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19.12.2007, 18:45 von CMAX_65Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Bruttokaltmiete/Mieterhöhung nach Mietspiegel
Hi,

es gibt da ja durchaus widersprüchliche Meinungen bzgl. der Begründung. Das aktuellste BGH Urteil von vergangener Woche

http://www.juraforum.de/jura/specials/special/id/209613/
(Verlinkung nicht möglich, keine Ahnung warum)

ist ja sehr "liberal" bezüglich der "formellen" Begründungserfordernisse, Mietervereine sehen das anders.

Aber da ist noch was....die sog. materielle Begründung.....

Wer hat bzw. hatte schon konkret solch eine Mieterhöhung durchgeführt (wenn Mietspiegel nur nettokalt angibt) ?

Pauschaler Ansatz BK nach Mietspiegel oder detailiiertes herausrechnen aus bruttokalt bzw. dazurechnen zur Nettokaltmiete ?????

Wer hat da den Durchblick ???

MFG
Alle 2 Antworten
20.12.2007, 10:29 von Sommer
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Mein Spezialgebiet da offizieller Fanclub der Bruttokaltmiete ;-))

ALso: Das zitierte Urteil stellt auf die Form eines Mieterhöhungsverlangen ab und zwar ganz unabhängig davon ob Netto- oder Bruttokaltmieten erhöht werden. Demnach ist es eben nicht mehr - wie bisher eher üblich - erforderlich, eine Kopie des Spiegels beizulegen und sowohl die Feldbezeichnung als auch den Inhalt des Feldes wiederzugeben.
Ich mache es dennoch so weiter; keiner soll sagen, er hätte nicht alle Daten gehabt.

Ansonsten: Du mußt für die betreffende Wohnung die Betriebskosten der letzten 12 Monate mit einer individuell erstellen BK-Abrechnung nachweisen. Diese darf dann natürlich nur die klassischen Betriebskosten nach BGB enthalten; die beliebten "sonstigen" fallen dann weg da sie mietvertraglich vereinbart werden müssen.
Den damit ermittelten Wert für die BK/qm ziehst Du von Deinem bruttokaltmietpreis/qm ab. Ergebnis ist die Nettokaltmiete/qm und die kannst Du dann um bis zu 20% alle drei Jahren (unter Berücksichtigung der Mietpreisspiegelobergrenze) erhöhen.

S.
19.12.2007, 19:31 von Mortinghale
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Nettokaltmiete lt. Mietspiegel zuzüglich Nebenkosten des Vorjahres (soweit nicht neuere Erkenntnisse vorliegen).

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