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11.11.2007, 17:03 von bettina41Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Checkliste
Hallo

Ich habe eine Wohnung neu zu vermieten und möchte mir gerne eine Art "Checkliste" zusammenstelle. Bin da noch sehr unerfahren, da dies mein erster Mieterwechsel ist, seit ich die Wohnung besitze. Über sinnvolle Vorschläge würde ich mich sehr freuen.

Alle 15 Antworten
12.11.2007, 21:19 von Sommer
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Und noch ein wichtiger Punkt: Im Klagefall klagt dann nur eben ein Vermieter und damit entfällt eine weitere Anwaltskostenpauschale die beim Vertreten mehrerer Parteien fällig wird....wird dann also billiger.

S.
12.11.2007, 21:07 von nass01
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Zitat:
Vielleicht weil Du den Ehepartner, dann immer gleich als Zeugen "parat" hast ?
Interessiert mich jetzt aber auch...

#

Bingo!!!!!!!!

Sollte der Ehepartner mit unterschreiben ist er Vertragspartner und somit zugleich Kläger und nicht Zeuge.

Im Gegenzug hebelt man die Gegenseite aus in dem alle volljährigen Bewohner im Mietvertrag genannt sind und auch unterschreiben.

Besser später Die böse als Du böse.
Hallo dunkelROOT

Zitat:
Ich glaube das ist immer schlecht vor Gericht oder?

Schon richtig, aber besser als keinen Zeugen.

Die anderen Punkte habe ich schon genannt.

Wäre fast beim Gericht auf die "Schnauze" gefallen, weil meine Frau (zu dem Zeitpunkt noch in MV) bei dem Mahnbescheid und gerichtliche Auseinandersetzung) nicht mit unterschrieben hatte.

Seit dem nur noch alleine.

Hatte ich hier im Forum vor einiger Zeit schon drüber berichtet.

12.11.2007, 11:43 von dunkelROOT
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Zitat:
Vielleicht weil Du den Ehepartner, dann immer gleich als Zeugen "parat" hast ?


Ehepartner = Zeuge?
Ich glaube das ist immer schlecht vor Gericht oder?
Also dass kann es nicht wirklich sein?

dR
12.11.2007, 11:13 von cavalier
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Zitat:
Vielleicht weil Du den Ehepartner, dann immer gleich als Zeugen "parat" hast ?

Genau.

Oder bei Mahnverfahren und anderen gerichtlichen Angelegenheiten. Wenn du einen Partner/in z.B. als Kläger/in vergessen solltest, gibt es Probleme.

Ich kann auch nur empfehlen (und mache es auch so) immer nur einen Vermieter/in einzutragen.
12.11.2007, 11:03 von Eli
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Zitat:
[Immer darauf achten, dass bei Eheleuten als Vermieter nur
ein Partner in den Mietvertag genannt wird und auch nur ein
Vermieter unterschreibt.

Warum?
Ich bin zwar nicht verheiratet, aber warum?

Das würde mich auch interessieren!

Ulli


Vielleicht weil Du den Ehepartner, dann immer gleich als Zeugen "parat" hast ?
Interessiert mich jetzt aber auch...
12.11.2007, 10:42 von ulli
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Zitat:
Immer darauf achten, dass bei Eheleuten als Vermieter nur
ein Partner in den Mietvertag genannt wird und auch nur ein
Vermieter unterschreibt.

Warum?
Ich bin zwar nicht verheiratet, aber warum?
Zitat:


Das würde mich auch interessieren!

Ulli
12.11.2007, 10:01 von dunkelROOT
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Zitat:
Immer darauf achten, dass bei Eheleuten als Vermieter nur
ein Partner in den Mietvertag genannt wird und auch nur ein
Vermieter unterschreibt.


Warum?
Ich bin zwar nicht verheiratet, aber warum?

dR
12.11.2007, 09:38 von scientia
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Übergabeprotokoll nicht vergessen,
Mietvertrag von HuG, ist unter den angebotenen sicher rel. gut. niemals Formularverlage oder der vom Mieterbund, wenn man nicht reines BGB Recht möchte.

grusse scientia

PS: man kann auch gute Infos erhalten, wenn man sich mit dem ehemaligen Vermieter in Verbindung setzt.
In der Regel merkt man auch , ob dieser eine Klientel "wegloben" will.
Leider schützen die ganzen Bonitätsprüfungen nur zum Teil!
Persönlicher Eindruck ist entscheidend.

Um Probleme zu vermeiden, sollte man aber auch dem MIeter Infos zur Gemeinde von Müllabfuhr, Ummeldung, ggf. Kabel TV ,Elektroversorger, Post etc. mitgeben, das erspart auch Ärger und ist servicefreundlich.
12.11.2007, 09:32 von Der_Vermieter
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Hallo,

geh mal auf die Seite diewada de und gucke unter den Punkt Service und Dokumente nach, da gibt es einiges, vielleicht auch etwas was Dir weiterhilft!

Da kannst Du Dich auch direkt über deinen Mieter informieren und zwar legal ohne dessen Zustimmung. Musst Du Dir mal durchlesen falls es Dich interessiert!
12.11.2007, 09:28 von Eli
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Hallo,

die wichtigsten Dinge wurden schon genannt.

Ich würde vor Übergabe immer noch alles fotografieren und ein ganz genaues Übergabeprotokoll machen. Lieber am Anfang etwas aufwändiger, dafür später im Notfall etwas in der Hand haben.

Natürlich hoffen wir alle immer, daß der "Notfall" nicht eintritt, aber... Uns haben die Vorher/Nachher-Fotos in der Gerichtsverhandlung mit unserer Mieterin auf jeden Fall sehr geholfen!

Eli
12.11.2007, 09:09 von nass01
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Ich würde das alles in drei Stufen eingruppieren.

1) Die Mietersuche:

Woher kommt der Mieter?
Welchen Eindruck macht der Mieter?
Passt der Mieter zur Wohnung/Haus/ Mitmieter?
Erfüllt der Mieter meine Erwartungen?

2) Die Vertagserstellung:

Habe ich die neusten Verträge und sind diese rechtsicher?
Bonität des Mieters prüfen, Vorvermieter,
Schufaselbstauskunft
Selbstauskunft des Mieters, Verdienstbescheinigung.
Abreden in den Mietvertrag aufnehmen wie Tierhaltung,
besondere Zugeständnisse für Einbauten oder Nutzungen.
Festlegung der Nebenkosten wie Versicherung,Heizkosten
u.s.w.
Immer darauf achten, dass bei Eheleuten als Vermieter nur
ein Partner in den Mietvertag genannt wird und auch nur ein
Vermieter unterschreibt.
Bei den Mietern darauf achten, das alle volljährigen
Personen die in einziehen werden unterschreiben.

3) Vertragsbeginn

Bei der Schlüsselübergabe ein Protokoll erstellen das den
Zustand der Wohnung festhält, hier auch Anzahl der Schlüssel
und Zählerstände festhalten.
Keine Übergabe vor Zahlung der ersten Miete und der ersten
Rate der Kaution. ( Bei mir nur volle Kaution sonst kein
Vertrag )
Mängel beim Einzug notieren und beseitigen lassen, die
Beseitigung bestätigen lassen.

Hört sich schlimm an ist aber ein notwendiges Übel damit im Fall der Fälle alles eindeutig geklärt ist.
Bei 95% der Fälle schaut sich keiner mehr den Mietvertrag an aber sollte es doch mal schief gehen wird man sich besonders mit diesen Vertrag vor Gericht streiten und da muss er Bestand haben.



11.11.2007, 19:14 von Peter_Pan
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Ich empfehle zusätzlich

a) Rechtschutz
b)Mietfactoring
11.11.2007, 17:14 von CMAX_65
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Hi,

willkommen im Club....

ziemlich umfassende Frage, liebe "bettina41".

Einfach mal mit der Suchfunktion hier im Forum suchen und auch googeln !

Um den Anfang zu machen halte ich gerade in der heutigen Zeit die Bonität des Mieters für das A&O einer vernünftigen und wirtschaftlich erfolgreichen Vermietung !

z.B.

Kopie Personalausweis Vorder- und Rückseite
Gehaltsbescheinigungen
Selbstauskunft
Vorvermieterauskunft
Schufaauskunft

Sieht nun extrem bürokratisch aus ist aber notwendig um "Schwarze Schafe" herauszufiltern.

Die (Mietnomaden/Betrüger) können sehr viel Geld und eine Menge Nerven kosten. Kurzfristiger Leerstand ist da im Zweifel wesentlich billiger !!!

Weiterer wichtiger Punkt, Sorgfalt beim Mietvertrag, speziell bei Umlage der Betriebskosten usw.

Wenn ich so überhaupt keine Ahnung habe, würde ich mir von einem erfahrenen VM-Kollegen helfen lassen, oder auch von Haus und Grund oder sonst jemand z.B. auch von einer Hausverwaltung, die Sondereigentumsverwaltung/Mietverwaltung macht. Wegen einer Wohnung wird der Anfangsaufwand der HV aber wahrscheinlich mit einer besonderen Vergütung verbunden sein.....

Kostet zwar alles ist aber im Falle eines Falles wesentlich billiger als der potentielle Schaden.

Das Mietrecht ist sehr komplex, da kann man insgesamt eine Menge falsch machen !!!

Beispiel:
Betriebskosten nicht rechtswirksam vereinbart:

Folge BGB § 535 zahlt alles der VM.
Das "kostet" dann je nach Mietzeit eine 4 bis 5 stellige Summe.


MFG
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