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11.07.2007, 19:49 von SchwarzfischerProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|BK-Abrechnung
Hallo zusammen,

habe eine richtige, geprüfte BK-Abrechnung gemacht. Vermietet wird ein Kellerraum mit WC für D+H, einschl. 8 HK, Fläche ca. 185 qm.
FRAGE:
1. Leider ist dieser mehrere Jahre leergestanden, letztes Jahr nun vermietet, im Mietvertrag zu geringe Kosten für HK angesetzt.
2. HK durch Mieter auf Frostsicher gestellt, jedoch wurde durch eine Bustronic Steuerung immer wieder warmes Wasser zu den HK transportiert, da eine Vorstellung von ca. 20° eingestellt wahr, und somit die Kosten explodierten (+180%)

Wer zahlt, bzw. hat die Kosten zu tragen?

Vielen Dank im voraus
Alle 15 Antworten
12.07.2007, 12:45 von MarieP
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Zitat:
Die Vortäuschung

Aber die muß erstmal bewiesen werden.




logisch - jeder kalkuliert ob Anmietung od. Vermietung

hier ging es nicht um 20% od. 40% mehr wegen gestiegener Energiekosten sondern um 180% - auch unter Berücksichtigung von
§ 4 Abs. 1 Satz 1
des Gesetz zur Regelung der Miethöhe
12.07.2007, 12:30 von Mortinghale
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Zitat:
Die Vortäuschung


Aber die muß erstmal bewiesen werden.

12.07.2007, 12:25 von MarieP
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Hallo

Zitat:
2 x Kann; Kann kann vieles; ist vom Mieter aber gerichtlich kaum durchzusetzen


Irrtum
Die Vortäuschung einer geringen Gesamtmiete ist gerichtlich entschieden und hier auch schon öfters zur Diskussion gestellt
12.07.2007, 12:22 von Mortinghale
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Hallo Marie

Zitat:
Zu niedrig - kann bedeuten - das unter Vortäuschung einer geringen Gesamtmiete der Mieter gelockt wurde - dies kann dazu führen, dass der Mieter überhaupt nicht zahlen muss.



2 x Kann; Kann kann vieles; ist vom Mieter aber gerichtlich kaum durchzusetzen.

Es sei denn, er hat bei Vertragsabschluß nachgefragt und ihm wurde die möglichst zutreffende Kalkulation ausdrücklich zugesichert. Der Vermieter ist schließlich noch nicht einmal verpflichtet, überhaupt Vorauszahlungen zu erheben.

Gesetzlich vorgeschrieben ist einzig das Verbot der zu hohen Vorauszahlungen.

12.07.2007, 12:11 von maralena
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Danke Marie!

Ja ich kann die gestiegenen Kosten belegen - durch gestiegenen Wasserverbrauch und gestiegene HK - und zwar nahezu ausschließlich durch diese beiden verbrauchsabhängigen Posten.

Gruß
Mara
12.07.2007, 12:02 von MarieP
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Hallo Maralena

Zitat:
Ich habe gerade einen Fall, wo die BK enorm gestiegen sind, weil Mieterwechsel (Wasser, Heizkosten) und auch durch den Mieterwechsel nun ein HK-Erfassung notwendig war, die natürlich kostet.



Die Abrechnungen des Mieters müssen oder belegen den höheren Verbrauch - damit solltest du die Vorauszahlungen auf Grund der Abrechnungen anpassen können.
s. pn

Im Fall von Schwarzfischer geht es um 180 %
12.07.2007, 11:54 von MarieP
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Mortinghale

Du hast die Vorauszahlungen auf Betriebskosten angemessen zu kalkulieren und zwar nach beiden Seiten.
Zu niedrig - kann bedeuten - das unter Vortäuschung einer geringen Gesamtmiete der Mieter gelockt wurde - dies kann dazu führen, dass der Mieter überhaupt nicht zahlen muss.
Das kann dem VM bei einer zu hohen Kalkulation nicht passieren, hier hat er die Vorauszahlungen nur anzupassen.
12.07.2007, 11:46 von maralena
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@ Marie: Gibt es da bestimmte Grenzen, bspw. +/- 20% oder liegt das dann voll und ganz im Ermessen des Gerichtes?

Ich habe gerade einen Fall, wo die BK enorm gestiegen sind, weil Mieterwechsel (Wasser, Heizkosten) und auch durch den Mieterwechsel nun ein HK-Erfassung notwendig war, die natürlich kostet.

Mieter war aber damals nicht bereit, den Dauerauftrag anzupassen - jetzt steht die Nachzahlung an und es wird sich um die Höhe gestritten.

Statt 100 monatlich (ich hatte eine Vorauszahlung von 120 empfohlen - leider nur mündlich) sind es nun 130.

Gibt es da also eine Grenze "x% im Vergleich zur angesetzten Vorauszahlung", die nicht überschritten werden darf?

gruß
Mara
12.07.2007, 11:46 von Mortinghale
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Nein, nicht zu hoch.

Der Mieter soll schließlich die Chance behalten, aus verfristeten Abrechnungen seinen "Gewinn" zu ziehen.

12.07.2007, 11:41 von MarieP
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Hallo

Zitat:
Die Vorauszahlungen dürfen nicht zu hoch kalkuliert werden.
Das ist alles.




du meinst nicht zu niedrig!?
12.07.2007, 11:40 von Mortinghale
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Die Vorauszahlungen dürfen nicht zu hoch kalkuliert werden.
Das ist alles.

12.07.2007, 11:37 von MarieP
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Hallo Maralena

Zitat:
Warum kann das "tödlich" sein - weil die Vorauszahlungen zu gering angesetzt waren? Wäre das nicht nur dann "tödlich", wenn es sich um eine Pauschale gehandelt hat?




Du hast als VM die Betriebskostenvorauszahlung angemessen anzugeben.
Wenn auf Grund längeren Leerstands - die Verauszahlung nicht angemessen angepasst wird bei Vermietung - kann der Vorwurf erhoben werden - durch Vortäuschung einer geringen Gesamtmiete vermietet zu haben - und das kann für den VM tödlich sein.
12.07.2007, 10:51 von maralena
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@Marie:

Zitat:
Hallo Schwarzfischer

1. Leider ist dieser mehrere Jahre leergestanden, letztes Jahr nun vermietet, im Mietvertrag zu geringe Kosten für HK angesetzt

Das kann tödlich sein.



Warum kann das "tödlich" sein - weil die Vorauszahlungen zu gering angesetzt waren? Wäre das nicht nur dann "tödlich", wenn es sich um eine Pauschale gehandelt hat?

Gibt es eine bestimmte Grenze innerhalb der sich die tatsächlichen Betriebs-/Heizkosten auf Basis der Vorauszahlungen bewegen müssen?

Gruß
Mara
12.07.2007, 08:37 von MarieP
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Hallo Schwarzfischer

Zitat:
1. Leider ist dieser mehrere Jahre leergestanden, letztes Jahr nun vermietet, im Mietvertrag zu geringe Kosten für HK angesetzt


Das kann tödlich sein.

Zitat:
2. HK durch Mieter auf Frostsicher gestellt, jedoch wurde durch eine Bustronic Steuerung immer wieder warmes Wasser zu den HK transportiert, da eine Vorstellung von ca. 20° eingestellt wahr, und somit die Kosten explodierten (+180%)



Schwer nachvollziehbar - wenn die Heizkörperventile auf Frost gestellt sind - dürfen die Heizkörper auch mit dieser Steuerung nur beim Punkt der Froststellung anspringen. Wenn dies passiert heizt der Heizkörper natürlich voll hoch.
Das Ventil hätte trotz der Steuerung nicht öffnen dürfen - dein Mieter muss die Möglichkeit haben über die Thermostatventile seinen Wärmebedarf selbst zu steuern.
Das war hier anscheinend nicht gegeben.
Ich würd jetz erst mal für die Zukunft die Thermostatventile überprüfen lassen sowie die Steuerung.
Du bist als Vermieter verpflichtet den einwandfreien Zustand zu gewährleisten.

Also bedarf es hier einer Einigung bezgl. der Kostentragung - wo du Kosten übernehmen musst - wenn die Ursache bei der Steuerung oder den Thermostatventilen liegt. So wie du schreibst ist die Ursache auch hier zu finden - außer die Aussage deines Mieters entspricht nicht den Tatsachen.
12.07.2007, 08:18 von Augenroll
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Zitat:
jedoch wurde durch eine Bustronic Steuerung immer wieder warmes Wasser zu den HK transportiert


Wer hat die Verantwortung über diese Steuerung?
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