom Mieter, gleich bei Vertragsabschluss, eine Forderungsabtretung gegenüber der ARGE unterschreiben zu lassen.

Weiterhin wundere ich mich über die Schläfrigkeit der Damen und Herren Rechtsanwälte. Ein Mietvertrag ist ein Dokument, aus welchem ein sofortiger Vollstreckungsanspruch bei Verzug hervorgeht.
Kommt die Miete nicht zum fälligen Termin, Vollstreckungsantrag und bei der ARGE sofort eine Pfändungsverfügung vorlegen.

Und ich bin allseits verwundert darüber, dass es Hunderttausende von Vermietern gibt, die alle irgendwann mit den gleichen Problemen kämpfen müssen und hier seit Jahren keine Lobby und kein Sprachrohr organisiert bekommen. Da fragt man sich doch, wofür gegebenenfalls die Beiträge für diverse Interessenvertretungen (z.B. Haus und Grund) bezahlt werden.

Und da sage noch einer es gäbe keine Wunder mehr. Ich wundere mich nur noch.

11.04.2007, 16:36 von Franceska
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Zitat:
PS. Ihre Signatur passt zwar hier, aber nicht bei jedem Beitrag. Smileys sollten etwas pointierter eingesetzt werden.


Wenn Sie Recht haben, haben Sie Recht.

In meiner Antwort ging es ja in dieser Hinsicht nicht um Mietnomanden, sondern um die Erfahrung mit den Ämtern. Es gibt Sachbearbeiter, die ihr Herz und ihren Verstand nicht ausschalten (zum Glück) und es gibt die, die ihre Position ausnutzen. Dass dadurch Menschen geschaden wird, ist wohl einigen egal.
11.04.2007, 13:08 von Augenroll
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Hallo Franceska,

wie oft denn noch:

ein Mitnomade nicht eine Mietnomade.

Aber interessanter Erfahrungsbericht. Danke!

PS. Ihre Signatur passt zwar hier, aber nicht bei jedem Beitrag. Smileys sollten etwas pointierter eingesetzt werden.



11.04.2007, 12:35 von Franceska
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Zitat:
Genau das ist der Irrsinn - und Dir als Vermieter dürfen sie ja nichts sagen!!


Der Irrsinn geht noch weiter. Die Arge, auch wenn sie z.B., weiß, dass Du eine Mietnomade bist, zahlt die Miete nur direkt an den Vermieter, wenn der Mieter dem zustimmt. Auch wenn Vermieter sich mal beim Sachbearbeiter meldet um mitzuteilen, dass er keine Miete vom Bedürftigen erhält, anstatt das zu untersuchen und gegebenfalls, um Obdachlosigkeit zu verhindern, eine Mietsperre veranlasst, um auch dann gegebenfalls die Miete direkt an den Vermieter zu überweisen, wird der Sachbearbeiter jedem Vermieter nur sagen, dass er da nichts machen kann und was der Bedürftige mit seiner Mietzahlung macht, ist sein Ding.

Viele Sachbearbeiter sind Paragraphschieber und mehr nicht. Das Gehirn wird ausgeschalten und dabei auch die Logik und der Verstand. Da die Arge verpflichtet ist, Obdachlosigkeit zu verhindern, werden Mietnomanden oder ähnliches, von Wohnung zu Wohnung geschoben, anstatt den ersten Mietschuldenberg gleich von Anfang an zu verhindern und bin mir sicher, die Arge kann das, wenn sie es wirklich wolle.

Mir wurde vor drei Jahren, als ich arbeitslos war gesagt, meine Miete wäre um 150 Euro zu teuer. Ich müsste umziehen. Fakt aber ist, die Miete war nur um 48 Euro zu teuer. Mir wurde geraten, nachdem die Mietzahlung um diese 150 Euro gekürzt wird, den Rest an den Vermieter zu überweisen. So wollte man meinen Vermieter dazu zwingen, die Miete zu kürzen. Meine damalige Sachbearbeiterin sagte mir, ich soll mich nicht stressen. Mein Vermieter würde sich seinen weiteren Schritt gut überlegen, da bei mir ja nichts zu holen wäre, würde der Vermieter überlegen müssen, ob er die Zwangsminderung hinnimmt oder gerichtlich gegen mich vorgeht. Das würde ihn viel Geld kosten und das Amt hätte einen Spezialisten im Mietbereich, der mich beraten würde, was ich tun müsste, um so lange wie möglich in der besagten Wohnung zu bleben.

Auch wenn es sich bei diesem Vermieter damals, um den Ar*** aller Vermieter, die ich jemals kennen gelernt hatte handelte, hat der gute Mann trotzdem weiter seine volle Miete erhalten. Ich ging nämlich in Widerspruch, weil ich 200 Wohnungsangebote nachweisen konnte, die ich in der Zeit gefunden hatte, doch sie waren entweder zu teuer oder man vermietete nicht an Arbeitslose. Als Danke stellte sich später heraus, dass dieser Vermieter unsere Umlagenvorauszahlungen veruntreute und in sein Haus in Italien investierte und dass er absolut keine Kaution angelegt, sonder eher ausgegeben hatte.

Fazit, ich kündigte sechs Monate später fristlos, nachdem ich drei Monatsmieten in Höhe der Kaution einbehalten hatte und zog aus. Von meinem Vermieter kam in den drei Monaten wo keine Miete kam, keine Kündigung, geschweige etwas anderes. Da ich jetzt eine Straße weiter wohne, treffe ich noch ab und an alte Nachbarn. Leider sind nicht viele geblieben, denn die meisten haben auch ihr Hab und Gut gepackt und dieses Rattenloch verlassen. Doch von denen, die dort noch wohnen (zwei nette Nachbarn), hört man immer wieder das selbe. Keine Heizung im Winter und fast monatliche Drohungen der Stadtwerke, wegen mangelnder Zahlung, die Wasserversorgung einzustellen.
11.04.2007, 12:11 von Sommer
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Zitat:
Besonders wurmt ihn, dass die Arge die Miete für die neue Miete direkt an den neuen Vermieter überweist.


Genau das ist der Irrsinn - und Dir als Vermieter dürfen sie ja nichts sagen!!

Aber das Thema hatten wir hier ja schon zur Genüge...

S.
11.04.2007, 11:41 von ADele
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ich habe an ein Ehepaar mit einem Kind vermietet und eingezogen ist das Ehepaar mit dem Kind und einer erwachsenen Tochter samt Baby und wechselnden Partnern.
Tja und was mache ich da? es sind Familienangehörige und ich kann mich brausen.
Das Amt zahlt für zwei Bedarfsgemeinschaften, denen ist das wurscht was im Mietvertrag steht oder nicht.

Viele Grüße Adele
11.04.2007, 11:32 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
Na,ja ich werde jetzt wegen Eigenbedarf kündigen, denn ich hause auf 12 qm und die armen Sozialfälle, die schon morgens besoffen sind auf 80 qm.


in Ihre Wohnung eingewiesen, verstehe ich nicht, mit welcher Begründung ??? Ausserdem haftet dann das Amt normalerweise für Folgekosten. D.H. die werden das nur tun wenn sonst nichts anderes mehr geht ???

MFG
11.04.2007, 11:17 von ADele
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hallo Zaunkönig,
meinst Du mich mit Deiner Antwort?
Mir hat ein RA davon abgeraten rechtlich gegen die ARGE vorzugehen, ich habe keine Chancen.
Na,ja ich werde jetzt wegen Eigenbedarf kündigen, denn ich hause auf 12 qm und die armen Sozialfälle, die schon morgens besoffen sind auf 80 qm.

Viele Grüße Adele
11.04.2007, 10:32 von zaunkoenig
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Hallo,

da wird es denn doch mal Zeit eine Schadenersatzklage gegen den Bediensteten der ARGE anzustrengen.

Wenn solcherlei Probleme gehäuft bei "Haus und Grund" bekannt sind, warum wird dann nicht mal ein Musterverfahren angestrengt?

11.04.2007, 10:03 von ADele
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Zitat:
„Ich werde nie wieder an einen Hartz-IV-Empfänger vermieten.“


ich auch nicht

bei mir hat die ARGE, oder Hartz-IV Empfänger, ist auch schon egal welchen Namen man den "Hilfsbedürftigen" gibt, eine zweite Bedarfsgemeinschaft in meine Wohnung eingewiesen.
Viele Grüße Adele
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