> zur Übersicht Forum
01.02.2007, 19:57 von SommerProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|B.Z. deckt auf - Berlin schmutzigsten Mietshaus!
Liebe Forengemeinde,
was wäre uns kleine Welt doch noch kleiner und dröger wenn wir nicht so wunderbare Querdenker wie Augenroll und die B.Z. hätten:

Aktuelles Thema der B.Z.:

Zitat:
Schämt sich der Vermieter denn nicht?
Ralf M. und seine Familie leben in Berlins schlimmstem Haus. Das Treppenhaus ist ausgebrannt. Es gibt kein Wasser, keine Heizung und überall liegt Müll herum
Von Konstantin Marrach

Rolf M. und Tochter Jennifer (8) frieren. Vor wenigen Tagen wurde die Heizung abgestellt.

Foto: BZ
Rolf M. (55) zeigt den Müll im Hinterhof des Hauses. Die Tonnen sind überfüllt, der Dreck liegt daneben.

Foto: BZ

Es ist kalt. Es modert. Es schimmelt und stinkt. Im Hausflur liegen Essensreste und benutzte Babywindeln. Rolf M. (55) und seine Familie leben ins Berlins schlimmstem Mietshaus. Warthestraße 58, Neukölln. Mit Tochter Jennifer (8) muss der Vater hier in einer Müll-Halde leben - und dafür noch 260 Euro (34 qm) zahlen. Schämt sich der Vermieter denn nicht? "Früher war das eine gute Adresse", sagt Rolf M. "Die Türen und Fensterläden wurden alle zwei Jahre lackiert. Die Nachbarn wischten die Flure und pflegten den Garten."

Platten vor den Fenstern
Mitte der 70er Jahre kaufte dann der berüchtigte Kaufmann Gustav S. das Haus. "Der ließ nur die nötigsten Reparaturen durchführen", sagt Rolf M. "Wenn mal ein Fenster kaputt war, dann nagelte er eine Spanplatte davor", behauptet er. 1997 wurde das Haus unter Zwangsverwaltung gestellt, nachdem mehrere Firmen des Vermieters Pleite gingen. Gustav S. steht seit langem vor Gericht. Es geht um den Vorwurf der Untreue und Insolvenzverschleppung.

Zu kalt: Tochter hat Grippe
Viele Mieter sind inzwischen ausgezogen. Etwa 40 Menschen leben aber noch hier. "Viele werfen seit Monaten ihren Müll einfach in den Hausflur", berichtet Rolf M. Am Neujahrstag brannte auch noch das Treppenhaus ab.

Doch den größten Schock erlebten die Mieter vor wenigen Tagen. "Da wurden das Wasser und die Heizung abgestellt."

"Wir müssen uns seitdem mit Mineralwasser waschen. Und in der Wohnung ziehen wir Wolljacken an, weil die Temperaturen bis auf 10 Grad sinken. Meine Tochter hatte schon Grippe."
Warum wurden Strom und Wasser einfach abgeschaltet?
Warum wird nichts gegen den Müll getan? Zwangsverwalter und Eigentumsverwaltung waren trotz mehrfacher Anfrage nicht zu erreichen.

Und Rolf M., warum zieht er nicht aus? "Ich lebe hier seit 38 Jahren. Ich habe in diesem Kiez Freunde, genauso wie meine Tochter. Wir verlangen einfach, dass sich endlich etwas tut."



Und weiter gehts:

Zitat:
Berlins dreckigstes Haus wird geputzt

Nach dem BZ-Bericht rückte eine Reinigungsfirma an

Der Schweiß fließt. Die Männer von Cleanonix müssen Schwerstarbeit leisten.
So berichtete die BZ über Berlins dreckigstes HausSchluss mit Schutt im Flur, schimmeligen Essensresten im Hof und Abfall im Treppenhaus: In Berlins dreckigstem Haus in der Neuköllner Warthestraße wird aufgeräumt. Der Chef der Reinigungsfirma Cleanonix Cengiz Yalcin: "Ich habe die Fotos in der B.Z. gesehen und war über die unmenschlichen Zustände geschockt." Gestern meldete er sich bei der B.Z. und bot seine Hilfe an: "Ich mache mit meinen Leuten da sauber. Natürlich umsonst. In so einem Dreck kann man doch nicht wohnen."

Fliesen wieder weiß
Gegen Yalcins Putztrupp hat der Dreck keine Chance. Wo sich eben noch der Schutt türmte, strahlen jetzt Fliesen wieder im schönsten Weiß. Und die Bewohner freut's. Rolf M. erleichtert: "Einfach super. Eigentlich ist das ja Sache der Hausverwaltung. Die rühren aber keinen Finger."

Der wahre Dreck im Haus sitzt tiefer, ist nicht mit einem Besen zu beseitigen. Unter den Mietern kursieren Gerüchte über die schmutzigen Geschäfte des Hausbesitzers Gustav S. Es geht um Versicherungsprämien und unterschlagene Mieten.

Mieter Klaus W.: "Die Versicherung soll für einen Brand in der Silvesternacht schon gezahlt haben. Passiert ist aber noch nichts."

SF


Übrigens ist der Eigentümer Gustav Sommer, der tatsächlich offenbar ein echt böses Exemplar seiner Gattung ist http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/08.02.2002/ak-so-im-559665.html - Nomen ist nicht immer Omen; ich bin eigentlich ganz nett...

Ich überlege noch... die B.Z. schreibt so schön am Ende:

Zitat:
Haben sie auch Mietärger? Dann rufen Sie uns an: Tel.: 2591 - 7 37 77


Da würde ich gerne mal anrufen...habe immer Mieterärger:

- Mieter die ihren Sperrmüll in die Tonne verklappen und sich dann ärgern, weil nix mehr reinpasst (und der geizige Vermieter ist schuld)
- Mieter die lange nicht zahlen und nach Räumungsurteil eine Müllhalde hinterlassen.
- Mieter die Schaden anrichten und dann gleich mit Rechtsanwalt kommen wenn man sie zur Reparatur auffordert.
- Mieter die jede Sanierung als "Billigsanierung" geisseln und selber über ne knarrende Tür maulen.
- Mieter die wegen eines Fleckens an der Wand keine Schönheitsreparaturen machen wollen.
und so weiter und so fort... lasst uns doch da mal anrufen und unseren Mieterärger durch die B.Z. lösen.
Sollen die mir doch einen Putztrupp ins Haus schicken, der die BSR-Leerungen übernimmt (uiuiui, das darf man doch gar nicht...die BSR hat bis 2015 Monopol bei der Hausmüllabfuhr). Oder eine Renovierungstruppe zum Nachstreichen...ob die auch ein Räumungsrollkommando schicken wenn die Mietnomaden nicht ausziehen wollen?

Los, auf zur B.Z. - endlich die Antwort auf die ungerechte Mieterschutzgesetzgebeung! Juchheeeeeeeee!

S.
Alle 2 Antworten
01.02.2007, 20:09 von ChristophL
Profil ansehen
Schlimm!!!
01.02.2007, 20:02 von Augenroll
Profil ansehen
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter